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Stadtarchiv Lünen
Haus Schwansbell (1343-1921 - Umfang 190 Urkunden, 859 Akten, 2 Karten)

1533 - 1607
Streitigkeiten zwischen Caspar von Schwansbell [d. J.] und Bernhard von der Heghe zu Velmede wegen des Brautschatzes für Bernhards Schwester Anna von der Heghe, verh. von Schwansbell, sowie Verhandlungen über die Rückzahlung von Schulden


Enthält :
1. (Bl. 1) Bernd von Camen gen. Drensche, Bürger zu Lünen, und seine Frau Wessel [!] bekennen, dass Adrian von der Heghe ihnen jährlich 3 Goldgulden für zwei besiegelte Briefe über 35 bzw. 25 Goldgulden zahlt. Es werden zwei Ausfertigungen hierüber ausgestellt. Zeugen sind Meister Bernd Spormecker und Wessel Vinnige, beide Bürgermeister zu Lünen, und Rotger Wessel. (1533 Februar 28; Chirograph);
2. (Bl. 2) Bernhard von der Heghe zu Velmede bekennt, dass er mit seinem Vetter Caspar von Schwansbell [d. J.] einen Erbtausch vorgenommen habe. Schwansbell erhält den Hukesholshof, Heghe dafür den Osthuseshof zu Aden. Heghe unterschreibt und siegelt. (1564 September 23);
3. (Bl. 4) Bernhard von der Heghe zu Velmede bekennt, dass Cord von Romberg von ihm zu Ostern 200 Goldgulden zu 10 Goldgulden Zinsen jährlich für die Dauer von 66 Jahren erhalten wird. Heghe unterschreibt. (1565 August 21);
4. (Bl. 5) Bernhard von der Heghe zu Velmede bekennt, dass Caspar von Schwansbell [d. J.] seine Schwester Anna von der Heghe als Ehefrau nach Schwansbell geholt habe, ohne dass ihm der Brautschatz vollständig gegeben worden sei. Heghe verpflichtet sich, zwischen dem heutigen Tag und nächsten Tag Jacobi [Juli 25] den näher aufgeführten Brautschatz zu geben. Schwansbell soll zu Michaelis [September 29] 200 Taler bezahlen. Heghe unterschreibt und siegelt. Zeugen sind Lubert von Remmen zu Rechede, Rotger von Düngeln zu Dalhausen und Caspar von Heigen. (1573 April 30; Abschrift);
5. (Bl. 7) Caspar von Schwansbell [d. J.] und seine Frau Anna von der Heghe bekennen, dass sie vorbehaltlich der richterlichen Beurkundung gegenüber ihrem Schwager bzw. Bruder Bernhard von der Heghe auf weitere [über den Brautschatz hinausgehende] Ansprüche verzichten. Die Eheleute sowie Caspar von Heigen und Hermann Lipperheide unterschreiben. (1573 Mai 2);
6. (Bl. 9 ff) Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] hatte den Notar Wessel Kramer und Bernhard von der Heghe zu Velmede vor dem Haus Schwansbell an der Landstraße zu einer Zusammenkunft gebeten. Schwansbell habe vor einigen Tagen seine Frau Anna von der Heghe [zu Velmede], Schwester des Bernhard von der Heghe, nach Schwansbell geholt. Heghe sei jedoch seiner Pflicht zur Zahlung des Brautschatzes nicht nachgekommen. Obwohl eine entsprechende Abfindung erörtert worden sei, habe Heghe ein aufgestelltes Verzeichnis nicht anerkannt. Es war schließlich vereinbart worden, dass am heutigen Tage die Streitigkeit in Velmede in Gegenwart des Richters zu Kamen beigelegt werden sollte, doch sei der Termin von Heghe abgesagt worden. Heghe weigert sich erneut "mit trotzigen Wordten", seiner Verpflichtung nachzukommen. Schwansbell hingegen besteht auf die Erfüllung der Vereinbarung und ist gewillt, den seiner Frau zustehenden Brautschatz nunmehr einzufordern. Er bittet den Notar, hierüber ein Notariatsinstrument auszustellen, was auch erfolgt. Zeugen sind Lubert von Remmen zu Rechede und Rotger von Düngeln zu Dalhausen. (1573 Mai 3; Notariatssignet des Notars Wessel Kramer);
7. (Bl. 15) Landesherrlicher Befehl an den Amtmann zu Unna, Dietrich von der Recke, dass die Streitigkeiten um den Brautschatz beigelegt und Caspar von Schwansbell [d. J.] für die von Bernhard von der Heghe begangene Schlägerei entschädigt werden soll. (1574 Juni 11);
8. (Bl. 18-26) Gegenbericht des Bernhard von der Heghe an den Landesherrn (1574 Juli 18);
9. (Bl. 31 f) Niederschrift über die Verhandlung zwischen Bernhard von der Heghe und Caspar von Schwansbell [d. J. über die Zahlung des Brautschatzes für Anna von der Heghe, verh. von Schwansbell] durch die Schiedsleute Dietrich von Aldenbochum, Drost zu Hörde, Joachim Buxtrop, Doktor der Rechte, Johann Schomberch, Pastor zu Kamen, und Hermann Reinermann, Verwalter zu Dellwig: Heghe und Schwansbell söhnen sich durch Handreichung aus. Schwansbell behält die beiden strittigen Kämpe, die er für 200 Reichstaler von Heghe gekauft hat, dem aber das Recht der Wiederlöse in 20 Jahren zusteht. Schwansbell erhält 50 Taler für die bei den Kämpen liegenden Wiesen, auf die er Anspruch erhoben hatte. Heghe soll die versprochenen 700 Goldgulden bezahlen. Er bietet Schwansbell die Überlassung von zwei Obligationen über 500 Goldgulden und 200 Goldgulden gegenüber Romberg, Drost zu Wetter, an. Schwansbell erhält für die Ausstattung seiner Frau 100 Reichstaler. Ein gegenseitiger Austausch mehrerer Eigenleute wird nicht durchgeführt. Anna von der Heghe erhält von ihrem Bruder eine Kette und näher aufgeführte Ausstattung. Schwansbell überläßt Heghe zwei Landstücke, gelegen am Berge. Osthaus behält das Land weiterhin in Pacht. Heghe gibt Schwansbell dafür 1 Scheffelsasat Land für den Hof Osthaus oder das Haus Aden. Das Fischereirecht an der Adener Brücke darf Schwansbell nutzen. Die vor der Heirat aufgestellte "heilig Verschreibungh" behält ihre Gültigkeit. Nach der Erfüllung oben genannter Punkte soll Schwansbell dem Heghe eine Verzichtserklärung [über weitere Ansprüche] ausstellen. Derjenige, der den Vertrag bricht, soll eine Strafe von 1.000 Goldgulden zahlen. Bis Pfingsten [Mai 18] soll über den Inhalt dieser Niederschrift ein besiegelter Vertrag aufgestellt werden. Bis dahin behält die Niederschrift ihre Gültigkeit. Heghe und Schwansbell unterschreiben. (1578 März, Aden);
10. (Bl. 33) Bernhard von der Heghe und seine Frau Metta von Monninghausen bekennen, dass sie von ihrem Schwager Caspar von Schwansbell [d. J.] und dessen Frau Anna von der Heghe, Schwester bzw. Schwägerin, 200 Taler geliehen haben. Sie geben Schwansbell dafür jährlich 12 Taler 14 Tage vor oder nach Pfingsten aus dem Bruggemannshof zu Velmede im Amt und Gericht Kamen. Sie setzen ihren Hof als Pfand. Die Wiederlöse erfolgt mit 200 Talern. Heghe siegelt und unterschreibt zusammen mit seiner Frau. (1578 Juni 6, Velmede; beglaubigte Abschrift des Notars Hermann Schwansbell);
11. (Bl. 34) Bernhard von der Heghe zu Velmede und seine Frau Metta von Monninghausen bekennen, dass sie die Belastungen, die auf dem Huxelshof liegen, einlösen werden. Der Hof gehört zum Brautschatz seiner Schwester Anna von der Heghe, Frau des Caspar von Schwansbell [d. J.]. Heghe siegelt und unterschreibt. (1578 Juni 16; Unterschrift fehlt);
