Stadtarchiv Lünen
Schmidt

1824, 1829
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Kautionsstellung des Posthalters Heinrich Schmidt auf ein Grundstück in der Ballerheide

v.num : 17

Enthält: 1. Auszug aus dem Teilungsrezeß der Gemeinheiten des Lüner Steintor-Geschichts: Der Schuster Caspar Dietrich Schmidt erhält als Besitzer des Hauses Nr. 44 ein Grundstück in der Ballerheide im Wert von rund 201 Talern. Das Landstück grenzt im Norden, Westen und Süden an Wegen an, im Osten an ein Landstück des Philipp Holtmann. (Münster, 1824 Oktober 22);
2. Kautionsstellung: Vor dem Land- und Stadtgericht Dortmund bekennt der Postbote Heinrich Schmidt zu Lünen, daß er verpflichtet sei, jede Woche einmal von Lünen nach Münster und einmal von Lünen nach Herbern die Briefe zu transportieren. Dafür, daß dies auch tatsächlich geschieht, hat er gegenüber der Postbehörde eine Kaution von 50 Talern zu stellen, von der entstandener Schaden in der Ausübung seines Postbotendienstes bezahlt werden soll. Anstelle der Geldsumme belastet er ein Grundstück [in der Ballerheide] im Wert von 201 Reichtalern, das ihm auf Grund eines Teilungsrezesses vom 28. Mai 1824 zugeteilt wurde. (Dortmund, 1829 Februar 10);
3. Hypothekenschein: Der Postbote Heinrich Schmidt und seine Ehefrau Sophia Nolle zu Lünen leben in Gütergemeinschaft. Sie besitzen ein Grundstück in der Ballerheide, das östlich an ein Grundstück des Philip Holtmann, an den anderen Seiten an Wege angrenzt. Das Grundstück wurde gemäß Privatvertrag vom 26. August 1826 den Eheleuten von den Eltern des Ehemann, [Caspar Dietrich Schmidt,] und dessen einziger Schwester [Elisabeth Schmidt], die einen Erbanteil daran hatte, übergeben. Das Grundstück ist gemäß gerichtlichem Dokument vom 6. Februar 1829 mit 50 Reichstalern Kaution für die Wahrnehmung des Postbotendienstes belastet. (Dortmund, 1829 Juni 2).




1831 - 1832
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Kautionsstellung des Posthalters Heinrich Schmidt auf ein Grundstück in der Ballerheide und auf ein Wohnhaus in Lünen

altsignatur :

v.num : 18

Enthält:
1. Bescheid über die Aufnahme des Hauses Nr. 44 in das Feuersozietätskataster mit der Versicherungssumme von 290 Talern. (Lünen, 1831 Dezember 10);
2. Kautionsstellung: Vor dem Land- und Stadtgericht Dortmund stellt der Postbote Heinrich Schmidt zu Lünen den Antrag auf Ausstellung eines Kautionsdokuments. Er habe am 26. Februar 1829 für seinen damaligen Dienst als Postbote 50 Reichstaler Kaution gestellt und das ihm gehörende Landstück in der Ballerheide als Pfand gegeben. Der Postgang von Lünen nach Münster sei seit einiger Zeit beendet. Dafür habe er die wöchentlich zweimalige Post-Karriolfahrt von Dortmund nach Herbern und von Dortmund nach Lüdinghausen erhalten. Für diesen Postdienst verlangt die Postbehörde nun eine Kaution von 250 Reichstalern. Als Pfand setzt er nicht nur das genannte Landstück, sondern auch sein Wohnhaus Nr. 44 in Lünen. In die Verpfändung des Wohnhauses stimmt seine Mutter Clara Christina Hanebeck, Witwe Caspar Dietrich Schmidt, als Miteigentümerin ein. (Dortmund, 1831 Dezember 20);
3. Hypothekenschein: Der Postbote Heinrich Schmidt und seine Ehefrau Sophia Nolle zu Lünen leben in Gütergemeinschaft. Sie besitzen ein Wohnhaus in Lünen, das gemäß Privatvertrag vom 26. August 1826 den Eheleuten von den Eltern, Caspar Dietrich Schmidt und dessen einziger Schwester Elisabeth Schmidt verh. Berthold, die ein Erbanteil daran hatte, übergeben wurde. Das Haus ist laut Polizeiattest vom 9. Oktober 1816 mit 60 Talern versichert. Das Haus ist laut gerichtlicher Anzeige vom 10. Oktober 1816 und gerichtlichem Dekret vom 24. Oktober 1820 mit einem jährlichen Kanon von insgesamt 46 Stübern zugunsten der Bartholomäi-Vikarie der ev.-luth. Kirche belastet, zahlbar zu Martini an den zweiten luth. Prediger. Darüber hinaus ist laut Übertragungsvertrag vom 1. Juni 1826 den Eltern die Rückgabe des Wohnhauses vorbehalten, wenn sie auf Grund schlechter Behandlung es bei den Eheleuten "nicht aushalten könnten". Dies gilt laut Erklärung vom 10. April 1829 auch für Clara Christina Hanebeck, Witwe Caspar Dietrich Schmidt. Darüber hinaus sind laut gerichtlichem Dokument vom 15. Dezember 1831 250 Taler auf das Gemeinheitsgrundstück eingetragen. Die Mutter hat auf Ansprüche an dem Landstück verzichtet. (Dortmund 1832 Februar 21);
4. Auszug aus dem Feuersozietätskataster zum Wohnhaus Nr. 44 in Lünen (Lünen, 1832 April 11).




