Stadtarchiv Greven
Sammlungen
Karten und Pläne
Stadtarchiv Greven - Karten und Pläne
Stadtarchiv Greven - Karten und Pläne
Permalink des Findbuchs


Signatur : StaG Karten Pläne

Name : Stadtarchiv Greven - Karten und Pläne

Beschreibung :
Vorwort:

Bis 2011 lag für die Sammlung der Karten und Pläne nur eine undatierte maschinenschriftliche Findliste vor, die noch aus der Zeit der neben- bzw. ehrenamtlichen Betreuung des Stadtarchivs (ca. 1970er Jahre-1985) stammt. Die einzelnen Karten und Pläne waren unsigniert und lagerten in einem Kartenschrank mit 20 Fächern. Die Findliste gab für jedes Stück nur die Fachnummer an, so dass bei der Suche nach einer Karte im entsprechenden Kartenschrankfach viele Karten bewegt werden mussten. Im Laufe der Zeit sind einzelne Karten fälschlich in anderen Fächern abgelegt worden. Dadurch wurde die Suche nach einzelnen Karten weiter erschwert. Bis 2011/2012 waren die einzelnen Stücke unverpackt. Auch deswegen sind viele Karten mechanisch geschädigt. Zudem waren einzelne Karten der Sammlung hinzugefügt worden, ohne dass dies durchgängig in der Findliste verzeichnet worden wäre.

Bei der Neuverzeichnung 2011/2012 wurde jedes Stück in der Archivsoftware erfasst, jeweils 10 Stücke wurden zur schonenderen Handhabung in einem Umschlag aus Archivkarton gebündelt. In seltenen Fällen wurden vorhandene Doppel kassiert. Durch diese Umbettungs- und Erschließungsmaßnahme konnte der Platzbedarf auf 10 Fächer im Kartenschrank reduziert werden, bei gleichzeitigem besseren Überblick und und nun möglicher schonenderer Aushebung einzelner Stücke.

Bei der Verzeichnung wurde versucht, Provenienzen zu erfassen, was aber nur in wenigen Fällen gelang. Die schon bei der Ersterschließung der ¿Alten Registratur¿ (heute: Bestand A) durch Joseph Prinz 1938 erfassten Karten lagerten damals noch beim Bauamt. Bei der EDV-Neuverzeichnung der ¿Alten Registratur¿ ab 1991 sind diese Karten (Abteilung VI seines Findbuches) nicht erfasst worden. Bei der Kartenverzeichnung 2011/2012 konnten sie nur noch teilweise in den Kartenschrankfächern wiedergefunden werden. Verweise wurden entsprechend vorgenommen.

Eine grobe Klassifikation wurde im Juni 2016 erstellt. Sie orientiert sich inhaltlich am Bestand, der zu einem großen Teil Flurkarten enthält.

Um den Überblick zu erleichtern, wurde der Bestand in folgende Großgruppen unterteilt:

1.Übersichtskarten

2.Vermessungs- und Katasterkarten

3.Planungskarten

4.Hochbau

5.Tiefbau

Da die meisten Karten in Gruppe 2. gehören, wurde diese weiter unterteilt:

2.1 Gemarkungs- und Flurkarten (1:500 bis 1:2500)

2.2 Katasterplankarten und Deutsche Grundkarten (1:5000)

2.3 Luftbildkarten (1:10000)

2.4 Markenteilung, Gemeinheitsteilung

2.5 Flurbereinigung

Hiervon fielen die meisten Karten in Gruppe 2.1, die daher nach den Gemarkungen (2.1.1 Greven, 2.1.2 Gimbte, 2.1.3 Angrenzende Gemarkungen) unterteilt wurde. Die Karten der Gemarkung Greven sind auf den Karten teilweise als (2.1.1.1) Gemarkung Greven, teilweise als (2.1.1.2) Gemarkung Greven Dorf, (2.1.1.3) Gemarkung Greven links der Ems, (2.1.1.4) Gemarkung Greven rechts der Ems oder (2.1.1.5) Gemarkung Greven Stadt bezeichnet. Ursprünglich (und auch heute wieder) existierte jedoch nur die Gemarkung Greven ohne weitere Unterteilung. Es ist daher auch hier, je nach Bezeichnung der Gemarkung auf der einzelnen Karte eine Zuordnung vorgenommen worden, manchmal wurde bei fehlender Zuordnung diese nach Lage der abgebildeten Flurstücke fingiert. Es ist aber zu berücksichtigen, dass Flurkarten der Gemarkung Greven (je nach Lage im Dorf bzw. in der Stadt [d.h.: ehemaliges Dorf, heutiger Stadtkern] oder rechts oder links der Ems) auch in einer der anderen Gruppen einsortiert sein kann. Es ist daher ratsam, bei der Suche nach Flurkarten mit Bezug auf Dorf/Stadtkern oder eines der Gebiete links oder rechts der Ems immer auch die Gemarkung Greven als Ganzes in Gruppe 2.1.1.1 zu durchsuchen.

Für die Lage der Fluren können folgende Hilfestellungen gegeben werden:

1828 bestand die Gemarkung Greven aus den Fluren 1-44 (in der Regel mit römischen Ziffern angegeben). Die Fluren 1-15 und 44 lagen links der Ems, wobei Flur 6 noch den links der Ems gelegenen kleinen Teil des Dorfes beinhaltete. Die übrigen Fluren lagen rechts der Ems, wobei die Flur 16 den damaligen Dorfkern beinhaltete. Mindestens bis 1889 änderte sich an der Anzahl der Fluren nichts, wie StaG Karten Pläne Nr. 1 zu entnehmen ist. Allerdings hatte sich das inzwischen gewachsene Dorf zu diesem Zeitpunkt auch (links der Ems) auf Teile der Fluren 7 und 8 sowie (rechts der Ems) auf Teile der Fluren 17 und 19 ausgeweitet.

Im 20. Jahrhundert fanden zahlreiche Flurbereinigungen statt. Der Stand an Fluren ca. in den 1980er Jahren ist anhand einer Übersichtskarte des Fachdienstes Grundstücks- und Geodatenmanagement der Stadtverwaltung Greven, für die ich meinem Kollegen Frank Hartmann danke, zu sehen. Im Vergleich mit den Fluren von 1828 sind nur noch die (teils stark verkleinerten) Fluren 7, 8, 10, 12, 16, 17 und 19 als ¿historisch¿ zu bezeichnen. Alle anderen Flurnummern (bis Nr. 44) finden sich an einer anderen geographischen Position oder (ab Nr. 47) sind neu gebildet worden. Es gab ca. 1980 folgende Fluren: 7-10, 12, 13, 16-34, 36-41, 44, 47-50, 60, 62, 66-68, 72, 73, 78-87, 91-94, 96-98, 100-162. Davon fallen auf den Bereich links der Ems die Flurnummern 7,8,10,12,16,18, 20-34, 36-41, 44, 100, 106-108, 115-122 und 162. Die übrigen Nummern sind entsprechend auf dem Gebiet rechts der Ems zu finden.

Die heute existierenden Flurnummern lassen sich im Internet unter der Adresse www.geonetz-greven.de abrufen (Über ¿Suche¿ die Suchseite öffnen, als Suchanfrage ¿Katasterbezeichnung¿ anwählen und dann bei ¿Gemarkung¿ die Auswahl ¿Greven¿ treffen). Stand Juni 2016 gab es demnach die Fluren 7-10, 12, 13, 16-34, 36-41, 44, 47-50, 60, 62, 71-73, 78-87, 91-94, 96-162.

Die Veränderungen gegenüber dem Stand der 1980er Jahre liegt in der Integrierung der Fluren 66-68 (östlich des Flughafens Münster-Osnabrück) in die Fluren 135 und 138 sowie mit der Neuschaffung von Flur 71 und dem Neuzuschnitt der Fluren 113 und 146 im Zuge der Bebauung der ¿Wöste¿. Die Veränderung der Grevener Fluren durch Flurbereinigungen zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und den 1980er Jahren muss jedoch als Desiderat bezeichnet werden.

Benutzungsmodalitäten und Zitierweise

Die Sammlung ist trotz mechanischer Schädigungen einzelner Stücke allgemein benutzbar. Die Aushebung ist nach wie vor aufwändig, weil dabei jeweils eine Mappe mit 10 Karten aus dem Kartenschrank entnommen werden muss. Für eine Einsichtnahme ist daher eine vorherige Terminvereinbarung erwünscht.

Bitte zitieren Sie uns wie folgt:

StaG Karten Pläne [Nr. des Einzelstücks].

Greven, 30.6.2016

Dr. Stefan Schröder


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