Stadtarchiv Lemgo
07 Schulen
T 8 - Anne-Frank-Schule (Förderschule, Sonderschule, Hilfsschule)
T 08 - Anne-Frank-Schule (Sonderschule, Hilfsschule)
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Signatur : T 08

Name : T 8 - Anne-Frank-Schule (Förderschule, Sonderschule, Hilfsschule)

Beschreibung :

Vorwort :

Geschichte

Vorläufer der Anne-Frank-Schule war die im Jahr 1919 in der Wallschule Lemgo (siehe T 1) eingerichtete sogenannte Hilfsklasse, die aus sechs SchülerInnen bestand, die anders nicht mehr zu fördern waren. Im Jahr 1929 bestanden bereits zwei Hilfsschulklassen, die von einem Lehrer unterrichtet wurden. Seit längerer Zeit bestanden Pläne, die zur reformierten Kirchengemeinde St. Johann gehörende Hilfsschule (St. Johann-West) an der Herforder Strasse aufzulösen. Als dies gegen den erheblichen Widerstand etlicher zur Kirchengemeinde gehörender Lemgoer Bürger Anfang der dreißiger Jahre geschah, wurden die beiden Hilfsschulklassen der Bürgerschule aus der Wallschule dorthin verlegt. Die Schülerzahl erhöhte sich stetig. Nach dem Ende der NS-Herrschaft nahm die Hilfsschule im Jahr 1948 ihre Arbeit wieder auf.
Nach der Neueinteilung der Schulbezirke in Lemgo erhielt die Schule den Namen Bürgerschule VI (Hilfsschule, Sonderform der Volksschule).

Anfang der 1960er Jahre wurde schließlich ein Neubau unerlässlich. Er wurde mit sechs Klassenräumen, Turnhalle, Schulküche und einigen Nebenräumen an der Menkestrasse in Lemgo errichtet und 1965 bezogen. Infolge der geburtenstarken Jahrgänge in den 1960er Jahren erwies sich auch dieser Bau schnell als zu klein, da die Schülerzahl zu diesem Zeitpunkt bis auf etwa 250 anstieg. 1976 wurde daher ein Erweiterungsbau fertiggestellt und bezogen. Dort standen acht zusätzliche Klassenräume, eine Schülerbibliothek und verschiedene Fachräume zur Verfügung. Die Schule erhielt mit dem Einzug in den Erweiterungsbau und nach einer Abstimmung der Schüler ihren jetzigen Namen "Anne-Frank-Schule Lemgo".

Ende der achtziger Jahre sanken die Schülerzahlen. So wurden zwei Räume der Schule für die Einrichtung eines Kindergartens zur Verfügung gestellt und außerdem Aufenthaltsräume für die Schüler geschaffen.

Spätestens 2016 wird der Standort der Schule in der Menkestraße geschlossen. Seit 1. August 2015 wird die Anne-Frank-Schule auslaufend aufgelöst und die verbliebenen Schüler in den Räumen der Heinrich-Drake-Schule unterrichtet. Ab 31. Juli 2017 erfolgt die endgültige Auflösung als eigenständige Schule.

Inhalt und Überlieferung

Die Laufzeit des Bestandes umfasst 56 Jahre. Den zeitlichen Schwerpunkt der Überlieferung bilden die 1950er Jahre bis 1990er Jahre.
Der Bestand umfasst 73 Verzeichnungseinheiten und setzt sich hauptsächlich aus Statistiken, SchülerInnenverzeichnisse und Stammblätter, Lehr- und Stoffplänen, Schriftverkehr sowie Unterlagen zum Schulaufnahmeverfahren wie etwa Aufnahmetests und Gutachten zusammen. Letztere sind aufgrund personenbezogener Daten für die Benutzung gesperrt.
Zur Erläuterung des Bestandes wurden Informationen zur Geschichte der Schule in der Verzeichnungseinheit 73 zusammengefasst.

Der Bestand ist unter den Zugangsnummern 2009/017 und 2014/083 ins Stadtarchiv übernommen worden.

Große Teile des Bestandes unterliegen noch den archivgesetzlichen Sperrfristen, auch wenn diese nicht bei jeder Verzeichnungseinheit mitangegeben sind. Nähere Angaben sind über das Archivpersonal möglich.

Verweise

Sachverwandte Unterlagen befinden sich noch im Bestand B unter dem Klassifikationspunkt 40 Schulwesen sowie im Schulbestand T 1 (Bürgerschule) unter den Verzeichnungseinheiten 68 (darin u. a.: Ausführungen über die Hilfsschule von Friedrich Sauerländer aus der Mitte der 1920er Jahre) und 136 (Hilfsschule 1947 - 1969). Unterlagen zu den Schulbauten befinden sich jeweils im B-Bestand und in den C-Beständen.

Literatur

"Eigentlich wollte ich noch viel tun..." Aus der Abschiedsansprache einer in den Ruhestand entlassenen Schulleiterin, in: Lemgoer Hefte, 6. Jg., Heft 22 (1983), S. 25.



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