Historisches Archiv der Stadt Köln
1 Stadt Köln
1.3 Stadt Köln nach 1815
1.3.4 Wirtschaft und Liegenschaften
Best. 1045 Hansen, Joseph


Signatur : Best. 1045

Name : Hansen, Joseph

Beschreibung :
Hansen, Joseph, 26.04.1862-29.06.1943, Direktor des Historischen Archivs der Stadt Köln (1891-1927), Vorsitzender der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde (1893-1927); Enthält u.a.: Manuskripte und Entwürfe zu geschichtlichen Arbeiten; Korrespondenzen die Allgemeine Deutsche Biographie, Kölner Geschichtsthemen, Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde, Historische Kommission in München, Historische Reichskommission in Berlin und Historisches Institut in Rom betreffend.Bemerkung zu HansenDer damals vorliegende Nachlaß Hansen wurde bis auf 1-2 Kartons, die Stücke aus anderen Beständen enthielten; verzeichnet. Sie lagerten am Schluß des Bestandes.Nach Beendigung der Ordnungsarbeiten gab Heinz Boberach mit Abschluß der Quellenedition Hansen-Boberach Abschriften von Akten und Briefen für die von Hansen geplante Zeit 1850ff im Umfang von ca. 3.4 Stülpkartons an das Archiv zurück. Diese Materialien wurden ebenfalls am Schluß des Bestandes deponiert. Sie wurden nicht verzeichnet.VorbemerkungEin genauer Zeitpunkt für die Übernahme des Nachlasses von Joseph Hansen läßt sich nicht bestimmen. Es muß davon ausgegangen werden, daß der Nachlaß bei seinem Tod während des Fliegerangriffs vom 29. Juni 1943 in seiner Wohnung Sachsenring bereits im Archiv lag. Denn die Wohnung brannte, getroffen von einer Phosphorbombe, völlig aus. Es kann als sicher angenommen werden, daß der Nachlaß damals in seinem Dienstzimmer im Archiv Gereonskloster 2 lag. Denn Hansen hatte nach seiner Pensionierung 1927 für die Erarbeitung seiner Editionen „Quellen zur Geschichte der Rheinlande im Zeitalter der französischen Revolution 1780- 1801". Bd. 1-4, 1931 - 1938 und „Rheinische Briefe und Akten zur Geschichte der politischen Bewegung 1830 - 1850", Bd. 2, 1942 noch ständig im Archiv gearbeitet.Seit dieser Zeit lag der Nachlaß in grober Vorordnung in Kartons. Die in den Kartons liegenden Mappen hatte Erich Kuphal durchnummeriert, nach ihrem Betreff aufgelistet und die Listen auf die Kartons aufgeklebt. Auch hatte er die Mappen, soweit nicht bereits von Hansen bezeichnet, und einen Inhaltsbetreff beschriftet, ansonsten sie aber in ihrem ursprünglichen Zusammenhang belassen. Dieser war aber, teils durch kriegsbedingte Auslagerung wie spätere Umlagerungen, so gestört, daß eine eingehendere Ordnung und Verzeichnung angebracht war. Die Neuordnung wurde unumgänglich, nachdem seit den Achtziger Jahren das Interesse der Forschung an Person und Werk Hansen ständig wuchs.Den Schwerpunkt des Nachlasses bilden a) die Zusammenarbeit Hansen mit historischen Gesellschaften und Kommissionen, b) Notizen, Materialsammlungen und Manuskriptentwürfe zu seinen Projekten, den Quelleneditionen wie den darstellenden Werken, c) Materialsammlungen zu Themen des 19. Jahrhunderts und seiner Gegenwart, denen Hansens historisches Interesse galt.Unterlagen zu reindienstlichen Angelegenheiten fehlen fast völlig; sie müssen in der Archivregistratur ermittelt werden. Private und familiäre Unterlagen sind ebenfalls nicht vorhanden und müssen durch den Wohnungsbrand untergegangen sein.Weiterhin enthält der Nachlaß ca. drei Kartons mit. originären Quellen (Urkunden, Briefen, Akten), die z. T. mit den Forschungsprojekten Hansens in Verbindung stehen. Nach der Arbeitsweise von Hansen, die Quellen mit seinen eigenen Kommentierungen und Satzanweisungen unmittelbar in die Druckereien zu geben, ist dies nicht verwunderlich. Ein anderer Teil der Quellen kann aber nicht mit Hansens Forschungen in Verbindung gebracht werden. Sie werden bei Aus- und Umlagerungen zufällig dem Bestand zugeordnet worden sein und müssen wie die übrigen originären Quellen den Herkunftsbeständen wieder zugeordnet werden. Anders verhält es sich mit den von Hansen angeregten Quellenabschriften (Geheimes Preußisches Staatsarchiv, Staatsarchiv Darmstadt, Nationalarchiv Paris). Sie verbleiben als Materialsammlung in diesem Nachlaß oder werden wie z.B. die Reunionsadressen als Anhang des Bestandes geführt.Über Person und Werk geben Auskunft:Erich Pelzer, Josph Hansen (1982-1943) und sein Beitrag zur Rheinischen Revolutionsforschung, in: Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte XVIII (1989), S. 271-291; Everhard Kleinertz, Joseph Hansen (1982-1943), in: Joseph Hansen, Preußen und Rheinlande von 1815 bis 1915. Hundert Jahre politischen Lebens am Rhein, mit Beiträgen von ... herausgegeben von Georg Mölich, Köln 1990, S. 273-325; des.: Joseph Hansen, in: Rheinische Lebensbilder Bd. 13, herausgegeben von Franz-Josef Heyen, Köln 1993, S. 249-276.Aus letzterer Veröffentlichung wird die - immer noch nicht vollständige - Liste der Veröffentlichungen von Joseph Hansen in Kopie beigegeben.Köln, den 27. Dezember 1995

Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken