Historisches Archiv der Stadt Köln
1 Stadt Köln
1.3 Stadt Köln nach 1815
1.3.2 Allgemeine Verwaltung, Ordnung und Recht
1.3.2.3 Ordnungswesen
1.3.2.3.2 Öffentliche Ordnung
Sammelbestand Öffentliche Ordnung
32 Amt für Öffentliche Ordnung
Best. 218 Groß St. Martin

Verzeichnungseinheiten:  1-100 101-200 201-300 301-329 


989



Beschreibung : Erzbischof Everger von Köln verleiht der Abtei St. Martin daselbst mit Zustimmung Kaiser (sic) Ottos III. den Frohnhof in der Villa Rodenkirchen und was er in den Villen Fliderthin und Wizzersheim und Asche (Flittard, Wissersheim und Esch) besessen; ferner zwei Kirchen (Patronate) zu Solzin und Wisse (Soller und Vettweiss), und in der Stadt Köln soviel Hausstätten bis deren Zins zehn Pfund denare erreicht; endlich sein Besitztum an Länderei und Weingärten zu Winningen und den Zehnten des Hofes daselbst, den er von dem Kloster des h. Victor (Xanten) gegen seinen Teilzehnten zu Renzo (Rhens) eingetauscht habe. Die Urkunde, so heißt es am Schlusse sei von Kaiser Otto besiegelt worden.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/1
Altsignatur : 1
Bemerkung : Lac. Archiv III. 169 RhUB 287Kopie (Saec. XII)



989



Beschreibung : Erzbischof Everger von Köln verleiht der Abtei St. Martin daselbst mit Zustimmung Kaiser (sic) Ottos die Frohnhöfe (curtes dominicatas) zu Rodenkirchen und Flittard mit der Fischerei im Rhein und in den Trageln und der Banngerechtigkeit; ferner was er zu Wisserheim und Esch besessen; ferner drei Kirchen, die eine zu Soller, die andere zu Vettweiss und die dritte zu Flittard; ferner in der Stadt Köln den ganzen Markt und die Hausstätten von der Kornpforte bis zur nördlichen Stadtmauer und von der Marktpforte bis zur Rheinmauer, endlich den Frohnhof zu Winningen mit 15 Mansen und was er an Länderei und Weingarten dort besessen. (A II) Das Original, welches stark gelitten, mit dem aufgedrückten wohlerhaltenen Siegel Evergers ist im Stadtarchiv zu Köln.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 2
Bemerkung : Lac. Urk. I 123Archiv III. 169 HUA 2/4



1022



Beschreibung : Erzbischof Heribert von Köln schenkt der Abtei St. Martin im Moselgau (in pago mosalensi) 13 Mansen in der Villa Sakkenheim (Sackenheimer Höfe), und zwei Kirchen im Zülpicher Gau (Zuolpichouve), eine zu Wisse (Vettweis), die andere zu Solze (Soller), auch eine dritte zu Flithere (Flittard), mit dem vorhandenen Zehnten und künftigen Rottzehnten ihrer Bezirke; er legt das Geschenk mit seinem Stabe auf den St. Martins-Altar, im Begriffe dort die Messe zu feiern.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 3
Bemerkung : Ennen 475Kopie (A III) Heribert stirbt am 16. März 1021. Wenn dies auch nach unserer Zählung 1022 ist, so muß doch in dem vorstehenden Datum oder in der bisherigen Angabe des Sterbejahres ein Irrtum liegen.



1021



Beschreibung : Erzbischof Heribert von Köln bestätigt auf die Bitte des Abtes Helias von St. Martin die von Walger zu Köln auf der Straße "Wilechine" wohnhaft, der genannten Abtei gemachte Schenkung einiger Hausstätten (arce) und eines halben Mansus in dem Stadtfelde, wovon dem Schultheißen (villicus) zu Rodenkirchen ein Malter Hafer entrichtet wird, als Anerkennung, daß dieses Land zum Hofe Rodenkirchen einhörig und den Verpflichtungen zu demselben unterworfen sei. Aus dem Geschenke werden am Jahresgedächtnis des Patrons 5 Solidi zum Holzankauf für das Krankenhaus verwendet. Zeugen: Thiedardus dominecatus prepositus. Sigezo prepositus. Werenzo prepositus. Heldechinus prepositus. Herimannus domus advocatus. Adolfus frater eius. Gerhardus comes. Sigezomiles. Gerardus secundus. Ohne Jahr und Tag. Heribert stirbt am 16. März 1021.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 4
Bemerkung : Lac. I. 158Kopie (f 65)



1072 Mai 23



Beschreibung : Erzbischof Anno II von Köln schenkt der Abtei St. Martin den Zehnten seines Hofes zu Wisse (Vettweis) und zu Kathinheim (Kettenheim) und bestätigt derselben den Rottzehnten zu Vettweiss, Soller und Flittard, welche Erzbischof Heribert und er derselben geschenkt.Beringeri prepositi, S. Luzonis decani, S. Bertolfi prepositi, S. Wolfardi abbatis, F. Huberti abbatis, S. Werenboldi abbatis, S. Theodorici capellani, S. Wichmari scolastici, S. Arnoldi comitis, S. Gerhardi comitis, S. Adolfi comitis, S. Theodorici advocati urbis, S. Obenrici, S. Arnoldi, S. Herimanni
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 2/2
Altsignatur : 5
Bemerkung : Ennen 482RhUB 292 (verf.)In einer alten jetzt erloschenen Abschrift, welche auch die Urkunde des Erzbischofs Arnold von 1147 enthält = U K/6



1075 August 18



Beschreibung : Erzbischof Anno II. von Köln beurkundet, daß auf seine Ermunterung Emetrich Dienstmann des Herrn Peter die Kapelle (ecclesiolam), die derselbe zu Stammheim erbauet mit 5 Mansen daselbst, unter Vorbehalt einer Leibrente für ihn und seine Gattin Eilburch, der Abtei St. Martin geschenkt habe.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 6
Bemerkung : Ennen 486Kopie (C VII)



1083



Beschreibung : Erzbischof Sigewin von Köln verleiht der Abtei St. Martin daselbst zwei Mansen zu Stammheim mit dem Zehnten, dem anschließenden Walde und 36 bekannten Aufsitzern (Mancipien), welche der erzbischöfliche Ministerial Amelrich zu Lehen (beneficium) gehabt und gemäß Übereinkunft mit dem Abte Wolfard, der ihm eine doppelte Präbende ausgesetzt, dem Erzbischofe resigniert hat; er bekundet ferner, daß ein Enkel (nepos) dieses Amelrich Einspruch erhoben, jedoch von dem Abte Hezelin, Wolfards Nachfolger mit drei Fuder Wein abgefunden worden sei.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 2/3
Altsignatur : 7
Bemerkung : Lac. I. 234 RhUB 294 (Neuausf.) BA Pl. Nr. 90054Original



1084



Beschreibung : Erzbischof Sigewin von Köln schenkt der Abtei St. Martin den an jedem Mittwoch eingehenden Marktzoll (Theloncum de mercato omni quarta feria locius anne).
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 2/4
Altsignatur : 8
Bemerkung : Ennen 492 RhUB 295



1136



Beschreibung : Erzbischof Adelbero von Trier bestätigt auf die Bitte des Abtes Alban und der Abtei St. Martin, weil dieselbe von Bösgesinnten beunruhigt werde, den schon seit 147 Jahren besessenen Frohnhof zu Winningen mit 15 Mansen, Weingärten und dem Zehnten, den Erzbischof Everger von Köln von dem Kloster S. Victoris Xanti eingetauscht habe. Zeugen: Domprobst und Archidiakon Godfried, Dechant Folmar, Archidiakon Arnold und Dechant Heinrich zu Coblenz. Acta anno incarnationis domini MCXXXVI, indictione XIIII, anno pontificatus dei Adelberonis IIII.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 2/5
Altsignatur : 18
Bemerkung : Günther Urk. Sam. I N. 112(Vgl. auch B VII)



