Stadtarchiv Lünen
Haus Schwansbell (1343-1921 - Umfang 190 Urkunden, 859 Akten, 2 Karten)

1597 März 25
Vor Bürgermeister und Rat zu Lünen bekennen Dietrich Althof und dessen Frau Gertrud, dass sie Franz Freitach und dessen Frau Else 1 rheinischen Goldgulden jährlicher Rente aus ihrem Haus und Hof, gelegen in Lünen zwischen den Häusern des Christoffer Bachine und Johann Harbring, zahlbar zu Pfingsten, verkauft haben. Die Wiederlöse 14 Tage um Pfingsten soll mit 26 Talern, der Taler zu 26 Schilling, erfolgen. Bürgermeister und Rat zu Lünen siegeln. Der Sekretär W. Kramer unterschreibt.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 30,5x13 cm; anh. Siegel, beschädigt. - RV; kanzelliert)




1600 Febr. 2, (1657)
Vor Bürgermeister und Rat zu Lünen bekennen Dietrich Serries und dessen Frau Elsa, dass sie den Provisoren der Kirche 5 Ort Taler jährlicher Rente aus ihrem Haus und Hof, gelegen in Lünen zwischen den Häusern des Christoffer Bachine und Johann Harbring, zahlbar zu Martini [November 11], verkauft haben. Die Wiederlöse soll zu Purificationis Marie [Februar 2] oder 8 Tage danach mit 20 holländischen Talern erfolgen. Bürgermeister und Rat zu Lünen siegeln.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 32x11 cm; anh. Siegel, beschädigt; kanzelliert); - RV: Der Sekretär Franciscus Schreiber bekennt, dass der Herr Heidenreich von und zu Schwansbell, Drost der Ämter Hörde und Lünen, die Obligation am 13.02.1657 mit 15 Reichstalern eingelöst hat.




1601 - 1654
Hausbesitz und Schulden des Bernd Luneke zu Lünen


Enthält :
1. Ehevertrag zwischen Bernd Luneke, Sohn der + Eheleute Dietrich Luneke und Margarethe Scheckermann zu Methler, und Anna [von] Schwansbell, Tochter des Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.]: Der Bräutigam nimmt die Braut zur Ehefrau. Schwansbell gibt seiner Tochter als Ehesteuer 200 Taler, zahlbar in 2 Raten zu je 100 Talern zu Michaelis [September 29] diesen und nächsten Jahres. Sollte der Bräutigam ohne leibliche Kinder sterben, soll die Braut 50 Taler, die Kleidung und Rüstung zurückgeben. Sollte die Braut ohne leibliche Kinder sterben, soll Luneke 100 Taler, die Kleidung und Kleinodien zurückgeben. Zeugen sind auf Seiten der Braut Caspar [d. J.] und Heinrich von Schwansbell, Vater und Sohn, Balthasar von Schwansbell zu Aden, Dietrich Serries, Bürgermeister zu Lünen, und Jobst Krakerugge zu Unna; auf Seiten des Bräutigams Floir Schekermann und Thonies Krumhinger [?] zu Methler. Caspar [d. J.] und Heinrich von Schwansbell, Bernd Luneke, Balthasar von Schwansbell, Anna von Schwansbell, Serries, Krakerugge und Schekermann unterschreiben. (1601 März 26);
2. Bernd Luneke, Bürger zu Lünen, bekennt für sich und seine Frau Anna [von] Schwansbell, dass Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell ihm zur Abzahlung der 200 Reichstaler Brautschatz am 29. Juni 1603 80 Taler und am 30. November 1606 55 halbe Reichstaler bezahlt hat. Luneke und seine Frau unterschreiben. (1607 Januar 12);
3. Bernd Luneke, Bürger zu Lünen, verpachtet dem Wessel Homann zu Galen seinen Stand in der Kirchenbank auf der linken Eingangsseite im Turm der [St. Georgs-] Kirche zu Lünen für 10 Jahre. In dem Stand können 4 Personen nebeneinander stehen, zur Zeit sind dies Georg Winckel, Steffan Sälter, Dietrich Gerling und Bernd Luneke. Die Pacht beträgt 1 Pfund guten Flaches, zu liefern auf Lüner Miß [Samstag/Sonntag nach dem 10. Oktober]. Zeugen sind Ebert Lippmann, Bürger zu Lünen, und Georg Kreicke zu Horstmar. Der Notar Nicolaus Mollerus unterschreibt die beiden Ausfertigungen. (1609 Januar 1);
4. Bernd Luneke, Bürger zu Lünen, bekennt, dass Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell auf seine Bitte hin für ihn eine Bank in der [St. Georgs-] Kirche zu Lünen an der Schwansbellschen Kirchenbank hat anbauen lassen, damit er (Luneke) während des Gottesdienstes seinen Stand habe. Luneke gibt Schwansbell dafür jährlich zu Martini [November 11] 1 Paar Hühner. Er unterschreibt. (1610 November 11);
5. Zwischen Bürgermeister Dietrich Serries und Bernd Luneke wird auf Vermittlung des Dr. Georg Kramer, Joachim Brockhaus, Franz Bellmann, des Sekretärs Hermann Schwansbell, Johann zum Daehl und Johann Scheper folgender Erbkauf geschlossen: Serries verkauft für 400 Taler, zahlbar zu 4 benannten Terminen zu jeweils 100 Talern, und 3 Scheffel Roggen sein Haus, gelegen zwischen den Häusern des Johann zum Daehl und Bernhard Hanebicke neben der [St. Georgs-] Kirche. Luneke verspricht die Übernahme von Schulden des Serries: 100 Reichstaler gegenüber ihm (Luneke) als erste Rate, 20 holländische Taler an die Kirche, 10 Taler an die Armen, 26 Taler an Franz Freitagh und 15 Taler an Heinrich von Schwansbell. Serries und Luneke unterschreiben. (1612 Juli 26);
6. Quittung des Nicolaus Mollerus über die Zahlung rückständiger Zinsen der Frau des Bernd Luneke, [Anna von Schwansbell,] für die Jahre 1618-1623. Sie bleibt 3 1/2 Taler und 5 Schilling schuldig. (1623 September 24);
7. Hoene quittiert die Rückzahlung von 50 Reichstalern von dem Mitbürger Joachim Luneke. (Lünen, 1632 März 17);
8. Jan van Lendt bekennt, dass Hoene ihm 52 Reichstaler für einen Wechselbrief an Joachim Luneke bezahlt hat. (1632 Juli 17);
9. Bernd Luneke, Bürger zu Lünen, bekennt für sich und seine Frau Anna [von Schwansbell], dass er Jürgen Buck, Sohn der + Eheleute Wessel Buck und Grethe, Bürgern zu Lünen, 15 Reichstaler schuldig ist. Die Wiederlöse soll 1/2 Jahr vorher angekündigt werden. Die Zinsen betragen 3 Reichsort und 6 1/2 Schilling, zahlbar 8 oder 14 Tage um Sonntag Laetare in der Fasten [4. Fastensonntag] aus dem zu Lünen vor der Stinenpforte an der Langen Straße gelegenen Haus. Luneke und der Notar Johannes Stuelen unterschreiben. Zeugen sind Dietrich Buck, Bruder des Jürgen Buck, und Bernd Göcken. (1633 März 8; Textverlust durch Tintenfraß oder Druck];
10. Bernd Luneke, Bürger zu Lünen, bekennt für sich und seine Frau Anna [von Schwansbell], dass Wyett Tacksen, Leutnant des Regiments des Oberst Karpen, und dessen Frau Margretha, [Tochter des ?] Notars Nicolai Mollerus, ihm 50 Reichstaler geliehen haben. Die Wiederlöse zum 5. Februar soll 1/2 Jahr vorher angekündigt werden. Als Pfand setzt er sein Haus zu Lünen und 5 Scheffel Land, gen. der Durchgang im Westicker Feld, gelegen zwischen Lohmanns und Bruckmanns Durchgang. Zeugen sind die Nachbarn Franz Bellmann und Johann [zum Daehl]. Luneke, der Notar Nicolaus Mollerus und die Zeugen unterschreiben. (Lünen, 1643 Februar 5); - Vermerk: Der Notar und Sekretär Franciscus Schreiber bekennt, dass Johann Kettering die von der Stadt an Friedrich Naber auferlegte und auf dem Haus des + Luneke lastende Schuld in Höhe von 12 1/2 Reichstalern an die Witwe Vitaxsche [Frau des Wyett Tackse !] bezahlen ließ. (1656 Juli 29);
11. Margareta Reittroth bekennt, dass ihr Schwager Bernd Luneke ihr zur Bestätigung ihres Sohnes Jürgen Scheckermann einen Abschlag in Höhe von 25 Reichstalern für eine Obligation in Hölhe von 50 Reichstalern gezahlt hat. Jürgen Scheckermann unterschreibt. (Lünen, 1650 Dezember 20);
