Stadtarchiv Lemgo
8.3 Nachlässe (Vereine, Verbände, Parteien)
V 24 - Landesentwicklungsgesellschaft (LEG)
V 24 - Landesentwicklungsgesellschaft (LEG)
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Signatur : V 24

Name : V 24 - Landesentwicklungsgesellschaft (LEG)

Beschreibung :

Vorwort :

Um die Jahreswende 1968/1969 schloss die Stadt Lemgo mit Prof. Dipl.-Ing. Harald Deilmann, Münster, einen Vertrag zwecks Erstellung von Plangrundlagen zur Vorbereitung der Sanierung im Bereich der Altstadt (Entwurf vom Dezember 1968 (Vgl. B 2074). Das Ergebnis lag 1972 veröffentlicht vor.
Bereits 1969 war eine Bestandserhebung für das gesamte Sanierungsgebiet durchgeführt worden. Danach erfolgte eine Aufteilung des Gebiets in 35 Sanierungszonen. Zweck des Verfahrens war zum einen, bereits als Denkmal anerkannte Gebäude durch die erforderlichen Maßnahmen zu erhalten und weitere schützenswerte Gebäude zu ermitteln und zu restaurieren. Zum anderen sollte nicht erhaltenswerte und marode Bausubstanz abgerissen und durch adäquate Neubauten ersetzt werden. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wurde der Durchgangsverkehr aus der Innenstadt herausgenommen und die Mittelstraße in eine Fußgängerzone umgewandelt. Nach der öffentlichen Bekanntmachung der Satzung der Stadt Lemgo über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets "Kernbereich der Alten Hansestadt Lemgo" vom 30.06.1972 (in: Amtliches Verkündungsblatt für den Kreis Lemgo und seine Gemeinden vom 17. Juli 1972, S. 301-305) wurde die Landesentwicklungsgesellschaft in Bielefeld (LEG) mit Vertrag vom 03./30.11.1972 als Sanierungsträger verpflichtet.
Die LEG war durch Neufirmierung aus der Westfälisch-Lippischen Heimstätte GmbH, Treuhandstelle für Wohnungs- und Kleinsiedlungswesen, und diese durch Umfirmierung aus der Westfälischen Heimstätte GmbH, Provinzielle Treuhandstelle für Wohnungs- und Kleinsiedlungswesen, entstanden. Letztere war aufgrund des Erlasses des Preußischen Ministers für Wirtschaft und Arbeit vom 22.12.1933 als Organ der staatlichen Wohnungspolitik anerkannt worden. Die LEG führte in den 1970er und 1980er Jahren namens der Stadt Lemgo den nach Bürgerprotesten stark modifizierten Sanierungsplan von Prof. Deilmann durch.

Die Unterlagen der LEG wurden am 31.07.1996 übernommen und unter der Zugangsnummer 1996/047 akzessioniert. Der Bestand erhielt die Signatur V 24 und wurde im Januar/Februar 1997 verzeichnet; er enthält 144 Verzeichnungseinheiten. Die Laufzeit geht, von wenigen Vorakten abgesehen, von 1971 bis 1996. Kassiert wurden die Rechnungsbelege.

Im November 2014 wurden weitere 15 Verzeichnungseinheiten verzeichnet (Zugangsnummern 2004/013 und 2014/053), sodass der Bestand jetzt 159 Verzeichnungseinheiten enthält.


Literatur

Harald Deilmann: Planungsgrundlagen zur Vorbereitung der Sanierung im Bereich der Altstadt Lemgo. Ein Vorschlag zur Erneuerung, Münster 1972.



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