1085



Beschreibung : Erzbischof Sigewin von Köln verleiht dem Abte Hecelin und dem Konvente von St. Martin, welchem die Erzbischöfe Heribert und Anno den Rottzehnten in den Kirchspielen Soller und Flittard geschenkt haben, auch den von neuen Waldungen während seines Episkopats entstehenden Zehnten.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 9
Bemerkung : Ennen 493Kopie (A III)



1110



Beschreibung : Erzbischof Friedrich I. von Köln bestätigt die Stiftung des Abtes Gherhard von St. Martin, worin derselbe zu dem von ihm errichteten Altar des H. Kreuzes und des H. Egidius und zu andern Klosterzwecken einen Heubruch zu Stammheim, einen Mansus von Laach der Stadt Köln, 1/2 Mansus zu Buchheim, den Zehnten zweier Rottungen zu Soller und 20 Morgen Wald zu Flittard schenkt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 10
Bemerkung : Ennen 614Kopie (B.f. 78v)



1127



Beschreibung : Erzbischof Friedrich I. von Köln verleiht den von Folcmar, dem Sohne des Wiker v. Jülich, ihm resignierten Mansus zu Stammheim der Abtei St. Martin.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 11
Bemerkung : Ennen 502Kopie (C V)



1130



Beschreibung : Erzbischof Friedrich I. von Köln bekundet, daß er auf die Bitte des Abtes Alban und des Konvents von St. Martin den Herimann von Hengebach, welcher die abteilichen Mansen zu Wisse (Vettweis) mit unertraglichen Erpressungen geplagt habe, auf beständig entfernt habe.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 12
Bemerkung : Ennen 502Kopie (A IX)



1131



Beschreibung : Erzbischof Friedrich I. von Köln bekundet und bestätigt, daß sein Ministerial Folcmar v. Mulinheim ein Lehen bei Stammheim seinem Hausgenossen und Mit-Ministerial Edmund verkauft, und daß dieser es der Abtei St. Martin übertragen habe.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 13
Bemerkung : Ennen 503Kopie (C VI)Die Urkunde hat schon Martini maioris, wo dieses Prädikat wohl ein Einschiebsel ist, oder sich auf den Heiligen, nicht auf die spätere Benennung der Abtei Gross-Martin bezieht. - Der Erzbischof sagt, er habe sein Siegel mit eigener Hand aufgedruckt, was überall bei älteren Urkunden unter dem "propria manu" zu verstehen ist. Friedrichs I. Vorgänger Hermann stirbt am 21. November 1099, er selbst am 25. October 1131; an der Zahl der Episcopats-Jahre ist also ein oder zwei Zahlzeichen ausgelassen. Vergl. I. 307.



1134



Beschreibung : Erzbischof Adelberco von Trier bekundet, daß Heinrich Dechant von St. Maria und St. Florin zu Koblenz sich mit der Abtei St. Martin zu Köln zur Zeit des Abts Alban eng befreundet und derselbe ungefähr 5 Morgen Weingarten zu Wissa (Moselweiss) am Meiningesesse und einen halben am Wege nach Güls geschenkt habe, welche derselbe von einem Verwandten, Walter, Sohn Bermichs in Pfandschaft gehabt, daß dieser auf die Einlöse gegen eine Abfindungssumme verzichtet und der Abtei denselben am Altar des H. Martin übertrage habe. Zeugen: Godfried Domprobst und Archidiacon, Arnold Probst von St. Martin zu Münstermaifeld und Archidiakon, Folmar Probst zu Pfalzel, Milo Archidiakon. Freie Gerlach v. Isenburg, Manfrid v. Niumaga (Neumagen) und dessen Bruder Everhard; Ministerialen Ludwig v. Coverne, Hermann Drost und dessen Bruder Ludwig, Werner Marschall, Cuno v. Coblenz und dessen Oheim Eginolf, Cunrad Schulteiß (villicus) Berwich. Datum
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 15
Bemerkung : An der Seite steht das Jahr 1134. Adelbero war Bischof von 1130-1152.



[1134]



Beschreibung : Pfalzgraf Conrad (Cunradus dei omnipotentis gratia comes palathinus reni) bekundet ebenalls die vorgedachte Schenkung des Dechanten Heinrich, nimmt diese Weingärten in seinen Schutz und erklärt, daß er die 30 Jahre später vorgebrachte Zurückforderung Vulderichs, Sohnes eines Bruders des Schenkers, abgewiesen habe. Zeugen: Nobiles Symon v. Sodebruck, Everhard v. Sage, Heinrich v. Katzenellebogen, Gerlach v. Isenburg, Reginold dessen Oheim (patruas), Walter v. Husen. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 16
Bemerkung : Kopie (B VI)



1131-1135



Beschreibung : Abt Albanus von St. Martin bekundet, daß Megingoz, nachdem sich derselbe mit seiner Gattin Engela in das Verhältnis wie Schwester und Bruder gestellt und in die Abtei als Conventual eingetreten, von Heinrich Dechanten von St. Florin zu Koblenz ein Haus daselbst gekauft und aus den Gefällen die Feier seiner Memorie bestimmt habe. Zeugen: Wezeloadvocatus, Sigewinus comes, Latfridus abbas. Ohne Jahr und Tag
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 17
Bemerkung : Kopie (B. f. 236)



1139



Beschreibung : Erzbischof Arnold I. von Köln schlichtet den Streit zwischen den Äbten und Konventen Wilhelm von St. Martin zu Köln u. Folcard von St. Tron (siehe Treedonis) dahin, daß er von den streitigen Häusern zu Köln zwei der Abtei Martin und das dritte an der Stadtmauer der Abtei St. Tron zuerkennt, auch die Zugehörigen des größeren Hauses der letzteren für frei und den zwischen diesen Häusern führenden Weg für gemeinsam erklärt.(
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 19
Bemerkung : Ennen 616Kopie (B. f. 71)



1140



Beschreibung : Abt Wilhelm von St. Martin trifft mit den abteilichen Hofeshorigen zu Winningen die Übereinkunft, daß dieselben künftig die Gefäße (dobia) womit die abteilichen Weine zum Kelterhause zu bringen sind, beschaffen und unterhalten sollen, wogegen er die drei jährlichen Hofesgerichtstage (placita) auf einen beschränkt, auch den Besitzern des "Selegut" (Salguts) die Abgabe nach dem Tode eines Abtes erläßt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 20
Bemerkung : Ennen 512Kopie (B IX f. 126 V)



1141



Beschreibung : Abt Wilhelm von St. Martin vermehrt das tägliche Einkommen der Konventualen für Fische und Käse, welches nur in 10 Denaren (nummos) besteht, mit 2, so daß es nun einen Solidus beträgt und schenkt zur Feier seines und seiner Eltern Jahrgedächtnis 9 Solidi jährlicher Gefälle.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 21
Bemerkung : Ennen 513Kopie (F 1)



1142



Beschreibung : Abt Wilhelm von St. Martin und St. Eliphius bekundet, daß er mit Tiezo und dessen Schwager Theoderich, welche gemeinsam ein Haus besaßen, dahin übereingekommen, daß sie dasselbe auf die nächsten 4 Jahre frei und später gegen einen Zins von 21 Solidi auf Lebenszeit besitzen sollen. Zeugen: Heinrich "prefectus urbis", Richolf Magnus, den er zum Vogt dieses Hauses erwählt, Vogel, Bürgermeister im Kirchspiel St. Martin, Liferth, Gozo, Heinrich, Brun, Piligrim Bardo's Sohn, Tiezo, Bertolf, Berewin, Piligrim, Gozo, Richolf, Gerard, Sygedin, Heriman, Lampret, Godefried, Heriman Vogelo's Bruder, Adelbreth, Heriman, Giselbret nuntius civium, Godefried dessen Genosse, Heriman und dessen Bruder Richwins des greisen (coni), Richwin Sohn Nabos und dessen Bruder Emünd, Richolf der Slefere, Willeman, Richol Vogt, Walbodo und dessen Bruder Brun. Actum Colonia anno domini incarnationis MCXLII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 22
Bemerkung : Kopie (E IX)