12. Mollerus bekennt, dass der Herr Hermannus Rumpaeus am 15. [25. ?] November 1641 verstorben sei und Geldzahlungen bis 1651 gegenüber dem Herrn Schotte [Scoto Baak] ausstehen;
13. Quittung des Schotte Baack (Schotus Bakius) über eine Zahlung für 1651 durch Bernd Luneke für seinen Vater Bernhard Baack (wohl 1652);
14. Nicolaus Mollerus quittiert, dass Bernd Luneke ihm 8 Reichstaler an Pension bezahlt hat. Luneke ist noch 2 Reichstaler weniger 1 1/2 Blamüser schuldig. (1652 Oktober 6);
15. Testament des Bernd Luneke, Bürger zu Lünen: Da Luneke krank im Bett liegt, ließ er Giesbert Freytagh, Richter zu Lünen, zu sich kommen. Er bekennt, dass Heidenreich von und zu Schwansbell, Drost zu Hörde und Lünen, ihm Zeit seines Lebens viel Gutes getan habe und er ihm deshalb im Todesfall sein Haus und Hof mit allen Gerechtigkeiten, dessen Frau aber sein bestes Bett übergeben will. Schwansbell soll dafür die vorhandenen Schulden bezahlen. Schwansbell, persönlich zugegen, nimmt dies an. Zeuge ist der Gerichtsdiener Johann von Derne. Der Richter siegelt, Christopher Dörre, Gerichtsschreiber zu Lünen, unterschreibt. (1654 Oktober 23; Oblatensiegel);
16. Testament des Bernd Luneke: Vor dem Notar und Sekretär der Stadt Lünen, Francisus Schreiber, bekennt Bernd Luneke, Bürger und Bäcker der Stadt Lünen, wegen Schwachheit im Bett liegend: Er wolle sein Testament machen. Heidenreich von Schwansbell, Drost zu Hörde und Lünen, soll sein Haus in Lünen mitsamt dem Höfchen erhalten und dafür seine Schulden bezahlen. Seinem Taufkind Trineke zu Wasserkurl, Tochter des Elseke Brüggemann, soll 2 Scheffel Land zu Westik erhalten, das mit 100 [Reichstalern] belastet ist. Darüber hinaus soll sie 1 Landstück mit dem Wall in der Größe von 2 Scheffelsaat zu Westik erhalten. Dietrich Scheickermann zu Methler ist ihm aufgrund einer Überlassung von Cort Scheickermann 25 Reichstaler schuldig. Hiervon soll Cort Scheickermanns Tochter Elseke zu Kamen 15 Reichstaler, die übrigen 10 Reichstaler Dietrich Scheickermanns Sohn Bernd erhalten. Die von dem + Johann Knoppe aufgenommenen Schulden, für die er bürgt, vermacht er Knoppes Erben. Jürgen Scheickermann erhält mehrere Obligationen und Gelder, darunter 10 Reichstaler des Schulten zu Alt-Methler, 4 Reichstaler des + Junker Balthasar von Schwansbell für die Verschonung der Pferde im [Dreißigjährigen Krieg], die im Dreck des Hofes [zu Lünen] liegenden Steine zur Errichtung seines Hauses und Land auf der Selhove. Die 50 Reichstaler, die Gremme zu Altenderne schuldig ist, sollen u. a. der Sohn des Heinrich Kreicke zu Horstmar und Niermanns Sohn Bernd zu Horstmar erhalten. Die 12 Reichstaler, die der Schulte zu Derne schuldig ist, soll die Magd Enne Jostes für ihre Dienste erhalten, darüber hinaus einen kleinen Schrank, einen Frauenhocker und ein Bett. Geschehen in Lünen in Lunekens Haus in der Kammer im Beisein der Zeugen Christoffer Bachine, Ratsfischmeister, und Franz Bellmann, Worthalter. Der Notar und Sekretär unterschreibt und siegelt. (Lünen, 1654 November 18; Abschrift)




1654 - 1658
Regelung des Nachlasses und Tilgung der Schulden des + Bernd Luneke zu Lünen


Enthält :
1. [Der +] Bernd Luneke, Bürger zu Lünen, hatte [Heidenreich von Schwansbell] sein Haus, gelegen zwischen den Häusern des Christoffer Bachine und Johann zum Daehl an der Stinenpforte, [testamentarisch] vermacht. [Schwansbell] bevollmächtigt Franciscus Schreiber, Sekretär zu Lünen, ihn in den Besitz des Hauses einzuweisen und die Mobilien zu inventarisieren. (Schwansbell, 1654 November 27);
