Stadtarchiv Lünen
Haus Schwansbell (1343-1921 - Umfang 190 Urkunden, 859 Akten, 2 Karten)

1592 April 11
Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] gestattet der Stadt Lünen, Erde von dem an der Lippe gelegenen Holthof zur Reparierung eines Gemeinweges bzw. einer Straße zu entnehmen. Der Sekretär W[essel] Kramer unterschreibt.





1620 - 1729
Unterhaltung der Wege, insbesondere Reparatur der Sandstraße


Enthält :
1. Die Stadt Lünen bittet Heinrich von Schwansbell zur Reparatur der Sandstraße um die Schenkung der dort stehenden Eichen und um die Erlaubnis, in der Nähe Sand graben zu dürfen (Lünen, 1620 September 7);
2. Vertrag zwischen Heinrich von und zu Schwansbell und der Stadt Lünen auf landesherrlichen Befehl durch Friedrich Wilhelm von der Lippe gen. Hoen zum Broich, Drost der Ämter Hörde und Lünen, und auf Vermittlung des Johann Wortmann, Dr. der Rechte und Syndicus der Ritterschaft der Grafschaft Mark: Die Stadt Lünen soll die Seiten der Sandstraße mit einer Hecke begrenzen; die Straße soll 27 Fuß breit sein. Die Stadt Lünen, vertreten durch die Bürgermeister Georg Landmann und Franz Freytagh, der Drost, der Syndicus und Schwansbell unterschreiben und siegeln. (auf dem zwischen der Stadt Lünen und Schwansbells Haus gelegenen streitigen Mahlplatz, 1633 Mai 25 neuen Kalenders);
3. Die Stadt Lünen bittet Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell zur Reparatur der Sandstraße entlang des Sesekekamps um die Schenkung von Baumholz und von Sand, damit auch die Schwansbeller Mühlenkarre darauf besser fahren kann. (Lünen, 1638 November 27; Oblatensiegel);
4. Friedrich Wilhelm, Markgraf zu Brandenburg, bekennt, dass Heinrich von und zu Schwansbell ihm 2 besiegelte Originalbriefe übergeben und er ihn über die Streitigkeiten mit der Stadt Lünen über die Sandstraße unterrichtet hat. Die Urkunden lauten: [s. 25. Mai 1633) und: Bürgermeister und Rat der Stadt Lünen bekennen, dass 1633 wegen der Niederlegung einiger Hecken und Reparatur der langen Heer- und Landstraße, die Sandstraße genannt, es zwischen der Stadt Lünen und Schwansbell zu einem Streit gekommen ist, der zum Teil von landesherrlichen Kommissaren geschlichtet wurde. Die Stadt Lünen verpflichtet sich, erneut eine Hecke zu pflanzen und die Breite von 27 Fuß einzuhalten. Das Stück entlang des Sesekekamps soll auf Stadtkosten mit Holz belegt werden. Auch wollen sie dafür sorgen, dass das Wasser durch die Stauung an der Walkmühle an der Straße keine Schäden verursacht. Mit Hilfe des Amtsmanns oder Richters soll die Heer- und Landstraße an den übrigen Stellen durch die benachbarten Bauerschaften ausgebessert und mit Holz belegt werden. Zeugen sind Goddert Hoene, Caspar Schorlemer, Matthias Bellmann, Jürgen Bielefeld, Gisbert Freitag und Georg Landmann. Die Stadt Lünen siegelt. (1640 Mai 15); - Die Besiegelung erfolgt mit dem landesherrlichen Siegel (Emmerich, 1642 Juni 27; Abschrift des Notars Johann Restmann [?]; s. a. Akte 671);
5. Johann Wilhelm Graffe, Richter zu Lünen, befiehlt dem Herrn [Heinrich Adolf] von Schwansbell zu Schwansbell, eine Kopie eines Vergleichs zwischen der Stadt Lünen und Schwansbell über die Unterhaltung der Sandstraße auszustellen, da der Stadt derlei Schriftgut nicht vorliegt und die Reparatur der Straße angesichts der bevorstehenden Ankunft des Landesherrn notwendig ist. (1665 Oktober 19); - Erwähnung des Fronen Johann von Derne;
6. [Der Amtmann zu Lünen,] Caspar von Syberg, befiehlt der Stadt Lünen unter Androhung einer Strafe von 20 Goldgulden, den Mühlenweg zu reparieren, damit dieser wieder befahrbar ist. [Heinrich Adolf] von Schwansbell zu Schwansbell hatte sich über den Zustand der Straße beklagt. (1668 Juni 4); - Erwähnung des Fronen Johann von Derne;
7. Die Frau Maria Ursula von Merfeld, Frau von Schwansbell zu Schwansbell, überreicht in Abwesenheit ihres Ehemanns dem Notar Johann Philipp Busaeus ein Protestschreiben, wonach die Stadt Lünen für die Ausbesserung des Gemeinweges, die Sandstraße, Sand von Schwansbellschen Ländereien gegraben hat. Die Protestation soll dem Bürgermeister Dietrich Grave [Graffe ?] überreicht werden. Die Frau von Schwansbell hatte dies vor 2 Tagen auf dem Weg zur Alt-Lüner [St. Marien-] Kirche gesehen. Sie unterschreibt. (Schwansbell, 1671 April 28); - dabei: Vermerk des Notars, dass er die Protestation dem Bürgermeister Dietrich Grave [Graffe ?] auf der Dehle bzw. im Vorhaus des Hauses zu Lünen überreicht hat. Laut Aussage wußte er von dem Vorfall nichts, wolle aber den [anderen] Bürgermeister und die für die Wegeunterhaltung zuständigen [Ratsherren] befragen. (Notariatssignet);
8. Johann Philip von Duden, Sekretär [zu Lünen], bittet im Namen der Stadt Lünen den Herrn [Heinrich Adolf] von Schwansbell zu Schwansbell um Bereitstellung von Sand aus dem Lippkamp zur Reparatur des Weges am Sesekekamp. (Lünen, 1688 November 23);
9. Landesherrlicher Befehl an die Eingesessenen des Amtes Lünen, für die Durchreise des Landesherrn durch Lünen am 30. November 1688 nach Wesel die Wege auszubessern bei Strafandrohung von 28 Goldgulden für das Amt bzw. 5 Goldgulden pro Person. Dem Fronen Trimbusch wird befohlen, dies den Eingesessenen unverzüglich bekannt zu machen. (Rodenberg, 1688 November 28); - Vermerk [des Fronen] über die Bekanntmachung (1688 November 29); - Vermerk, dass die Eingesessenen des Amtes Lünen am folgenden Tag den Weg mit Sand ausgebessert haben;
10. Auflistung der auf Befehl des Drosten zu Lünen vom 29. Januar 1688 von den Bauerschaften des Amtes Lünen am 19./20. März 1688 gelieferten Fuder Eichen für die Reparatur der Landstraße vor Lünen; das Holz wurde in dem königlichen Gehölz Herrenthey geschlagen;
11. Schriftverkehr über die am 15. Juni 1714 unerlaubte Sandentnahme von Schwansbellschen Ländereien durch die Stadt Lünen zur Reparatur der Wege (1714-1715); - dabei: Erwähnung der Bürgermeister Franz Middendorp und Dr. Maul (dabei: Lacksiegel Dr. Maul; 1714 Juni 24);
12. Protestschreiben des Freiherrn H[einrich] W[ennemar] v[on] Merode über die unberechtigte Entnahme von Erde aus dem Graben am Sesekekamp zur Verbesserung der Landstraße (Schwansbell, 1726 Juli 2; Lacksiegel); - dabei: Vermerk des Notars Johann Friedrich zur Becke über die Überreichung der Protestation am 6. Juli 1726 an den Bürgermeister von Echtern in dessen Haus im vordersten Zimmer. Zeugen sind Johann Dietrich Fleitmann und Heinrich Mölmann. (Lünen, 1726 Juli 6);
13. Bericht [des Freiherrn von Merode] über die unerlaubte Entnahme von Sand aus Schwansbellschen Ländereien zur Reparierung der Wege: Am 11. Mai 1729 berichtete der Frone Brügmann, dass der Magistrat zu Lünen Sand aus seinen Ländereien am Berge zur Reparatur der Steinwege abtransportieren ließ; - dabei: Erwähnung des Caspar Wiemann, erster Bürgermeister von Echtern, zweiter Bürgermeister Licentiat Bielefeld und Abraham Overwin, Jäger zu Schwansbell