1142



Beschreibung : Abt Wilhelm von St. Martin bekundet, daß die kölnische Bürgerin Wendichen einige Kammern am Rheinufer, an der Mauer des H. Martin erbauet, für 32 Solidi verpachtet und dann der Abtei zu einem Anniversar für sich und ihre Tochter geschenkt habe.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 23
Bemerkung : Ennen 514Kopie (F II)



1145



Beschreibung : Erzbischof Arnold I. von Köln bekundet auf die Bitte des Abtes Wilhelm von St. Martin, daß 14 Morgen Land, wovon auf den abteilichen Hof zu Flittard Zins entrichtet worden, nach dem Tod der Colonen von dem Hofesschulteiß (villicus) Engelmer ohne Zins benutzt worden; daß dieser jedoch jetzt die künftige Abtragung desselben gelobt habe. Acta anno domini incarnationis Millessimo CXLV.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 24
Bemerkung : Dieses Datum ist nachträglich beigeschriebenEnnen 522(Vgl. C IX)



1145



Beschreibung : Abt Wilhelm von St. Martin bekundet, daß einen Mansus und 24 Morgen Land bei der abteilichen Villa Esch an die dortigen Bewohner für den Gesamtzins von 3 Solidi 9 Denare und 1 Obulus verteilt und von denselben 25 Mark als Antrittsgeld empfangen habe, womit er die Häuser hinter dem Kloster rheinwärts gebauet, deren Zins er zur Verbesserung der Präbenden bestimme.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 25
Bemerkung : Ennen 619Kopie (D X)



[1145]



Beschreibung : Abt Wilhelm von St. Martin bekundet die mit dem Hofesschulteißen Egelmer zu Flittard von der Hofesfamilie (den Hufnern und Zinspflichtigen) daselbst anerkannten Rechte (statuta) dieses Hofes, welcher 90 Malter Weizen, 70 Malter Roggen, 18 Malter Gemüse (leguminum), 144 Malter Hafer, Fischgeld, Fische, Schweine usw. zu liefern hat; außerdem sind von Grundstücken zu Linde und Udenchenrode, zu Burge, Dunefelt, Stamheim und Widerode Zinsgefälle zu entrichten. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 26
Bemerkung : Ennen 520Kopie (C X)



1145



Beschreibung : Abt Wilhelm von St. Martin bekundet, daß er einen Teil des Grund u. Bodens der abteilichen Villa Flittard unter die Hofesfamilie verteilt habe, wovon 120 Malter Roggen u. 9 Mark zu liefern sind, und den übrigen Grundbesitz zur eigenen Kultur vorbehalten habe.: Die Ministerialen Emelrich Tuseman; Richwin Canus, Herimann dessen Bruder, Heitenreich v. Dünwalt, Vastoph Tuskere. Acta anno domini incarnationis Millessimo CXLV regnante gloriosiss rege Cunrado, anno eiusdem VI pontificatus domni Arnoldi anno eque VI.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 27
Bemerkung : Kopie (D 1)



1147



Beschreibung : Erzbischof Arnold I. von Köln bekundet, daß sein Anverwandter, Walter von Hengebach den in Besitz genommenen Rottzehnten im Jülichgau, welchen die Erzbischöfe Everger und Heribert der Abtei St. Martin zu Köln geschenkt, derselben wieder abgestanden habe.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U K/6
Altsignatur : 28
Bemerkung : Lac. I. 359



1150



Beschreibung : Abt Adolard von St. Martin bekundet, daß er, um bei dem jetzigen Antritte als Abt der Kirche, die ihn vom frühesten Kindesalter genährt und erzogen, eine Wohltat zu erweisen, das von Philipp, dem Sohne des Werner Strobuch resignierte Lehen, den Zins von 2 Häusern in der Mühlenstrasse und 1 Fuder Wein jährlich, welche Emelrich Tuskeman seit seinem Vorgänger dem Abte Alban, zum Benefiz gehabt, zur Kirchenbeleuchtung überwiesen habe, ferner den Zins von einem Hause am Rhein, welchen Hermann Richwins Bruder der Abtei und dem Kloster St. Mauritius geschenkt, zur Beleuchtung des Hospitals angewiesen. Zeugen: Die Ministerialen (seruinites) Gerhard Niger, Vogul Sohn Hermanns, Richewin Verchen, Wolbero Sohn des Grafen Sygewin, Egelmer v. Flittard, Heinrich v. Wistubbe, Reginold Sohn der Geile von Deutz, Embrichs Sohn Heidenrichs v. Dunwalt, Fastolf Tuschere. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 29
Bemerkung : Kopie: wo sich diese befindet, darüber fehlt im Repertorium jede Angabe



1152



Beschreibung : Abt Adolhard von St. Martin bekundet, daß die Abtei ehedem einen sehr getreuen Schulteiß (villicus) Engelmann gehabt, welcher den Hof Flittard von ihr zu Lehen getragen und die Anniversarstiftung zweier Äbte Arnold und Gerard verwaltet und verteilet habe; daß derselbe testamentsweise seinen beiden Töchtern eine Abfindung, seinen Söhnen Heinrich und Egilmar einen Gutsanteil, und zwar ersterm die Hofesgebäude mit allen Hofeszubehörungen hinterlassen, und daß dieser zuletzt sein ganzes Besitztum der Abtei, worin er eingetreten, geschenkt habe.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 30
Bemerkung : Ennen 537Kopie (C VIII)



(1151-1152)



Beschreibung : Abt Adolard von St. Martin bekundet, daß er einen Mansus zu Dunrfelt, welchen Herimann von Neuss von der Abtei zu Lehen gehabt, den derselbe aber, von dem Kreuzzuge arm heimgekehrt, habe verkaufen müssen, von demselben, dessen Kindern und Verwandten erworben habe, "singulis singulos nummus in reconciliationis federe contulimus, deinde mutuo osculo pacereformata cause nostre finem dedimus", und bestimmt dessen Gefälle zur Feier der Memorie des Abtes Piligrim und seiner eigenen. Zeugen: Adolph Graf von Berg, Vogt der Abtei, Everhard, dessen Sohn; Alwin Kellner der Abtei, Godschalk Prior, Heidenrich, Widerich Fisch-Kellner; dervientes ecclesies nostre: Egelmer v. Flittard u. dessen Bruder Heinrich, Emelrich Tuskeman, Hertenich v. Wistubbe, Vogul, Sohn Hermanns, Gerhard Niger, Gerlach v. Wstubbe, Gerlach v. Hemmenrode; familia de Fliterde, Gisilbert Kämmerer des Abts, Fastolf Tuskere, Richwin Porcus (Verken?)Hec glorioso romanorum rege Cunrado III. regnante acta fuisse nemo ambigat, post illam seilicet famosam. Therosolomitanum expeditionem quam eundem principem cum ingenti christiane plebis dispersione peregisse constat serenissimo domno Arnoldo secundo Coloniensem ecclesiam feliciter regente.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/7
Altsignatur : 31
Bemerkung : Arnold II regiert von April 1151 bis 14. Mai 1156. Conrad III stirbt am 15. Februar 1152 (Vgl. auch D II)



