Stadtarchiv Greven
Archivgut aus der Stadtverwaltung Greven und deren Vorläufern
Stadtarchiv Greven, Bestand A, Amt Greven und Vorläufer bis 1932
StaG A Stadtarchiv Greven, Bestand A , Amt Greven und Vorläufer bis 1932
Permalink des Findbuchs


Signatur : StaG A

Name : Stadtarchiv Greven, Bestand A, Amt Greven und Vorläufer bis 1932

Beschreibung :

Vorwort

Herkunft und Geschichte des Bestandes

Dem Vorwort des ältesten Findbuches zu diesem Bestand, dem „Repertorium zu den Akten der alten Registratur der Amtsbürgermeisterei Greven“ von Joseph Prinz (1938), entstammen die folgenden Passagen:

Der Bestand „umfaßt im wesentlichen die Akten des 1816 geschaffenen preußischen Amtes Greven (Kspl. [Kirchspiele] Greven und Gimbte), dazu einige wenige Vorakten aus der Zeit des alten Hochstiftes Münster (bis 1803) und der [ersten] preußischen Besitzergreifung von 1803-07 [1802-1806] daneben aber die wohl vollständig erhaltene Registratur der französischen Mairie von 1807-13. Unter den Schulakten befinden sich einige wenige Stücke des damaligen katholischen Schulinspektors und Pfarrers zu Greven, die dem Pfarrarchiv in Greven entstammen, desgleichen in der Abteilung Steuern einige Akten des Rezeptors des Münsterischen Kreises Lohkamp.

Bei der ersten Aufstellung eines Registraturplanes im Jahre 1824 sind die älteren Akten der vorpreußischen Zeit, soweit sie in der laufenden Registratur nicht mehr benötigt wurden, nicht mit verzeichnet worden. Sie bildeten einen ungeordneten Haufen teils gebundener, teils loser Akten, doch scheinen größere Verluste trotzdem nicht eingetreten zu sein. Ein Teil dieser Akten aber, die noch nicht abgeschlossen waren, sind dann später in die laufenden Akten mit eingebunden worden. So war es nicht möglich, die französische Registratur als einen geschlossenen Archivkörper aufzustellen, vielmehr sind die französischen und älteren Akten in jeder Abteilung an die Spitze gestellt worden.

Die ältere Registraturordnung von 1824, die neben einer Hauptabteilung A (allgemeine Verwaltung) noch 40 Sachgruppen enthielt, wurde 50 Jahre später, im Jahre 1874, nach dem Abgange des Amtmanns Tümmler, der in den 48 Jahren seiner Amtsverwaltung die Registratur nicht im allerbesten Zustande gehalten hatte, reorganisiert und vereinfacht. Aus den 40 Gruppen wurden 36 gemacht, wobei dann noch die Hauptgruppe A (allgemeine Verwaltung) als 35. mit einbezogen wurde.

1897 wurde dann, den wachsenden Bedürfnissen der Amtsverwaltung entsprechend ein völlig neuer Registraturplan aufgestellt. Es gab von jetzt an die 5 Hauptabteilungen: Reichs- und allgemeine Verwaltung, Kommunalverwaltung, Steuern und Abgaben, Polizei- und Gerichtswesen und Militaria. Da die schon angelegten Akten 1897 nicht nach diesem neuen Plan geordnet wurden, konnten die aufeinanderfolgenden Bände einer Aktennummer jetzt dreierlei verschiedene Signaturen tragen, je nachdem sie vor 1874, 1897 oder nachher weggelegt worden waren! Dazu kam noch, daß nach 1897 die Akten nicht mehr unter ihrer Registraturnummer weggelegt wurden – das hätte bei dem chronischen Platzmangel schon bald zu unerträglichen Zuständen geführt – sondern laufend in durchgezählten Fächern, deren Nummern dann auf dem Aktenband (und im Repertorium) mit Rotstift vermerkt wurden.

Im Jahre 1932 ist dann eine Stehregistratur eingeführt worden, und die bis dahin laufenden Akten wurden abgeschlossen. Mit ganz geringen Ausnahmen enden daher die Akten [dieses Bestandes] mit dem Jahre 1931.“

Die Erstellung des „Repertoriums zu den Akten der alten Registratur der Amtsbürgermeisterei Greven“ durch Joseph Prinz 1938 markiert den Beginn einer grundsätzlichen Trennung von laufender Registratur der Verwaltung und Archiv (bzw. aus damaligem kurzem Abstand zur Aktenschließung: zur „alten Registratur“). Daher ist der Bestand A heute der älteste aus der Grevener Verwaltung stammende Bestand des Stadtarchivs und das Jahr 1938 das Gründungsjahr eines Verwaltungsarchivs.

