Stadtarchiv Lünen
Adelsarchive
Haus Buddenburg (1391-1854 - Umfang 20 Urkunden, 73 Akten)


Signatur :

Name : Haus Buddenburg (1391-1854 - Umfang 20 Urkunden, 73 Akten)

Beschreibung :




Schloss Buddenburg, 1915 (Ansichtskarte Verlag Heinrich Nigge, Lünen)


Ende des 13. Jahrhunderts wird eine Burg in (Lünen-) Lippholthausen erwähnt, die gegen den Willen der Grafen von der Mark, der Grafen von Dortmund und der Reichsstadt Dortmund erbaut worden war und deshalb abgebrochen werden musste. 1330 wird erneut eine Burg, die Buddenburg, erwähnt. 1349 erklärte der Besitzer Evert Frydag sie zum Offenhaus gegenüber den Dortmundern. Die Burg geriet zunehmend unter dem Einfluss der Grafen von der Mark. 1432 erklärte Johann Frydag die Buddenburg zum Offenhaus für den Grafen von der Mark. 1549 stellte sich der Herr von Frydag ausdrücklich in den Schutz des Herzogs von Kleve-Mark und erklärte die Buddenburg zum dritten Mal zum Offenhaus. Der Herzog erkannte die Burg mit dem aus der Grafschaft Dortmund ausgeschiedenen Umland als ein selbstständiges Gericht und den Herrn von Frydag als Gerichtsherrn an. Der Gerichtsbezirk und der eigens gebildete Verwaltungsbezirk, die Herrlichkeit Buddenburg, gehörten spätestens 1552 zum märkischen Amt Lünen. 1565/1569 schlossen der Herzog von Kleve-Mark und die Reichsstadt Dortmund Verträge, die die strittige Grenze zwischen beiden Territorien bei Lippholthausen-Buddenburg festlegten.
Die Burg genügte Mitte des 19. Jahrhunderts nicht mehr den Ansprüchen der Besitzer. Sie wurde abgebrochen und durch einen Schlossneubau ersetzt. 1902 starb der letzte männliche Nachkomme aus dem Geschlecht der Herren von Frydag zu Buddenburg. 1913 wurde ein Großteil des Besitzes an die Stadt verkauft. Die klassizistische Schlossanlage wurde 1977 abgebrochen.

Das Adelsarchiv sollte mit dem Kauf des Grundbesitzes in den Besitz der Stadt Lünen übergehen. Der Verkäufer des Schlosses hielt diese Abmachung nicht ein. 1926 bot ein Kaufmann aus Dortmund der Stadt das Archiv zum Kauf an. Die Stadt kaufte einen Teil des Archivs, der für die Geschichte der Stadt und des Hauses Buddenburg von Bedeutung war. Andere Teile des Adelsarchives wurden den Städten Kamen, Unna, Dortmund und Altena sowie adligen Familien zum Kauf angeboten. Weitere Stücke wurden 1957 gekauft.

Das Adelsarchiv enthielt ursprünglich eine umfangreiche Urkundenüberlieferung. Akten des 19. Jahrhunderts fehlen, vor allem über den Schlossbau 1846/47. Akten zur Wirtschafts- und Familiengeschichte befinden sich im Bestand Bürgermeister Schultz, der von 1805 bis 1836 die Verwaltung auf Buddenburg als Kurator für den geisteskranken Freiherrn von Frydag führte.



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken