Historisches Archiv der Stadt Köln
1 Stadt Köln
1.3 Stadt Köln nach 1815
1.3.5 Bildung, Jugend, Sport
1.3.5.2 Schulen
1.3.5.2.8 Gymnasien
Abendgymnasium Gereonsmühlengasse
Abendgymnasium Gereonsmühlengasse 4
Best. 1037 Raitz von Frentz (Familie)


Kasten 62


Bestellsignatur : Best. 1037 (Raitz von Frentz (Familie)), A 62/11


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1698 November 26



Beschreibung : Wien Kaiser Leopold I. erhebt bestätigend und aufs neue die Gebrüder Nikolaus Wolfgang Sinold genannt Schütz, des Kurfürsten zu Sachsen Geheimen Rat und Oberamtmann, und Johann Philipp Sinold genannt Schütz, sachsen - eisennachschen Geheimen Rat und Vizekanzler, erblich in den Stand und Rang des alten Adels. Dies geschieht in Ansehung ihrer und ihrer Vorfahren Verdien-ste. Ihre Ahnen haben seit 300 bis 400 jahren von ihren Einkün-ften ohne bürgerliches Gewerbe dem Adel gemäß gelebt, waren mit adeligen Familien befreundet und galten an allen fürstlichen Höfen als Edelleute. Der Reichshofrat Johann Ludwig Sinold gen. Schütz hat sich in Gesandtschaften und Kommissionen hervorgetan. Der Vater genannter Brüder, nämlich Justus Sinold gen. Schütz, gewesener hessen - darmstädtischer Geheimer Rat und Kanzler, hat bei den Reichskonventen und Friedensverhandlungen 1654 dem Kaiser Ferdinand III. höchst ersprießliche Dienste erwiesen, und seine beiden Brüder wurden von Kaiser Ferdinand II. während des Dreißigjährigen Krieges zu Obristen befördert und gaben ihr Leben für das Reich und das Haus Österreich. Auch von den Söhnen der Erstgenannten stehen bereits etliche in ansehnlichen Zivildiensten, und einer leistet Kriegsdienst bei den Truppen des Oberrheinischen Kreises. Zugleich mit dieser Adelsbestätigung und - Erhebung wird auch das bisher bereits geführte adelige Wappen der Familie bestä-tigt.Dieses zeigt in blauem Schild eine nach rechts gebogene Hirschstange mit acht Enden (Hirschgestimm mit acht Zincken); auf dem Turnierhelm mit weiß - blauen Decken wachsen aus einer goldenen Königskrone zwei mit der Schildfigur belegte blaue Adlerfügel, zwischen denen ein sechsstrahliger silberner Stern schwebt. Alle Gebieter und Untertanen des Reiches [ausführliche Aufzählungen] erhalten Anweisung, genannte Brüder und ihre ehelichen Erben bei Strafe von 50 Mark lötigen Goldes als rittermäßige Edelleute anzuerkennen. Der Kaiser unterschreibt und läßt sein Siegel anhängen; außer-dem unterschreiben Andreas Graf v. Kaunitz und C.F. Consbruch. Anm.: Am Rande steht folgender Vermerk: Dieser Niclas Wolfgang hatt kurz hernach meine, des Fryherrenß und Obristens v. Ley, ältiste und dawmalß mehr dann funfzigjä-rige schwester geheirathet. Von diesen ist ein sohn deß vorbe-dachten Niclas Wolggangß Obristleutnant unter besagten Ober-rheinischen Creysvolkeren gewesen, welcher verfolgligh meine jungste schwester, gewesene Stiftßfräulein zu Keppel, mitt sel-biger zwey annoch zusamt ihr in diesem nach in anno 1705 alß destinirter Obrister desselben creyses verstorben ist.


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