Der Bestand umfasst 1970 Verzeichnungseinheiten mit einer Laufzeit von 1802-1932 als Kernzeitraum, rund 60 Akten reichen in die Zeit davor bis 1618 zurück, rund 80 Akten reichen in die Zeit danach bis 1968. Der Umfang des Bestandes beträgt rund 55 laufende Meter. Die inhaltlichen Schwerpunkte ergeben sich aus den genannten fünf Hauptabteilungen und decken die Verwaltungstätigkeit der Amtsverwaltung Greven vollständig ab.

Geschichte und Aufgaben des Registraturbildners

Das Gebiet der heutigen Stadt Greven, das im Wesentlichen mit dem Gebiet des früheren Amtes Greven identisch ist, bestand vor 1808 aus den Kirchspielen Greven (Dorf Greven und die Bauerschaften Aldrup, Westerode, Herbern, Hembergen, Pentrup, Wentrup, Hüttrup, Schmedehausen, Bockholt, Fuestrup, Guntrup, Maestrup) und Gimbte als Verwaltungseinheiten. Sie gehörten bis 1802 zum Fürstbistum Münster und waren Teil des Amtes Wolbeck. Von 1802 bis 1806 gehörte Greven zum preußischen Erbfürstentum Münster. Allerdings wurden die linksemsischen Bauerschaften Hembergen, Herbern, Westerode und Teile der Bauerschaft Aldrup ab 1803 dem Fürstentum Rheina-Wolbeck zugeschlagen. Erst als 1806 die Rheina-Wolbeckischen Teile ebenso wie die übrigen Teile Grevens zum Großherzogtum Berg kamen, war diese Gebietsteilung kurzfristig beendet. 1808 wurde aus den Kirchspielen Greven und Gimbte die Mairie Greven gebildet. 1811 bis 1815 war Greven entlang der Ems erneut geteilt: Ab 1811 gehörte die Mairie Greven zum Kaiserreich Frankreich, Ober-Emsdepartement, Arrondissement Osnabrück, Kanton Ostbevern. Die Gebietsteile links der Ems gehörten erst zum Departement der Ysselmündungen, Arrondissement Steinfurt, dann ab 28.4.1811 zum Lippe-Departement, Arrondissement Münster. Zum 1.6.1811 wurde das Kirchspiel Gimbte der Mairie St. Mauritz (Lippedepartement, Arrondissement Münster, Kanton St. Mauritz), die linksemsischen Bauerschaften Aldrup, Westerode, Herbern und Hembergen der Mairie Emsdetten (Lippedepartement, Arrondissement Steinfurt, Kanton Rheine) zugeordnet. Erst durch preußische Verfügung wurde zum 1.1.1815 das seit 1811 an der Ems als Departementsgrenze getrennte Kirchspiel Greven wieder zusammengeführt. Zum 1.1.1821 wurde das Amt Greven gebildet. Es umfasste das Kirchspiel Greven und das Kirchspiel Gimbte, das wieder aus St. Mauritz ausgegliedert wurde.

1844 wurde das Dorf Greven zu einer eigenständigen Gemeinde, so dass der Amtsverband aus den Gemeinden Greven-Kirchspiel, Greven-Dorf und Gimbte bestand. Ab 1850 bestand das Amt nach der Vereinigung der Gemeinden Greven-Dorf und Kirchspiel Greven wieder nur aus den zwei Gemeinden Greven und Gimbte. 1894 wurde die Gemeinde Greven in drei Teile getrennt: in die Gemeinden Greven-Dorf, Greven rechts der Ems und Greven links der Ems.

Die Amtsverwaltung Greven verwaltete das Amt Greven als kommunale Gebietskörperschaft, wozu auch die jeweiligen amtsangehörigen Gemeinden gehörten. Dies waren seit der Trennung und Dreiteilung der Gemeinde Greven 1894 die Gemeinden Greven-Dorf, Greven links der Ems (mit den Bauerschaften Aldrup, Westerode, Herbern und Hembergen), Greven rechts der Ems (mit den Bauerschaften Pentrup, Wentrup, Hüttrup, Schmedehausen, Bockholt, Fuestrup, Guntrup und Maestrup) sowie die Gemeinde Gimbte.

