Stadtarchiv Lünen
Haus Schwansbell (1343-1921 - Umfang 190 Urkunden, 859 Akten, 2 Karten)

1402 Jan. 21
Bekehof: Der Dekan und das Domkapitel zu Münster verpfänden dem Heinrich [von] Schwansbell (Svansoyl !) den zum Weißamt gehörenden Bekehof, gelegen im Kirchspiel Methler in der Bauerschaft Oberaden, für 250 rheinische Goldgulden. Sie siegeln mit dem Kapitelsiegel sowie Dietrich [von] Schwansbell, Domkanoniker und Besitzer und Hüter des Weißamtes.


Enthält : (Abschrift)




1404
Bekehof: Graf Adolf II. von [Kleve-] Mark erlaubt dem Herrn Johann, Sohn des Heinrich Klüter [Clüter] zu Lünen, den gekauften Bekehof, gelegen zwischen Lünen und Kamen an der Seseke, zur Stiftung einer Seelenmesse in der Kirche zu Alt-Lünen zu verwenden.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 172; alte Sign. R 5a)




1404
Bekehof: Vor Stineke von Ruden, Freigraf zu Unna des Grafen Adolf II. von Kleve [-Mark] verkaufen Heinrich Fransoys, seine Frau Nesa und ihre Kinder Johann, Heinrich, Gerd und Ermgard, dem Johann Heynen, Grüters Sohn, Pastor zu Polsum, den 22 Malter großen Bekehof, gelegen im Kirchspiel Methler in der Bauerschaft Oberaden, für 400 Goldgulden. Bürgen sind Johann von Schwansbell [gen. Fenyn], Hartlef von der Goye und Goswin Hals.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 172; alte Sign. R 5b)




1407
Bodenborge: Hermann Wanthoff und sein Sohn Johann verkaufen dem Dietrich von Schwansbell den Hof Bodenborge, gelegen im Kirchspiel Aplerbeck im Gericht Unna.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 172; alte Sign. R 6)




1476 Aug. 17 (?)
Bodinghof: Dietrich von Schwansbell und seine Frau Else [Ovelacker] verkaufen dem Dietrich Godeshusen, Bürger zu Hamm, für eine Geldsumme, die ihnen bezahlt wurde, eine jährliche Rente in Höhe von 4 rheinischen Gulden aus dem Gut Bodinghof, gelegen im Gericht und Kirchspiel Kamen. Ihnen ist die Wiederlöse zu Assumptio Marie [August 15] für 50 rheinische Gulden zu 10 Schilling je Gulden vorbehalten. Zeugen sind Johann Ovelacker, Schwansbells Schwager, und Evert de Helt, Bürger zu Hamm. Schwansbell siegelt.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 24x21 cm; anh. Siegel, ab)




1502
Boynck: Dietrich von Schwansbell, seine Frau Else [Ovelacker] und deren Sohn Heinrich verkaufen Dietrich von Ölde, Priester zu Cappenberg, eine jährliche Rente in Höhe von 2 Goldgulden, zahlbar zu Martini [November 11] für 44 Goldgulden aus dem Hof Boynck, gelegen im Kirchspiel Kamen, Bauerschaft Derne.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 178; alte Sign. R 43)




1503 April 25
Cluerdinck: Cort Witte, Richter zu Lünen, beurkundet, dass Dietrich Fenyn gen. Schwansbell seinem Verwandten [Bruder] Heinrich von Schwansbell [gen. Fenyn] einen besiegelten Brief übergeben hat. Der Brief beinhaltet, dass Godert Frydag von Grevel, seine Frau Aleke und die Kinder Dirk, Johann, Rotger und Stineke sowie Arnt Frydag von Grevel und seine Frau Beleke dem verstorbenen Johann von Schwansbell [gen. Fenyn], Heinrichs Großvater, ihre Wohnung in Grevel und das Gut Cluerdinck mit anderen Gütern und Leuten vor Hermann Haken, Richter zu Unna, verkauft haben. Zeugen sind Heinrich Wolschen, Arnt Kotenbreder, Heinrich Bottermann und Thonyes, Frone des Gerichts. Der Richter siegelt.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 19,5x15,5 cm; anh. Siegel des Coert Witte, Richter zu Lünen, erhalten. - RV)




1553 Febr. 9
Edinghausen / Bramei: Hermann Wilstack, Richter zu Hamm und Rhynern des Herzogs Wilhelm von Kleve-Mark, beurkundet, dass Raven von Thule zur Brüggen und seine Frau Maria für 1.000 rheinische Goldgulden dem Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. Ä.] und dessen Frau Hilberg [von Frydag zu Schorlingen] eine jährliche Rente in Höhe von 50 rheinischen Goldgulden aus zwei Höfen, dem Hof zu Edinghausen und dem Hof zu Bramei, gelegen im Kirchspiel Flierich in der Westerbauerschaft, im Amt und Gericht Hamm, verkauft haben. Die jährliche Rente ist 14 Tage vor oder nach künftigen Martini [November 11] zum ersten Mal zu entrichten. Zeugen sind Meister Johann Lengerbein, Bernd Miestert, Bürger zu Hamm, und Rolf Beer, Frone des Gerichts. Der Richter und Thule siegeln.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 36x28 cm; 2 anh. Siegel: 1. Hermann Wilstack, Richter zu Hamm und Rhynern, gut erhalten; 2. Raven von Thule zur Brüggen, gut erhalten)




1538
Einhorst / Eppenhausen: Dietrich von Schwansbell verkauft im Auftrag seines Vaters Heinrich von Schwansbell etwas dem Hermann von Coppenrat. Dieser wird gebeten, die in seinem Besitz befindliche Urkunde über die Versetzung des Gutes Einhorst und des Zehnts zu Eppenhausen offenzulegen. Das Gut und der Zehnt waren von Dietrich von Schwansbells Großeltern an Johann von Dale versetzt und von der Witwe von Dale an die Frau des [Hermann] von Coppenrat übergeben worden.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 185 f; alte Sign. R 98)




1538 März 1
Einhorst / Eppenhausen: Heinrich von Schwansbell schreibt an die Brüder Johann und Hermann von Viermund, seine Schwäger, die eine Kopie des Briefes zum Hof zu Einhof und zum Zehnten zu Eppenhausen (Ebbenhusen) wünschen.





1538 (1535 ?)
Einhorst / Eppenhausen: Heinrich von Schwansbell, seine Frau Ida [von Beesten zu Sythen] und sein Sohn Dietrich beurkunden, dass 1432 Johann von Schwansbell [gen. Fenyn], dessen Frau Catharina [von Stecke] und dessen Sohn Cord dem Johann von Dale das Gut Einhorst, den Zehnt zu Eppenhausen und die Wiese zu Herdecke versetzt haben. Nach dem Tode von Georg von Dale heiratete Hermann von Coppenrat dessen Witwe, wodurch er in den Besitz des Briefes gekommen ist. Heinrich von Schwansbell erlaubt nun den Brüdern Johann und Hermann von Viermund, diese Güter einzulösen.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 3, 186; alte Sign. IA1r und R 99)




1577, 1580
Einhorst / Eppenhausen: Schuldforderung des Philip von Viermundt


Enthält :
1. Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] bekennt, dass er sich mit seinem Schwager Philip von Viermundt zu Bladenhorst verglichen hat: Dessen Vater, Johann von Viermundt, hatte Schwansbells Großvater [Heinrich von Schwansbell] und Vater [Caspar von Schwansbell d. Ä.] einen Schadelosbrief über den Einhorster Hof, den Eppenhausener Zehnt und eine Wiese zu Herdebick im Amt Wetter und Gericht Hagen bis zur Bezahlung versetzt und verpfändet. Schwansbell verspricht, 59 rheinische Goldgulden zu zahlen [bürgen ?]. Er siegelt und unterschreibt. (1577 Februar 29; 2 Abschriften, Mäusefraß);
2. Dietrich Kumpsthoff, Richter zu Lünen, bittet Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] zu einem Gerichtstag in Lünen "unter dem Rathaus" wegen einer Klage und Forderung des Philip von Viermundt zu Bladenhorst zu erscheinen. Kumpsthoff siegelt. (1580 September 7; Oblatensiegel);
3. Protokoll der Gerichtsverhandlung vom 23. September 1580 zwischen Philip von Viermundt zu Bladenhorst, vertreten durch den Diener Johannes Vethake, und Caspar von Schwansbell [d. J.].




1698 - 1708
Elserhof: Obligation des Freiherrn Ehrenreich Dietrich von Khaynach


Enthält :
1. Der Freiherr Ehrenreich Dietrich von Khaynach und seine Frau Janna Elisabeth Freiin von Khaynach geb. von Hugenpoth bekennen, dass Dietrich Freiherr von der Becke, Gerichtsherr zu Recke und Kakesbeck, Drost zu Unna und Kamen, 750 Reichstaler zur Rückzahlung einer gleich hohen Schuld gegenüber dem Hofgerichtsprokurator Johann Adriani geliehen hat. Die Wiederlöse mit 750 Reichstalern 10 Tage um den 10. Dezember soll 1/2 Jahr vorher angekündigt werden. Als Pfand setzen sie den allodialen Hof Elserhof im Amt Kamen. Khaynach siegelt und unterschreibt zusammen mit seiner Frau. (Dellwig, 1698 September 10; Abschrift);
2. Der Richter zu Lünen, Wilhelm Wever, bestätigt die Obligation. Er unterschreibt und siegelt. (Lünen, 1698 September 10; Abschrift);
3. Dietrich von der Becke überläßt dem Freiherrn von Merode zu Schwansbell die Obligation nebst rückständiger Zinsen für 2 Jahre in Höhe von 75 Reichstalern. (Recke, 1706 Dezember 27);
4. [Der Freiherr von Merode] quittiert die Rückzahlung des Kapitals nebst Zinsen in Höhe von zusammen 834 Reichstalern und 22 1/2 Stübern durch den Freiherrn von Khaynach. (1708 November 24);
5. Schriftverkehr zwischen dem Freiherrn von Merode und dem Freiherrn von Khaynach (1706-1708);
6. Lacksiegel des Freiherrn von Khaynach (1708 Mai 20)




1588
Goisink: Giesbert und Hermann von Groll zum Klostern verpfänden dem Franz von Frydag zu Buddenburg das Erbe Goisink, gelegen im Kirchspiel Waltrop und Bauerschaft Behem, für 300 Reichstaler. Sie behalten sich das Wiederkaufsrecht vor.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 147; alte Signatur IK1a)




1547
Horne: Caspar von Schwansbell [d. Ä.] und seine Frau Hilberg [von Frydag zu Schorlingen] verkaufen dem Wilm von Galen, Propst zu Scheda, das Erbe Horne im Dorf Olsen. Sie behalten sich die Wiederlöse vor.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 187; alte Sign. R 108)




1583 Sept. 29
Hucksel: Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] und seine Frau Anna von der Heghe verkaufen Jost von der Recke zu Kurl, Drost zu Lünen, und dessen Frau Anna Kettler eine jährliche Rente in Höhe von 15 silbernen Reichstalern weniger 4 Schillingen 8 Tage um Michaelis [September 29] aus dem Huckselshof, gelegen im Amt und Gericht Unna und Kirchspiel Methler. Sie behalten sich die Wiederlöse 8 Tage um Michaelis mit 248 Silbertalern vor. Schwansbell siegelt und unterschreibt zusammen mit seiner Frau.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 29x26 cm; kanzelliert; anh. Siegel, ab. - RV)




1584 Febr. 1
Hucksel: Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] und seine Frau Anna von der Heghe verkaufen für 350 Silbertaler, der Taler zu 26 Schillingen, dem Hermann Reinermann, Bürgermeister zu Kamen, und dessen Frau Gertrud eine jährliche Rente in Höhe von 15 Silbertalern 8 Tage um Marie Lichtmeß [Februar 2] aus dem Huckselshof, gelegen im Kirchspiel Methler und Gericht Unna. Sie behalten sich die Wiederlöse 8 Tage um Marie Lichtmeß mit 350 Silbertalern vor. Schwansbell siegelt und unterschreibt zusammen mit seiner Frau.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 36,5x24 cm; kanzelliert; anh. Siegel, ab. - RV)




1584 Febr. 1
Hucksel: Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] und seine Frau Anna von der Hege bekennen, dass sie für eine Geldsumme in Höhe von 250 Silbertalern, der Taler zu 26 Schilling, dem Hermann Reinermann, Bürgermeister zu Kamen, und seiner Frau Gertrud eine Rente in Höhe von 15 Silbertalern, der Taler zu 26 Schilling, zahlbar 8 Tage um Purificationis Mariae genannt Lichtmeß [Februar 2] aus dem Huckselshof (’Huxhol’), gelegen im Kirchspiel Methler und im Gericht Unna, verkauft haben. Die Eheleute behalten sich die Wiederlöse mit halbjähriger Ankündigung acht Tage um Purificationis Mariae genannt Lichtmeß mit 250 Silbertalern vor. Schwansbell siegelt und unterschreibt mit seiner Frau. Zeugen sind Dietrich Serries, Bürger zu Lünen, und Johann Berge, Sekretär zu Kamen.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 36x24 cm; kanzelliert; erh. Siegel, ab. - RV)




1642
Landmann: Supplik des Jobst von Schwansbell an den Landesherrn gegen den Vogt zu Oberaden wegen widerrechtlicher Nutzung von Gerechtigkeiten des Hofes Landmann zu Oberaden


Enthält :
1. Der zum Haus Schwansbell gehörende Landmanns Hof zu Oberaden war von Soldaten des Rittmeisters Gottschalck niedergebrannt und der Pächter vertrieben worden. Die Bauernschaft hat sich daraufhin unter Nutzung der zum Hof gehörenden Ländereien zur Zahlung der Kontribution bereit erklärt. Der Vogt zu Oberaden hat dies ausgenutzt, indem er Land verpachtete und Eichen zu seinem Nutzen fällen ließ. Jobst von Schwansbell bittet den Landesherrn um Hilfe, damit der Vogt dies unterläßt. (o. D.);
2. Befehl an den Amtmann zu Hörde und Lünen, [Heidenreich von Schwansbell,] zur Untersuchung des Sachverhaltes (1642 März 30)




1659 April 9
Lippkamp: Die Eheleute H[eidenreich] von S[chwansbell] und A[nna] S[ybilla] v[on] A[scheberg] quittieren dem Richter zu Werne, Johann Ascheberg, den Erhalt der Kaufsumme in Höhe von 140 Reichstalern für den [an den Propst zu Cappenberg] verkauften Lippkamp im Langerschen Mersch, gelegen bei Hügers Ländereien.





1659 Febr. 28, Schwansbell
Lippkamp: Heidenreich von und zu Schwansbell, brandenburgischer Drost der Ämter Hörde und Lünen, und seine Frau Anna Sybilla von Ascheberg verkaufen dem Herrn Johann Reinhard von Schade, Propst des Hauses Cappenberg, den Lippkamp, gelegen in der Bauerschaft Langern im Kirchspiel Werne im Stift Münster. Der Kamp liegt zwischen Grundstücken des zum Stift gehörenden Hügershofes. Die Eheleute quittieren den Erhalt der Kaufsumme und unterschreiben. Schwansbell und Johann Ascheberg, Richter zu Werne, siegeln.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 43,5x22,5 cm; 2 anh. Siegel, ab. - RV)




1565 - 1695
Middendorf: Angelegenheiten des Hofes Middeldorf/Middendorf zu Wasserkurl


