Stadtarchiv Lünen
Haus Schwansbell (1343-1921 - Umfang 190 Urkunden, 859 Akten, 2 Karten)

1593 - 1594
Eheberedung und Ehevertrag zwischen Anna von Schwansbell und Gerhard von Groll zum Klostern


Enthält :
1. (Bl. 2) Eheberedung zwischen Anna von Schwansbell, Tochter der Eheleute Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] und der Anna von der Heghe zu Velmede, und Gerhard von Groll zum Klostern: Die Brautleute versprechen, sich zu Eheleuten zu nehmen. Schwansbell gibt seiner Tochter 4.000 Taler, der Taler zu 26 Schillingen, als Brautschatz. Die Brautleute und die Eltern der Braut unterschreiben die beiden Ausfertigungen der Eheberedung. (1593 August 23, Schwansbell);
2. (Bl. 5-10) Ehevertrag zwischen Gerhard von Groll, Sohn der Eheleute Dietrich von Groll zum Klostern und der Sophie Morrien, und Anna von Schwansbell, Tochter der Eheleute Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] und der Anna von der Heghe [zu Velmede]: Gerhard von Groll und Anna von Schwansbell nehmen sich zu Eheleuten. Der Ehemann bringt das Haus Klostern in die Ehe ein. Ausgenommen sind diejenigen Einnahmen und Güter, die seinen Schwestern Elsa und Maria von Groll in dem Vertrag vom 15. Februar 1594 zuerkannt worden sind. Schwansbell gibt seiner Tochter 4.000 Reichstaler als Brautschatz, von denen 2.000 Taler baar und 1.000 Goldgulden in einem Brief zu Cathedra Petri [Februar 22] 1594 und die Restsumme zu Cathedra Petri 1595 zu zahlen sind. Darüber hinaus erhält sie von ihrer Mutter Kleinodien und anderen Zierrat sowie 300 Reichstaler. Die Eheleute verzichten auf das Haus Schwansbell. Sollte der Erbe des Hauses Schwansbell kinderlos sterben, so soll der übriggebliebene Bruder den Brautleuten 1.000 Goldgulden zahlen oder sie das der Ehefrau zustehende Erbteil nutzen lassen. Der Ehemann gibt seiner Ehefrau als Morgengabe Josts Gut auf der Keuerbecke zur Leibzucht. Die Erbfolge im Todesfall, wenn die Ehe kinderlos bleibt oder wenn eine zweite Ehe eingegangen wird, wird geregelt. Zeugen sind auf Seiten des Bräutigams Herr Johann von Velen, Domküster der Kirche zu Münster und Amtmann zu Lüdinghausen, Herr Adrian von Velen, Vizedom der Kirche zu Münster und Domherr zu Osnabrück, Herr Rotger von Asbecke, Domherr zu Münster, Gerhard Morrien zu Nordkirchen, Erbmarschall des Stifts Münster, und Jost Fürstenberg zu Senden, münsterischer Obrist, sowie auf Seiten der Braut ihr Vater Caspar von Schwansbell [d. J.], der Obrist Caspar von Heigen zu Amecke, Rotger von Düngeln zu Dalhausen, Erbschenk des Stifts Essen, Johann Lipperheide zu Schorlingen, Johann [von Neheim gen.] Duitscher zu Rüdinghausen und Giesbert Frydag zur Buddenburg, die alle die beiden Ausfertigungen auf Pergament unterschreiben und besiegeln. (1594 Februar 20, Schwansbell; ohne Besiegelungsspuren)



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