Die umfangreichen Aufgaben und Zuständigkeiten der Amtsverwaltung lassen sich konkret aus den oben genannten fünf Hauptabteilungen und den Klassifikationsgruppen ersehen. Entsprechend der Verwaltungsstruktur ist als nächsthöherer Registraturbildner die Verwaltung des Landkreises Münster zu nennen, deren archivwürdige Anteile heute im Stadtarchiv Münster zu finden sind und zahlreiche Verweise auf Grevener Angelegenheiten beinhalten.

Festschriften:

- Leo Drost, Festschrift zur Wiedervereinigung der drei Grevener Gemeinden, Greven 1952.

- Leo Drost, Amt Greven 1844-1954, Rückblick auf das Amt Greven, [Greven 1954].

Bearbeitung des Bestandes

Die Erstverzeichnung des Bestandes erfolgte 1938 durch Dr. Joseph Prinz im Auftrag der Archivberatungsstelle der Provinz Westfalen. Er legte der Ordnung des Bestandes den Registraturplan von 1897 zu Grunde (Hauptgruppen mit römischer Zählung), gliederte die „Fächer“ der Hauptgruppen allerdings nach sachlichen Gesichtspunkten neu (Sachgruppen mit Buchstaben bezeichnet). Die erst nach dem Ersten Weltkrieg geschaffene VI. Abteilung (Demobilmachung) wurde von Prinz wegen ihres geringen Umfangs der Abteilung V (Militaria) unter Sachgruppe c (Weltkrieg und Nachkriegszeit) angegliedert. Als Abteilung VI verzeichnete Prinz die vorhandenen Karten und Pläne, die 1938 jedoch noch vom Bauamt aufbewahrt wurden.

Die Hauptgruppen sind:

I – Reichs- und allgemeine Verwaltung,

II – Kommunalverwaltung (mit Vorbehörden bis 1815),

III – Steuern und Abgaben,

IV – Polizei- und Gerichtswesen,

V – Militärwesen,

(VI – Karten und Pläne; diese Gruppe ist nicht mehr Teil des Bestandes).

Der Werkvertrag mit J. Prinz von 1938 (StaG B 3058, Bl. 8) enthält nur die Aufgabe, „das Archiv der Amtsverwaltung Greven zu sichten und zu ordnen.“ Kassationen sind weder im Vorwort seines Repertoriums von 1938 erwähnt, noch gibt es andere Hinweise darauf. Eine Bewertung dürfte demnach nicht stattgefunden haben, der Bestand wurde komplett archiviert. Schon 1938 fehlten einige Akten, der Gesamtbestand umfasste damals rund 1770 Einheiten.

Mit der EDV-Verzeichung ab 1991, die im Wesentlichen von Mathilde Fastermann, Mechthild Schürmann (für Aktentitel und Neusignierung), Angelika Haves und Christoph Spieker (für inhaltliche Ergänzungen) vorgenommen wurde, sind die Signaturen verändert worden. Die aus dem Dreierprinzip Römischer Zahl für die Hauptgruppe, Kleinbuchstabe für die Sachgruppe und numerischer Zählung innerhalb der Sachgruppen resultierende Signierung von Prinz ist durch eine fortlaufende Zählung für den nun als Bestand A bezeichneten Bestand geändert worden. Außerdem wurde der Bestand seitdem in geringem Umfang durch kommunale Unterlagen mit einer überwiegenden Laufzeit aus dem Zeitraum 1803-1931 ergänzt, die später aus der Verwaltung an das Stadtarchiv abgegeben wurden.

Nachträge stammen vor allem aus den sog. Findlisten des ehrenamtlichen Archivars Schwartze für Akten des Zeitraums nach 1932, die heute als Bestände B und C verzeichnet sind. Die Nachträge wurden durch Dr. Stefan Schröder und Angelika Haves ab 1999 dem Bestand A zugeführt. Die meisten Nachträge, rund 25, betreffen Schulangelegenheiten.

Nachträge zu Sachgruppe III g (Gewerbesteuern) wurden seit 1991 mit fingierten Altsignaturen III g und III h geführt. Diese Akten stammen offenbar aus einer Abgabe der Stadtkasse aus den 1980er Jahren (Vorprovenienz: Gemeindehebestelle und Amtskasse). Die fingierten Aktenzeichen wurden 2014 gelöscht.

Hinzuweisen ist auf Besonderheiten in Sachgruppe II f (Kassen- und Rechnungswesen), in der sich auch Entsprechendes für die Mädchenschule, die Rektoratschule und die Arbeiter-Fortbildungsschule findet, die nachträglich hier zugeordnet wurden. Dies gilt auch für alle großformatigen „Handbücher und Jahresrechnungen“. Die diesen Nachträgen zugeordneten „alten Archiv-Signaturen“ ab II f 38 sind fingiert und waren 1938 noch nicht Teil des Bestandes. Sie sind erst in den 1990er Jahren hinzugekommen.