12. (Bl. 35) Dietrich Schotte bekennt, dass ihm Caspar von Schwansbell (Svambl !) [d. J.] noch 45 Taler, der Taler zu 56 Schillingen, und 1 Malter Gerste schuldig ist. (1582 Juli 4);
13. (Bl. 36) Bernhard von der Heghe zu Velmede bekennt, dass durch Johann Schomberg, Pastor zu Kamen, alle Streitigkeiten zwischen ihm und seinem Schwager Caspar von Schwansbell [d. J.] geschlichtet worden sind. Heghe bezahlt Schwansbell u. a. 40 Reichstaler innerhalb eines Jahres. Heghe unterschreibt. (1582 November 27);
14. (Bl. 39) Dietrich Haumann, Bürger zu Lünen, bekennt, dass Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] ihm eine Schuld zurückgezahlt hat. (1588 Januar 30);
15. (Bl. 40) Bernhard von der Heghe zu Velmede bekennt, dass er mit Dietrich Serries, Bürgermeister zu Lünen, als Vertreter seines Schwagers Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] eine Verrechnung der Schulden vorgenommen habe. Heghe ist demnach Schwansbell für jährliche Zinsen, Korn und Geld sowie ausgelegtem Geld, das seine verstorbene Schwester Catrina von der Heghe von ihm bekommen hat, 212 1/2 Reichstaler, 203 Taler und 1 Ort, der Taler zu 26 Schillingen, schuldig. Er versichert, das Geld 14 Tage vor oder nach kommenden Michaelis [September 29] zu bezahlen. Er unterschreibt und siegelt. (1589 April 26; beglaubigte Abschrift des Notars Hermann Schwansbell); - dabei (Bl. 22 f): Auflistung bzw. Verrechnung der Schulden;
16. (Bl. 43) Bernhard von der Heghe zu Velmede bekennt, dass ihm sein Schwager Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] und dessen Frau Anna von der Heghe, Bernhards Schwester, in seiner Not 150 Reichstaler geliehen haben, die er 14 Tage um Ostern [April 22] 1590 zurückzahlen will. Heghe unterschreibt und siegelt. (1589 Juni 1; beglaubigte Abschrift des Notars Hermann Schwansbell);
17. (Bl. 44-51) Auflistung der Schuldforderungen im Rahmen der Zwangsvollstreckung gegen Bernhard von der Heghe zu Velmede in der Gesamthöhe von 2.966 Goldgulden, 3.486 Reichstalern, 1.150 Talern und 17 Schillingen: Conrad von Boenen 320 Goldgulden und 16 Goldgulden Pensionen; Johann von der Wenge 900 Goldgulden, 61 Reichstaler und 17 Schillinge; Conrad von Boenen 800 Goldgulden; Dietrich Mengede zu Wickede 100 Reichstaler; die Kirche zu Methler 100 Goldgulden; Heinrich Middendorf 250 Reichstaler; Andreas Rodinghaus, Bürgermeister zu Hamm, 300 Reichstaler; Caspar von Schwansbell [d. J.] wegen des Kindteils für seine Frau Anna von der Heghe; Balthasar auf dem Berge 200 Reichstaler; Hildebrand Berswordt 300 Goldgulden; Johann von Sinderen 1.150 Taler; das Stift Fröndenberg 450 Goldgulden; Johann auf dem Berge 200 Reichstaler für die Kinder des verstorbenen Johann auf dem Lemmenthürs zu Brakel; Dietrich von der Recke, Drost zu Unna und Kamen, 600 Reichstaler; Eberhard Beurens Witwe 575 Reichstaler; Jürgen Hane 100 Reichstaler; Helena von Hövel, Äbtissin des Stifts Fröndenberg, 100 Reichstaler; der Propst zu Scheda 200 Reichstaler; Hermann Rodinghaus 300 Reichstaler; Johann Schauwenbergs Erben 100 Reichstaler; Gerlach Grenters Witwe und Erben 200 Reichstaler; Caspar von Schwansbell [d. J.] 200 Reichstaler; Schulte Pröbsting 80 Goldgulden. (1594 Juli 21);
