Stadtarchiv Lünen
Haus Schwansbell (1343-1921 - Umfang 190 Urkunden, 859 Akten, 2 Karten)

ohne Datierung
[noch ohne Inhaltsangabe]





1560 (1559) Jan. 8,Rom
Papst Pius IV. überträgt dem Bernhard die der päpstlichen Verfügung vorbehaltene Domherrenstelle, die vorher Gerhard Westerholt innehatte.


Enthält : [genauere Inhaltsangabe und Beschreibung der Urkunde fehlen noch]
[zur Datierung: Pius IV. trat seine Regierung am 25. Dezember 1559 an, der 8. Januar 1559 kann daher nicht zutreffen. Die meisten päpstlichen Behörden folgten dem Florentiner Jahresanfang (25. März nach unserem Jahresanfang), das heißt, das Jahr 1559 endete am 24. März unserer Zählung.]




1560 (1559) Jan. 8,Rom
Papst Pius IV. überträgt dem Bernhard die der päpstlichen Verfügung vorbehaltene Domherrenstelle, die vorher Gerhard Westerholt innehatte.


Enthält : [genauere Inhaltsangabe und Beschreibung der Urkunde fehlen noch]
[zur Datierung: Pius IV. trat seine Regierung am 25. Dezember 1559 an, der 8. Januar 1559 kann daher nicht zutreffen. Die meisten päpstlichen Behörden folgten dem Florentiner Jahresanfang (25. März nach unserem Jahresanfang), das heißt, das Jahr 1559 endete am 24. März unserer Zählung.]




1561 - 1565
Verzeichnis des Wilhelm Stemmann, Domvikar zu Osnabrück und Präklurator des Dietrich [von] Schwansbell über die Zahlung von Opfergeld an Domgeistliche, Brotverkauf und Weinkauf





1561 Juli 28,Rom
[noch ohne Inhaltsangabe]





1561 Nov. 10,Münster
[noch ohne Inhaltsangabe]





1561 Dez. 12
Klage des Caspar von Schwansbell, vertreten durch Heinrich Tegeder, wegen der Verleihung der von dem verstorbenen Dietrich Schwansbell am Dom zu Osnabrück innegehabten Domherrenstelle gegen den vom Domkapitel unter Mißachtung der üblichen Bedingungen eingesetzten Heinrich Korff sowie Ankündigung der Appellation an die Kurie


Enthält : [Kurzregest; genaue Inhaltsangabe und Beschreibung der Urkunde fehlen noch]




1563 Jan. 29
Joachim von Bodelschwingh, Domherr zu Münster, bekennt, dass er auf Bitten seines Vetters Caspar von Schwansbell [d. Ä.] zugunsten dessen Sohnes Dietrich von Schwansbell, Dompräbendar zu Osnabrück, nach dem Ableben des Sebastian von Hatzfeld eine Präbende für 800 Taler versprochen hat. Er quittiert den Erhalt des Geldes und übergibt Dietrich von Schwansbell die Präbende. Die 800 Taler werden nicht zurückgezahlt, auch dann nicht, wenn Dietrich von Schwansbell die Präbende einem anderen überläßt. Er unterschreibt und siegelt.


Enthält : (Ausf. - Perg.; anh. Siegel, ab. - RV)




1565 Aug. 25, Wittenberg
Friedrich Drachstet, Notar des kursächsischen Hofgerichts zu Wittenberg, stellt ein Notariatsinstrument aus: Der krank im Bett liegende Dietrich von Schwansbell, geboren im Land von der Mark unter dem Herzog von Jülich, ein Student, hat bekannt, dass sein Vater, Caspar von Schwansbell [d. Ä.], eine Präbende in der Stadt und im Dom zu Osnabrück von Joachim von Bodelschwingh, seinem Vetter, erhalten hatte und diese ihm, Dietrich von Schwansbell, als dem ältesten Sohn übergeben hatte. Die [Einkünfte aus diesem] Benefizium hat er für sein Studium verwendet. Da er nun sehr krank ist, verzichtet er im Falle seines Todes auf das Benefizium zugunsten seines Bruders Caspar von Schwansbell [d. J.]. Dieser nimmt im Beisein seines Präzeptors Johannes Meinerzhagen das Benefizium an. Zeugen sind Andreas Werbig, Hans Kanzler, Ratsherr und Bürger, Lambert Hessing aus Backse im Stift Münster, Ludolph Hoier aus Kampen, Martin im Hove von Moers, alle Studenten, und Christoff Schrote, Bürger und Buchbinder, alle zu Wittenberg. Geschehen zu Wittenberg, in der Wohnung des Christoff Schrote in der Kupfergasse, gelegen zwischen den Häusern der Lucia Fermeisterin und des Magisters Arnold, oben in der Stube, wo die Fenster zum Hof aufgehen, in der Schlafkammer.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 55x57 cm; Notariatssignet. - RV)




