Stadtarchiv Lemgo
8.1 Nachlässe (Personen)
NL 14 - Nachlass Walter Engels (Architekt, Familienforscher)
NL 14 - Nachlass Walter Engels
Permalink des Findbuchs


Signatur : NL 14

Name : NL 14 - Nachlass Walter Engels

Beschreibung :

Vorwort :

Geschichte und Überlieferung

Walter Engels wurde am 7. Januar 1901 in Riga geboren. Die Familie siedelte in Folge der Oktoberrevolution 1917 nach Deutschland über. Engels studierte Architektur, Denkmalpflege und Kunstgeschichte in Danzig, Darmstadt, Stuttgart und Halle/Saale. Dort lernte er seine Ehefrau Elfriede, geborene Klasing, kennen. Die beiden heirateten am 1. Juli 1930.

Walter Engels arbeitete als Vize-Landeskonservator in Leipzig und später als Leiter des Bauamtes Leipzig-Mitte. Er nahm als Soldat am 2. Weltkrieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft, aus der er Ende 1946 entlassen wurde.

Anschließend ließ er sich in Lemgo nieder, wo er ein Architekturbüro mit dem Schwerpunkt Denkmalpflege gründete. Nebenberuflich lehrte er als Dozent für Baugeschichte und Entwerfen am Technikum Lage. Er beriet die Stadt Lemgo, das Land Lippe und später auch den Landesverband Lippe und das Denkmalamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in baudenkmalrechtlichen Fragen.

Privat engagierte Walter Engels sich stark in regionalen Vereinen. Er war jahrzehntelang im Vorstand des Vereins Alt Lemgo (überwiegend als 2. Vorsitzender). Im Lippischen Heimatbund war er als Leiter der Fachstelle Landschaft, Baugestaltung und Baupflege im Kreis Lemgo tätig. Weiterhin arbeitete er im Naturwissenschaftlich-Historischen Verein mit. Darüber hinaus war er im Hahne-Freundeskreis vertreten, der sich 1955 im Andenken an seinen alten Professor, den Mediziner und Prähistoriker Hans Hahne (1875-1935) aus Halle/Saale gründete und hielt Kontakt zu seiner Altgilde, Wieland-Darmstadt.

Walter Engels starb am 8. November 1973 in Lemgo. Seine Frau überlebte ihn um beinahe 22 Jahre und starb, 90-jährig, am 31. Oktober 1995.

Zu Elfriede Engels siehe auch Bestand V 22 (Deutscher Frauenring und Hausfrauenbund Lemgo).

Der Nachlass ist über Prof. Dr. Wolf Engels (Sohn von Walter Engels), Panoramastraße 49, Tübingen ins Stadtarchiv gelangt (Zugangsnummer 2012/029). Zusätzlich sind im Bestand noch Unterlagen von Wolf Engels Antrag zur Straßenbenennung aufgegangen (vorher S 276, Zugangsnummern 2006/019, 2011/001).


Inhalt

Der Nachlass von Walter Engels gliedert sich in mehrere Teile. Den ersten Teil stellt seine berufliche Arbeit als Architekt dar. Im Nachlass befinden sich Akten über die Tätigkeit Engels an und in verschiedenen Lemgoer Häusern, sowie teilweise über die Baugeschichte dieser Gebäude. Daran anschließend war Engels in mehreren Vereinen tätig, die sich denkmalpflegerisch betätigten. Dies schlägt sich in Unterlagen über seine Mitarbeit im Verein Alt Lemgo (v.a. Protokolle von Vorstandssitzungen) und dem Lippischen Heimatbund (v.a. Stellungnahmen zu Bebauungsplänen) nieder. Neben diesen beruflichen und berufsverwandten Unterlagen enthält der Nachlass auch die Ergebnisse von genealogischen Nachforschungen zu den Familien Engels und Klasing. Einen weiteren Teil bilden Unterlagen über den Kontakt von Walter Engels zum Hahne-Freundeskreis und der Altgilde Wieland-Darmstadt.


Fabian Hartl im November 2014.



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