Historisches Archiv der Stadt Köln
Best. 750 Friedhofsamt


Signatur : Best. 750

Name : Friedhofsamt

Beschreibung :
Inhalt:A. Bestandsbeschreibung und ArbeitsberichtB. Behördengeschichtliche Bemerkungen zur Verwaltung der städtischen Friedhöfe in Köln 1896-1933C. AktengliederungD. AktenverzeichnisA. Bestandsbeschreibung und ArbeitsberichtDie Gartenbau- und Friedhofsabteilung des Tiefbauamtes gab 1936 166 Akten, die die Verwaltung der städtischen Gärten und Grünanlagen, und 239 Akten, die die Verwaltung der Friedhöfe betrafen, an das Historische Archiv der Stadt Köln ab. Von den 239 Friedhofsakten bezeichnete die Abgabeliste 66 als von der Friedhofsabteilung und 173 als von "ehemals A 15 (Friedhofsabteilung)" stammend.Sowohldie Liste als auch Akten wiesen mehrere Signaturen auf. Für die Aktenabgabe waren die Akten mit "F1" bis "F66" und "F1" bis "F173" - die Nummern 1 bis 66 waren also doppelt vergeben worden - gekennzeichnet, wobei sich hinter einer Nummer mehrere Aktenbände verbergen konnten. Diese Signatur findet sich auf den Akten in Blei meist auf dem oberen Drittel des Deckels.Wahrscheinlich durch Kriegseinwirkungen ging eine Anzahl von Akten verlustig. Bei einer archivischen Revision der noch vorhandenen 118 Akten wurden diese in Blau meist im unteren Deckeldrittel mit Signaturen, zusammengesetzt aus damaliger Bestandsnummer (37) und laufender Nummer versehen, also z.B. 37/8. In der Abgabeliste von 1936 finden sich die laufenden Nummern der Revision in Rot nachgetragen am linken Blattrand. Die Besetzung mehrerer Aktenbände mit einer Nummer bestand weiterhin fort; für insgesamt ca. 180 Aktenbände waren 118 Nummern vergeben worden. Erst bei der 1986/87 vorgenommenen Verzeichnung und Erschließung der Akten erhielt jeder Band eine eigene Nummer. Die Anzahl der Aktenbände beläuft sich nunmehr auf 118 (!), das heißt es sind circa 65 weitere Bände seit der nicht zu datierenden Revision entweder verlorengegangen oder bei der Rekonstruktion der Vorortbestände 1986/87 in diese eingegliedert worden.Letzteres ist der Fall für die nachstehenden Akten.In den Bestand Kalk gingen:32/21 Anstellung des Friedhofverwalters in Kalk, 1904-191637/43 Allgemeine Bestimmungen über das Begräbniswesen in Kalk, 1889-192237/74 Einfriedungen am alten Friedhof Kalk, 1905-190837/78 Der Friedhof Kalk37/112 Grabstätte der Bürgermeister Thumb und Wiersberg, 190137/116 Denkmäler auf dem alten Friedhof Kalk, 1867-1905In den Bestand Efferen:37/71 Friedhof Efferen, 1861-188937/89 Friedhof Lindenthal, 1854-1881In den Bestand Deutz:37/40 Begräbniswesen und Angestellte in Deutz, 1837-190137/53 Kirchhöfe in Deutz, 1820-1876In den Bestand Longerich:37/54 Kirchhöfe in Longerich, 1821-188637/56 Begräbniswesen Longerich, 1853-1884In den Bestand Worringen:37/35 Judenfriedhöfe, 1834-192437/97 Friedhof Fühlingen, 190937/100 Friedhof Weiler, 1909-1921Die Laufzeitgrenzen der noch vorhandenen Akten sind die Jahre 1829 und 1933. Ab 1860 steigt die Dichte der Überlieferung an, sie ist am größten für die Jahre 1880-1930.Aktenabliefernde Stelle war die Gartenbau- und Friedhofsabteilung des Tiefbauamtes, von der aber der "Fond", die im Archiv vorhandenen Akten einer Provenienz (1), keinen Zuwachs erhallten hatte. Die letzte aktenführende Stelle war die Direktion der städtischen Friedhöfe, der Hauptteil der Akten stammt vom Garten- und Friedhofsamt, bzw. von der Garten- und Friedhofsabteilung, Vorakten stammen vom Friedhofsinspektor und vom Verwalter des Friedhofs Melaten. Gleichwohl hat der vorliegende "vorarchivische Mischfond" (2) immer eine einzige Herkunft, nämlich die oberste Stufe der Verwaltung