Die Verzeichnungstiefe innerhalb des Findbuches variiiert. Zunächst wurde ab 1991 die flache Verzeichnung aus dem Jahr 1938 EDV-verzeichnet. In einer Sonderaktion des Planungsamtes (insbesondere für Denkmalschutzangelegenheiten) wurden in den 1990er Jahren die Baukonzessionsakten in Sachgruppe IV i (Baupolizei) sehr tief, teilweise bis auf Einzelblattebene verzeichnet, weil diese Akten größtenteils in verschiedener Weise geschädigt waren und bei der häufigen Nutzung unnötiges Suchen ausgeschlossen werden sollte. Bisher konnten nur einige der Akten restauratorisch bearbeitet werden. Ein Teil der Akten dieser Sachgruppe ist daher derzeit bis auf Weiteres nicht zur Nutzung freigegeben. Weitere Akten wurden durch Enthält- und Darin-Vermerke mehr oder weniger tief erschlossen. Dies entsprang der alltäglichen Arbeitspraxis und ist nicht systematisch erfolgt.

Für eine erneute Findbuchveröffentlichung in Buchform im Jahr 2000 wurden in Sachgruppe IV p (Geisteskranke (Personalia)) die Namensnennung anonymisiert und die Aktentitel als „Einzelfallakte“ vereinheitlicht. Die Anonymisierung wurde für diese Findbuchveröffentlichung beibehalten, die Aktentitel werden aber wieder in ihrem Original präsentiert und nur Vorname und Name der Betroffenen abgekürzt. In den Sachgruppen II d (Personalia) [der Kommunalverwaltung] und in 63 Einzelfallakten in Sachgruppe V c (Allgemeines) [zum Militärwesen des Ersten Weltkrieges mit Bezug auf die Abschätzungsverhandlungen zum Bau des Munitionsdepots Münster in der Bauerschaft Hembergen, dem heutigen Ortsteil Reckenfeld] wurden die Namen der Betroffenen ergänzt.

Die von Prinz 1938 als Abteilung VI verzeichneten Karten und Pläne sind heute nicht mehr Teil des Bestandes A. Soweit sie vom Bauamt an das Stadtarchiv abgegeben worden sind, wurden sie in den 1970er Jahren gesondert und provisorisch verzeichnet und in Kartenschränken gelagert. Diese Kartensammlung umfasst heute unterschiedliches weiteres Sammlungsgut und wurde in den Jahren 2011/12 EDV-verzeichnet (Bestandsname: StaG Karten Pläne). Von den 26 von J. Prinz 1938 verzeichneten, teils aus mehreren Blättern bestehenden Karten und Plänen fand sich allerdings nur noch ein Teil wieder.

Neben dem Repertorium von 1938 wurde 2000 ein Findbuch in Buchform für den Bestand A erstellt, das durch spätere Nachträge allerdings an Wert verlor. Im Mai 2009 wurde ein provisorisches Findbuch im Archivportal NRW veröffentlicht, das allerdings noch einige Mängel aufwies, was der Grund für die Überarbeitung und Veröffentlichung dieses Findbuches ist.

Einzelne, besonders schwer geschädigte Akten wurden ab den 1990er Jahren restauratorisch bearbeitet. Aus Kostengründen sind hier noch einige Bearbeitungsrückstände geblieben und Akten wegen ihres Zustandes für die Benutzung gesperrt. Seit den 1960er Jahren war der Bestand in Archivkästen untergebracht, die einzelnen Akten lagerten darin unverpackt. 2012 ist systematisch begonnen worden, jede Akte in einer Mappe zu verpacken und so weiteren mechanischen Beschädigungen vorzubeugen. Gleichzeitig wird durch eine Beschilderung eine bessere Benutzung und Zitierung gewährleistet. Diese Maßnahme wird voraussichtlich erst 2015 beendet. Im Zuge dieser Arbeiten sind weitere Akten mit Restaurierungsbedarf für die Benutzung gesperrt worden. Eine systematische Restaurierung ist im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten begonnen worden, wird sich voraussichtlich aber noch über einige Jahre hinziehen. Da sich hier noch keine endgültigen Angaben machen lassen, wurden entsprechende Sperrvermerke nicht in das Findbuch aufgenommen.

