Stadtarchiv Lünen
Haus Schwansbell (1343-1921 - Umfang 190 Urkunden, 859 Akten, 2 Karten)

1695 - 1703, 1712 - 1716
Der Freiherr von Merode zu Schwansbell bezahlt dem Peter zur Mühlen in Münster die Obligationen für seine Schwiegerschwester Josina Theodora Ursula von Schwansbell, Stiftsfräulein zu Asbeck, zurück.


Enthält : Siegel der Josina Theodora Ursula von Schwansbell (1703, 1715)




1701 - 1730
Quittungen der Josina Theodora Ursula von Schwansbell, Stiftsfräulein zu Asbeck, über Zahlungen aus der elterlichen Nachlassenschaft durch ihren Schwiegerbruder, den Freiherrn von Merode, Herr zu Schwansbell, gemäß eines Vertrages vom 19.01.1701


Enthält : Notizen über den Besuch der Josina Theodora Ursula von Schwansbell auf Haus Schwansbell und die hierbei gewährten Leistungen (1703-1704); Siegel der Josina Theodora Ursula von Schwansbell (ab 1710)




1725 - 1729
Schriftverkehr der Josina Theodora Ursula von Schwansbell, Stiftsfräulein zu Asbeck, mit ihrem Schwiegerbruder Freiherr von Merode zu Schwansbell





1725 Nov. 17
[Der Freiherr von Merode ?] quittiert, dass die [Schwieger-] Schwester [Josina Theodora Ursula von Schwansbell], Stiftsfräulein von Asbeck, die Zinsen aus einem Kapital in Höhe von 20 [26 ?] Reichstalern bezahlt hat.





1726 - 1728
Briefe der [Josina Theodora Ursula] von Schwansbell, [Stiftsfrau] zu Asbeck, an ihren [Schwieger-] Bruder [Heinrich Werner von Merode]


Enthält : Lacksiegel der Josina Theodora Ursula von Schwansbell (1726 Oktober 14); finanzielle Unterstützung der Präbende im Stift Asbeck (s. a. Akte 584)




1726 Okt. 14
Brief der [Josina Theodora Ursula von Schwansbell] an ihre Schwester





1730 April 18, Asbeck / 1731
Testament der Josina Theodora Ursula von Schwansbell, Kanonissin des adeligen freiweltlichen Stifts Asbeck


