Stadtarchiv Lünen
Wulf
Permalink des Findbuchs


Signatur : 05.26.

Name : Wulf

Beschreibung :

Vorwort :

Wulf
(20 Akten; 1839-1952)

Zur Geschichte des Hofes Eckhoff

Zum Gebiet der ehemaligen Grafschaft Dortmund gehörte auch die Bauerschaft Brambauer, deren Bezeichnung sich von den Worten "Bram" (Ginster) und "Bauerschaft" ableiten läßt und somit "Ginsterbauerschaft" bedeutet. Die erste Erwähnung des Namens findet sich recht spät im Jahre 1545 ("Braemburschop"). Die Bauerschaft grenzt im Norden an Brockenscheidt, Elmenhorst und Lippholthausen, im Osten an die Wethmarheide, Gahmen und Brechten, im Süden an Brechten und Holthausen und im Westen an Schwieringhausen und Groppenbruch an. Einige Siedlungsgruppen, bestehend aus mehreren Höfen, haben früher das Bild der Brambauerschaft geprägt: Hönninghausen, Meininghausen, Oetringhausen, Tockhausen, Nordbrechten, Hanebeck und Herrenthey. Die Hofbesitzer waren verschiedenen Grundherren abgabepflichtig, z. B. dem Domkapitel in Köln, dem Stift Cappenberg und dem Reichshof Elmenhorst. Zum Haus Buddenburg war seit spätestens 1635 der in der Brambauerschaft liegende Hof Eckhoff, später Wulf, abgabepflichtig. Die Ablösung erfolgte 1848.
In den Kirchenbüchern der ev. Kirchengemeinde zu Brechten läßt sich die Familie Eckhoff mit Cord Eckhoff und dessen Ehefrau Margaretha Graßmann bis zum Ende des 17. Jahrhunderts zurückverfolgen.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stirbt der Name Eckhoff in der männlichen Linie aus. Die Tochter Anna Catharina Engel Maria Eckhoff heiratete 1839 Johann Heinrich Wulf gen. Ostendorf aus Oestrich bei Mengede, der den Namen des Hofes annahm ("Ostendorf genannt Eckhoff"). Dadurch, dass deren Sohn Dietrich Heinrich sich verschiedentlich Eckhoff oder Wulf nannte, erhielt der Hof allmählich die neue Bezeichnung Wulf.


Zum Archivbestand

Das Depositum wurde 2008 dem Stadtarchiv zur dauernden Aufbewahrung übergeben. Der Archivbestand umfasst die Zeit von 1710 bis 1952. Der historische Wert des Schriftgutes ist nicht zu unterschätzen, spiegelt er doch die Zeit der Hofhörigkeit und der Ablösungen wider. Die im Bestand vorhandenen Ehe- und Erbverträge, Verträge über die Übergabe des Hofes an die nächste Generation sowie Inventarverzeichnisse geben Einblick in das Leben der bäuerlichen Gesellschaft und lassen volkskundliche Rückschlüsse zu.


Lünen, im Mai 2009
Fredy Niklowitz



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