18. (Bl. 52) Bernhard von der Heghe zu Velmede bekennt, dass er mit Dietrich Serries, Bürgermeister zu Lünen, als Vertreter für seinen Schwager Caspar von Schwansbell [d. J.] eine Verrechnung der Schulden vogenommen habe, die seine verstorbenen Söhne Hermann und Ludolf von der Heghe und er selbst sowie sein Sohn Statius von der Heghe gegenüber Schwansbell haben. Bernhard von der Heghe ist Schwansbell 212 Taler und 21 Schillinge, der Taler zu 26 Schillingen, schuldig. Er verspricht, das Geld 14 Tage um kommenden Cathedra Petri [Februar 22] 1596 zu bezahlen. Er unterschreibt und siegelt. (1595 März 20; beglaubigte Abschrift des Notars Hermann Schwansbell); - dabei (Bl. 34 f): Auflistung bzw. Verrechnung der Schulden;
19. (Bl. 56) Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] bekennt auch für seine Frau Anna von der Heghe, dass ihm sein Schwager Bernhard von der Heghe zu Velmede jährlich zu Martini [November 11] 34 Reichstaler und 49 Taler, der Taler zu 26 Schillingen Dortmunder Währung, aus seinen Gütern gewährt. Heghe bleibt das Recht der Wiederlöse 14 Tage um Martini [November 11] vorbehalten. Schwansbell unterschreibt und siegelt. (1595 November 11; Unterschrift und Siegel fehlen);
20. (Bl. 57) Hermann Reinermann zu Kamen bekennt, dass er von Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] 30 Taler für die am 1. Mai 1596 abgelaufenen beiden Obligationen über 300 und 200 Taler erhalten hat. (1597 Januar 10);
21. (Bl. 58) Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] bekennt auch für seine Frau Anna von der Heghe, dass er vor mehreren Jahren von seinem Schwager Bernhard von der Heghe zu Velmede als Brautschatz [u. a.] zwei Kämpe erhalten hat. Der eine Kamp wird von Schulte, der andere von Roger zu Alten-Methler genutzt. Heghe steht ein Vorkaufsrecht zu. Schwansbell unterschreibt und siegelt. (1598 September 12; Unterschrift und Siegel fehlen);
22. (Bl. 59) Notizzettel über eine Obligation der Witwe des verstorbenen Dietrich Schotte in Höhe von 100 Goldgulden auf den Huxholshof in Aden. Die Pension für 18 Jahre beträgt 90 Goldgulden, die Gerichtsgebühren belaufen sich auf 10 Goldgulden. (ohne Datum);
23. (Bl. 60) Notizzettel über den Besitz und die Einkünfte des Hauses Velmede. (ohne Datum);
24. (Bl. 61 f) Bernhard von der Heghe war seinem Schwager Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] 3 Kapitalien in Höhe von insgesamt 781 Reichstalern schuldig. Die Verschreibungen hatte er bei Dietrich Kumpsthoff, Richter zu Lünen, Goddert Haver zum Nierhof und Meister Jürgen Kopper, Bürger zu Lünen, aufgenommen. Schwansbell bürgt dafür mit seinen Gütern. Jährlich waren an Rente zu geben: 1.) zu Martini [November 11] 14 Malter Korn für eine Verschreibung vom 13. Januar 1581 über 300 Reichstaler; 2.) zu Lichtmeß [Februar 22] 8 Malter Korn für eine Verschreibung vom 19. Mai 1589 über 200 Reichstaler; 3.) 28 Taler für eine Verschreibung vom 11. November 1595 über 281 Reichstaler. Da Heghe verstorben ist, zahlen Moritz von Oeynhausen und seine Frau Metta von der Heghe zu Velmede, Schwiegersohn bzw. Tochter des Bernhard von der Heghe, die Schulden zurück. Moritz von Oeynhausen siegelt und unterschreibt zusammen mit seiner Frau. (1600 Juli 17);
