Stadtarchiv Lemgo
8.2 Nachlässe (Firmen, Unternehmen)
NL 22 - Firma Wagener (Druckerei und Verlag)
NL 22 - Firma Wagener (Druckerei und Verlag)
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Signatur :

Name : NL 22 - Firma Wagener (Druckerei und Verlag)

Beschreibung :

Firmengeschichte und Überlieferung

Firma F.L. Wagener, Lemgo (Verlagshaus und Druckerei)
Die mittlerweile nicht mehr existierende Firma wurde 1843 gegründet von Friedrich Leopold Wagener (1815-1889), weitergeführt von seinem Sohn Friedrich Leopold (Fritz) Wagener (1853-1903), dessen Söhnen Friedrich Leopold (Fritz) (1885-1951) und Carl Arnold Wagener (1885-1959), schließlich vom Urenkel des Gründers, Bruno Wagener-Köhler (1917-1988), dem von Carl und Else Wagener 1951 adoptierten Neffen Carls.

Neben dem Druck von Büchern und diversen Schriften war das Unternehmen von Beginn an auch im Zeitungswesen aktiv. So war F.L. Wagener Herausgeber mehrerer Zeitungen während der 1848er Revolution (u.a. "Die Wage - Zeitschrift zur Besprechung der Angelegenheiten des Volkes" 1848-52 und "Der Volksfreund - Eine Wochenschrift für Westfalen" 1848-50), bis die lippische Regierung 1852 schließlich sämtliche Publikationen des Verlags verbot. 1856 bis 1876 erschien "Die Sonntagspost", die 1877 in der Tageszeitung "Die Lippische Post" aufging, welche bis 1941 existierte. Anschließend war Wagener im Zeitungswesen nur noch im Vertrieb (Lippische Staatszeitung bis 1945, Zeitung der englischen Militärregierung), und ab 1946 im Lizenzdruck (die Westfalen-Zeitung / Neue Lippische Rundschau / Lippische Rundschau bis 1981) tätig.
Bis 1981 blieb der Standort der Firma in der Lemgoer Innenstadt, dann erfolgte der Umzug in einen Neubau im Industriegebiet Lemgo-Lieme.

Der Nachlass der Firma F.L Wagener im Stadtarchiv Lemgo umfasst in 17 Verzeichnungseinheiten Dokumente zur Firmen- (v.a. VE 9-13) und zur Familiengeschichte (v.a. VE 1-8), sowie auch zwei Fotoalben (VE 14-15) und weitere einzelne Photographien (VE 16). Die Firmengeschichtlichen Dokumente beinhalten v.a. Verträge, Hypotheken- und Darlehnssachen, Rechnungen und offizielle Schriftstücke. Besondere Erwähnung im Rahmen der Familiengeschichtlichen Überlieferung verdienen ein seit Mitte des 18. Jhd. geführtes Familienbuch sowie ca. 20 Personenstandsdokumente, die offenbar 1939 für einen Abstammungsnachweis zusammengetragen wurden.

Entnommen wurden Zeitungsausgaben der Lippischen Post, Die Wage und Die Sonntagspost (siehe dort).

Florian Petersen, Lemgo, Dezember 2013.

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