1625 Okt. 2, Bögge
Ludolf Lutter von Holte bittet Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell, seine fetten Ochsen auf dem Weg zum ersten Nachtlager in Westhausen über dessen Mühlenbrücke treiben zu dürfen. Er verspricht ihm, das, was zu Lünen [an Passiergeld] gefordert wird, zu bezahlen.





1626 - 1627
Johann Reinhard Schade, Propst zu Cappenberg, bittet Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell um Wiederbelegung der Brücken [mit Bohlen], damit die zu Horstmar wohnenden Eigenhörigen des Stifts ihr Getreide und Heu nach Hause transportieren können.





1626 Sept. 1, Lünen
Wen[nemar] von Neuhoff berichtet, dass die Horstmarer sich beklagen, dass sie ihre Kühe nicht über die Brücken des Herrn [Heinrich] von Schwansbell treiben können. Die Horstmarer hatten die Brücken demolieren müssen, um dem Feind den Übergang zu nehmen. Er bittet darum, dass der Herr von Schwansbell den Übergang für die Horstmarer wiederherstellen läßt.





1647 Okt. 16, Cappenberg
Johann Reinhard Schade, Propst zu Cappenberg, spricht Heidenreich von Schwansbell zu Schwansbell, Drost zu Hörde und Lünen, sein Mitgefühl über das Ableben [seines Vaters Heinrich von Schwansbell] aus. Er berichtet ihm, dass er in einem dem Stift gehörenden Holzkamp, Pagenkamp genannt, nahe dem Schultzen von Gahmen gelegen, Holz zur Reparatur der Mühlenschlacht zu Alt-Lünen habe abtransportieren lassen wollen. Einige Lüner Bürger hätten jedoch auf Befehl des Bürgermeisters und Rates der Stadt Lünen den seit mehr als 60 Jahren benutzten Weg gesperrt, da man ihn verkauft hätte. Diesen Weg nutzen die zu Gahmen wohnenden Eigenhörigen des Stifts und der Schultze von Gahmen als Not- und Mühlenweg. Der Kapitular Herr Dietrich Torck hat deshalb beim Bürgermeister Matthias Bellmann diesbezüglich protestiert. Der Propst bittet den Amtmann um Unterstützung in dieser Angelegenheit.





1705 - 1706
Schriftverkehr zwischen dem Freiherrn von Merode und dem Cappenbergischen Sekretär Levermann über die widerrechtliche Anlegung eines Weges am Kälberkamp an der kleinen Kreyenbecke durch die Witwe des + Johann Landmann zu Lünen





1707
Schriftverkehr über den von den Pächtern der Oerschen Ländereien auf der Selhove eingeschränkten Schwansbellschen Karrenweg am Kälberkamp


Enthält : Entwurf zu einem Notariatsinstrument




1713 - 1768
Der Freiherr von Merode zu Schwansbell erlaubt mehreren Bittstellern das Befahren seiner Grundstücke, damit diese ihre Grundstücke düngen und bearbeiten können





1713 Aug.
Der Herr von Merode bittet die Stadt Lünen, den schlechten Zustand der kleinen Straße um den hohen Kamp zum Bruch zu beseitigen und die Straße instand zu halten. Bürgermeister Franz Middendorf und die Beisitzer Wegener und Caspar Alstedde versprechen, mit dem Stadtwegemeister den Zustand der Straße zu begutachten und nach Möglichkeit auszubessern.





1715
Stadt Lünen c/a den Herrn von Schwansbell wegen angewiesener Zuschläge im Horstmarer Loh und in der Klöterheide (Klotingheide), wofür vom Haus Schwansbell Grund zur Verbreiterung der Wege gegeben wurde.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 109; alte Sign. IF8y)




1720
Wegegeld


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 109; alte Sign. IF8z)




1723, 1735 - 1736
Schriftverkehr der Witwe Freifrau von Merode zu Schwansbell zur Erhebung des Wegegeldes durch die Stadt Lünen


Enthält : Tarif über die Erhebung des Wegegeldes von Fuhrwerken, Zugtieren, Waren, Nahrungsmitteln, Vieh; F. von Motzfeld, die Ratsherren Franz Middendorp und Dr. Johann Philipp Maul sowie Johann Wegener unterschreiben. (1723 Februar 18 / April 16; Abschrift des Sekretärs J. G. Greve)




1741 Dez. 9, Hamm
Schreiben des Steuerrats von Motzfeld an den Freiherrn [von Merode] über die Instandsetzung der Postwege bei Lünen





1786 - 1787
Beschwerde der Witwe von Diepenbroick [zu Schwansbell], geb. von Wrede, über die Erhebung von Zoll und Wegegeld u. a. für den Transport von Korn zum Markt in Herdecke





1787 - 1791
Befreiung des Adels und der Geistlichkeit im Amt Lünen von der Zoll- und Wegegelderhebung beim Transport von gekauften Waren


Enthält : Vergleich mit der Stadt Lünen über die rückwirkende Zahlung von 15 Reichstalern an den Zollpächter Johann Nicolaus Bierhoff zu Lünen für den Transport von zu verkaufenden Küchenwaren sowie jährlich von 2 Reichstalern. Zeugen sind Friedrich Wilhelm Hiltrop und Junghans. Goslich, Rentmeister der Freifrau von Diepenbroick, und Bierhoff unterschreiben. (Lünen, 1791 September 15);
Lacksiegel [des Landtags ?] der Grafschaft Mark



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