2. Notariatsinstrument des Notars Franciscus Schreiber zu Lünen: Auf Ansuchen des Heidenreich von Schwansbell zu Schwansbell, Drost der Ämter Hörde und Lünen, begab sich der Notar Franciscus Schreiber in das Haus des + Bernd Luneke, Bürger zu Lünen, gelegen in Lünen zwischen den Häusern des Johann zum Daehl und Christoffer Bachine an der Stinenpforte. Luneke hatte das Haus dem Heidenreich von Schwansbell [testamentarisch] vermacht. Der Notar schwenkt den Haal im Haus dreimal auf und nieder, gießt das Feuer aus und zündet es wieder an, auch schneidet er ein Stück vom Hauspfosten und Türschlüssel ab. Zeugen sind Meister Gerd Giesseler und Dietrich Kortenbusch, beide Bürger zu Lünen. Der Notar nimmt im Auftrag Schwansbells das Haus in Besitz. Er unterschreibt und siegelt. (1654 Dezember 12; Notariatssignet);
3. Rechnung des Caspar Alstedde über Lieferung von Steinen durch den Drost [Heidenreich von Schwansbell für das Haus des + Bernd Luneke ?] (1654 Dezember 13);
4. Der + Bernd Luneke, Bürger zu Lünen, hatte sein Haus und Hof dem Heidenreich von und zu Schwansbell, Drost der Ämter Hörde und Lünen, und dessen Frau das beste Bett [testamentarisch] vermacht. Schwansbell hatte das Haus bald nach dem Tode in Besitz genommnen. Der Notar und Sekretär zu Lünen, Franciscus Schreiber, weist Schwansbell in den Besitz ein und unterschreibt im Auftrag des Richters anstelle des erkrankten Gerichtsschreibers. (1654 Dezember 15; Oblatensiegel, ab);
5. Auflistung der Begräbniskosten [für Bernd Luneke zu Lünen] in Höhe von 3 Reichstalern: M. Reddeker für die Leichenpredigt, Jacob Ballot, Heinrich Nicolai, Heinrich Fabricio, Nicolaus Möller, Küster Heinrich Lenemann und Totengräber Heinrich Vollmar. Franciscus Schreiber quittiert. (1654 Dezember 16);
6. Inhaltliche wie auch formelle Anfechtung des Testaments (s. 1654 Dezember 29 und 1655 Januar 8);
7. Verzeichnis der Briefschaften im Nachlaß des + Bernd Luneke, aufgestellt im Beisein des Christoffer Bachine und Johann zum Daehl (1655 Februar 13 / März 24; 47 Stück aus der Zeit 1526-1637; Namen);
8. Auszug aus dem Rentbuch der Provisoren des Gasthauses zu Lünen für die Jahre 1642-1654: Hinweis auf die Anlegung des Buches durch die Provisoren des Gasthauses, Jobst Becker und Jürgen Schmiemann (1628 November 5); Pensionszahlungen des Bernd Luneke für die Jahre 1642-1654 (Auszug durch Franciscus Schreiber, Notar und Sekretär zu Lünen);
9. Auflistung der Margreta Reidtratt über die Schuld des + Bernd Luneke aus einer am 5. Februar 1643 gewährten Obligation in Höhe von 50 Reichstalern;
10. Heidenreich von Schwansbell zu Schwansbell, Drost zu Hörde und Lünen, bekennt, dass er dem Johann Kettering, Bürger und Ratsherr zu Lünen, das mit Schulden unbelastete Haus des Bernd Luneke, gelegen zwischen den Häusern des Johann zum Daehl und Christoffer Bachine, nebst darin befindlichem Hausgerät und dazugehöriger Kirchenbank im Turm auf der linken Seite des Eingangs der [St. Georgs-] Kirche, verkauft hat. Schwansbell unterschreibt und siegelt. (Schwansbell, 1655 November 11; Lacksiegel);
11. Bürgermeister und Rat zu Lünen bekennen, dass die + Pastoren und Prediger Herr Johannes Tappius, Herr Hermannus Rumpaeus und Herr Bernhard Baack für die "Bedienungh der Kirchen" von + Bernd Luneke eine jährliche Rente in Höhe von 2 Reichstalern erhalten hatten. Auch der jetzige Herr Pastor, Herr M. Casparus Reddeker, erhielt jährlich 2 Reichstaler; ihm steht dieselbe Rente jedoch noch für das Jahr 1655 zu. Franciscus Schreiber unterschreibt. (1656 Februar 15; Oblatensiegel);
12. Der älteste Provisor der Hausarmen, Dirk Gerling, quittiert die Zahlung von rückständigen Zinsen für 2 Jahre in Höhe von 32 Stübern aus dem Haus des + Bernd Luneke. (Lünen, 1656 März 22);