Enthält : Sie möchte im Stift Asbeck bestattet werden. Bei Anwesenheit beim Begräbnis erhalten die Äbtissin 2 doppelte Mark, die Stiftsfrauen jeweils 1 doppelte Mark, die zum Stift gehörenden Geistlichen jeweils 1/2 Reichstaler. Die Kapuziner zu Coesfeld sollen 20 Reichstaler erhalten, dafür aber für ihre Seele Messen lesen. Die Observanten in Münster erhalten 5 Reichstaler zu dem gleichen Zweck und der Dominikanerorden zu Münster 5 Reichstaler für die Messen und den Rosenkranzzettel. Die Stiftsfrauen [zu Asbeck], die an dem jährlichen Sterbetag nach der durch den Pastor gesungenen Messe die kleine Vigilie lesen, erhalten die jährlichen Zinsen aus einem Kapital in Höhe von 50 Reichstalern. Die beiden Geistlichen zu Asbeck, der Küster und Schulmeister, erhalten ein Kapital über 100 Reichstaler, von dem der Pastor bereits 50 Reichstaler empfangen hat. Der Pastor soll die Zinsen daraus erhalten, dafür aber am jährlichen Sterbetag am hohen Altar eine Messe für ihre Seele singen; der Sacellan soll eine Seelenmesse lesen. Beide Geistlichen sollen dann mit brennenden Wachskerzen die große Vigile lesen. Der Küster und Schulmeister sollen bei der gesungenen Messe dem Sacellan im Chor assistieren und beim Singen helfen und dafür einen Anteil an den erwähnten Zinsen erhalten, wie man es bei der Memorie für das verstorbene Stiftsfräulein von Westerholt handhabt. Die Kirche zu Asbeck erhält 20 Reichstaler, soll dafür aber zu obiger Handlung Wein, Licht und Wachs zur Verfügung stellen. Auf ihrem jährlichen Sterbetag sollen die jährlichen Zinsen aus einem Kapital unter den Kranken und Armen des Kirchspiels Asbeck verteilt werden. Diese Aufgabe fällt ihrer Nachfolgerin zu, die die Armenrenten einnimmt. Von ihrem aus dem Haus Schwansbell zustehenden Kindsteil in Höhe von 3.000 Reichstalern gibt sie ihrer Schwester [Anna Maria Elisabeth von Schwansbell], Frau von Merode, 2.000 Reichstaler. Hiervon soll ihre Schwester [Sybilla Sophia Johanna von Schwansbell], Frau von Sölde, 100 Reichstaler erhalten und ihre dritte Schwester [Anna Margaretha Catharina ? von Schwansbell] ihren Silber- und Goldschmuck. Die restlichen 1.000 Reichstaler und sonstigen Rückstände von dem Haus Schwansbell soll ihre Nichte [Alexandrina Theresia Francelina von Merode] als ihre Erbin erhalten. Sie schenkt ihren beiden Mägden jeweils ein schwarzes "Camefort" und ein Tuch. Sofern genügend Mittel aus ihrem Nachlaß verbleiben, kann ihre Erbin 20 Reichstaler der Schule zu Asbeck geben, um aus den Zinsen des Kapitals 2 arme Kinder lernen zu lassen. Sie setzt ihre Nichte Alexandrina Theresia Francelina von Merode vom Haus Schwansbell, Kanonissin des Stifts Asbeck, als Erbin ein. Sie soll für alles Sorge tragen und die Begräbniskosten bezahlen. Sie soll eventuell bestehende Angelegenheiten, die im Testament nicht berücksichtigt sind, regeln. Zu Exekutoren des Testaments bestimmt sie ihre Nichte Alexandrina Theresia Francelina von Merode und den Stiftsamtmann [zu Asbeck], Christoph Philip Busch. Sofern die oben genannten Angelegenheiten aus der Nachlassenschaft nicht erfüllt werden können, soll das Haus Schwansbell aus dem der Schwester [Anna Maria Elisabeth von Schwansbell, Frau] von Merode, vermachten Kapital hierfür eintreten ohne Anrechnung desselben auf das väterliche Erbe ihrer Nichte [Alexandrina Theresia Francelina von Merode]. Es unterschreiben und siegeln Josina Theodora Ursula von Schwansbell, Gerhard Schmeddes, Gerhard Wilhelm Wilde, Johann Heinrich Abbenhuß, Georg Dirk Leyers, Albert Nettels, Johann Bitterus Ernst und Johann Heinrich Bawmeister. Leyers und Nettels siegeln für Wilde, der ein Siegel nicht führt. Notariatssignet des Notars Christoph Philip Busch. Der Notar bestätigt auch die Abschrift (dabei: Notariatssignet). Geschehen in der Stube der Behausung [der Testamentarin] im Stift Asbeck.
Zusatz: Josina Theodora Ursula von Schwansbell vermacht ihre beiden großen silbernen Teller der Kirche zu Asbeck, um daraus ein Kruzifixbild für den Tabernakel fertigen zu lassen. Bestätigung des Notars Christoph Philip Busch (dabei: Notariatssignet). (Asbeck, 1731 April 18)
RV: Sterbedatum der Testamentarin am 16.07.1731, nachts 2 Uhr; Fertigung einer Kopie des Testaments am 21.07.1731 zu Schwansbell; Fertigung einer Kopie für [Sybilla Elisabeth von Schwansbell verh.] von Hövel am 15.08.1731.



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