25. (Bl. 63) Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] bekennt, dass Moritz von Oeynhausen, gräflich-lippischer Hofmeister und Schwager, ihm die Schulden des verstorbenen Bernhard von der Heghe aus den Gütern zu Velmede bezahlt hat. Die Schulden betrugen gemäß der drei näher aufgeführten Verschreibungen insgesamt 781 Reichstaler. Schwansbell unterschreibt und siegelt. (1600 Juli 17; Konzept);
26. (Bl. 64) Else Houmes bekennt, dass sie von ihrem Bruder Stoffer im Auftrag von Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] wegen der 4 Maltersaat Land auf dem Esch 10 Taler zum Weinkauf erhalten hat. (1600 Dezember 4);
27. (Bl. 65-68) Bericht und Auflistung des Caspar von Schwansbell [d. J.] über seine Schuldforderung gegenüber dem [+] Bernhard von der Heghe, nun [Moritz] von Oeynhausen zu Velmede, die am 4. März 1602 übergeben wurden. (vor 1602 März 4);
28. (Bl. 71) Moritz von Oeynhausen schreibt an seinen Schwager Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] und bittet ihn zu einer Unterredung am 19. Juni auf dem Hof des Schulten zu Aden [zwecks Ausstellung eines Schuldscheins]. (1602 Juni 17, Velmede);
29. (Bl. 72) Moritz von Oeynhausen schreibt an seinen Schwager Caspar von Schwansbell [d. J.] wegen des Besitzrechtes an zwei Kämpen; dabei Auflistung der Schwansbeller Schuldforderungen. (1602 Juni 19);
30. (Bl. 75) Caspar von Schwansbell [d. J.] schreibt an seinen Schwager [Moritz von Oeynhausen zu Velmede], Schwiegersohn [des + Bernhard von der Heghe zu Velmede,] wegen einer Geldsumme in Höhe von 606 Reichstalern. Schwansbell beabsichtigt, die seiner verstorbenen Frau [Anna von der Heghe zu Velmede] als Brautschatz gegebenen zwei Kämpe zu behalten. (1602 Juni 20);
31. (Bl. 76) Hermann Reinermann bittet Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.], ihm wegen einer ihm von Schwansbells Schwager [Moritz] von Oeynhausen zustehenden Obligation in Höhe von 434 Reichstalern beizustehen. (1602 Oktober 15, Kamen);
32. (Bl. 77) Caspar von Schwansbell [d. J.] bestätigt, dass bei dem Bürgermeister Hermann Reinermann [zu Kamen] 610 Reichstaler für [seinen Schwager] Moritz von Oeynhausen, gräflich-lippischer Rat und Hofmeister, hinterlegt worden sind. (1603 Juni 19);
33. (Bl. 78) Notizzettel, dass Caspar von Schwansbell [d. J.] jemandem 434 Reichstaler für eine Obligation und Pension schuldig ist. (ohne Datum);
34. (Bl. 82) Moritz von Oeynhausen schreibt an seinen Schwager Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] und bittet ihn, am 12. August zu einem Liquidationstag zwischen ihm und den Kirchmeistern zu Methler im Haus den Richters zu Kamen zu erscheinen. (1603 August 2);
35. (Bl. 83-89) Schriftverkehr zwischen Moritz von Oeynhausen zu Velmede und seinem Schwager Caspar von Schwansbell [d. J.], deren Inhalt nicht ersichtlich ist. (1605);
36. (Bl. 90) Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] bekennt, dass seine Schwägerin Metta von der Heghe, Frau des [Moritz] von Oeynhausen zu Velmede, im Beisein des Bürgermeisters Reinermann [zu Kamen] und des Jost Krackerugge zur Begleichung von Schulden ihres Mannes ihm 100 Taler gegeben hat. (1606 Juli 4);
37. (Bl. 91) Notizzettel über den Empfang von Malter und Scheffel Roggen sowie Geld und Rente durch den beauftragten Leutnant Hans von Asseln. (1588-1607)