1152



Beschreibung : Abt Adolard von St. Martin bekundet, daß Ezrtin, kirchlicher Bruder der Abtei, derselben ein Allode zu Mezenich, gegen Vorbehalt einer Leibrente für ihn und seine Ehefrau geschenkt habe, und daß die Abtei denselben eine Präbende verliehen. OhneDatum.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 2/8
Altsignatur : 32
Bemerkung : Ennen 561(Vgl. C 11)



1152



Beschreibung : Abt Adolard von St. Martin bekundet, daß Vogrlo Samenere eine Rente von 2 Solidi aus seinem Hause auf dem Buttermarkt zur Feier seiner Memorie der Abtei geschenkt habe. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 33
Bemerkung : Kopie (G V)



[1142]



Beschreibung : Erzbischof Arnold I. von Köln schlichtet den Streit zwischen der Abtei St. Martin und den Bürgern daselbst, welche auf abteilichem Grunde ein Hospital gestiftet, dahin daß aus dem letzteren ein Verwalter gewählt und von dem Abt in dieses Amt eingeführt werden soll; er bestimmt sodann die häusliche Verfassung dieser Anstalt.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 34
Bemerkung : Lac. I. 360 Knipping N. 408Kopie (f 82)



[1145-1151]



Beschreibung : Erzbischof Arnold (I.) beurkundet, daß er die von Godfried und dessen Sohne Waldever v. Rudinch (Rödingen) anmaßlich bezogenen Zinsgefälle durch Spruch seines Gerichtshofes der Abtei S. Martin wieder verschafft u. unter seinen u. den Schutz des Papstes Eugen genommen habe.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 35
Bemerkung : Ennen 617Knipping N. 485Kopie (B. f. 71)



[1155]



Beschreibung : Erzbischof Arnold II. von Köln bekundet auf die Bitte des Abtes Adelhard von S. Martin, daß vornehmen Bürger von Köln (welche genannt werden) des baulose Hospital auf dem Altenmarkte dem Abte Wilhelm und dem Konvente übertragen habe, um es wiederherzustellen und seiner Bestimmung zu widmen, daß es aber, als er von seinem Besuch des h. Grabes zurückgekehrt, mit vielen andern Gebäuden der Stadt abgebrannt und nochmals mit Hilfe der Bürger wieder hergerichtet worden sei.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 36
Bemerkung : Ennen 545Kopie (B V)



1158 März 10



Beschreibung : Papst Adrian IV. bestätigt dem Abte Adalard und dem Konvente von St. Martin die jetzigen und künftigen Besitzungen, insbesondere die Verleihungen der Erzbischöfe Everger, Heribert und Anno II., das Hospitals-Gebäude auf dem alten Markte, welches die Bürger Kölns der Abtei übertragen haben, die Weinberge zu Guissa (Moselweiss), welche Dechant Heinrich von Koblenz derselben gegeben, und das Haus des Tizo auf dem alten Markte.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 37
Bemerkung : Ennen 548Kopie (A V)



1171



Beschreibung : Erzbischof Arnold von Trier bekundet, daß die unter seinem Vorgänger Adelbero von dem Dechanten Heinrich zu St. Florian der Abtei St. Martin geschenkten Weingärten zu Wissa (Moselweiss) am Meiningesezze und am Wege nach Güls (vgl. No. 15), worauf damals Walter, Berwichs Sohn verzichtet, später von Walters Söhnen in Anspruch genommen worden, daß er aber nach gerichtlicher Untersuchung dieselben der Abtei zuerkannt habe. Zeugen: Probst Sifrid von S. Castor zu Coblenz, Probst Wezelo von Andreas zu Köln; die Eheleute Friedrich v. Bruberch, Gerard v. Dienst, Herimann v. Sevenich; die Ministerialen Wilhelm von Holzenstein, Walter de Palatio, Cunrad von Boppard, Werner v. (!), Heinrich von Coblenz, Engelber Schulteiss. Acta conflaentie anno domini incarnationis MCLXXI, indict. V concurr. IIII Epakta XIII anno pontificus nostri.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 38
Bemerkung : Kopie (B III)



1179



Beschreibung : Erzbischof Philipp von Köln bekundet und bestätigt, daß Abt Godeschalk von St. Martin, welcher das Benefiz des Suiker von Rothe zu Dunrfelt nach dessen Tode eingezogen, dessen Gefälle, sowie den Zins eines von demselben wieder erbauten Küsterhauses am Rhein zu seinem Anniversar, zur Küsterei, zum Elomosinar-Amte und zum Hospital überwiesen habe. Acta anno domini incarnationis MLXXVIIII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 39
Bemerkung : Knipping N. 1134Kopie (E VIII)



1182



Beschreibung : Abt Ortiv von St. Martin bekundet, daß er das von Tiezo Holstrune der Abtei geschenkte Haus mit Verkaufsstand (statione), welches abgebrannt war, der Richmund Wittwe Lamberts Buntelbart und deren Sohne Bruno zum Wiederbaue und zu Zins verliehen habe. Er beschreibt zugleich den Umfang desselben. Zeugen: Die Geistlichen der Abtei, Ludwig von Minbernslog Schulteiß von Flittard, die Schöffen Waldever Genoz, Herimann Zöllner, Conrad Bruder des Hermann Graf genannt Minnervuz, Heinrich dessen Sohn, die Schöffenbrüder (fratres scabinorum) Wilhelm Vroiz, Hermann und Theoderich Söhne Emunds; die Bürger (burgenses) Waldever von L. Caurenz, Bruno und Alexander Söhne des Christian, Gerard Norman, Adolf Stella, Wolbero und Friedrich, Wolberos Söhne, Waldever und Hermann Söhne Engelberts in der Rheingasse, Ludwig Sohn Ehrenfrieds, Godfried Dassel.Acta anno domini incarnationis MCLXXXII Lucio III. sedi apostolice presidente anno presulatus sui I. Friderico romanorum imperatore feliciter regnante et indignationem suam burgensibus Colonie inponente, Philippo archiepiscopo Coloniensi iram ipsius placante. Eodem anno curia imperatoris bis est celebrata Moguntie in paceat in pentecosten.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 40
Bemerkung : Kopie (F V)



1183



Beschreibung : Abt Ortliv von St. Martin bestimmt die Gefälle der einem Wolbero zum Benefiz verliehenen und heimgefallenen Kammern am Rhein, worin Fleischware (esox) verkauft wird, zu seinem Anniversar und Tisch und zu den Präbenden.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 41
Bemerkung : Ennen 587Kopie (E X)



1184



Beschreibung : Abt Ortliv von St. Martin bekundet, daß die Ehegatten Dietmar und Irmendrut ein Gut bei Esch aus 72 Morgen Land und einem Hause nebst Zugehör bestehend, ferner die Hälfte des Hauses, welches sie bewohnen, auf ihren Todesfall der Abtei geschenkt haben. Er verordnet, daß deren Memorie Tages nach Martin und künftig auch deren Jahrgedächtnis gefeiert werden soll.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 42
Bemerkung : Ennen 588Kopie (F III)



1188



Beschreibung : Abt Ortliv von St. Martin bekundet, daß Gerard gen. Hapes 20 Solidi Zins, welche von zwei Häusern auf der Straße nach Cunibert und im Kirchspiel S. Columba, sowie aus einem Lehen zu Rodenkirchen erfallen, zur Feier seiner und seiner Eltern Memorie und verschiedenen Heiligentagen geschenkt habe. Acta anno domini incarnationis Millcentesimo septuagesimo octavo.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 43
Bemerkung : Kopie (F VI)



1190



Beschreibung : Erzbischof Philipp von Köln bekundet, daß Abt Ortliv von dem Ritter Herimann von Rodenkirchen, welcher, um sich dem Zuge nach Jerusalem gegen die Feinde des heiligen Kreuzes anschließen zu können, geldbedürftig gewesen, für 36 Mark dessen Lehen eingelöst habe, und welche Bedingungn zu Gunsten dessen Bruders Philipp und seiner selbst, wenn er innerhalb zwei Jahre ins Vaterland zurückkehren werde, verabredet worden.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 44
Bemerkung : Ennen 598 Knipping N. 136 1/4Kopie (E II)



