Historisches Archiv der Stadt Köln
Best. 752 Nordfriedhof


Signatur : Best. 752

Name : Nordfriedhof

Beschreibung :
Mit der Vollendung und Eröffnung im Jahre 1896 erhielt der Nordfriedhof eine eigene Verwaltung unter Leitung des Friedhofverwalters und Friedhofinspektors (ab 1916) Georg Beitz. Ihm folgte ab etwa 1920 Franz Schönwald, dann ab 1932 Wilhelm Heidbüchel. Die Eröffnung dieses Friedhofes wie des 1901 in Betrieb genommenen Südfriedhofs machten eine neue Festlegung der Beerdigungsbezirke notwendig. Der Nordfriedhof wurde zuständig für die Beerdigungen aus den Altstadtpfarreien St. Ursula, St. Kunibert und St. Maria Himmelfahrt sowie der Neustadtpfarrei St. Agnes. Zu seinem Einzugsbereich gehörten die Vororte Nippes, Riehl und Merheim linksrheinisch. Nach dem Haushaltsetat für 1913 bestand das Personal der Friedhofsverwaltung aus dem Friedhofsverwalter und 31 Arbeitern. Hinzu kommen je ein Friedhofsaufseher oder Totengräber für die Vorortfriedhöfe, soweit sie in städtischem Besitz waren. Dieses Personal für die Vororte war aber etat- und verwaltungsmäßig bei der zentralen Friedhofsverwaltung angebunden.Mit der Begräbnis- und Friedhofsordnung vom 19. Juni 1917 wurde der Nordfriedhof einer der städtischen Hauptfriedhöfe. Er umfasste den III. Beerdigungsbezirk und führte die Aufsicht über die kleineren eingemeindeten Vorort-Friedhöfe Longerich (neier Friedhof), Merheim rechtsrheinisch, Niehl, Nippes, Volkhoven-Weiler. Der letztere Friedhof gehörte nur zur Hälfte der Stadt Köln. Der Friedhof Merheim war bereits am 1. Februar 1898, der Friedhof Nippes am 30. Juni 1899 für Beerdigungen in Reihengräbern geschlossen worden; Niehl war 1923 belegt. Nach der Eingemeindung der Bürgermeisterei Worringen 1922 erhielt die Verwaltung des Nordfriedhofs auch noch die Aufsicht über die Friedhöfe von Merkenich, Fühlingen, Rheinkassel und Worringen.Mit der Umorganisation des Jahres 1934 und der Zusammenlegung der gesamten Garten- und Friedhofsverwaltung mit dem VI. Gartenbezirk unter dem Oberinspektor Rudolf Draemann, einem Mitarbeiter der Gartenbauverwaltung, wereinigt. Nach dem Krieg wurde die Gartenverwaltung wieder abgetrennt. Der Gartenbezirk VI ging in dem vergrößerten Bezirk Nord auf. Sein Büro erhielt er auf dem Westfriedhof eines städtischen Hauptfriedhofs und eine eigene Verwaltung.

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