der Friedhöfe unterhalb des Dezernenten bzw. Beigeordneten. Vor 1888 waren oberste und unterste Stufe identisch: beides war der Verwalter des Friedhofes Melaten.Der vorliegende Bestand wurde entsprechend der seit 1912 bestehenden Gliederung der Verwaltung in Abteilungen und (ab 1921) in Ämter als "Friedhofsamt" bezeichnet. Aus dieser Zeit stammt die Mehrzahl der Akten. Wenn auch die Friedhofsverwaltung stets - schon vor der Jahrhundertwende - der Gartenverwaltung unterstellt war (abgesehen von den 1928 - 1933 mit einer eigenen Direktion), so bildete der Aktenbestand doch die oberste Verwaltungsebene innerhalb der Amtsgliederung. Insofern läßt sich die Bezeichnung "Friedhofsamt" rechtfertigen. Die Nummer des Bestandes ist 750.Die "analytische Verzeichnung" der Akten, wie sie im Historischen Archiv der Stadt Köln gelegentlich geübt wird - identisch mit der "erweiterten Verzeichnung", wie sie im "Lexikon Archivwesen der DDR" (3) erläutert ist - reicht für den vorliegenden Bestand - Motto: ein Tag für eine Akte - bis hin zur Einzelblattverzeichnung innerhalb eines Aktenbandes. Dabei gibt die Reihenfolge der "Enthält-Vermerke" zumeist (wenn auch nicht immer) die Lage der Vorgänge im Aktenband wieder.(1) vgl. Joh. Papritz, Archivwissenschaft Bd. I, S. 103ff. Marburg 1976(2) a.a.O., S. 108f.(3) Lexikon Archivwesen der DDR, Berlin2 1977, S. 122f.B. Behördengeschichtliche Bemerkungen zur Verwaltung der städtischen Friedhöfe in Köln 1896-1933Die Aufsicht über sämtliche städtischen Friedhöfe wurde 1896 vom Gartendirektor auf den Friedhofinspektor von Melaten, Ibach, übertragen; die Verwalter der Friedhöfe wurden ihm unterstellt.(1) Die Verwaltung der Friedhöfe wies also von 1896.1913 folgende drei Stufen auf: die Verwalter der einzelnen Friedhöfe, den Friedhofinspektor übergeordnet für alle Friedhöfe und den Oberbürgermeister, bzw. den mit der Friedhofsverwaltung beauftragten Beigeordneten in Verbindung mit der Kommission für öffentliche Anlagen und Friedhöfe.(2)Die Verwaltung durch den Beigeordneten erfolgte mit Registratur B I (Bausachen aller Art), deren Abteilung VII das Friedhofswesen umfaßte mit den Unterabteilungen 1: Begräbniswesen im Allgemeinen, 2: Friedhöfe und deren Baulichkeiten, 3: Grabstätten und Denkmäler und 4: Angestellte. (3)Die Aktenzeichen sahen entsprechend aus: B I, VII - arab.: 1, 2, 3 oder 4 - arab.: laufende Nummer, z.B. VII-2-8. Die Verwaltungsneugliederung vom 1. Januar 1913 verteilte die Geschäfte statt auf Registraturen auf Abteilungen. Die Friedhof- und Gartenverwaltung wurde vereinigt, die neue Bezeichnung laut A 15 statt B I. Im Verlaufe des Jahres 1913 wurden die Akten unter Beibehaltung ihrer sonstigen Bezeichnungen umsigniert.(4)1915 erhielt der Friedhofsinspektor Ibach den Titel Friedhofdirektor (5), der Friedhofverwalter auf Melaten durfte sich seit 1916 Friedhofinspektor nennen.(6) Die Friedhofreform von 1917 führte eine vierte Verwaltungsstufe ein: den Hauptfriedhof eines Beerdigungsbezirkes unter einem Friedhofinspektor.(7) Hauptfriedhöfe wurden der Südfriedhof, Melaten, der Nordfriedhof, Deutz, Kalk und Mülheim. Über Beerdigungsbezirke, Haupt- und Bezirksfriedhöfe gibt folgende Tabelle (8) einen Überblick:###Zwischen den Hauptfriedhöfen und der Garten- und Friedhofabteilung beim Beigeordneten befand sich die Friedhofdirektion, später die Direktion der städtischen Friedhöfe. (9)Die Garten- und Friedhofabteilung wurde 1921 in Garten- und Friedhofsamt - weiterhin A 15 - umbenannt. Es gliederte sich in ein "Büro für die Angelegenheiten des Botanischen Gartens, der öffentlichen Anlagen und der Friedhöfe" und in ein "Büro für Begräbnisangelegenheiten" mit zusammen sieben Beamten, wovon einer Bürovorsteher war- Während der Dezernent im Stadthaus sein Büro hatte, waren die beiden ihm zugehörigen Büros am Rathausplatz 6 untergebracht. (10) Die Verwaltung der Friedhöfe war zu diesem Zeitpunkt also folgendermaßen gegliedert:###Der Geschäftsverteilungsplan vom Januar 1925 nennt als Angelegenheiten, die ganz von der Friedhofdirektion zu erledigen waren: Unterhaltung der Friedhöfe einschließlich Rechnungswesen, Kriegerfriedhof und Kriegergräber, Grabdenkmale, Umbettungen von Leichen, Grabpflege, Kontrolle der Einnahmen und Beerdigungsgebühren einschließlich der Abrechnung mit den Kassen und Kirchenbehörden, Leichenfuhrwesen und Beerdigungsangelegenheiten, Haushaltspläne, Pacht- und Mietverzeichnisse.Vom Dezernatsbüro waren - gegebenenfalls nach Vorbereitung durch die Direktion - zu bearbeiten: Begräbnis-, Friedhofs- und Gebührenwesen im allgemeinen, Neuanlagen von und Bauten auf den Friedhöfen, Friedhof- und Denkmalordnungen, Leichenfuhrwesen und Beerdigungsangelegenheiten im allgemeinen, Weitergabe der Haushaltspläne, Stellungnahmen zu ihnen.Ausschließlich dem Dezernatsbüro verblieben: Erwerb und Wiedererwerb des Nutzungsrechtes an Eigengräbern, Katasterführung und Rechnungssachen sowie Ausfertigung der Erwerbsurkunden, Übernahme von Familien-Eigengräbern in dauerende Wiedererwerbung und Unterhaltung. (11)1928 löste man das Garten- und Friedhofsamt auf. Die bisdahin von diesem bearbeiteten Friedhofsangelegenheitenwurden am 15.02.1928 von der Direktion der städtischen Friedhöfe übernommen (12) , wobei allerdings Neuanlagenund größere Veränderungen von Friedhöfen durch die Gartenverwaltungausgeführt werden sollten; gewisse Geschäfte wie z. B. Pflanzenankauf hatten Gartenverwaltung und Direktion der städtischen Friedhöfe gemeinsam zu tätigen.(13)Jenseits der Aktenlaufzeit wurde 1933 die Gartenbau- und Friedhofsabteilung (824) im Tiefbauamt (82) bei der Bau-und Grundstücksverwaltung (8) gebildet.(14)(1) Verfügung vom 12. März 1896, Nr. 29, f 63, vgl. Nr. 29, f 74-79(2) § 2 der Begräbnisordnung für die städt. Friedhöfe vom 21. Juli 1896, in: Nr. 29, f 208(3) Findbuch (Fb) 118, S. 7 - 11 u. 23 f(4) Verfügung des OB v. 23. Nov. 1912, in: Fb 118, S. 105(5) Beschluß der StaVoVslg. v. 22. Okt. 1915(6) dto. v. 12. Okt. 1916(7) Begräbnis- und Friedhofsordnung für die städt. Friedhöfe v. 19. Juli 1917(8) Nr. 31, f 52 + 1(9) Verw. Ber. für 1919(10) Nr. 18, f 1 a u. 2(11) Nr. 18, f 96 ff(12) Verw. Ber. 1927/28(13) Verw.blatt der Stadt Köln vom 31. Januar 1928, S. 3 u. 26,in: Fb 118, S. 131 - 138; vgl. Nr. 18, f. 144 ff.(14) Fb 118, S. 149C. AktengliederungI. Haushaltsplan, Kassen- und Rechnungswesena. Haushaltsplan, Kassen- und Kreditwesenb. Beerdigungsgebühren und -kostenII. Organisation und Personala. Organisation und Geschäftsführungb. Personal und BetriebsratIII. Friedhofs- und BeerdigungsordnungenIV. Anfragen von Städten etc. über das Kölner Friedhofs- und BeerdigungswesenV. Nutzung und Gestaltung einzelner Friedhöfea. Bayenthalb. Decksteinc. Deutzd. Dünnwalde. Ehrenfeldf. Kalkg. Melaten 1. Betrieb und Erweiterung 2. Einzelne Grabstättenh. Merheim (rechtsrheinisch)i. Mülheimj. Nordfriedhofk. Polll. Südfriedhofm. Vingstn. Volkhoven-Weilero. Westfriedhofp. SonstigeVI. Gräber und Friedhöfe für besondere Personengruppena. Judenb. Evangelischec. Soldaten und Besatzungstruppenc. SonstigeVII. FeuerbestattungVIII. Grabnutzung und -gestaltungIX. Christlicher TotenkultX. Friedhofs- und Beerdigungswesen anderer StädteXI. Zeitschriften

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