1190



Beschreibung : Herimann clericus von Limnich erklärt, daß er von Godfried Lube für 9 Mark die Rente von einem halben Fuder Wein aus dessen Weingarten zu Wisse (Moselweis oder Vettweis) erworben und zur Feier seines Anniversars der Abtei St. Martin geschenkt habe. Acta anno domini MC nonagesimo.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 45



1190



Beschreibung : Ausfertigung der Urkunde Best. 218 U1/10.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/9
Altsignatur : 46



1191



Beschreibung : Erzbischof Bruno von Köln bestätigt, daß Ritter Worsliv den Zehnten zu Soller, den er von Everhard Edelherr von Hengebach zu Lehen hat, da derselbe mit dem Zehnten der Abtei St. Martin untereinander liegt, dieser gegen eine Jahresrente von 10 Malter Roggen und ebensoviel Gerste überlassen habe. Zeugen: Domprobst Adolph, Domdechant Rudolf, Probst Theoderich von S. Aposteln, Graf Heinrich von Sayn, Everhard dessen Bruder, Reiner von Frusbrech, Hermann Vogt, Otto Kämmerer, Wilhelm Schilinca. Acta anno incarnationis domini MCXI.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/10
Bemerkung : Vgl. (B X)mit der Bemerkung am Rande, daß das Original 1191 enthalten



[1205]



Beschreibung : Bruno IV. Erwählter von Köln verleiht 17 1/2 Hausstätten (aereae) teils bebaut, teils nicht, hinter seinem Obstgarten und bei dem Palatium an benannte Bürger von Köln für einen Zins zwei Mark wert, genannt "punt"; an Pfeffer und Zimmt von jeder. Wenn eine derselben verkauft wird, soll ebensoviel als "vorhuro" an den H. Martin gezahlt werden. Zeugen: Conrad Domdechant, die Pröbste Herimann v. Severin, Theodrich v. Aposteln, Gerard v. Kerpen, Johann v. St. Georg, Henrich Notar, Reinar Druchsess, Siegebert Marschall, Henrich Schenk, Godfried Kämmerer, Theoderich in Mulingazzin, Heinrich von Wittrich, Theoderich v. Erinporzin, Costin Parfus und dessen Bruder Ricolf, Ludwig Sohn, Theoderichs, Herimann Birklin, Franco v. Horn (cornu). Ohne Datum.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/11
Altsignatur : 14
Bemerkung : Urkunde war gänzlich erloschen und ist durch ein angewandtes Reagens wieder leserlich geworden. Sie scheint in Briefform mit durchgezogenen Pergamentstreifen (zur Versendung) verschlossen gewesen und also wohl eine Abschrift zu sein. Daher vielleicht einige unrichtige Zeugen-Namen, welche zu dem Jahr der Wahl Brunos II., der sich hier Electus nennt, nicht stimmen. Merkwürdig, daß in dem Catalogus abbatum s. Martini Coloniensis 751-1036 (bei Boehmer, fontes rerum germ. III. 344) gesagt wird, daß Erzbischof Bruno I (953-965) diese genau ebenso bezeichneten Hausstätten mit dem Körper des H. Ebiphius der Abtei Martini geschenkt habe.



1194



Beschreibung : Abt Giseler von Knechtsteden bekundet, daß Baldrich, Pfarrer von St. Brigida zu Köln, der Abtei viele Wohltaten erwiesen und zuletzt ihr ein Allode geschenkt habe wovon sie jährlich die Rente von 3 Solidi an die Abtei St. Martin zahlen solle. Acta anno domini incarnationis Millesimo centesimo nonagesimo IIII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 47
Bemerkung : Kopie (G III)



(1208)



Beschreibung : Abt Simon von St. Martin bekundet, daß sein Vorgänger Abt Rudolf zwei Fischfänge bei (in trocetu) Rodenkirchen erworben, welche dem abteilichen Comptor überlassen worden, der zur Memorie jenes Abtes und am Feste Johannes des Täufers eine Geldspende den Konventualen reichen soll. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 48
Bemerkung : Kopie (F VII)Abt Rudolf erscheint in einer Urkunde von 1200 S. Lac. I 569Simon 1208 S. Lac. II 24



(1208)



Beschreibung : Abt Simon von St. Martin bekundet, daß Rudinger, "confrater noster" der Abtei ein Haus am Rhein geschenkt und die Gefälle zu einer Memorienfeier für sich und seine beiden Ehefrauen Azela u Petronella bestimmt habe; auch daß er 7 Mark 30 Denar für Steine zum Kirchenbau und einen Kelch, 5 Mark wert, gegeben. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 49
Bemerkung : Kopie (F VIII)



(1208)



Beschreibung : Abt Symon von St. Martin bekundet, daß er ein Haus bei dem Badehause den Konventualen und zur Küsterei gehörig, den Söhnen des Theoderich "magistri artis cimentarie" zu Zins überlassen habe. Zeugen: Bruno Prior, Heinrich Kämmerer und die Konventualen: Gerard von der Mühlengasse, Hermann Clippinc, Cunrad Bumele. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 50
Bemerkung : Ennen, Or. II 33Kopie (F IX)



(1208)



Beschreibung : Abt Symon von St. Martin bekundet, daß Godfried Rufus, Sohn Theoderichs auf der Mühlengasse zum Seelenheile seiner Ehefrau Alveradis eine Rente von 3 Solidi aus seinem Hause im Kirchspiel von St. Columbus geschenkt habe. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 51
Bemerkung : Kopie (G VI)



(1208)



Beschreibung : Abt Symon von St. Martin bekundet, daß ein Getreuer (homo fidelis) eine Rente von 57 Solidi aus dem Zins, welchen 3 neue Häuser der Abtei bei der Kirche gelegen abwerfen, von derselben erworben und dann ihr geschenkt habe, um das Fest der heiligen Katharina mit Messen, Absingen ihrer Legende und Geläute um so feierlicher zu begehen. Zeugen: Prior Bruno, Friedrich von Brauweiler, Heinrich Kämmerer, Friedrich Rufus, Ludolf Kellner, Albert Köster. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 52
Bemerkung : Kopie (E VI)



1210



Beschreibung : Die Pfarrer Christian von St. Alban und Anselm von St. Brigida bekunden, daß die Abtei St. Martin zwei Knaben der Matrone Cunza ins Kloster zur Erziehung übernommen, welche dafür ein Haus auf der Straße Bazinrode der Abtei gegeben, aber dessen Zinsgefälle an sich gehalten; daß sie daher als angeordnete Schiedsrichter des Erzbischofs Theoderich entschieden, daß die Abtei dieses Haus 8 Jahre lang nicht veräußern dürfe und, wenn später die Knaben in der Abtei nicht bleiben und auf das Haus nicht verzichten wollen, letztere mit ihnen dasselbe erbteilen sollen. Facta anno incarnationis domini MCCX. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 53
Bemerkung : Kopie (G II)



1213 Februar 06



Beschreibung : Cunrad Domprobst zu Köln und ... (laut der Siegelumschrift: Rütger) Abt zu Rode (Herzogenrath) entscheiden als päpstlich deligierte Richter in der Streitsache des Marienstifts zu Aachen und der Abtei Martin zu Köln, daß letztere dem Stifte statt 9 Ohm, künftig 2 Fuder von dem Weine des Hofes zu Winningen zahlen, und daß sowohl das Stift, als die Abtei von demjenigen Lande des Hofes, wovon sie bisher den Zehnten bezogen, auch den Weinzehnten beziehen sollen, wenn dasselbe mit Reben bepflanzt würde. Acta anno domini incarnationis MCXII apud sanctum Petrum octavoidus Februarii. Zeugen: Magister Oliver u. Gosivin de Milne, Geistliche des Doms, von Apeln, von Aachen und Abt Bruno von Martin.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/12A
Altsignatur : 54
Bemerkung : (Vgl. B VIII)Druck: Aachener Urkunden Nr. 58 u. 59



(1850)



Beschreibung : Abschrift von U 1/12A durch den Aachener Kapitelsekretär Bohnen.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 2/12B



1215 Mai 18



Beschreibung : Abt Bruno von St. Martin bekundet, daß dem Heinrich von Gladbach, dem Sohne Ottos des Vogten zu Wisse (Vettweiss) einen Mansus zu Müddersheim gegen einen Zins von 10 Solidi überlassen habe, wovon ihm (dem Abte) 6 und die übrigen 4 als Vogtsgebühr gezahlt werden sollen. Acta anno incarnationis domini MCCXV secunda feria cantato XV. Kalendas Juni in cimiterio ecclesie in Wisse ordinationis nostre anno IIII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 55
Bemerkung : Kopie (C 1 D III)



(1215)



Beschreibung : Abt Bruno von St. Martin bekundet, daß der Bürger Bertolf zum Seelenheile seiner Eltern der Abtei, wo sie ruhen 4 Mark geschenkt habe, woraus den Konventualen jährlich zweimal 2 Solidi zugewendet werden sollen. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 56
Bemerkung : Kopie (G VII)



(1215)



Beschreibung : Abt Bruno von St. Martin bekundet, daß Abt Bruno von Deutz, ihr Mitbruder, der Abtei 3 Mark geschenkt, womit für die Rente von einem "ferto" (Viertel) zu seiner Memorienfeier erworben. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 57
Bemerkung : Kopie (G X)



1217 Juni 12



Beschreibung : Abt Bruno von St. Martin vererbpachtet den Eheleuten Titrich und Hildegund ein Häuschen unterhalb des oberen Stadtturmes bei der Minoritenstraße für 8 Solidi jährlich und Hofeszins und die städtische Steuer (ius civile). Datum anno domini MCCXVII ordinationis nostre anno VI pridie idus Junii.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 58
Bemerkung : Kopie (H I f. 55V)



1221 März 21



Beschreibung : Everhard von Hengebach bekennt, daß er von dem abteilichen Hof zu Soller eine Abgabe von 10 Malter Hafer im Anspruch genommen, aber nun, eines Besseren belehrt, darauf verzichtet habe. Acta anno domini incarnationis MCCXXI. XII. Kalendas aprilis primo apud Solze, postmodum in mense Julio in ecclesiae sancti Petri coram archiepiscopo et priorebus eiusdem ecclesia.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 59
Bemerkung : Kopie (D VI)



1222 Juli



Beschreibung : Erzbischof Engelbert I. von Köln bekundet, daß der Edelherr Everhard von Hengebach auf die von der Abtei St. Martin geforderte Abgabe von 10 Malter Hafer aus deren Hof zu Soller, eines Besseren belehrt, verzichtet habe. Acta anno domini incarnationis MCCXXII mense Julio in monasterio sancti Petri maiores. Zeugen: Conrad Probst und Gozwin Dechant des Doms, Gerard Probst und Godfried Dechant von St. Aposteln, Hermann Dechant von Bonn, Gerard Dechant von St. Severin.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 2/13
Altsignatur : 60
Bemerkung : (Vgl. B. f. 218)



(1223), 1224 Januar



Beschreibung : Äbtissin Mechtild von Rolandswerth (Rulineswerde) bekundet, daß sie 10 Morgen Ackerland zu Wisse (Vettweis), welche Tirecius ihrem Kloster resigniert hat, der Abtei St. Martin für einen Canon von 3 Malter Roggen, ohne Kürmede und Vorheuer, überlassen habe. Acta anno domini incarnationis MCCXXIII mense Januario.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 61
Bemerkung : Kopie (D VII)



(1223), 1224 März



Beschreibung : Erzbischof Engelbert I. von Köln erklärt, daß er den Rottzehnten bei Piesheim, worauf die Ritter von Bavilre und Wilhelm Munt von Occem als einem Lehen des Grafen von Jülich Anspruch gemacht, der Abtei St. Martin, welche den übrigen Zehnten dort besitze, zuerkannt habe. Acta anno domini incarnationis MCCXIII mense Martio aput villam Lechnig.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 62
Bemerkung : Kopie (A X)



1223



Beschreibung : Allet Ludolf von St. Martin bekundet, daß er ein Häuschen im Kirchspiele von St. Alban der Wittwe Irmendrutt und ihren Kindern überlassen habe welche davon alle städtischen Steuern (omne ius civilae) und 30 Denar Zins zahlen soll. Acta anno domini incarnationis MCCXXIII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 63
Bemerkung : Kopie (G I)



1224 (1225) März



Beschreibung : Heinrich Graf von Sayn, welcher von den durch die Abtei St. Martin von dem Ritter Enolf erworbenen Besitzungen zu Winningen Steuer (exentio) erhoben hatte, erläßt diese mit Zustimmung seiner Gemahlin für alle Zukunft die sämtlichen dortigen Güter der Abtei frei erklärend.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/14
Altsignatur : 64
Bemerkung : Lac. II. 113



1224



Beschreibung : Probst Heinrich von St. Severin bekundet, daß Abt Ludolf und der Konvent von St. Martin dem Kapitel einige Hofstätten Salland (ferre salaritie vulgo selant) des Hofes Rodenkirchen zwischen der Straße und dem Rhein abgetreten habe, wofür der Kapitels Zehnt-Einsammler, so oft ein neuer bestellt wird, oder stirbt, 2 Solidi und 4 respektive 6 Hühner zahlen soll. Acta anno incarnationis domini MCCXXIII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 65
Bemerkung : Kopie (E I)



1224



Beschreibung : Abt Ludolf von St. Martin bekundet, daß die Ehegatten Wilrich und Aleidis von ihrem Hause im Kirchspiele von St. Kunibert einen Erbzins von 3 Solidi zu zahlen haben, welchen deren Vorfahren zu ihrem Seelenheile der Abtei geschenkt. Datum anno incarnationis domini MCCXXIIII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 66
Bemerkung : Kopie (G VIII)



1225



Beschreibung : Abt Ludolf von St. Martin bekundet, daß er den abteilichen Weingarten zu Rolandswerth (in insula Rulinge) einigen Weinbauern in Erbpacht für 2 Fuder Wein jährlich verliehen, welche das von ihm erbaute Kelterhaus baulich unterhalten, und die bei Übertragungen ihren Anteil oder Vererbungen die üblichen Gefälle und Kurmode entrichten sollen. Acta anno gratie MCCXXV.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 67
Bemerkung : Kopie (E III)



1226



Beschreibung : Abt Ludolf von S. Martin bekundet, daß er aus seinem persönlichen Vermögen der Abtei erworben habe zu Honnef (Hunephe) einen Weingarten für 8 Mark, welcher jährlich 4 Ohm Wein liefert, ein Stück Weingarten zu dem abteilichen zu Wisse (Vettweis), welcher 2 Ohm abwirft; 14 Morgen Land zu den Höfen zu Vettweis und Soller, die 6 Solidi einbringen, einen Fischfang (trocetus)?? Flittard gegenüber, von dem 1 Mark gezahlt wird. Er bestimmt, an welchen Feiertagen, sowie auch bei der Memorie des Abtes Bruno von Deutz diese Gefälle verteilt werden sollen. Scripta anno incarnationis domini MCCXVI.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 68
Bemerkung : Kopie (E V)MCCXVI soll wohl 1226 heißen



(1226)