1565 Aug. 25,Wittenberg
[noch ohne Inhaltsangabe]





1565 Aug. 25,Wittenberg
Vor dem Notar Friedrich Drachstedt überträgt der Osnabrücker Domherr Dietrich von Schwansbell sein Kanonikat und die Pfründe seinem Bruder Caspar von Schwansbell. Zeugen sind Lampert Hessing aus Borken, Ludolf Hoier aus Campen, Martin Imhane aus Moers, Johann Meinerzhagen und Ben. Harff aus Frankfurt am Main.


Enthält : [genaue Inhaltsangabe und Beschreibung der Urkunde fehlen noch]




1565 Okt. 10, Wittenberg
Friedrich Drachstet, Notar des kursächsischen Hofgerichts zu Wittenberg, stellt ein Notariatsinstrument aus: Der krank im Bett liegende Dietrich von Schwansbell, geboren im Land von der Mark unter dem Herzog von Jülich, ein Student, hat bekannt, dass sein Vater, Caspar [von] Schwansbell zu Schwansbell [d. Ä.], eine Präbende oder Benefizium in der Stadt und im Dom zu Osnabrück von dem Domkapitel erhalten und diese ihm, Dietrich von Schwansbell, als dem ältesten Sohn übergeben hatte. Dietrich von Schwansbell bedankt sich hierfür beim Domkapitel zu Osnabrück. Er verzichtet nun auf das Benefizium und gibt es dem Domkapitel zurück mit der Bitte, dasselbe seinem Bruder Bernhard von Schwansbell zu überlassen. Zeugen sind Peter Ezelius, Prediger und Kaplan in der Pfarrkirche, Lambert Hessing aus Backen im Stift Münster, ein Student, Hermann Lottheubt, Gerhard Schlebusch und Alexander Tufft, alle Bürger zu Wittenberg. Geschehen zu Wittenberg, in der Wohnung des Alexander Tufft in der Töpfergasse dem Wall gegenüber, neben Schmidts Haus, oben in der Schlafkammer, deren Fenster zur Gasse gebaut sind.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 62x44 cm; Notariatssignet)




1565 Okt. 12
[noch ohne Inhaltsangabe]





1565 Dez. 4,Wittenberg
Caspar von Schwansbell, Kleriker der Diözese Köln, überträgt dem, Dietrich von Schwansbell, seinem Bruder, sein Kanonikat und seine Pfründe unter Vermittlung der Domherren Konrad Ketteler, Senior und Thesaurar, Friedrich Schmiesing, Scholastiker, und Andreas Valcke sowie in ihrer Abwesenheit der Domvikare Johann Hilbrandi, Rudolph Voss, Liborius Prinseken, Wilhelm Stemann und Johannes Ernesto. Er überträgt ihm den Besitz, die Einkünfte, Rechte und den Sitz im Chor sowie den Platz im Domkapitel. Die Bedingungen, Klauseln und Vorbehalte werden näher geregelt. Zeugen sind die Studenten zu Wittenberg, Albert Popken von Jever (Geverensis), Hermann Krusetenberg von Bielefeld, Theodor Vechtermann von Bremen und Benedikt Harff von Frankfurt am Mein (ad Menum). Der Notar Friedrich Drachstedt unterschreibt und siegelt.


Enthält : [genaue Inhaltsangabe und Beschreibung der Urkunde fehlen noch]




1565 Dez. 20
[noch ohne Inhaltsangabe]





1566 - 1580
Verhandlungen zwischen der Familie von Schwansbell zu Schwansbell und dem Domkapitel zu Osnabrück über die Dompfründe der Familie von Schwansbell: Caspar von Schwansbell d. Ä. hatte die Pfründe für 800 Taler für seinen Sohn Dietrich von Schwansbell erworben. Dieser gab die Pfründe an das Domkapitel zurück, damit sie seinem Bruder Caspar von Schwansbell d. J. überlassen werden würde. Das Domkapitel übergab die Pfründe jedoch einem anderen.





1566 Mai, 5,Münster
Notariatsinstrument des Notars Caspar von Buren: Heinrich Tegeder, Vikar an St. Lamberti zu Münster, Prokurator des Ritters Caspar von Schwansbell, Domkanoniker zu Osnabrück, hält eine Klage und Appellationsschrift in den Händen. Er wolle mit den in der Niederschrift enthaltenen Gründen an den Papst und die römische Kurie appellieren. Die Appellationsschrift lautet:, Heinrich Tegeder, beabsichtigt, den Fall vor die römische Kurie zu bringen. Es ist Recht, dass jeder Besitzer in seinem Besitz verteidigt werde, bis er nach rechtlicher Erkenntnis zufriedengestellt sei, so dass, wenn hinsichtlich des Besitzers wegen irgendetwas eine Klage angestrengt wird, ebendies für unrecht angesehen wird und der frühere Rechtsstand wiederherzustellen ist. Er erklärt, dass im vorliegenden Fall aber der Auftraggeber durch seinen Prokurator am 20. Dezember 1565 das Kanonikat und die Pfründe der genannten Kirche erhalten hat, welche vor ihm Dietrich von Schwansbell innegehabt hatte auf Grund der Einsetzung durch den Dekan, den Senior und das Domkapitel sowie dazugehörige Feierlichkeiten. Abgesehen davon, dass niemand sonst zu diesem Besitz gelangte, widersetzte er sich so sehr, dass er in seinem Besitz nach Verdienst und Recht festgehalten werden musste, bis er durch Gerichtsurteil entfernt wurde. Nichtsdestoweniger erfuhr ich, dass das Domkapitel zu Osnabrück ohne Rücksicht auf das Vorangegangene das Kanonikat und die Pfründe, die durch den Tod des Dietrich von Schwansbell frei geworden waren, nach weniger als 10 Tagen nach dem Tode unter Umgehung der Ansprüche meines Auftraggebers einem gewissen, mit einem von dem Domherrn Herbord von Bar auf die Stelle meines Auftraggebers ausgesprochenen Anspruchs versehenen Benedikt Korff übergab und ihm, dem Prinzipal Schwansbell mehrfach Unrecht antaten, verletzten und beschwerten. Außerdem ist mein Prinzipal niemals wegen dieses Kanonikats vor ein Gericht gezogen worden. Wegen des vom Domkapitel und Herbord von Bar angetanenen Unrechts beschließt er, nach Rom zu appellieren. Es folgen Formalien. Dies soll am 60. Tag nach der Präsentation oder dem nächsten rechtlich möglichen Tag erfolgen. Sonst sollen sie mit all ihren Akten am nächsten Gerichtstag vor der römischen Kurie erscheinen bis zum Urteil. Wenn sie zum 60. Tag nicht erscheinen, werde ich weitere Bezichtigungen einreichen, dass entweder die Angeklagten im Termin erscheinen oder ich oder mein Prinzipal oder ein anderer Prokurator bis zum endgültigen Sieg voranschreiten gemäß dem Prozeßgang der römischen Kurie. Hierüber hat Heinrich Tegeder von mir, einem öffentlich bestellten Notar, dieses und weitere publica instrumenta erbeten. Geschehen in Münster im nahe der Lambertikirche gelegenen Haus des Johann Hawickhorst, Lizentiat der Rechte. Zeugen sind Heinrich Wenge aus der Grafschaft Mark und Heinrich Rickers aus Münster.


Enthält : [Beschreibung der Urkunde fehlt noch]




1566 Mai 20
[noch ohne Inhaltsangabe]





1576 April 19, Wittenberg
Der Rektor, Magistrat und die Doktoren der Universität zu Wittenberg bekunden, dass Friedrich Drachstet, Notar des kursächsischen Hofgerichts, vor ihnen ausgesagt habe, dass Dietrich [von] Schwansbell und sein Bruder Caspar von Schwansbell [d. J.], beide adelig und aus dem Land von der Mark, Studenten in Wittenberg, ihm in Gegenwart von Zeugen folgendes mitgeteilt haben: Dietrich von Schwansbell, von dem Stift und [Dom-] Kapitel zu Osnabrück mit einer Präbende und einem Kanonikat ausgestattet, verzichtete darauf zugunsten seines Bruders Caspar von Schwansbell [d. J.]. Die Resignation erfolgte im Beisein der Zeugen und der beiden Brüder am 25.08.1565. Da der Notar hierüber aus zeitlichen Gründen kein Notariatsinstrument ausstellen konnte, hat er die Universität zu Wittenberg um dasselbe gebeten. Diese bestätigt den Vorgang und bescheinigt, dass Caspar [von] Schwansbell [d. J.] auf der Universität studiert und sich erbar verhalten habe. Die Universität siegelt mit dem Universitätssiegel.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 41x43 cm; Oblatensiegel)



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