Stadtarchiv Gütersloh
Archivgut eigener Herkunft, im eigenen Archiv
Stadt Gütersloh - Bestand B
Stadt Gütersloh, Bestand B


Signatur : B

Name : B, Akten Stadt bis 1910

Beschreibung :

Der Aktenbestand mit dem Kennbuchstaben "B" umfaßt 819 Einheiten und endet mit dem Jahr 1910. Im Zuge der Trennung der Gesamtgemeinde Gütersloh im Jahre 1842 wurde zwei selbständige Verwaltungen mit eigenen Registraturen gebildet, die der Stadt (Aktenbestand B) und die des Amtes (Aktenbestand C). Beide bestanden bis zur Wiedervereinigung im Jahr 1910.

Bis zur endgültigen Entscheidung über die Grenzen fungierte Hermann Christian Haege (1795-1858) sowohl als Bürgermeister als auch als Amtmann. Im Juni 1846 legte Haege das Bürgermeisteramt wegen Arbeitsüberlastung nieder, im September 1846 wurde der Kaufmann Arnold Rüter zu seinem Nachfolger gewählt. Nach dessen Amtsenthebung im Jahr 1853 übte der Beigeordnete Fritz Detmer das Amt interimistisch aus. Im November 1853 wurde der Lippstädter Kreis-Sekretär Friedrich Wilhelm Friebe (1813-1861) zum Bürgermeister gewählt. Nach dessen frühen Tod im August 1861 übernahm der Mindener Regierungsreferendar Freiherr von Richthofen für fünfzehn Monate die Geschäfte. Im April 1862 trat der bisherige Bürgermeister von Unna, Louis von Schell (1818-1890), die Stelle an. Sein Nachfolger wurde von 1874 bis 1908 Emil Mangelsdorf (1839-1925). Ihm folgte der seit 1906 in Duisburg tätige Landrichter Gustav Tummes (1870-1941).

Seit dem 1848 erfolgten Verkauf der als Sitz der Verwaltung dienenden ehemaligen Amtsvogtei an der Kirchstraße gab es bis zum Bezug des neuen Rathauses im Jahr 1864 keine kontinuierliche Unterbringung der Registratur. Eine zwischen Stadt- und Amtsverwaltung 1856 einvernehmlich getroffene Entscheidung, den größten Teil des abgelegten Registraturgutes ("Gütersloher Verwaltungsregistratur") aus der Zeit vor der Teilung zu vernichten, führte dazu, daß die Überlieferung Lücken aufweist. Spätere Kassationen, nachlässige Behandlung des Schriftgutes bei Umzügen und innerbehördlichen Um- und Neuorganisationen sowie eine fehlende archivfachliche Betreuung dezimierten den Bestand in der Folgezeit erheblich.

Ein Teil der Akten ist aufgrund des Erhaltungszustandes leider nur eingeschränkt und erst nach aufwendigen Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen benutzbar. Die schlechte Papierqualität erlaubt nur in Ausnahmefällen die Anfertigung von Kopien.Gütersloh, im März 2012


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