Enthält :
1. Georg von Romberg zu Massen und seine Frau Hellenberg verkaufen dem Bernhard von der Hege zu Velmede im Amt und Gericht zu Kamen und seiner Frau Metta von Möninckhausen für 200 rheinische Goldgulden eine Rente in Höhe von 10 rheinischen Goldgulden zu Ostern oder 8 Tage davor aus Middeldorfs Hof, gelegen zu Wasserkurl im Amt und Gericht Unna. Sie behalten sich das Wiederkaufsrecht 8 Tage vor Ostern oder zu Palmsonntag mit 200 rheinischen Goldgulden vor. Romberg siegelt und unterschreibt mit seiner Frau mit Zustimmung der Brüder Johann und Conrad von Romberg, Wilhelm von Hambach und Wilhelm Töllner. (1565 April 23; Abschr.; dabei 2. Ausf. mit Besiegelung auch durch Heinrich Vresendorf, Richter zu Unna, Abschr.);
2. Georg von Romberg zu Massen, Drost zu Wetter, und Caspar von Schwansbell [d. J.] vergleichen sich im Beisein des Bernd von der Heghe über ein zu Gunsten Heghes 1566 ausgestellten Briefes, wodurch Schwansbell 193 Goldgulden und 2 1/2 Malter Korn jährlicher Rente schuldig ist. Romberg unterschreibt. (1581 November 21);
3. Caspar von Gahmen, Richter zu Lünen, bekennt, dass Heidenreich von Schwansbell zu Schwansbell, Drost der Ämter Hörde und Lünen, mit dem Pächter Jasper Middendorp zu Wasserkurl sich über die durch den Pächter zu leistende Pacht für die Jahre 1632-1650 verglichen hat. Der Richter siegelt und unterschreibt. Zeugen sind Herr Melchior Boemcken, Pastor zu Kirchderne, Heinrich Kramer und der Gerichtsfrone Johann von Derne. (1651 Februar 21; Abschr.);
4. Verzeichnis des Stephan Heinrich von Schwansbell über die zum Hof Middendorf zu Wasserkurl gehörenden Ländereien (1683 Juli 21);
5. Der Herr Stephan Heinrich von Schwansbell verpachtet dem Johann Heinrich Köster den Middendorfs Hof zu Wasserkurl für 15 Jahre. Köster soll die Gebäude reparieren. Dafür verzichtet Schwansbell für die ersten beiden Jahre auf die Pacht, für die beiden weiteren Jahre auf die halbe Pacht. Die Pacht ist zu Martini [November 11] in Unnaischen Maßen zu leisten. Auch hat der Pächter die Kontribution zu zahlen. Die Vertragsparteien, Georg Bröckeling, Vikar zu Alt-Lünen, und die Zeugen Johann Melchior Bellmann und Gördt Schnellenberg unterschreiben. (Lünen, 1695 September 2)




1609, 1613, 1825
Ostermann: Angelegenheiten zum Ostermanns Hof in der Bauerschaft Westheil


Enthält :
1. Schriftverkehr zwischen Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell und dem Propst zu Cappenberg, Wennemar von Hoete, über Streitigkeiten zwischen dem Eigenhörigen Ostermann und dem Kolon Lippmann zu Westheil (1609);
2. Zwischen Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell und den Eingesessenen der Bauerschaft Westheil war es über die Zahlung von 1/2 Reichstaler aus einem Kamp durch den Pächter an die Bauerschaft zum Streit gekommen. Auf Vermittlung des Herrn Wennemar von Hoete, Propst zu Cappenberg, wird folgender Vergleich geschlossen: Schwansbell erhält gegen Zahlung einer Geldsumme den Hof Ostermann. Der Propst siegelt mit dem Stiftssiegel und unterschreibt zusammen mit Goddert Schulte zu Heil. (1613 Juni 4; Oblatensiegel);
3. Leutnant Freiherr von Vaerst zu Schwansbell c/a Apotheker Grothe wegen Distraktion des verschuldeten Ostermanns Hof (o. D.);
4. [Der Bürgermeister zu Lünen,] Schultz, bittet den Rentmeister um Ausleihe des Schriftgutes zu Ostermanns Hof zu Heil, nachdem Schmidt zu Nordlünen um den Gewinnbrief an dem Hof gebeten hat. (Lünen, 1825 November 16)




1768
Ostermann: Apotheker Grote zu Lünen c/a Leutnant von Vaerst zu Schwansbell wegen einer Schuldforderung


Enthält :
1. Der Regierungsrat zu Kleve schreibt an das Landgericht Hamm, dass der Herr von Vaerst dem Apotheker Grote 741 Reichstaler und 45 Stüber schuldet. Als Hypothek wird Ostermanns Kotten in der Bauerschaft Heil bestimmt. (Kleve, 1768 März 14);
2. Berechnung der Schulden;
3. Resolution des Landgerichts Hamm: Der Herr von Vaerst wird aufgefordert, die Schuldsumme innerhalb von 14 Tagen zu zahlen. Ansonsten soll das Geld durch den Amtsfronen Stenger beigetrieben werden. (Hamm, 1768 März 31)




