Historisches Archiv der Stadt Köln
1 Stadt Köln
1.3 Stadt Köln nach 1815
1.3.2 Allgemeine Verwaltung, Ordnung und Recht
1.3.2.2 Recht
1.3.2.2.4 Rechts- und Versicherungsamt
Eigenunfallversicherung
302 Versicherungs-Amt (EUV)
Best. 9000 Herzoglich-Bergisches Amt Porz


Signatur : Best. 9000

Name : Herzoglich-Bergisches Amt Porz

Beschreibung :
Die Akten gehören eigentlich nicht zum Verwaltungsarchiv der Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung, da sie nicht im Besitz der Verwaltung waren, sondern 1960 bei einem Antiquariat erworben wurden.Inhalt: vorwiegend Rechtsstreitigkeiten der Einwohner von Niederzündorf gegen Pastor Johann Kramer, Selbständigkeit der Kapelle Ensen, widerrechtliche Baumpflanzungen durch Freiherr Metternich zur Gracht.VORWORTIn der Verschreibungsurkunde des Grafen Wilhelm von Berg usw. für Ritter Johann de Cervo vom 6. September 1363 (Hauptstaatsarchiv Düsseldorf: Berg. Urkunde 354) erscheint das bergische Amt Porz (Hier als Bensberg bezeichnet) esrtmals, und zwar mit Odenthal, Paffrath, Stammheim, Dürscheid, Bensberg, Porz, Volberg, Lülsdorf, Mondorf und Berheim. Obwohl diese Urkunde von 1363 und wenige andere von einem Amt Bensberg sprechen, heißt es doch überwiegend Amt Porz (HSD: Berg, Urkunden). In einer Urkunde vom 18. November 1404 bescheinigte Gerhard von Bamme, vom Jungherzogs Adolf zu dem Berge "yn deme ampt van Porz" 10 rheinische Gulden für dieses Jahr empfangen zu haben durch Dietrich von Langel, "amptman zo der zyt zo Bentzberg". Aus diesen Urkunden ergibt es sich ebenso wie aus noch jüngeren (entegegen herkömmlichen Darstellungen, zum Beispiel von Anton Jux und Theodor Rutt), daß Bensberg zwar immer der Sitz des Amtes gewesen, dieses aber nach Porz, offenbar wegen des überörtlich bedeutenden Haupgerichts Porz, benannt worden ist.Der Umpfang des Amtes Porz von 1363 ist bis zum beginn des 19. Jahrhunderts erhalten geblieben, wenn man von Lülsdorf, Berheim, Mondorf und Volberg absieht. Das Amt Porz war vom 15.-19. Jahrhundert in die sechs Botenämter Gladbach, Herkenrath, Merheim, Odenthal (seit 1631 Pfandherrschaft der Freiherren von Wolff-Metternich) Porz und Stammheim eingeteilt. Außerdem zählte man dazu noch "Bergische auf der Scheiderhöhe". An der Spitze eines Botenamtes stand ein Schatzbote, auch Schatzheber genannt. In gewisser Abhängigkeit vom Amt Porz befand sich die Freiheit Mülheim/Rhein.Die schriftlichen Überlieferungen des Amtes Porz sind verhältnismäßig gering. Dazu siehe "Das Jülich-Bergische Landesarchiv" in: Landes- und Gerichtsarchive von Jülich-Berg.., Bestandsübersichten, bearbeitet von Friedrich Wilhelm Oedinger (=Das Staatsarchiv Düsseldorf u. s. Bestände, 1. --- Siegburg 1957). Hier werden auf Seite 194 f. auch Akten des Amtes Porz (1592-18079 im Stadtarchiv Bergisch Gladbach aufgeführt. Weitere Hinweise bietet Oediger in "Das Haptstaatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände", 2 Kurköln usw. (Siegburg 1970), Seite 487.Auf weitere Akten des Amtes Porz aus der Zeit des Amtmanns Heinrich von der Hövelich (*1546) im fürstlich von Hatzfeldtschen Archiv in Schloß Schönstein bei Wissen/ Sieg wurde ich 1960 durch Dr. Günther Engelbert, jetzt Staatsarchivdirektor in Detmold, aufmerksam. Der innere Ordnungszustand dieser Akten ist schlecht. Ich habe verschiedene Betreffe, die mir vor allem für die Geschichte der heutigen Stadt Porz wichtig erschienen, mit Genehmigung des Archiveigentümers fotokopiert (Stadtarchiv Porz: E 510-07 Hatzfeld/1ff.).Im Jahre 1960 gab das Kulturamt der Stadt Porz dem hiesigen Stadtarchiv Porz ein kleines Paket mit Akten des Amtes Porz (16.-18. Jahrhundert), die in diesem Findbuch verzeichnet worden sind (Az.: 038-40/1 Braun; Archivzugang 47/1960). Frau Erika Braun (Schloß Bockdorf, Unterweiden 66, Post Kempen/Niederrhein) hatte dem Stadtdirektor der Stadt Porz mit Schreiben vom 30. März 1958 360 Textseiten zum Kauf angeboten. Etwa 2/3 der Schriftstücke (1/3 betraf Altenrath) wurden im Juli/August 1958 erworben.

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