Stadtarchiv Lünen
Haus Schwansbell (1343-1921 - Umfang 190 Urkunden, 859 Akten, 2 Karten)

1572 Juli 24
Reinhard Kremer, Richter zu Lünen des Herzogs Wilhelm von Kleve-Mark, beurkundet, dass Caspar von Heigen zu Amecke und seine Frau Clara von Schwansbell vor ihm erschienen sind und erklärten, sie hätten von Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. Ä.], Claras Vater, den Brautschatz sowie das väterliche und das mütterliche Kindsteil für Clara erhalten. Der Richter und Caspar von Heigen siegeln. Zeugen sind Dietrich Serries, Wessel Kremer und der Frone Hermann Rump. Caspar von Heigen und Clara von Schwansbell unterschreiben.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 48,5x23,5 cm; 2 anh. Siegel, gut erhalten: 1. Caspar von Heigen; 2. Reinhard Kremer, Richter zu Lünen. - RV)




1573 - 1629
Verhandlungen und Streitigkeiten zwischen Caspar von Heigen d. Ä. und Caspar von Schwansbell [d. Ä.] sowie zwischen den Brüdern Caspar und Johann von Heigen zu Amecke und Scheding einerseits und Caspar von Schwansbell [d. J.] andererseits wegen des Brautschatzes für Clara von Schwansbell, Frau des Caspar von Heigen [d. Ä.]