13. Heidenreich von Schwansbell bekennt, dass er von Johann Ketterich, Bürger und Ratsherr zu Lünen, für das an denselben verkaufte Haus des + Bernd Luneke 200 Reichstaler erhalten hat. Schwansbell unterschreibt und siegelt. (1656 März 23; Siegel fehlt);
14. Auszüge des Franciscus Schreiber, Notar und Sekretär, aus dem Ratsprotokollbuch über die Rückzahlung einer Schuld auf dem Haus des + Bernd Luneke. (1656 Juli 20-29);
15. Schuldforderung des Friedrich Naber für die Vitaxsche [Frau des + Wyett Tacksen !] (o. D.);
16. Heidenreich von Schwansbell zu Schwansbell, Drost zu Hörde und Lünen, ließ den Notar Caspar von Gahmen auf das Haus Schwansbell bestellen und bekennt, dass er den Gerichtsfronen Johann von Derne aufgefordert hatte, eine Abrechnung der Debitoren des + Bernd Luneke aufzustellen. Da der Gerichtsfrone erkrankt und seine Gesundung nicht absehbar ist, beauftragt er Gahmen mit der Befragung des Gerichtsfronen und Protokollierung seiner Tätigkeit. Es folgt die Protokollierung des Notars beim Gerichtsschreiber. Gahmen unterschreibt und siegelt. (1656 Juli 17; Notaritassignet);
17. Schreiben des Bürgermeisters und Rats zu Lünen an Heidenreich von Schwansbell, Drost der Ämter Hörde und Lünen, über die Schuldforderung des Friedrich Naber für die Vitaxsche [Frau des + Wyett Tacksen !] aus einer Obligation auf dem Haus des + Bernd Luneke. (Lünen, 1656 Juli 28);
18. Erbforderung des Jürgen Scheckermann gegenüber Heidenreich von Schwansbell., Drost zu Hörde und Lünen. (1656 November / Dezember); - dabei: Abschrift des Testaments vom 23.10.1654;
19. M. Casparus Redeker, Pastor zu Lünen, quittiert die Zahlung von jeweils 2 Reichstalern durch Heidenreich von und zu Schwansbell, Drost zu Hörde und Lünen, für den + Bernd Luneke, Bürger zu Lünen, für die Jahre 1655 und 1656. (1657 Januar 8);
20. Auflistung der von dem + Bernd Luneke aufgenommenen Schulden für den am 26. Juli 1612 erfolgten Kauf des Hauses in Lünen, gelegen zwischen den Häusern des Johannes zum Daehl und des Bernhard Hanebeck, von dem Bürgermeister Dietrich Serries für die Jahre 1654-1657;
21. Joachim Warendorp und Heinrich Sethe, Provisoren des großen Hospitals, quittieren die Zahlung von 6 Reichstalern Zinsen für die Jahre 1654-1657 aus einem Kapital in Höhe von 25 Reichstalern des + Bernd Luneke durch Heidenreich von und zu Schwansbell, Drost der Ämter Lünnen und Hörde. (1658 Februar 5);
22. M. Casparus Redeker, Pastor zu Lünen, quittiert die Zahlung von 2 Reichstalern aus dem Nachlaß des + Bernd Luneke, Bürger zu Lünen, für das Jahr 1657 durch Heidenreich von und zu Schwansbell, Drost zu Hörde und Lünen. (1658 Mai 6)




1603 Febr. 4, (1656)
Vor Bürgermeister und Rat zu Lünen bekennen Dietrich Serries, Bürgermeister, und dessen Frau Elsa, dass sie für eine Geldsumme, die der + Rutger Piper bezahlt hat, den Provisoren der Hausarmen eine Rente in Höhe von 13 [?] Schilling aus ihrem Haus und Hof, gelegen in Lünen zwischen den Häusern des Johann Harbring und Christoffer Bachine, zahlbar zu Martini [November 11], verkauft haben. Die Wiederlöse soll zu Petri ad cathedram [Februar 22] mit 10 Talern erfolgen. Bürgermeister und Rat zu Lünen siegeln.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 31x10,5 cm; anh. Siegel, ab); - RV: Dietrich Serries, jetzt Bernd Luneke; - Die Obligation hat die Stadt Lünen im November 1656 ausgehändigt und dafür eine Obligation von Löbbe zu Beckinghausen akzeptiert, der gegenüber dem + Bernd Luneke Geld schuldig war.



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