Beschreibung : Abt Ludolf von St. Martin bekundet, daß er ein Fuder Wein zu Honnef und ein halbes zu Königwinter (Kontre) erworben und für 3 Mark Rente zu Zins überlassen habe; ferner, daß er einen Fischfang (rete) im Rhein gegenüber Stammheim und den dritten Teil eines Fischfanges gegenüber Flittard erworben und zu Zins verliehen; Er bestimmt, wie diese Renten an benannten Feiertagen unter den Konventualen verteilt werden sollen. Ohne Datum.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 69
Bemerkung : Kopie (E VI)



1227



Beschreibung : Magister Otto und der Konvent des heiligen Lazarus bei Köln verleihen ihre Lagerstätte (cubiculum) bei Aposteln gegen der Marspforte einer Hildegund gegen den Zins von 10 Solidi. Acta anno domini incarnationis MCCXXVII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 70
Bemerkung : Kopie (B f. 65)



1228



Beschreibung : Abt Ludolf von St. Martin verleiht dem Vogte Adolf von Stammheim das Lehen Leo's und 5 andere zu Stammheim, eine Hausstätte im Weingarten und eine andere auf dem Kirchhofe daselbst, einige Äcker um den Ort Linde, einige Gebüsche und drei Netze (Fischfänge bei Stammheim und Flittard), gegen die bei jedem Lehen genannten Zinsgefälle und ein Heergeweide von 1 Mark zu Lehen. Zeugen: Arnold Scholaster von Mariengraden, Cuno von Orbach, Adolf Sohn des Schenks Bruno, Waldemar von Stammheim und die Schöffen von Flittard. Actum anno domini incarnationis MCCXXVIII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 71
Bemerkung : Kopie (C III)



1228



Beschreibung : Abt Ludolf von St. Martin bekundet, daß der verstorbene Küster Theoderich zu Deutz die Herstellungskosten eines Hauses, welches 1 Mark Zins abwirft, bestritten habe, wofür demselben eine Präbende und die Feier seiner Memorie, sowie des St. Heribert-Festes zugesagt worden. Scripta anno gratie MCCXXVIII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 72
Bemerkung : Kopie (F)



1242 August 16



Beschreibung : Abt Herimann von St. Martin u. Abt Bruno von Altenberg bekennen, daß Ersterer dem Letzteren die Besitzungen zu Sconroth verliehen habe, wovon Altenberg an S. Martin Kurmede und den benannten Geldzins entrichten soll. Acta anno domini MCCXLII. XVII Kalendas septembris.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 74
Bemerkung : Kopie (D IIII)



1243



Beschreibung : Erzbischof Conrad von Köln bekundet und genehmigt, daß Ritter Gerhard genannt Longus seinen Hof zu Asch (Esch) den er von dem erzbischöflichen Vogte Gerard zu Lehn hielt, sowie dieser denselben von dem Erzbischof und der Abtei Gladbach zu Lehn trug, der Abtei St. Martin, jeden Morgen für 1 Mark, verkauft habe. Datum et actum Colonie ex consensu priorum anno domini incarnationis MCCXLIII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 75
Bemerkung : Kopie (D VIII)



1243



Beschreibung : Abt Hermann von Gladbach genehmigt den Verkauf des Hofs zu Asch (Esch).
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 76
Bemerkung : Kopie (D IX)siehe Verweis davor



1243 August



Beschreibung : Abt Hermann von St. Martin bekundet, daß er dem Magister Alhelm für empfangene 20 Mark eine Leibrente von 12 Malter Roggen aus dem von Ritter Gerard Lange (longi) erworbenen Besitztum zu Esch zu liefern versprochen habe, und daß nach dessen Tode seine Memorie gefeiert werden soll. Acta anno domini MCCXLIII mense Augusti.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 77
Bemerkung : Kopie (G IX)



1244 Dezember



Beschreibung : Abt Hermann von St. Martin bekundet, daß er den abteilichen Weingarten zu Rulinswerde in 8 Teilen dem Abte Bruno und Konvente von Altenberg überlassen, welche 5 Anteile an ebensoviel Bauern und den sechsten an den abteilichen Hospitalmeister zu den bisherigen Gefällen verliehen. Acta anno incarnationis domini MCC quadragesimo quarto, mense Decembri.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 78
Bemerkung : Kopie (E V)



1246



Beschreibung : Graf Wilhelm von Jülich spricht die Abtei St. Martin von der in Anspruch genommenen jährlichen Abgabe von 10 Malter Hafer aus dem abteilichen Hofe zu Soller frei nachdem ihm dargetan, daß Everhard v. Hengebach, sein Oheim (patrimus) darauf verzichtet habe. Acta anno domini incarnationis MCCXLVI.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 2/15
Altsignatur : 79
Bemerkung : (Vgl. D VI)



1249



Beschreibung : Abt Hermann von St. Martin bekundet, daß er ein Haus mit einem Stalle im Kirchspiel von St. Laurenz auf der Straße genannt den Eheleuten Heinrich Flachis und Gertrud für einen Zins von 2 Mark an die Abtei und 6 Denare "Hovezins" an den bischöflichen Kämmerer vererbpachtet. Die Eheleute dürfen diesen Vertrag in den St. Laurenz-Schrein einschreiben lassen. Acta anno domini MCCXLVIIII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 80
Bemerkung : Kopie (G IIII)



1252 Juli



Beschreibung : Abt Hermann von St. Martin bekundet, daß er die von den Ehegatten Tiderich und Üda in der Mühlengasse der Abtei geschenkte Hausstätte im Kirchspiele von St. Brigida (prope oppum) Stockgefängnis den Eheleuten Gerbord und Elisabeth Rostuschere zum Bebauen und gegen einen Zins von zweimal 4 Solide 6 Denaren jährlich und einen Hovezins von 2 Denaren vererbpachtet habe. Acta anno domini Millessimo CCLII mense Julio.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 81
Bemerkung : Kopie (H IIII)



1252



Beschreibung : Abt Herimann und der Konvent von S. Martin bestätigen der Mechtild und deren Ehemann die Erbpachtung des Hauses auf dem unteren Fischmarkte für den Zins von 3 1/2 Mark, nachdem deren Bruder Jacob seinen Anteil derselben als Aussteuer verleihen. Datum anno domini MCC quinquagesimo secundo. Mit verletzten Siegeln der Abtei und des Abtes. Schrift erloschen.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/16
Altsignatur : 82
Bemerkung : (Vgl. B. f. 81 V)



1254 Dezember 24



Beschreibung : Der Kardinal-Legat Petrus incorporiert die Kirche zu Soller der Abtei St. Martin mit der Verpflichtung, dieselbe durch einen geeigneten Vikar unter Anweisung des Erforderlichen für dessen Unterhalt bedienen zu lassen. Datum Colonie, VIIII. Kalendas Januarii anno domini MCCLIIII.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/17
Altsignatur : 83
Bemerkung : Lac. II 406



1254 Dezember 24



Beschreibung : Der Kardinal-Legat Petrus zeigt den Thesaurar von St. Cunibert in Köln an, daß er der Abtei St. Martin die Kirche zu Soller inkorporiert habe. Datum Colonie IX. Kalendas Januarii anno domini MCCLIIII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 256 A



1255, [1254] Februar 11



Beschreibung : Erzbischof Conrad, qui loci diocesamus exestimus affuisse, bestätigte die Einverleibung mit Urkunde de dato Colonie tertio idus Februarii MCCLIIII.
Bestellsignatur : Verweis
Bemerkung : Rednigh. XIV fol. 39b(also nach unserer Zählung 1255)



1256 Juni 09



Beschreibung : Abt Walter u. der Konvent von Laach verkaufen, da ihre beweglichen Besitzungen und ihr Vieh zur Deckung der Schulden nicht ausgereicht haben, ihren Hof, Zinsen, Äcker und Weingärten im Kirchspiele Winningen mit Ausnahme ihrer freien Leute daselbst, der Abtei St. Martin für 107 Mark. Unter den Siegeln des Erzbischofs Arnold von Trier und des Edelherrn Heinrich von Coverna. Zeugen: die Ritter Heinrich von Mendich, Albero von Guntruve, Ludwig von Bassenheim, Rudolf von Lymene. Datum Erenbreitsten anno domini MCC quinquagesimo sexto, quinte ydus Junii.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 84
Bemerkung : Kopie (B. f. 128)



1261



Beschreibung : Abt Herimann von St. Martin bekundet, daß er eine Rente von 7 Mark aus dem Hause Sevenburge und eine zweite von 15 Malter Weizen und einer Mark aus den Besitzungen des Ritters Herimann von Dorne zu Gimnich erworben habe, und verordnet die Verwendung derselben zur Anschaffung der Pelze und Mettenstiefel der Konventualen (Pellicum et ceturni), Altarkerzen und Jahrgedächtnisse. Ebenso bestimmt er seine Erwerbungen zu Winningen, aus Häusern zu Köln, zu Rodenkirchen und Flittard zu Kirch-, Kloster und Hospitalszwecken und zu Anniversaren. Acta anno domini MCC sexagesimo primo.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 2/18
Altsignatur : 85
Bemerkung : (Vgl. B. f. 78)



1262



Beschreibung : Abt Hermann von St. Martin bekundet, daß der Prior Lambert 3 Viertel Weingarten zu Honnef, wovon jährlich 1 1/2 Ohm Wein erfüllt, eine Rente von 5 Malter Weizen aus Grundstücken zu Gimnich, welche dem Ritter Hermann v. Dorne gehört haben, ein halbes Lehen zu Flittard, welches jährlich 4 Malter Roggen abwirft erworben und dem zeitlichen Prior zur Verteilung an die Konventualen und zur Feier der Octave von Peter und Paul, der 4 Samstage im Juli und September zur Ehre der Heiligen Jungfrau und andere fromme Zwecke überlassen habe; auch zum Neubau der Häuser in der Mühlengasse das Geld gegeben und daraus die Feier von Maria-Empfängnis und des heiligen Lambert angeordnet habe. Acta anno domini MCC sexagesimo secundo.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 86
Bemerkung : Kopie (H V)



1266



Beschreibung : Abt Johann von St. Martin bekundet, daß Mechtild von Weslike 10 Morgen Ackerland zu Soller für die Abtei erworben habe, wofür derselben eine Leibrente und nach ihrem Tode die Feier ihrer Memorie zugesagt worden. Datum anno domini MCCLXVI.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 87
Bemerkung : Kopie (H VII)Alfter X 289



1267



Beschreibung : Abt Johann von St. Martin bekundet, daß die Eheleute Bertolf und Aleydis von Deutz der Abtei 2 Kappen (cappas) von Sammet und 6 Mark zum Erwerb von 13 Morgen Ackerland zu Soller geschenkt, deren Gefälle zur Feier benannter Heiligentage und künftig ihrer Memorie verwendet werden sollen. Acta anno domini MCC sexagesimo septimo.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 88
Bemerkung : Kopie (H X)



1267



Beschreibung : Abt Johann von St. Martin bekundet, daß Theoderich vom Hirsch und dessen Gattin Gertrud 6 1/2 Mark der Abtei geschenkt, womit diese 8 1/2 Morgen Ackerland zu Soller erworben, aus deren Gefällen die Memorie des Vaters Theoderichs und künftig auch der beiden Gatten gefeiert werden soll. Datum anno domini MCCLXVII.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 89
Bemerkung : Kopie (H IX)



1269 April 24



Beschreibung : Ritter Hermann von Dorn bekundet, daß er der Abtei für 52 Mark seine Besitzung zu Gimmenich, welche 14 Malter Weizen, 1 Mark und Kurmede zahlen, übrigens steuerfrei sind, verkauft habe, wo auch die Abtei die Rente von 1 Malter Weizen von Cobbo von Gemenich erworben. Datum anno domini MCCLX nono in crastini beati Georgii martyrii.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 90
Bemerkung : Kopie (J I)Notizen über weitere Erwerbung daselbst



[1269], 1270 März 02



Beschreibung : Vor Schulteiß, Rittern und Schöffen von Koblenz erklären Godfried von Wise genannt Schode, dessen Ehefrau und Kinder, kein Recht an anderen Zugehörungen des Hofes Wise (Moselweiss) zu haben, nach der Abt von St. Martin mit 5 seiner Konventualen den angetragenen Eid geleistet, daß jener Hof erblich und frei der Abtei gehöre. Zeugen: Wilhelm de Areta, Hertwin de Winningen, Hendrich de Mendich und Sibold, Gebrüder, Ludwig de Ayre und Philipp de Wise milites. Datum confluentie anno domini MCCLXIX feria quarto post dominicam Letare.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 91
Bemerkung : Kopie (B. f. 71V)



(1279), 1271 März 17



Beschreibung : Graf Adolf von Berg weist seinem Ministeriale, dem Ritter Godschalk von Suithovele 6 Mark auf die jährliche Steuer (exactio) an, welche nach der Herbstbede im Amte Burlevelt (Bornefeld?) erhoben wird, bis sie ihm mit 60 Mark abgelöst wird. Datum anno MCCLXX in die Gertrudis.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 92
Bemerkung : Kopie (B. f. 55 V)



1271 September 30



Beschreibung : Abt Hermann und der Konvent von Martin verleihen den Ehegatten Hinrich genannt Wundekkin und Elisabeth und den Gebrüdern Godfried und Mathias von der Ehrenpforte und deren Frauen eine Stätte (area), oder einen Grabplatz (aream granimis) bei dem Hospital der Abtei pfandweise für ein Darlehen von 30 Mark, worauf diese jedoch keinen Bau ohne Erlaubnis errichten dürfen, und welche Stätte sie nach Rückzahlung wieder verlassen sollen. Datum anno Datum Millesimo docentesimo septuagesimo primo crastino beati Michaelis.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/19
Altsignatur : 93
Bemerkung : (siehe U 1/19A)






Beschreibung : Abschrift von U 1/19.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/19A



(1273), 1272 März



Beschreibung : Priorin und Konvent der Weißen Frauen zu Köln verkaufen die Rente von 13 Denaren aus dem Hause ad Leodium der Abtei St. Martin. Datum anno domini MCCLXXII mense Marcio.
Bestellsignatur : Best. 218 (Groß St. Martin), U 1/20
Altsignatur : 94
Bemerkung : (Vgl. B. f. 65 V)



(1274), 1275 Januar 16



Beschreibung : Ritter Dithard von Paffendorf, Schulteiß, Ritter und Schöffen von Koblenz bezeugen, daß Symon Rufus u. seine Kinder Clementia und Heinrich von Wise erklärt haben, kein Recht an dem Hofe und den Weingärten der Abtei S. Martin zu Wise (Moselweiß) zu besitzen. Zeugen: Die Ritter Johann Burggraf von Hamerstein und Wilhelm von Archa. Datum anno MCC septuagesimo quarto feria 4a post octavas Epiphanie.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 95
Bemerkung : Kopie (B. f. 134 V)



1277 Juli 29



Beschreibung : Der Edelherr Johann von Heinsberg Herr von Löwenberg erläßt dem Ritter Bruno Hardevust den Zins von 3 Schilling und 6 Denaren, welcher auf dessen Hofesstätte und 1 1/2 Mansus Ackerland zu Rodenkirchen haftete. Datum anno domini MCC septuagesimo septimo, feria 5a post festum beati Jacobi apostoli.
Bestellsignatur : Verweis
Altsignatur : 96
Bemerkung : Kopie (B. f. 97)


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