1838 Febr. 8,Lünen
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Veranlagung des Posthalters Heinrich Schmidt zur Grund- und Klassensteuer

altsignatur :

v.num : 19

Enthält: Einrede gegen die Erhöhung der Veranlagung um 1 Reichstaler: Schmidt führt u. a. aus, daß er außer einem Haus und einem Anteil an der Gemeinheit[sweide] nichts besitze. Nach Übernahme der Posthalterei muß er 3 Pferde unterhalten, die für den Ackerbau nicht geeignet sind. Es sei angedacht, die Anzahl der Pferde sogar auf 9 zu erhöhen. Trotz aller Sparsamkeit ist er wegen der Posthalterei in Schulden geraten. Schmidt bittet, die Klassensteuer von 4 wieder auf 3 Reichstaler herabzusenken.




1841 - 1849
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Kauf und Belastung eines Wohnhauses in Lünen durch den Posthalter Heinrich Schmidt

altsignatur :

v.num : 20

Enthält: 1. Vor dem Justizkommissar und Notar des Oberlandesgerichts Hamm, August Ballauf zu Lünen, schließen der Fahrsteiger Carl Spengler zu Bochum und der Posthalter Johann Heinrich Schmidt zu Lünen einen Kaufvertrag: Spengler verkauft sein nahe dem Steintor zu Lünen gelegenes Wohnhaus Nr. 26 mit allen Rechten und dem nördlich hinter dem Haus gelegenen Hofraum, der an den Hofraum des Waldschmidt angrenzt, für 1.200 Taler. 200 Taler werden baar ausgezahlt, 1.000 Taler werden im Hypothekenbuch eingetragen. Zeugen sind der Gastwirt Giesbert Wortmann und der Privatschreiber Wilhelm Hedtkamp. (Lünen, 1841 Februar 23);
2. Liquidation der Gebühren für den Justizkommissar [August] Ballauf zu Lünen für die Aufnahme eines Kaufvertrages zwischen dem Posthalter [Heinrich] Schmidt [zu Lünen] und Carl Spengler [zu Bochum] vom 23. Februar 1841. (Lünen, 1841 März 3);
3. Quittung des Fahrsteigerers [Carl] Spengler [zu Bochum] über die Zahlung von Zinsen vom Restkaufkapital für das verkaufte Haus [Nr. 26 in Lünen] durch den Posthalter Johann Heinrich Schmidt zu Lünen. (Weitmar, 1842 Mai 18);
4. Vor dem Rechtsanwalt Carl Heinrich Egmond Heintzmann zu Bochum, Notar des Appellationsgerichts Hamm, quittiert der Fahrsteiger Carl Spengler zu Weitmar, daß der Posthalter Johann Heinrich Schmidt zu Lünen ihm die Kaufsumme von 1.200 Taler für das laut Kaufvertrag vom 23. Februar 1841 verkaufte Wohnhaus [Nr. 26] in Lünen gegeben hat. Zeugen sind der Bergamtsassessor Johann Ferdinand Jüttner und der Böttcher Carl Nothaus, beide zu Bochum. (Bochum, 1849 September 25);
5. Hypothekenschein: Der Postbote Heinrich Schmidt und seine Ehefrau Sophia Nolle zu Lünen besitzen ein Wohnhaus in Lünen, das ihnen von den Eltern Caspar Dietrich Schmidt sowie dessen einziger Schwester Elisabeth Schmidt und ihrem Ehemann Berthold am 1. Juni 1826 übergeben wurde. Darüber hinaus besitzen sie gemäß eines Vertrages vom 26. August 1826 ein weiteres Grundstück. Ein drittes Grundstück ist laut notariellem Vertrag vom 23. Februar 1841 von Karl Spengler zu Bochum für 1.200 Reichstaler gekauft worden. Das Haus ist laut gerichtlicher Anzeige vom 10. Oktober 1816 und Dekret vom 24. Oktober 1820 mit einem jährlichen Kanon [von insgesamt 46 Stübern] zugunsten der Bartholomäi-Vikarie der ev.-luth. Kirche belastet, zahlbar zu Martini an den zweiten luth. Prediger. Darüber hinaus ist laut Übertragungsvertrag vom 1. Juni 1826 den Eltern die Rückgabe des Wohnhauses vorbehalten, wenn sie auf Grund schlechter Behandlung es bei den Eheleuten "nicht aushalten könnten". Dies gilt laut Erklärung vom 10. April 1829 auch für Clara Christina Hanebeck als Witwe ihres verstorbenen Ehemanns Caspar Dietrich Schmidt. Darüber hinaus sind laut gerichtlichem Dokument vom 15. Dezember 1831 250 Taler auf das Gemeinheitsgrundstück eingetragen. Die Mutter hat auf Ansprüche an dem Landstück verzichtet. Laut Urkunde vom 9. November 1844 ist die Kaution für den Postbotendienst auf 300 Taler erhöht worden. (Dortmund, 1849 November 6).




1854 Febr. 14,Lünen
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Verpachtung der Grundstücke der Erben Hemmer zu Lünen

altsignatur :

v.num : 21

Enthält: Der Posthalter Heinrich Schmidt erhält als Meistbietender ein Ackerland auf dem Lindholz. Die Interessenten Varst, Schreiner Heinrich Berthold und Gastwirt Wilhelm Grevel stimmen der Verpachtung zu.




1862, 1870
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kauf eines Ackers im Neuenkamp durch den Gastwirt Johannes Schmidt

altsignatur :

v.num : 23

Enthält: Vor Carl Möllenhoff zu Dortmund, Notar des Appellationsgerichts Hamm, schließen der frühere Hüttenarbeiter Johannes Nolle und der Gastwirt Johannes Schmidt, beide zu Lünen, einen Kaufvertrag: Nolle verkauft seinen Acker [im Neuenkamp] für 100 Taler. Er quittiert den Empfang der Geldsumme. Zeugen sind der Gastwirt Carl Köster und der Wagenmeister Giesbert Brinkmann, beide zu Lünen. (Lünen, 1862 Februar 3); Auszüge aus dem Grundbuch (1862, 1870).




1862 Mai 26,Dortmund
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Übergabevertrag zwischen den Eheleuten Heinrich Schmidt und Sophia Nolle und ihrem Sohn Johannes Schmidt

altsignatur :

v.num : 24

Enthält: Vor dem Kreisgericht Dortmund erscheinen die Eheleute Posthalter Heinrich Schmidt und Sophia Nolle, die in clevisch-märkischer Gütergemeinschaft leben, und ihr Sohn Gastwirt und Bäcker Johannes Schmidt, der im Besitz eines eigenen Geschäftes ist. Die Eheleute übertragen ihrem Sohn ihr gesamtes Vermögen einschließlich der 3 Grundstücke. Der Sohn hat die Eltern mit Wohnung, Wärme, Licht, Essen, Trinken, Kleidung und Wäsche einschließlich Reinigung und Ausbesserung, Pflege, ärztliche Hilfe und Arzneien zu versorgen. Nach ihrem Ableben sollen sie ein anständiges Begräbnis erhalten. Die Eheleute behalten sich das Wohnrecht in der Wohnstube im 2. Stock des Wohnhauses mit den erforderlichen Möbeln vor. Darüber hinaus erhalten sie ein wöchentliches Taschengeld von 15 Silbergroschen. Der Sohn ist verpflichtet, seine 3 Geschwister mit dem ihnen zustehenden Erbteil abzufinden: Der Gelbgießer Heinrich Schmidt und Sophie Schmidt, verheiratet mit dem Glaser Fleige zu Hamm, sollen jeweils 650 Taler erhalten. Heinrich Schmidt erklärt, daß er die Geldsumme bereits erhalten hat. Der Klempner Carl Schmidt soll 800 Taler erhalten. Sophie Schmidt soll nach dem Tode ihrer Mutter deren Kleidungsstücke erhalten. Die Eheleute behalten sich das Recht vor, eine Hypothek auf das übertragene Grundvermögen eintragen zu lassen. Der Wert des Vermögens wird mit 3.600 Talern angegeben. - Dabei: Auszüge aus dem Hypothekenbuch.




1864 Nov. 7,Lünen
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kauf eines Ackers in Lippholthausen durch den Gastwirt Johannes Schmidt

altsignatur :

v.num : 25

Enthält: Vor Carl Möllenhoff zu Dortmund, Notar des Appellationsgerichts Hamm, schließen die Eheleute Landwirt Heinrich Johann Tappe und Clara Maria Hagedorn zu Brechten und der Gastwirt Johann Schmidt zu Lünen einen Kaufvertrag: Die Eheleute verkaufen ihren Acker [in Lippholthausen] für 200 Taler. Zeugen sind der Gastwirt Carl Köster und der Arbeiter Friedrich Sollinger, beide zu Lünen.




1889
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erbschaft zugunsten der Henriette Lippmann, Witwe Gastwirt Johannes Schmidt

altsignatur :

v.num : 26

Enthält: Auszüge aus dem Grundbuch mit Auflistung der Grundstücke (Dortmund, 1889 Oktober 4); Wertangaben der ererbten Grundstücke (Lünen, 1889 November 17);




1893 - 1894
Permalink der Verzeichnungseinheit

Erbteilungsrezeß zugunsten des Bäckers Johannes Schmidt

altsignatur :

v.num : 27

Enthält: Vor dem Rechtsanwalt Wilhelm Westhoff zu Dortmund, Notar des Oberlandesgerichts Hamm, erscheinen der Kupferschmied Johannes Nolle sen. zu Lünen (als Vormund der Minorennen Otto, Heinrich, Louise, Rudolph, Emil und Martha Schmidt), der Landwirt Carl Lippmann zu Heil (als Gegenvormund der genannten Minorennen), Henriette Sophie Schmidt (Ehefrau des Kaufmanns Franz Köster zu Warstein), Caroline Christine Friederike Schmidt (Ehefrau des Töpfers Wilhelm Schultz zu Lünen) und der Bäcker Johannes Schmidt zu Lünen. Sie erklären, daß der Bäcker und Gastwirt Johannes Schmidt zu Lünen 1887 verstorben ist und 9 Kinder hinterlassen hat. Henriette Lippmann heiratete 1863 den Johannes Schmidt und lebte in westfälischer Gütergemeinschaft. Sie starb am 23. Dezember 1892. Ein Testament liegt nicht vor. Über das Vermögen und die Mobilien wurde ein Inventar mit Wertangaben aufgestellt. Die Erschienenen beantragen einen Erbteilungsrezeß über einen Teil des Vermögens zugunsten des Johannes Schmidt. Dieser erhält das Wohnhaus Bäckerstraße 26 mit Grundstück, Stallung und Hofraum sowie 7 vollständige Betten im Wert von 700 Mark, verschiedene näher aufgeführte Möbel im Wert von 1.475 Mark und Bargeld in Höhe von 332 Mark. Er verzichtet auf weitere Ansprüche und verpflichtet sich, seine 8 Geschwister mit rund 8.384 Mark abzugütern. Darüber hinaus besitzen seine Geschwister das Wohnrecht in möblierten Zimmern in der oberen Etage. (Dortmund, 1893 Juli 12);
- Dabei: Vermögensverzeichnis (Inventar) des Nachlasses der am 23. Dezember 1892 in Lünen verstorbenen Henriette Lippmann verw. Johann Schmidt, gefertigt am 11. Januar 1893 von Johannes Nolle, Vormund [der Minorennen], über Gründe und unbewegliche Güter, Baargeld, Silbergeschirr, Uhren, Leinenzeug und Betten, Möbel und Hausgeräte, Metalle, Wagen und Geschirr, Porzellan und Gläser, geistige (alkoholische) Getränke und Vieh im Gesamtwert von rund 22.265 Mark. Die Schulden betragen rund 3.147 Mark. Die Summe des Nachlasses beträgt somit rund 19.118 Mark.




1913, 1928
Permalink der Verzeichnungseinheit

Grundbesitz der Emilie Lanfermann, Ehefrau des Gastwirts Johannes Schmidt

altsignatur :

v.num : 28

Enthält: Auszüge aus dem Grundbuch mit Hypotheken und Grundschuld



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