Benutzungsmodalitäten und Zitierweise

Mit Ausnahme der restaurierungsbedürftigen Akten und einiger weniger Schulakten mit personenbezogenen Daten und Sperrfristen bis 2027/2038 sind die Akten allgemein benutzbar.

Die Digitalisierung der Protokollbücher A 336, A 337, A 344 bis A 354 und A 356 bis A 358 (Amt Greven und amtsangehörige Gemeinden ab 1809/1890/1894) aus Sachgruppe II e (Protokollbücher) wird derzeit realisiert, so dass sie spätestens 2015 online im Archivportal NRW jederzeit benutzt werden können. Hinzu kommt auch A 1632 (Renoviertes Brandsozietätskataster der Kirchspiele Greven, Gimbte, Hembergen, Nordwalde, Altenberge und Nienberge 1790) aus Sachgruppe IV h (Versicherungswesen).

Bitte zitieren Sie uns wie folgt, sofern (in Einzelfällen) vorhanden mit Blattnummer oder Seitenangabe:

StaG A [Nr. der Akte] Bl. [Blattnr.] bzw. StaG A [Nr. der Akte] S. [Seitennr.]

Eine Zitierung aus unpaginierten Akten sollte möglichst das zitierte Schriftstück näher beschreiben und datieren.

Beispiele:

- Stadtarchiv Greven, Bestand A, Nr. 1672, Blatt 13 ist zu zitieren als: StaG A 1672 Bl. 13.

- Stadtarchiv Greven, Bestand A, Nr. 1670, Baugesuch von J. Hilpersjann zum Neubau eines Wohnhauses vom 14.7.1882 ist zu zitieren als: StaG A 1670, Baugesuch Hilpersjann vom 14.7.1882.

Literaturhinweise:

- Detlev Dreßler/Hans Galen/Christoph Spieker, Greven 1918-1950, 2 Bände, Greven 1991 und 2. verb. Aufl. Greven 1994.

- Joseph Prinz, Greven an der Ems, 2. erw. Aufl. in 2 Bänden, Greven 1976/77.

- Monika Gabler, Die Entwicklung der Textilindustrie in Greven im 19. Jahrhundert, Magisterarbeit, Münster 1989.

- Volker Innemann, Industrialisierung in Greven, Greven 1992.

- Sabine Mendel, "Zum Wohle und zur Hülfe der Bedürftigen", Öffentliche Armenfürsorge im Kirchspiel Greven im 19. Jahrhundert, Staatsarbeit, Münster 1998.

- Michael Kösters-Kraft, Großbaustelle und Arbeitswanderung, Niederländer beim Bau des Dortmund-Ems-Kanals 1892-1900, Osnabrück 2000.

- Dirk Brunsmann, Nationale Sinnstiftung und ländlicher Traditionalismus, Die Mobilisierung der Bevölkerung und die Prägekraft militaristischer Mentalitäten im Spannungsfeld von Traditionalismus und Militarismus am Beispiel des Amtes Greven, Magisterarbeit, Münster 2000.

- Stefan Schröder, "Franzosenzeit in Greven" – Verwaltungsgrenzen der französischen Besatzungszeit 1806-1813 unter der Lupe, in: Grevener Geschichtsblätter 4 (2006/2007), S. 12-17.

- Stefan Schröder, Greven in der "Franzosenzeit" 1806 bis 1813, Ergänzte Ausstellungstexte, in: Grevener Geschichtsblätter 4 (2006/2007), S. 18-28.

- Stefan Schröder, "Das größte Dorf im Münsterland..." - Greven vor 100 Jahren, in: Grevener Geschichtsblätter 6 (2010/2011), S. 10-29.

- Stefan Schröder, Spielschulden, Wanzenbefall, Hundebisse. Schon im 19. Jahrhundert schlichteten Schiedsmänner Streitigkeiten, in: Kreis Steinfurt / Kreisheimatbund Steinfurt (Hrsg.), Unser Kreis 2014, Jahrbuch für den Kreis Steinfurt, Steinfurt 2013, S. 129-133.

- Annekarin Boldt, Die Kriegervereine als Träger des Nationalismus im Kaiserreich, Das Beispiel des Krieger- und Militärvereins Greven (1871 - 1914), in: Grevener Geschichtsblätter 7 (2012/2013), S. 4-22.

- Stefan Schröder, 75 Jahre Archivarbeit in Greven, Von der Hilfe durch die Archivberatungsstelle der Provinz Westfalen zur Kulturinstitution "Stadtarchiv Greven", in: Grevener Geschichtsblätter 7 (2012/2013), S. 29-38.

Greven, den 18. Juli 2014

Dr. Stefan Schröder


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