zwischen 1564/1595
Zwei Blankobesiegelungen durch Bernhard von der Heghe [zu Velmede]


Enthält : (2 leere Blätter, daran je 1 Siegel des Bernhard von der Heghe: 1. beschädigt; 2. erhalten)




1565 - 1650
Obligationen der Familie von Romberg zu Massen


Enthält :
1. Georg von Romberg zu Massen und seine Frau Hellenberg von Harfs bekennen, dass sie für 500 rheinische Goldgulden dem Bernhard von der Heghe zu Velmede im Amt und Gericht Kamen und dessen Frau Mette von Moninckhausen eine Rente in Höhe von 12 1/2 rheinischen Goldgulden und 12 1/2 Malter Korn, halb Roggen und halb Gerste Unnaer Maßes, zahlbar zu Ostern oder 8 Tage zuvor aus dem Hof Middendorf, gelegen in Wasserkurl im Amt und Gericht Unna, übergeben. Die Verkäufer behalten sich die Wiederlöse zu Ostern oder Palmsonntag mit 500 rheinischen Goldgulden vor. Romberg unterschreibt zusammen mit seiner Frau und siegelt mit Heinrich Vresendorp, Richter zu Unna. Zeugen sind Herr Johann und Cordt von Romberg, Wilhelm von Hambach und Wilhelm Tolner. (1565 April 23; Abschrift);
2. Georg von Romberg zu Massen und seine Frau Hellenberg von Harfs bekennen, dass sie für 200 rheinische Goldgulden dem Bernhard von der Heghe zu Velmede im Amt und Gericht Kamen und dessen Frau Mette von Moninckhausen eine Rente, zahlbar zu Ostern oder 8 Tage zuvor, aus dem Hof Middendorf, gelegen in Wasserkurl im Amt und Gericht Unna, übergeben. Die Verkäufer behalten sich die Wiederlöse zu Palmsonntag mit 500 [!] rheinischen Goldgulden vor. Romberg unterschreibt zusammen mit seiner Frau und siegelt. Zeugen sind Herr Johann und Cordt von Romberg, Wilhelm von Hambach und Wilhelm Tolner. (1565 April 23; Abschrift);
3. Jürgen von Romberg zu Massen, Drost zu Wetter, hat sich in Anwesenheit des Bernhard von der Heghe mit Caspar von Schwansbell [d. J.] über den von Heghe übergebenen Brief zu einer von 1566 bis 1581 zustehenden jährlichen Rente geeinigt. Romberg ist Schwansbell 193 Goldgulden und 12 1/2 Malter Korn schuldig. Romberg unterschreibt. (1581 November 21; Abschrift);
4. Berechnung der bis 1650 aufgelaufenen Schulden des Romberg zu Massen, Drost zu Wetter, wegen 2 Verschreibungen von 1565 in Höhe von 500 und 200 Reichstalern. Die Schuldsumme beträgt 3.127 Goldgulden.




1575
Protokoll des Wilhelm Westhoff, Richter zu Kamen, im Rechtsstreit Caspar von Schwansbell [d. Ä.] c/a Bernhard von der Heghe zu Velmede wegen erlittener Injurien und Schmähschriften hinsichtlich des Brautschatzes für Anna von der Heghe, [Frau von Schwansbell]


Enthält : (72 Blatt)




1576 Jan. 30,Hamm
Gerhard Ulenbroich, Bürger zu Hamm, Anwalt des Caspar von Schwansbell [d. J.], bittet den Notar Bonaventura Wullius um die Ausstellung einer Appellationsschrift zum Urteil des Richters zu Kamen, Wilhelm Westhoff, in der Schmähesache Caspar von Schwansbell [d. J.] c/a Bernhard von der Heghe zu Velmede. Zeugen sind Georg Malthan, Bürger zu Hamm, und Hermann Bluthove, Notar und Einwohner zu Hamm. Der Notar stellt in Hamm, im Haus der Margarethe, Witwe des verstorbenen Anthonius ..erschwiens, beim St. Georgs-Kirchhof, ein Notariatsinstrument aus und nimmt die Appellationsschrift darin wörtlich auf.


Enthält : (Ausf. - Perg.; 58,5x33,5 cm; Beschädigung durch Mäusefraß; Notariatssignet des Notars Bonaventura Wullius)




1588 März 22
Bernd von der Heghe zu Velmede und Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] bekennen, dass Adrian von der Heghe zu Hoetmar und Seppenhagen, Vetter bzw. Schwager, für die nachfolgend beschriebene Rente als Bürge mit seinen Gütern Kalßendorr, Middelhove und Geysenkamp, alle gelegen im Kirchspiel und Gogericht Sendenhorst im Stift Münster, eintritt. In der Verschreibung hat der Gograf Sybert von Eyl zu Langen als Bürge dem Herrn Dietrich Morrien, Vikar der Domkirche zu Münster, 300 silberne Reichstaler geliehen, wofür jährlich am 3. Fastensonntag genannt Occuli 18 Taler zu zahlen sind. Das Geld haben nun Bernd von der Heghe und Schwansbell erhalten. Sie entlassen nun Adrian von der Heghe als Bürgen. Als Pfand setzen sie den Hof des Goddert Mennen zu Derne, gelegen im Amt Lünen und Gogericht Kamen, ferner den Vogtshof und den neuen Kamp Ostheide, beides gelegen im Kirchspiel Methler und Bauerschaft Aden, sowie Ostermanns Hof, gelegen im Amt Hamm, Kirchspiel Herringen und Bauerschaft Heil. Bernd von der Heghe und Schwansbell unterschreiben und siegeln.


Enthält : (Abschrift)




1594 Juli 28,Schwansbell, in der großen Stube
Testament der Eheleute Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] und Anna von der Heghe; da ihre Tochter Anna und ihr Sohn Caspar gestorben waren, setzen sie ihren Sohn Heinrich als Erben ein.


Enthält : Sie wollen in der Pfarrkirche [St. Marien] zu Alt-Lünen bestattet werden. Sie setzen sich gegenseitig als Erben ein, wie im Heiratsvertrag vereinbart worden ist. Sollte Caspar vor Anna sterben, so erhält sie alle Güter zu Schwansbell, dazu 3.000 Reichstaler aus seinen Gütern und 3.300 Reichtaler aus dem Verkauf des Huckselshofes. Sollte ihr Sohn Heinrich nach Caspar, aber vor Anna sterben, so ist Anna Alleinerbin der oben genannten Güter und Gelder. Sollte Anna vor Caspar sterben, soll Caspar ihren Brautschatz und ihre Güter erhalten, wie im Heiratsvertrag vereinbart worden ist; ihre Verwandten sollen 200 Goldgulden und nicht mehr erhalten. Nach Annas Tod will Caspar geben: seinem Eidam bzw. Schwiegersohn Gerhard von Groll zum Klostern 2.000 Goldgulden; seiner Base bzw. Cousine Maria Schade 10 Taler; seiner Tochter Enneke 400 Taler, sofern sie nach Caspars Tod unverheiratet und noch nicht ausgestattet ist; Jost Krackerugges Söhnen Jodocus und Heinrich jeweils 100 Taler; Dietrich Serries, Bürgermeister zu Lünen, 100 Taler; den Armen zu Lünen 100 Goldgulden zugunsten der alten Hausarmen, wovon jährlich 12 alte Hausarmen eine Pension zu Mitwinter Abend [Tag vor Weihnachten] erhalten sollen; dem Pastor zu Alt-Lünen 1 Goldgulden; dem Küster zu Alt-Lünen 1/2 Goldgulden. Nach Caspars Tod will Anna geben: ihrem Eidam und Sohn Gerhard von Groll zum Klostern 500 Goldgulden; ihrer Base Metta von der Hege 200 Goldgulden; der Tochter ihrer Base Anna von der Hege, Anna von Zorßen [?], ihrem Patenkind, 100 Goldgulden; ihrer Schwägerin Maria Schade 10 Taler jährlich, solange sie im geistlichen Stand lebt; den Armen im Kirchspiel Methler 16 Goldgulden zugunsten der alten Hausarmen, wovon sie jährlich eine Pension zu Mitwinter Abend erhalten sollen; dem Pastor zu Methler 1 Goldgulden; dem Küster zu Methler 1/2 Goldgulden. Als Testamentsvollstrecker setzen sie Gerhard Morrien zu Nordkirchen, Erbmarschall des Stifts Münster, und Rotger von Düngeln zu Dalhausen, Erbschenk zu Essen, ein. Die Eheleute unterschreiben. Zeugen sind Dietrich Kumpsthoff, Richter zu Lünen, Dietrich Serries, Schotte Althof, Franz Hecking, Jürgen Landmann, [alte und neue ?] Bürgermeister zu Lünen, Schotte Homann, Notar, Cornelius Froning und Severin Schreiber, Bürger zu Lünen, die unterschreiben und zusammen mit Caspar von Schwansbell siegeln. Wessel Kramer, Notar und Sekretär zu Lünen, fertigt das Testament aus und beglaubigt es.
(Ausf. - Perg.; 47,5x63,5 cm; 9 anh. Siegel: 1. Caspar von Schwansbell, am Rand beschädigt, lose bei; 2. Dietrich Kumpsthoff, am Rand beschädigt; 3. Dietrich Serries, am Rand beschädigt; 4. Schotte Althof, erhalten; 5. Franz Hecking, ab; 6. Jürgen Landmann, ab; 7. Schotte Homann, ab; 8. Cornelius Froning, erhalten; 9. Severin Schreiber, ab; Notariatssignet des Notars Wessel Kramer. - RV)




1602 - 1608
Kapitalschuld des Bernhard von der Heghe zu Velmede


Enthält :
1. Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] hatte dem + Bernhard von der Heghe zu Velmede mehrere Güter als Pfand verschrieben und Geld geliehen und ist dafür gerichtlich in den Besitz der zum Haus Velmede gehörenden Holzgerechtigkeit in der Weinhoffer Mark eingewiesen worden. Zwischen Schwansbell und Moritz von Oeynhausen, gräflich lippischer Hofmeister und Rat, Besitzer des Hauses Velmede, wird nun vereinbart, dass die Schuldsumme 2.200 Reichstaler beträgt, die Oeynhausen anerkennt. In dieser Schuld sind nicht die Geldzahlungen enthalten, die bereits an den Richter zu Lünen, Dietrich Kumpsthoff, an Jürgen Koppers zu Lünen, an Goddert Havers zum Nierhof und anderen sowie die von Schwansbell seinem Schwager Oeynhausen und dessen Frau Mette von der Heghe erlassenen 606 Reichstaler, die aus dem Erbteil der + Catharina von der Heghe, Stiftsfrau zu Bedbur, stammen. Oeynhausen verspricht die Zahlung von 600 Reichstalern zu Weihnachten dieses Jahres und von 2.200 Reichstalern zu Ostern des nächsten Jahres. Schwansbell überläßt seinem Schwager Oeynhausen dafür 2 Kämpe, die seiner + Ehefrau aus dem Schultenhof und Roggenhof zu Alt-Methler verschrieben waren. Oeyhausen verspricht, Schwansbell hinsichtlich der der Witwe des + Dietrich Schotte zu Lünen gegebenen Verschreibung, von Adrian von der Heghe aus dem Huxelshof zu Aden erfolgten Verschreibung und die der Kirche zu Methler und Wilhelm Ketteler zu Hoetmar und Sythen betreffenden Ausstände schadlos zu halten. Unterhändler sind Hermann Reinermann, Bürgermeister zu Kamen, und Jobst Krackerugge zu Unna. Oeynhausen, seine Frau, Schwansbell, dessen Sohn Heinrich von Schwansbell und Krackerugge unterschreiben die beiden Ausfertigungen. (1602 September 30);
2. Vor Johann Bodde, Richter zu Kamen erscheinen Caspar von Schwansbell zu Schwansbell [d. J.] und Moritz von Oeynhausen zu Velmede, gräflich lippischer Rat und Amtmann zu Detmold. Schwansbell bekennt, dass er alle Briefe über die von Oeynhausen bezahlten Schulden diesem überläßt. Er behält sich jedoch die Schadloshaltung hinsichtlich der Verschreibung gegenüber der [Witwe] Schotte zu Lünen vor. Zeugen sind der Advokat Jobst Krackerugge und Antonius Niddermann gen. Merßmann, Gerichtsschreiber zu Kamen. Der Richter siegelt. Schwansbell und sein Sohn Heinrich von Schwansbell unterschreiben. (1604 Februar 5);
3. Zwischen Caspar von Schwansbell [d. J.] und seinem Sohn Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell einerseits und Jürgen Houmann, Bürger zu Lünen, andererseits war ein Streit entstanden über die Verschreibung des + Adrian von der Heghe zu Velmede auf den Huxelshof zu Aden, der auf Caspar von Schwansbell [d. J.] erfolgten neuen Rentverschreibung über 200 Goldgulden und 11 Goldgulden jährlicher Pension, der zwischen Caspar von Schwansbell [d. J.] und seiner + Frau [Anna von der Heghe] mit Moritz von Oeynhausen zu Velmede, gräflich lippischer Rat und Landdrost, erfolgten Schadloshaltung. Oeynhausen verspricht, Houmann 220 Königstaler zu zahlen. Heinrich von Schwansbell zahlt ihm 5 Königstaler und 1 Malter Gerste. Die 20 bzw. 5 Königstaler sollen innerhalb von 8 Tagen, die 200 Königstaler 8 Tage um Jacobi [Juli 25] bezahlt werden. Houmann zieht dafür die im Gericht zu Lünen gegen Heinrich von Schwansbell erhobene Forderung zurück. Unterhändler sind der Bürgermeister Georg Kramer und Hermann Reinermann, Dr. der Rechte, Jobst Krackerugge zu Unna und Hermann Stroschneider, Bürger zu Lünen. Caspar [d. J.] und Heinrich von Schwansbell, Oeynhausen, Houmann, Kramer, Krackerugge und Stroschneider unterschreiben. (Schultenhof zu Aden, 1608 Februar 18); - Vermerk: Quittung über die Zahlung von 5 Königstaler durch Heinrich von Schwansbell zu Schwansbell



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