Stadtarchiv Lemgo
8.2 Nachlässe (Firmen, Unternehmen)
NL 7 - Firma Gebrüder Volland (Sägewerk, Möbelfabrik)
NL 07 - Firma Gebr. Volland (Sägewerk, Möbelfabrik)
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Signatur :

Name : NL 7 - Firma Gebr. Volland (Sägewerk, Möbelfabrik)

Beschreibung :

Firmengeschichte und Überlieferung

Die Familie Volland scheint um 1668 aus Kassel nach Lemgo gekommen zu sein (vgl. Plögersche Sammlung). Bereits der erste Vertreter dieses Namens, Hans Jacob Volland, war schon Tischlermeister, was sich in der weiteren Familientradition fortsetzte. Aus den Jahren 1842/43 hat sich eine Handwerkerrechnung des Tischlermeisters Otto Volland erhalten. Die erste aktenkundliche Erwähnung der Firma Gebrüder Volland datiert aus dem Jahr 1915. In diesem Jahr begründen die Brüder Ludwig Volland (1876 - 1961) und Heinrich Volland (1873 - 1916) eine offene Handelsgesellschaft. Das Firmengelände ist am Bruchweg 29. Der Vater der beiden Brüder, Heinrich Arnold Volland (1840 - 1912) war noch Tischlermeister gewesen und wohnte/arbeitete? in der Echternstraße 19. Nach dem Tode Heinrichs 1916, übernimmt Ludwig Volland den Anteil seines Bruders und erteilt seiner Ehefrau Anna Volland, geb. Schmuck (1878 - 1969) Prokura. Ludwig und Anna Volland haben zwei Söhne, Walter und Ludwig, sowie eine Tochter, Luise. Ludwig stirbt bereits 1942 und sein Bruder Walter folgt ihm 1944. Nur Luise überlebt als einziges Kind den Zweiten Weltkrieg. Im April 1930 tritt sie nach einer Ausbildung als Haushaltungsschülerin in Bethel in die väterliche Firma ein. Ihr Vater löst die Firma aber 1955 auf und lebt bis zu seinem Tod 1961 als Rentner in Lemgo. Luise nimmt 1955 nach Schließung der Firma eine Tätigkeit beim Sozialamt der Stadt Lemgo auf, wo sie bis 1976 arbeitet. Ehrenamtlich ist sie in der Krankenhaushilfe tätig, bevor sie am 18.12.2001 stirbt. Der Nachlass der Vollands scheint dann über die Linie der Familie Holthaus (die Schwester von Anna Volland, der Mutter von Luise Volland, hatte einen Ernst Holthaus geheiratet) ins Stadtarchiv gelangt zu sein.

Inhalt

Der Nachlass umfasst Feldpostbriefe zwischen Luise Volland und ihren Brüdern Ludwig und Walter, Geschäftsunterlagen der Firma, Personenstandsunterlagen der Familienmitglieder, Besitz- und Verkaufsdokumente, Fotoalben mit Fotos der Familienmitglieder, Musterzeichnungen- und Fotos der hergestellten Möbel und Ahnentafeln der Familien Volland und Holthaus.

Ein Portraitfoto von Johann Heinrich Schmuck liegt im Überformat vor und ist als Teil des ehemaligen M-Bestandes auf dem Dachboden Süsterhaus im grünen Planschrank gelagert.

Verweise: siehe auch S 46, S 162.

Literatur:

Aufzeichnungen aus alter Vergangenheit. Eine [Lemgoer] Handwerkerrechnung [des Tischlermeisters Otto Volland] aus den Jahren 1842/43, in: Lipp.Staatsztg. Jg 11 (1939), Nr. 151 vom 4. Juni.

Oeben, Dezember 2012

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