Enthält :
1. (Bl. 1) Caspar von Heigen bittet Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] um Zahlung von 150 Talern (1573 März 9, Amecke);
2. (Bl. 3) Caspar von Heigen erinnert seinen Schwager Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] an die Zahlung von 300 Talern, die zum Brautschatz dessen Schwester [Clara von Schwansbell] gehören. Er habe erst 150 Taler und weitere 30 Taler durch Johann Witte erhalten. Er bittet um Zahlung der ausstehenden 120 Taler. (1573 August 6, Amecke);
3. (Bl. 5) Hermann Reinermann bekennt, dass Caspar von Heigen zu Amecke 1.400 Goldgulden und 600 Taler bezahlt worden sind. (1574 Februar 28);
4. (Bl. 6) Johann Witte zu Amecke bekennt, dass er im Auftrag von Clara von Schwansbell, verh. von Heigen zu Amecke, von Dirk Polmann, Bürger zu Dortmund, 22 Taler und 11 Schillinge dem Johann Koep, Bürger zu Dortmund, für "Bütten und Koße und Stockfysch" bezahlt habe. (1575 März 5);
5. (Bl. 7 f) Gerlach Grunter schreibt an Caspar von Schwansbell [d. J.] wegen der Überbringung eines Pferdes ("Klopper"). (1577 März 21);
6. (Bl. 10) Clara von Schwansbell, verh., von Heigen, erinnert ihren Bruder Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] an die Zahlung von Geldern zu ihrem Brautschatz sowie an die Übergabe von 16 Kissen, Decken und einem Bett. (1575 März 9);
7. (Bl. 11) Clara von Schwansbell, verh. von Heigen, bedankt sich bei ihrem Bruder Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] für den Diener und die Überbringung eines Pferdes. Sie bittet ihn um Hilfe in einer Familienangelegenheit. (1577 März 21);
8. (Bl. 12) Clara von Schwansbell bittet ihren Bruder Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] um Vermittlung in einer Angelegenheit mit ihrem Vater, [Caspar von Schwansbell d. Ä.,] der zornig auf sie sei. (vor 1577);
9. (Bl. 14) Clara von Schwansbell, verh. von Heigen, wünscht ihrem erkrankten Vater Caspar von Schwansbell [d. Ä.] gute Besserung und bittet ihn um die Lieferung von 10 Malter Roggen und 10 Malter Gerste, die sie ihm im Laufe des Jahres bezahlen wolle. (vor 1577);
10. (Bl. 15) Caspar von Heigen zu Amecke schreibt an seine Schwäger, die Brüder Caspar [d. J.], Balthasar und Bernhard von Schwansbell, dass deren verstorbener Vater [Caspar von Schwansbell d. Ä.] ihm noch mehrere 100 Taler Brautschatz für ihre Schwester schuldig sei. (1579 Dezember 31, Amecke);
11. (Bl. 16) Durch Jost von der Recke, Amtmann zu Lünen, und Dietrich von der Recke, Amtmann zu Unna und Kamen, sowie Rotger Düngeln zu Dalhausen ist ein Schiedstag anberaumt worden, um über die Streitigkeiten zwischen dem Rittmeister Caspar von Heigen und Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] zu verhandeln. Der Schiedstag soll am 23. Mai des Jahres nach dem Gottesdienst im Haus des Drosten Schernbeck (?) stattfinden. Jost und Dietrich von der Recke, Caspar von Heigen und Caspar von Schwansbell [d. J.] unterschreiben. (1589 April 25, Kamen);
12. (Bl. 17) Hilberg von Schwansbell schreibt an ihren Bruder Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] und dessen Frau [Anna von der Hege zu Velmede], dass ihre Schwester [Clara von Schwansbell] sehr krank sei. Sie bittet sie, zu ihr nach Amecke zu kommen. (1590 Februar 11, Amecke);
13. (Bl. 18) Johann Huser, kurkölnischer Medicus, schreibt an Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] (1590 Februar 14);
14. (Bl. 19) Caspar von Heigen zu Amecke schreibt an seinen Schwager Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] wegen der Zahlung von 1.200 Reichstalern (1592 April 13, Amecke);
15. (Bl. 20 ff) Schriftverkehr der Brüder Caspar und Johann von Heigen zu Amecke und Scheding mit Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell wegen verschiedener Obligationen ihres verstorbenen Vaters Gottschalk und ihres Großvaters. (1615):
16. (Bl. 23) Die Brüder Caspar und Johann von Heigen schreiben an Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell wegen des Brautschatzes ihrer Mutter. (1619 Januar 19);
17. (Bl. 25) Suplik der Brüder Caspar und Johann von Heigen zu Amecke im Streitfall gegen Caspar [d. J.] und Heinrich von Schwansbell, Vater und Sohn, wegen ausstehender Gelder zum Brautschatz ihrer verstorbenen Mutter Clara von Schwansbell, Frau des verstorbenen Caspar von Heigen zu Amecke. (1619 Januar 24);
18. (Bl. 26) Schreiben der fürstlichen Räte an den Richter zu Lünen, [Dietrich Kumpsthoff,] der mit der Schlichtung des Streits zwischen Caspar und Johann von Heigen gegen Caspar [d. J.] und Heinrich von Schwansbell, Vater und Sohn, aufgrund einer Suplik der beiden Brüder beauftragt wird. (1619 Februar 8);
19. (Bl., 28) Schreiben der Anna von Schorlemer, verh. von Heigen, wegen zweier Schreiben des Balthasar von Schwansbell [zu Aden] und Heinrich von Schwansbell (1619 Mai 25);
20. (Bl. 29) Caspar und Johann von Heigen schreiben an Dietrich Kumpsthoff, Richter zu Lünen, wegen der Angelegenheit gegenüber Heinrich von Schwansbell. (1619 Mai 28);
21. (Bl. 30) Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell schreibt an den Richter zu Lünen, Dietrich Kumpsthoff, wegen des Schreibens der Brüder von Heigen zu Amecke vom 28. Mai 1619. (1619 Juni 5);
22. (Bl. 31) Caspar und Johann von Heigen zu Amecke und Scheding schreiben an Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell wegen der zwischen ihnen bestehenden Streitigkeiten, über die am 18. Juli in Rhynern verhandelt werden soll. (1619 Juli 13);
23. (Bl. 33) Johann von Heigen schreibt an Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell wegen der in Rhynern stattgefundenen Verhandlung. (1619 September 15);
24. (Bl. 34) Die Räte des Kurfürsten [Georg Wilhelm] von Brandenburg und des Grafen von Pfalz-Neuburg schreiben an den Richter zu Lünen, Dietrich Kumpsthopff, wegen der Streitigkeiten zwischen den Brüdern Caspar und Johann von Heigen zu Amecke gegen Caspar [d. J.] und Heinrich von Schwansbell, Vater und Sohn. (1629 Februar 8)



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