1512
Ostermann: Wennemar von der Recke zu Kemnade und seine Frau Clara verkaufen mit Zustimmung Wennemars Vater, Johann von der Recke, dem Heinrich von Schwansbell und dessen Frau Ida [von Beesten zu Sythen] das Ostermanns Gut im Kirchspiel Herringen.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 180, alte Sign. R 55)




1427 März 9
Osthof: Heinrich von Moers, Bischof von Münster, beurkundet, dass er Hermann Osthove mit dem Gut und Hof Osthof, gelegen im Kirchspiel Brechten, wie seine Vorgänger belehnt. Der Bischof siegelt. Zeugen sind Engelbert Frydag, Kellner der Kirche zu Münster, Johann Hake von Wulnesberg, Dapifer des Bischofs in Werne, und Hermann Merfeld, Marschall. Johann Halffwassen unterschreibt.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 27x10 cm; anh. Siegel, ab. - RV)




1458 April 24
Osthof: Johann Pfalzgraf bei Rhein, Herzog in Bayern und Bischof von Münster, beurkundet, dass er Heinrich Eyncken von Overberg mit dem Hof Osthof, gelegen im Kirchspiel Brechten, belehnt. Der Bischof siegelt.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 15,5x7,5 cm; abh. Siegel des Bischofs von Münster, erhalten. - RV)




1550
Otterhof: Caspar von Schwansbell [d. Ä.] und seine Frau Hilberg [von Frydag] verkaufen dem Jürgen Rodinghaus eine jährliche Rente in Höhe von 12 1/2 Goldgulden aus dem Gut Otterhof, gelegen im Kirchspiel Herringen in der Bauerschaft Heil. Sie behalten sich die Wiederlöse vor.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 188; alte Sign. R 115)




1540
Westorp: [Herzog Wilhelm von Kleve,] Graf von der Mark, belehnt Heinrich von Schwansbell mit dem Gut Westorp im Kirchspiel Brechten.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 186, alte Sign. R 100)




1496 Okt. 15
Westorp: Herzog Johann [II.] von Kleve-Mark belehnt Dietrich von Schwansbell [gen. Fenyn d. J.], Sohn des Dietrich von Schwansbell [gen. Fenyn d. Ä.], mit dem Gut Westorp, gelegen im Kirchspiel Brechten, wie auch der verstorbene Vater, Sohn des Johann von Schwansbell [gen. Fenyn], damit belehnt war. Zeugen sind die Lehnsmänner Herr Heinrich Stael von Holstein, Ritter und Marschall des Herzogs, und Evert von Hoenpell, Hofmeister des Herzogs. Der Herzog siegelt.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 22,5x14 cm; anh. Siegel, ab. - RV)




1461
Westorp: Robrecht Stael von Holstein, Märkischer Lehnsrichter, belehnt Dietrich von Schwansbell [gen. Fenyn], Sohn des Johann von Schwansbell [gen. Fenyn], mit dem Gut Westorp, gelegen im Kirchspiel Brechten.


Enthält : (Regest: Repertorium, S. 175; alte Sign. R 24)




1512 Jan. 3
Bernd Vinnige, Richter zu Lünen, beurkundet, dass Wennemar von der Recke zur Kemna und und seine Clara mit Zustimmung ihres Vaters Johann von der Recke den Eheleuten Heinrich von Schwansbell und Ydelen ein Gut in Heil im Kirchspiel Herringen, Gerichtsbezirk Hamm, zum Eigentum übergeben. Zeugen sind der Pastor Gerd von Werne, Heinrich Pilchem, Johann zum Berg, Vikar zu Kamen, Heinrich Sundach und der Gerichtsfrone Thonies. Es siegeln Wennemar von der Recke und der Richter.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 27x13,5 cm; 2 anh. Siegel, beschädigt. - RV);
Altes Archiv, Urk. 19




1788
Verpachtung eines bei Hostedde gelegenen Kamps




Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken