Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Einzelne Beiträge in der Zeitschrift "Auf roter Erde", Jahrgang 1931

v.num : 394

Enthält : 6. Jahrgang Nr. 1:
- Die 'heimliche Losung' der Feme. Von Friedrich zur Bonsen
- Die Amtshäuser der alten münsterischen Gilden. Von Eugen Müller
- Die Begräbnisstätten der Bischöfe von Münster. Von Paul Wermers

6. Jahrgang Nr. 2:
- Mittelalterliche Hostienwunder und Wunderhostien in Westfalen und Niedersachsen. Von Klemens Löffler
- Eine Chronik aus dem Siebenjährigen Kriege. Von Ferdinand Schmidt
- Die 'heimliche Losung' der Feme. Von Friedrich zur Bonsen
- Ein Münsteraner Kriegsheld im Jahre 1866. Von Ewald Reinhard
- Die Begräbnisstätten der Bischöfe von Münster. Von Paul Wermers
- Neue Bücher zur westfälischen Geschichte. Von Rudolf Schulze

6. Jahrgang Nr. 3:
- Wie August Hermann Niemeyer 1806 Münster sah. Von Rudolf Sellmann
- Mittelalterliche Hostienwunder und Wunderhostien in Westfalen und Niedersachsen. Von Klemens Löffler
- Ein Münsterer Kriegsheld im Jahre 1866.
- Die Begräbnisstätten der Bischöfe von Münster. Von Paul Wermers
- Neue Bücher zur westfälischen Geschichte. Von Rudolf Schulze

6. Jahrgang Nr. 4:
- Der Postdienst in Münster während der Westfälischen Friedenstagung (1641-1649). Von Eugen Müller
- Das Dominikanerkloster zu Münster im 18. Jahrhundert. Von Theodor Rensing
- Der Statthalter Napoleons 1. und die Westfalen. Von A. Gerdes
- Aus dem Werdegang der westfälischen Eisen- und Kohlenindustrie. Von Alois Meister
- Die Begräbnisstätten der Bischöfe von Münster. Von Paul Wermers

6. Jahrgang Nr. 5:
- Aus dem Briefwechsel des Erzbischofs Grafen von Spiegel von Köln mit Ignaz Heinrich von Wessenberg. Nach neueren Funden von Ewald Reinhard
- Der Statthalter Napoleons 1. und die Westfalen. Von A. Gerdes
- Der Postdienst in Münster während der Westfälischen Friedenstagung. (1641-1649) Von Eugen Müller
- Aus dem Werdegang der westfälischen Eisen- und Kohlenindustrie. Von Alois Meister
- Neue Bücher zur westfälischen Geschichte. Von Rudolf Schulze

6. Jahrgang Nr. 6:
- Freiherr vom Stein im Münsterlande (1816-1831). Von Josef Lappe
- Des Freiherrn vom Stein Tod und letzte Fahrt. Zur Wiederkehr seines 100. Todestages am 29. Juni. Von Eugen Kuntze
- Der Dom zu Münster i. W. und seine Bedeutung für den norddeutschen Ziegelbau, besonders in Hamburg und in Meldorf i. H.. Von Ferdinand Hestermann
- Aus dem Werdegang der westfälischen Eisen- und Kohlenindustrie. Von Alois Meister
- Zur Biographie des Hermann Zoeftius. Von Klemens Löffler

6. Jahrgang Nr. 7:
- Das Münzwesen der Stadt Rheine. Von Busso Peus
- Der Statthalter Napoleons 1. und die Westfalen. Von A. Gerdes
- Aus dem Briefwechsel des Erzbischofs Grafen von Spiegel von Köln mit Ignaz Heinrich von Wessenberg. Nach neueren Funden von Ewald Reinhard
- Der Tod des Murmellius. Von Klemens Löffler
- Die Begräbnisstätten der Bischöfe von Münster. Von Paul Wermers
- Neue Bücher zur westfälischen Geschichte. Von Rudolf Schulze

6. Jahrgang Nr. 8
- Zur Geschichte der Burg Harkotten bei Füchtorf. Von Rudolf Schulze
- Der Statthalter Napoleons 1. und die Westfalen. Von A. Gerdes
- Die Arbeitsanstalt für arme Kinder in Münster von 1805-1826. Von Eugen Kuntze
- Aus dem Briefwechsel des Erzbischofs Grafen von Spiegel von Köln mit Ignaz Heinrich von Wessenberg. Von Ewald Reinhard
- Die Begräbnisstätten der Bischöfe von Münster. Von Paul Wermers
- Neue Bücher zur westfälischen Geschichte. Von Rudolf Schulze

6. Jahrgang Nr. 9
- Aus dem Leben eines Münsterer Dominikaners. Von Theodor Rensing
- Zur Geschichte der Burg Harkotten bei Füchtorf. Von Rudolf Schulze
- Die Aussteuer einer Münsterer Bürgerstochter um 1647. Von Ernst Hövel
- Die Arbeitsanstalt für arme Kinder in Münster von 1805-1826. Von Eugen Kuntze
- Der Statthalter Napoleons 1. und die Westfalen. Von A. Gerdes
- Die Begräbnisstätten der Bischöfe von Münster. Von Paul Wermers
- Neue Bücher zur westfälischen Geschichte. Von Rudolf Schulze

6. Jahrgang Nr. 10
- Der Kampf um den Lambertikirchturm. Aus der Chronik Ludwig Fickers. Von Ernst Hövel
- Das Kupferschmiedsgeschenk. Urkundliches über einen mittelalterlichen Handwerksbrauch. Mitgeteilt von Ferd. Schmidt
- Die Tragödie an der Dingstiege bei Münster (1582). Von Friedrich zur Bonsen
- Rote Erde und Roland. Von Klemens Löffler
- Die Begräbnisstätten der Bischöfe von Münster. Von Paul Wermers
- Neue Bücher zur westfälischen Geschichte. Von Rudolf Schulze
-




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Verwunschene Villa am Rande von Kinderhaus

v.num : 450

Enthält : Villa in Kinderhaus, Brüningheide 90 (Brüningheide: Name ist abgeleitet vom Bauernhof Schulze-Brüning in der Bauerschaft Uppenberg)
1921 errichtet, 1922 bezugsfertig, Bauherr Eduard Schulte (vermutl. geb. 1883), Architekt Johannes Nellisen
Familie Schulte kehrte 1921 aus Amerika zurück
1927: Verkauf an Landwirt Julius Roberg
1980: Sitz einer sozialen Einrichtung, Diplompsychologe Hans-Josef Krippendorf und Ehefrau gründeten den Verein Kinderhaus Münster, Betreuung von Kindern und Jugendlichen
1987: Villa wird unter Denkmalschutz gestellt

Darin : Der Erbauer des Hauses ist weitgehend unbekannt




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Die Zitadelle Coesfeld als Landesresidenz

v.num : 451

Enthält : Bau der Zitadelle geht auf Regierungszeit des Christoph Bernhard von Galen (1606-1678) zurück, als Initiator großer Festungsanlagen bekannt
1656: Grundsteinlegung
Baumeister Bernhard Spoede
1659: Einweihung der "Sankt Ludgerusburg"
1666: Frieden von Kleve

Darin : Aufstieg und Niedergang einer Festung




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Der Maler, der die Uhr im Dom verzierte

v.num : 452

Enthält : 1408 Bau der astronomischen Domuhr (von einem Mönch aus dem Kloster Hude bei Oldenburg konstruiert)
sie besaß wahrscheinlich bereits einen Dreikönigsumgang mit Glockenspiel über der Uhr
1496 Geburt des Malers Ludger tom Ring, Gegner der Täufer, verließ die Stadt zum Beginn der Belagerung
24.2.1534 wurde die Domuhr im Bildersturm der Täufer zertört
1535-1542 nach Rückeroberung der Stadt, Wiederaufbau der Domuhr (wahrscheinlich nur Reperatur der alten Uhr)
Malerei des Ludger tom Ring ist eine Neuschöpfung, nach dem Wiederaufbau, dieser wurde beauftragt das Gehäuse der Uhr und die 12 Monatsbilder künstlerisch zugestalten
1709 Restaurierung der Domuhr durch Adolff Heinrich Schmoeck, der die 12 Monatsbilder komplett neu auftrug, teilweise veränderte er die Bilder, z.B. durch Hinzufügung neuer technischer Geräte auf den Bildern
gut erhalten sind die Malereien tom Rings in den vier Zwickeln des Ziffernblattes, je ein Zwickel zeigt das Symbol eines der vier Evangelisten
im Zentrum des Dreikönigsumgangs zeigt tom Ring Maria mit Kind vor einem verfallenen Palast (dieser soll zeigen, dass mit der Geburt Jesu das Alte zu Ende geht und etwas neues beginnt)
links und rechts sind staunende Zuschauer zu sehen, die den Aufzug der heiligen Könige beobachten, darunter auch der Maler selbst, sowie seine Söhne Ludger und Hermann, Dietrich Tzwyfel und Joannes Aquensis, welche das Uhrwerk berechneten und Nikolaus Windemaker, der das Uhrwerk konstruierte
da die beiden Gewölbe vor der Uhr die einzigen im ganzen Dom waren, die nicht im 2. Weltkrieg zerstört wurden, ist die Uhr bis heute erhalten




Darin : Ludger tom Ring und seine Monatsbilder




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"Was waren wir früher glücklich!"

v.num : 453

Enthält : Briefwechsel zwischen dem jüdischen Pharmakologen Prof. Dr. Hermann Freund (1882-1944) und seinem Freund und Schüler Dr. Willy König (1903-1963)

1924 erhielt Prof. Dr. Hermann Freund den Lehrstuhl für Pharmakologie an der gerade in Gründung befindlichen Medizinischen Fakultät der Universität Münster und wurde Direktor des Pharmakologischen Institutes.

30. März 1933 erste von zahlreichen Amtsenthebungen
1939 Übersiedlung in die Niederlande
1942 Deportation in Lager Westerbork
1944, Januar Lager Theresienstadt
1944, Oktober Lager Auschwitz, Ermordung

Darin : Der Briefwechsel zwischen Hermann Freund und Willy König




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Theodor Fontanes Verwandtschaft in Münster

v.num : 454

Enthält : - Carl Soldmann (geb. 1835, gest. 1910; in ganz Deutschland als Postaspirant arbeitend, bis er münsterscher Oberpostdirektor wird 1883), Eugen Müller galt als die rechte Hand Carl Soldmanns
- 1883 wird er Mitglied des Civilclubs und des Westfälischen Provinzialvereins für Wissenschaft und Kunst
- Tochter Martha Soldmann verheiratet sich 1886 mit Theodor Fontane jun. (dem Sohn des Dichters Theodor Fontane)

Darin : Verbindungen zum kaiserlichen Oberpostdirektor Soldmann




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Eine geistliche Partnerschaft in der Aufklärung

v.num : 455

Enthält : - Denkmal Bernhard Overbergs (geb. 1754, gest. 1826; Lehrer der Normalschule): Überwasserkirchplatz an der Wilhelmstraße in Münster
- bekannt durch die Reformierung des Landschulwesens des Fürstbistums, richtete die "Normalschule" ein mit den Normen einer neuen Pädagogik
- 1809 wird er zum Regens des Priesterseminars und zum Dechant in Überwasser gewählt
- besonderes geistliches Verhältnis zur damals wohl berühmtesten Einwohnerin Münsters: Fürstin Amalie von Gallitzin, er übernimmt die Rolle eines Hausfreundes und Lebensbegleiters


Darin : Bernard Overberg und Amalie von Gallitzin




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Pflicht und Freiheit des Gewissens

v.num : 456

Enthält : - Peter Nellen (geb. 1912, gest. 1969) wurde 1949 als einer der jüngsten Abgeordneten in den Deutschen Bundestag gewählt
- er gewann 1949, 1953 und 1957 das münsterische Direktmandat für den Deutschen Bundestag, 20 Jahre lang Abgeordneter in Bonn, 1960 Wechsel von CDU zu SPD, Ausbilder in der berüchtigten Strafdivision 999
- Er berief sich stets auf sein eigenes Gewissen und die kirchliche Morallehre
- Auch nach seinem Parteiwechsel blieb die Lehre der katholischen Kirche Fundament und Richtschnur seines politischen Handelns

Darin : Peter Nellen - ein Querdenker im Bundestag




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Rätselhaftes Grabdenkmal in Nienberge

v.num : 457

Enthält : Grabdenkmal / Epitaph der Theodora Schmedding, geborene Cossaert, geb. 5. Mai 1752 und gestorben 20. Januar 1826, in der St. Sebastian-Kirche in Nienberge.
Theodora Schmedding war Inhaberin der Weinschänke am Prinzipalmarkt 11

Epitaph war angebracht vor einer so genannten "Brauttür" auf der Nordseite der Kirche (aus dem Jahr 1499, der Zeit des ursprünglichen Kirchenbaus)

Epitaph war vorher Grabstein für Johann Herman Valkamp (1773 mit der Renovierung des münsterschen Rathauses beauftragt), Gildemeister und Steinmetz, und seine Ehefrau Anna Christina

Darin : Geheimnisvoller Stein erzählt zwei Lebensgeschichten




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Heinrich Brüning und das Ende der Zentrumspartei

v.num : 458

Enthält : Brüning war von 1930 bis 1932 Reichskanzler. Er war führender Kopf der Zentrumspartei.
1934 Exil, zunächst in die Niederlande, später nach England und in die USA
Grab auf dem Zentralfriedhof in Münster

Inhaltlich geht es um die Hintergründe der Selbstauflösung des Zentrums im Juli 1933 (in Folge des Ermächtigungsgesetzes von 1933)
Als eine der Verfassungsparteien von Weimar galt ihre Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz als eine faktische Aufhebung der Weimarer Verfassung
5.07.1933 politische Kapitulation der Zentrumspartei

Darin : Kapitulation vor dem Nationalsozialismus




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Albert Lortzing - ein Theaterstar in Münster

v.num : 459

Enthält : 1801 in Berlin geboren, 1851 gestorben
Mitglied der Theatertruppe Pichler
zwischen 1827-1833: zeitweise als Tenor- und Baritonsänger und Schauspieler am münsterischen Theater tätig
Opernkomponist, begann seine Karriere in Münster, wechselte zeitweise nach Leipzig
in Münster Uraufführung erster Opern
weniger die Gesellschaftskritik, eher die musikalische Qualität seiner Bühnenwerke führten zum Erfolg

Darin : Komponist wirkte auch als Sänger in Münster




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Der Aasee im Mittelpunkt kühner Planungen

v.num : 460

Enthält : Bau- und Planungsgeschichte der Mensa I am Aasee
1929 Erwerb des Gebäudes "Aaseehaus" durch die Stadt Münster
Planungen für ein Café am Aasee (nie realisiert), Nutzung als Telegrafenamt, Büro- und Lagerhaus, später dann als Mensa
Beginn der 1930er Jahre erste Umbauplanungen zur Mensa durch Mülheimer Architekten Theodor Suhnel (geb. 1886, gest. 1965)

Darin : Der Architekt Theodor Suhnel und seine Ideen




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Der schwierige Weg nach Dortmund

v.num : 461

Enthält : 17.10.1928 Eröffnung der Strecke
1911 erste Planungen
1913 Bewilligung von Finanzmitteln
Plan zunächst Bau einer zweigleisigen Vollbahn
Baubeginn im Bereich des heutigen Bahnhofs Lünen-Preußen
1914 Baustopp
1921 Fertigstellung der ersten knapp 10 Km
Weiterer Streckenausbau verzögerte sich
OB Sperlich und Landrat Franz Graf von Westphalen setzten sich für weiteren Ausbau ein
1926 / 1927 Denkschrift von Georg Sperlich zum Weiterbau und zweigleisigen Ausbau
Sommer 1928 Mitteilung der Reichsbahndirektion Münster die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Dortmund - Lünen - Münster als lokale Nebenbahn
Einbezug des Haltepunktes Geist. Dieser war gebaut worden auf Betreiben der Kriegerheimstätten-Genossenschaft an der Strecke Münster - Coesfeld - Empel (heute Baumbergebahn)
1928 / 1930: Gleichzeitig mit der Bahn Münster - Dortmund wurde auch die Güterumgehungsbahn gebaut. Sie beginnt im Bahnhof Mecklenbeck und quert die Dortmunder Strecke im Bereich der so genannten Grafschaft. Eröffnet wurde sie im Herbst 1930.
2008/2009 Planungen für einen zweigleisigen Ausbau

Darin : 80 Jahre Bahnstrecke Dortmund - Lünen - Münster: Entstehungsgeschichte und ehemalige Betriebseinrichtungen




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Modernes Krankenhaus im alten Gewand

v.num : 462

Enthält : 1902 Akademie erhält Universitätsstatus
1914 erste Planungen für Bau der Universitätskliniken
10/1913-08/1914: Ausarbeitung des Bauvorhabens durch Geheimen Oberbaurat Dr. med. h.c. Thür und Regierungsbaumeister Schindowski
1915 Beginn der Bauarbeiten an der Chirurgischen, der Medizinischen und der Frauenklinik sowie des Verwaltungsgebäudes
Ende 1916 wurde das die Bauarbeiten koordinierende Neubauamt geschlossen, die bereits begonnenen Arbeiten eingestellt
Winter 1916/17 Stilllegung der Baustelle
1919 Regierungs- und Baurat Otto Weißgerber neuer Leiter des Neubauamtes
Fortsetzung der Baumaßnahmen
1923/24 erneute Bauunterbrechung
1925 Weiterbau
15. bis 17. Mai 1925 Eröffnung der Gebäude

Darin : Die Universitätskliniken am Westring in Münster - ein Nachklang des Neobarocks in den 1920er Jahren




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Wo der junge Hermann Löns wohnte

v.num : 463

Enthält : Beginn des 19. Jh.: Aufhebung der Kommende
Johanniterkommende war eigentlich nur eine Filiale oder Stadtresidenz der Kommende Steinfurt.
Nachdem 1544 in der Grafschaft Steinfurt die Reformation eingeführt worden war, verlegte der Orden noch vor dem Dreißigjährigen Krieg seinen Sitz nach Münster.
Bald darauf übertrug der Komtur der Kommende dem Guardian, dem Vorsteher, des Oberservantenklosters die Pfarrechte über alle auf der Kommende Wohnenden.
Letzter Komtur war Freiherr Franz Heinrich Truchsess von Rheinfelden (gest. 1812), Verwaltung hatten Lucas Becker und sein Sohn Heinrich übernommen.
1806, 2. August: Einziehung der Kommende Steinfurt durch das Großherzogtum Berg; Filiale Münster lag auf preußischem Gebiet
1810, 21. Februar: Aufhebung der Kommende Münster
1811, 14. Nov.: Aufhebung Observantenkloster
1817: Übertragung der Kommende an Fürsten zu Bentheim und Steinfurt
Auf dem Gelände standen drei Gebäude: das etwas zurückliegende ehemalige Herrenhaus, Bergstraße 37, an das sich die Kapelle anschloss, und zwei direkt an der Straße liegende Vorderhäuser, Bergstraße 36 und 38

Im Herrenhaus wohnten u.a. Regierungspräsident Albert Vahlkampf, Regieurngsräte Franz Lehmann und Christian Sethe, später Major Hofmann. Carl von Westhoven und Ludwig Bungert, Lehrer am Paulinum
1884-1890 Hermann Löns
1932 eröffnete die Stadt in den oberen Räumen des Herrenhauses ein Museum für drei berühmte Münsteranerinnen: Annette von Droste-Hülshoff, Bildhauerin Elisabet Ney und Fürstin Amalie von Gallitzin
einer der letzten Bewohner war Kreistierarzt Dr. Bernhard Schubert
ab 1853 wohnte Gärtnerfamilie Newels im westlichen Vorderhaus an der Bergstraße 36
im östlichen Vorderhaus, Bergstraße 38, befand sich viele Jahre die Schankwirtschaft "Zur Fürstenhalle"
Beide Gebäude gibt es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr
1946 Verkauf des Trümmergrundstücks mit der leicht beschädigten Johanniterkapelle an die Evangelische Kirche von Westfalen
1951 erfolgte nördlich an der Kirche ein Anbau: LEhrlingsheim, heu Gemeindebüro und Pfarrdienstwohnung der Apostelgemeinde
1952 folgte das inzwischen abgerissene Studienhaus Hamannstift
1956 auf dem vorderen Teil des Geländes das Pfarrhaus der Apostel-Kirchengemeinde
1958 an der Stelle des ehemaligen Herrenhauses Bau des Volkening-Heims, Begegnungsstätte und Wohnheim der Evangelischen Studierendengemeinde

Die einstmals katholische Johanniterkommende hat sich zu einem Zentrum evangelischen Lebens in Münster entwickelt

Darin : Die Säkularisation der Johanniterkommende in Münster und ihr späteres Schicksal




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Technisches Meisterwerk überstand die Zeit

v.num : 464

Enthält : Autor diskutiert das Entstehungsdatum der Domuhr
Die Domuhr zu Münster zählt zu den aufwendigsten und kunstvollsten ihrer Art in Europa
1408: Weihe der Uhr
1540: Wiederherstellung und ggf. Erweiterung der Uhr nach Schäden in der Täuferzeit
um 1540 Gestaltung des Giebelbildes durch Ludger tom Ring
vergleichende Untersuchungen ergaben große Übereinstimmung zwischer der Uhr von 1405 in der Lübecker Marienkirche und der Domuhr von Münster

Darin : Die Astronomische Uhr im Dom zu Münster




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Experiment endete mit einer Explosion

v.num : 465

Enthält : 27. Mai 1920: Aufgrund einer Explosion im Chemischen Institut waren zehn Opfer zu beklagen.

Bei einer Traueransprache werden 400 im Ersten Weltkrieg umgekommene Studenten erwähnt.

Darin : Die Westfälische Wilhelms-Universität beklagte im Jahre 1920 den Tod von zehn Studenten




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Aus einem Munitionsdepot entstand ein ganzes Dorf

v.num : 466

Enthält : Zur Entstehung von Reckenfeld aus einem im Ersten Weltkrieg gebauten Nahkampfmitteldepot (Munitionsdepot) (Hembergen)
Lage an der Bahnstrecke nach Rheine zwischen Greven und Emsdetten
am Bau waren Kriegsgefangene beteiligt, zunächst waren sie im Lager Rennbahn/Münster untergebracht, später Errichtung eines Lagers im Depot
nach dem Ersten Weltkrieg bis 1923 andauernde Vernichtungsaktion der Munition
Freigewordene Schuppen wurden zu Siedlungszwecken umgebaut.

Darin : Blick auf die einzigartige Geschichte der Ortschaft Reckenfeld




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Schicksalhafte Begegnung in Münster

v.num : 467

Enthält : Marianne Zoff, Ehefrau von Bert Brecht, war ab Juni 1925 am Stadttheater in Münster engagiert.
Begegnung mit dem Komödianten Theo Lingen, den Marianne Zoff 1928 heiratete.

Darin : Bert Brecht, Marianne Zoff und Theo Lingen




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Romantisches Kleinod vor der Stadt

v.num : 468

Enthält : - ursprünglich im Besitz des Domkapitels - Dompropstei
- Ende des 15. Jh. als Lehen an Erbmännerfamilie von Grael, schon vor 1535 machte die Erbmännerfamilie aus dem ursprünglichen Hof ein adeliges Haus
- während der Täuferunruhen - Einquartierung einer Reiterkompanie
- 1579 als Lehnsbesitz durch Heirat an Herren von Bischoping / Bischopinck
- ca. 1635 Einquartierung kaiserlicher Truppen während des Dreißigjährigen Krieges
- im Besitz der Bischopings verblieb Haus Grael bis zur Säkularisierung
- 1812 Kauf durch Kaufmann Gerhard Schücking (gestorben Juni 1842), in der Folge Zuwächse an Grundstücken, u. a. auch der benachbarte Maikotten
- Schücking ließ Gut Grael in ein herrschaftliches Anwesen umwandeln.
- Neugestaltung der Parkanlagen
- Nutzung von Flächen für Gemüseanbau, Fischzucht
- um 1830 Bau einer einstöckigen Sommervilla, Architekt Wilhelm Salzenberg
- 1842 erbt Nicht Auguste Scheffer-Boichorst, verwitwete Ficker, das Gut
- 1865 Erweiterung des Hauses, Aufsetzung eines weiteren Stockwerkes
- 1877 Weitervererbung an Tochter Bertha Ulrich, geb. Ficker
- 1902 brennt das Sommerhaus fast völlig ab
- 1905 Neubau des noch heute vorhandenen, größeren Hauses auf alten Grundmauern
- 1915 Beschädigung durch Explosion des Pulverschuppens
- Anfang der 1990er Jahre - kein Denkmalschutz für das Haus festgestellt, aber Gräftenanlage als Bodendenkmal deklariert


Darin : Haus Grael am Maikottenweg hat über Jahrhunderte viele unterschiedliche Hausherren gesehen




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Warum Wilhelm Busch Münster mochte

v.num : 469

Enthält : - Bezüge von Wilhelm Busch zu Westfalen bzw. Münster ergeben sich aus seiner Biographie, aus seinem Werk und aus der Rezeptionsgeschichte
- 1883 erster von insgesamt zwölf Besuchen Buschs in Münster
- wohnte u.a. bei Familie des Rechnungsrates Meyer, die in der Johanniter-Kommende, Bergstraße 37 lebte
- Margarete Thomsen, geb. Meyer, (1879-1974) war Nichte Buschs. Sie unterhielt ab 1892 rege Briefkorrespondenz mit ihm.
- vermutlich 1907 Besuch des Civil Clubs, dazu Verfassung eines Gedichtes

Darin : Der Maler und Dichter besuchte hier nicht nur seine Nichte, sondern hinterließ auch lobende Worte über Land, Leute und deftige Kost




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Zwischen Erwachsenentaufe und Gewalt

v.num : 470

Enthält : - zwischen 1530 und 1535 wechselten Einwohner von Münster drei Mal die Konfession
- politisch vollzog sich ebenfalls ein Wechsel: zugunsten anderer Regierungsformen verloren Bischof und Stadtrat zeitweise die Herrschaft über die Stadt
- Zwischenstation: 1534 Einrichtung einer "religiösen Verfassung" auf der Basis des Alten Testaments sowie die Installation einer Theokratie mit König und Hofstaat
- demografische Entwicklung: zu Beginn des 16. Jh. hatte Münster etwa 9000 Einwohner, 1535/34 heftige Zu- und Abwanderungsbewegungen, es dauerte Jahrzehnte bis die Zahl von 9000 Einwohnern wieder erreicht wurde
- ab Frühjahr 1534 wurde die Erwachsenentaufe praktiziert
- zu den Gewaltanwendungen wird heutzutage die These vertreten, dass die Täufer sich in einer Art "erlaubter Notwehrsituation" befunden hätten gegen die seit 1534 intensivierte bischöfliche Belagerung
- zu dieser These nimmt Autor Stellung: nach Augenzeugenbericht von Heinrich Gresbeck kam es ab Februar 1534 zu tätlicher Gewalt
- zunächst war die Basis der Täufer: Erwachsenentaufe, Gewaltverzicht, Gleichheit, dann Ausrufung des Jan van Leiden zum König
- Anwendung heftiger Gewalt zur Herrschaftsstabilisierung mit zunehmender Bewaffnung der täuferischen Einwohner, also keine Notwehrsituation
- Täufer beanspruchten eine ultimative Stellung als religiöse Reiniger der Stadt vor der bevorstehenden Wiederkehr Christi, damit auch Legitimation von Gewaltanwendung zur Durchsetzung des reinen christlichen Glaubens sowie der Etablierung des Propheten- und Königtums und der religiösen Stadtverfassung

Darin : Die Täufer von Münster (1532-1535): Zunächst biblisch und friedlich - schließlich fundamentalistisch und brutal




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Ein verlorenes Architektur-Ensemble

v.num : 471

Enthält : Geschichtlicher Wandel der Bebauung des Domplatzes
- Domplatz 24: Umbau der Siegelei zur fürstbischöflichen Residenz durch W. F. Lipper, 1816 erhielt das Gebäude durch August Reinkings ein klassizistisches Gepräge, 1901 Abbruch: Bau des Lugerianums, Architekt Franz Wucherpfennig, 1960 Baubestand der Universität

- Domplatz 22: Abriss der Domkurie, 1880-1951 Akademiegebäude, Architekt Hilger Hertel d. Ä., ab 1902 Universitätshauptgebäude

- ab 1862 Ständehaus, erster historistische Neubau am Domplatz, gebaut nach Plänen des Regierungsbauinspektors Keil auf dem Kellergeschoss der barocken Plettenbergschen Domkurie

- Domplatz 25: ab 1864 Bischöfliches Museum für christliche Kunst war der zweite historistische Bau am Domplatz, Architekt. Diözesanbaumeister Emil von Manger (1824-1902), errichtet an Stelle der Domherrenkurie von Weichs

-1896 Beschluss zum Neubau des Landeshauses

Darin : Historische Gebäude prägten das Gesicht des münsterschen Domplatzes im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts




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"Menschen bilden" war sein oberstes Ziel

v.num : 472

Enthält : - Franz Friedrich Freiherr von Fürstenberg (geb. 7.08.1729) verzichtete auf sein Amt als "Minister... von wegen dem Hochstift Münster", der Bildungssektor sah er als sein wichtigstes Aufgabenfeld an
- Kapitularvikar bis 1807
- die Fürstin Amalia von Gallitzin war seine enge Vertraute
- Hauptziel seiner Politik als Minister war es gewesen, die religiös-kirchlichen Fundamente und die Verfassung des geistlichen Staates zu sichern
- von ihm gingen Reformen im Rechtswesen, im Bildungswesen und bei der Militärverfassung aus, an die man nur noch anzuschließen brauchte
- Kurator und "spritus rector" der Universität bis 1805, als Generalvikar und Vorsitzender einer Schulkommission für die Formung einer fähigen Lehrerschaft tätig
- gestorben am 16.09.1810, auf dem Überwasserfriedhof beigesetzt, 1929 auf den Domherrenfriedhof des Domes umgebettet
- Fürstenberg als "Vater des Vaterlandes und der Armen" bezeichnet

Darin : Das Bistum Münster erinnert sich an den Generalvikar und "Bildungspolitiker" Franz von Fürstenberg, der vor 200 starb




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In höchster Not im Münsterland gestrandet

v.num : 473

Enthält : 1945, 21.11.: Beschluss des Alliierten Kontrollrates; 1946, 14.02. Ausführung dieses Beschlusses bzw. britisch-polnisches Abkommen zur Vertreibung von Deutschen vornehmlich aus Schlesien

Aufnahme von ca. 567.000 Vertriebenen in Westfalen

bis 1950 Verbot der Errichtung von Gedenkstätten durch die britische Militärregierung

erste Mahnmale entstanden im Kreis Warendorf - Zentrum der Erstaufnahme

April 1951 Errichtung eines Gedenkkreuzes in der Gemeinde Einen bei Warendorf

1955 Gedenktafel zur Vertreibung am Rathaus (heute Heimatstube) in der Stadt Warendorf

1988 Bildstock in Telgte, in Wadersloh Flüchtlingsstele

1995 in Ahlen Skulptur "Mutter der Flüchtlinge"

2002 Gedenkstein vertriebener Reichenbacher in Warendorf

zahlreiche Mahnmale auch im westlichen Münsterland - z. B. Kreis Ahaus

2005 Horstmar Gedenktafel

2007 Mahnmale in Nordkirchen-Capelle, Steinfurt

Ehrenfriedhöfe z.B. in Maria-Veen, Reken

Darin : Im Herbst 1945 rollten die ersten Elendszüge mit ostdeutschen Heimatvertriebenen / Denkmäler halten Erinnerung wach




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Freizeitparadies für alle Jahreszeiten

[Bau des Aasees]


v.num : 474

Enthält : 1897 Liedtext von Hermann Landois mit Anspielungen auf den Aasee / Aa Bassin

1888: Bericht / schriftliche Aufzeichnung zur Möglichkeit der Anlage eines Aasees:
Vor Bau des Aasees wurde im Winterhalbjahr regelmäßig die Aa oberhalb der Stadt aufgestaut und so die Aa-Wiesen unter Wasser gesetzt. Dies schlägt er nun vor, auch auf das Sommerhalbjahr auszuweiten.

1896 erneutes Aufgreifen dieser Idee (siehe Münsterischer Anzeiger Nr. 306 vom 9. November 1896), Kostenplanung für den nötigen Grunderwerb

1896, November 13.: Schreiben an den Oberbürgermeister

1898 Bebauungsplan für die Aa-Wiesen

1899 Beginn des Kaufs der nötigen Grundstücke, Verhandlungen zogen sich bis 1911 hin

1914, Frühjahr Beginn der Erdarbeiten durch italienische Gastarbeiter ohne Maschinen

1914-1918 Baustopp wegen des Ersten Weltkrieges

1922 Wiederaufgreifen der Pläne durch Oberbürgermeister Georg Sperlich

1925, Januar 4.: Großes Hochwasser

Bauarbeiten als Notstandsmaßnahme gegen Arbeitslosigkeit

1926, August: Wiederaufnahme der Arbeiten am Aasee

1931, Dezember 1.: Durchstich des provisorischen Dammes

Darin : Die Hamburger Alster inspirierte ihn: Professor Hermann Landois (1835-1905) und seine Visionen vom Aasee




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Ein Stück Italien am Boniburger Wald

v.num : 475

Enthält : - Die Dyckburg, früher ein bescheidener Landsitz vergangener Geschlechter, von 1949 bis 2007 Praffkirche, heute Teil der neuen Gemeinde St. Petronilla Handorf, bereits um 1400 urkundlich als "mansus to dyke" (Haus am Teich) erwähnt
- ursprünglich im Besitz der Erbmännerfamilie Bischoping, im 16. Jhd. an den Patrizier und viermaligem münsterschen Bürgermeister Johann von dem Berswordt übergehend, um 1700 an einen gewissen Ökonomen Rössing
- Loreto-Kapelle 1740 von Johann Conrad Schlaun errichtet
- 1778 erbt der münstersche Domkapitular Reichsgraf Friedrich von Plettenberg die Dyckburg
- ab 1860 werden auf der Dyckburg regelmäßig Maiandachten gefeiert
- der aus einem schlesischen Adelsgeschlecht stammende Graf Bonifaz von Hatzfeld-Trachenberg ist seit 1883 der letzte private Besitzer und geleichzeitig "Patron" der Dyckburg
- Erweiterungen: achteckiger Kuppelbau, Kapellenanbau, bunte Fenster mit figürlichen Darstellungen, Mosaik
- Die zweiten Frau des Grafen Bonifaz verkauft die Dyckburg 1923 zusammen mit der Boniburg an die Stadt Münster
- 1.06.1949 Wendepunkt der Dyckburg-Geschichte von der Kapelle zur Pfarrkirche (=Geburtstag der Pfarrgemeinde St Mariä Himmelfahrt
- weitere Pfarrer der Dyckburggemeinde: Wilhelm Meinert (1949-1964), Hermann Klaverkamp (1965-1985), Ulrich Zurkuhlen (1985-2007)

Darin : Die Dyckburg an der Peripherie Münsters im Spiegel der Jahrhunderte: Vom alten Herrensitz über die Loreto-Kapelle bis zur Pfarrkirche




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Eine imposante Erscheinung in Münster

v.num : 476

Enthält : Bericht über Umstände der Konzerte von Franz Liszt in Münster am
09.11.1841 - Logis im König von England am Prinzipalmarkt

11.11.1841 - zweites Konzert

26.12.1841 - drittes Konzert

Liszt:
- einer der besten Klaviervirtuosen, international bekannt
- "glänzender Unterhalter"
- spendete enorme Summen für karitative und kulturelle Projekte

Darin : Der Komponist und Pianist Franz Liszt (1811-1886) gab im Alter von 30 Jahren drei stürmisch umjubelte Konzerte in der Westfalenmetropole




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"Da lebte man wie im Paradeis"

v.num : 477

Enthält : - 1700, 16. August: Geburt des Fürstbischofs Clemens August von Bayern
- 1761, 06. Februar: Tod
- Fast 42 Jahre Amtszeit als Fürstbischof von Münster
- stiftete Clemenshospital mit der Clemenskirche im Rokokostil
- Politische Entscheidungen überließ er seinen Beratern und der einheimischen Elite, Flucht vor "lästigem Amtsalltag", sah seine Hauptsaugabe in "glanzvoller Repräsentation"
- 1724 Beginn des Schiffahrtskanalbaus, 1731 fertiggebaut
- 1732 Gründung des Zuchthauses und des Clemens-Hospitals
- für die Nachwelt: Kirchen und Schlösser, Straßennamen, viele Bildnisse

Darin : Vor 250 Jahren starb Fürstbischof Clemens August von Bayern. Er jagte, baute und repräsentierte prächtig, galt aber politisch als völlig überfordert




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Wie Jesuiten die Architektur prägten

v.num : 478

Enthält : - für die tonangebende jesuitische Architektur war die ab 1618 errichtete Kölner Jesuitenkirche St. Mariae Himmelfahrt stets Bezugspunkt
- Stilistiken der Kirchenbaukunst in der Renaissance werden erläutert anhand von Kirchen in Münster

Darin : Von Rinkerode über Münster bis Burgsteinfurt: Münsterländische Kirchenbauten der Pictoriuszeit zwischen 1670 und 1730




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Widerständler aus dem Westmünsterland

v.num : 479

Enthält : Das Leben und Leiden christlichen Politikers zur Zeiten der nationalsozialistischen Herrschaft
- 1911 Ausbildung als Klempner, nicht abgeschlossen
- 1914 Beitritt zum katholischen Arbeiterverein, Mitglied in der Christlichen Gewerkschaft, politisch in der Zentrumspartei aktiv
- 1922 Arbeitersekretär des "KAB Bezirksverbandes West-Münsterland"
- 1928 preußischer Landtagsabgeordneter
- Begründer der westmünsterländischen Christlichen Demokratischen Partei (CDP)

Darin : Zur Erinnerung an den mutigen Bocholter KAB-Arbeitssekretär und christlichen Politiker Josef Jakob (1896-1953)




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Als die Literatur das Laufen lernte

v.num : 480

Enthält : - 1877 Gründung des "Westfälischen Vereins für Literatur", außerdem Vierteljahrszeitschrift "Deutsche Dichtung. Organ für deutsche Dichtung und Kritik"
- Zweck: einen größeren Kreis der Bevölkerung für Literatur zu interessieren
- kunstbegeisterter Kreis um Hedwig Kiesekamp (sonntägliche Fortbildungs-Treffen)
- 1905 Gründung der "Literarischen Gesellschaft in Münster i. W." mit Julius Schwering als ihr Vorsitzender, in der NS-Zeit erlahmte dann das Leben der Gesellschaft

Darin : Heinrich und Julius Hart, Hedwig Kiesekamp sowie Julius Schwering belebten das kulturelle Leben in einer lange Zeit rückständigen Stadt Münster




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Vorzüglicher Kaffee und Stippmilch

v.num : 481

Enthält : Beschreibung des Werdegangs einer Kaffee-Wirtschaft zu einem stilvollen und gemütlichen Hotel
-"Kaffee-Wirtschaft Rumphorst" im ländlichen Stil, stetige Abnahme der Gäste aufgrund zunehmender Automobilisierung und spannender Ferbsehserien
- 1978/79 Wohngebäude mit Mietwohnungen entstehen

Darin : Aus der Geschichte von Haus Rumphorst in der Bauerschaft Kemper: Vom Doppelhof über Kaffeewirtschaft bis zum modernen Hotel




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Umstrittene Reform - friedlicher Vollzug

v.num : 482

Enthält : - Die kommunale Neuordnung durch das "Neugliederungsgesetz" des nordrheinwestfälischen Landtages von 1975 wirkt sich positiv auf die Verkehrsanbindung aus
- 1930er: NS-Herrschaft schaltet alle Städte und Gemeinden gleich
- Nach Kriegsende Bildung von Großgemeinschaften zur "Rettung der bürgerschaftlichen Selbstverwaltung", Stärkung ihrer Verwaltungskraft durch Spezialisierung und konsequente Förderung so genannter Zentralorte
- 9.07.1974 Verabschiedung des "Münster/Hamm-Gesetzes" durch den Landtag, 1.01.1975 Inkrafttretung
- Münster nach Köln zweitgrößte Flächenstadt in NRW
- Dorfkern, eigene Ortsgeschichte, eigenes Ortsbewusstsein und stabiles Sozialgefüge der jeweiligen selbstständigen Gemeinden gingen durch die Eingemeinung nicht verloren, Zusammenleben in größerer Gemeinschaft immer schon selbstverständlich
- Integration und Zusammenhalt wurden gestützt, gestärkt und gefördert

Darin : 1975: Als St. Mauritz, Handorf, Hiltrup, Amelsbüren, Roxel, Nienberge, Albachten, Wolbeck und Angelmodde nach Münster eingemeindet wurden




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Gestalter der münsterischen Innenstadt

v.num : 483

Enthält : - 1900-1930 Alfred Hensen war Hauptgestalter der Innenstadt; souveräner Kenner und Verwender unterschiedlicher lokaler Baustile

- Viele Bauten in der Innenstadt noch erhalten

- 1869 geboren als Sohn des Dombaumeisters; ab 1888 Studium in Hannover und Berlin; 1901 Staatsprüfung zum Regierungsbaumeister

- 1902-1905 Planung und Bau des neuen Verwaltungsgebäudes (1952 abgetragen); Bekenntnis zum Historismus

- 1905-07 Stadtturm und Stadtkasse

- 1903 Neugestaltung der Ostseite des Lambertiplatzes (neue Häuserreihe) in verschiedenen Renaissanceformen, Ohrmuschelstil

- 1906-07 Geschäftshaus Salzstraße (heute Woolworth), gestaltet als Komposition von Früh- und Hochbarock mit münsterschem Klassizismus; spezifisch münstersche Elemente

- 1910 Kreissparkasse Königsstraße (Westfälischer Hochbarock); 1912 Haus Rincklake (Jugendstil, Stahlkonstruktion)

- 1903 Aschendorff-Verlag (nach 1945 nach altem Vorbild neu verkleidet)

- 1923 Neuverkleidung des Prinzipalmarkts Nr. 23 als Laubenganghaus; Rosenhof (Klinkerexpressionismus, heute Universitätsgebäude)

- 1931 Tod

Darin : Vor 80 Jahren starb der bekannte Baumeister Alfred Hensen / Bauten vom Stadthausturm bis zu Giebelhäusern und dem Rosenhof




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Ballons, Zeppeline und Militärmaschinen

v.num : 484

Enthält : Flugplatz Loddenheide (militärisch und zivil):
- Loddenheide seit 1829 Truppenübungsplatz
1909-1945 Flugplatz, bis um 1990 militärische Nutzung durch britische Einheiten
- 1909, 09. Dez.: erster Start eines Ballons (Gas kam aus der Gasanstalt am Albersloher Weg
- ab 1911 Ballonwettfahrten, bis 1916 militärische dominierter Fahrbetrieb
- 1910 Errichtung eines Ankermastes für Lenkluftschiffe
- 1912 Landung Zeppeliln Viktoria Luise, 1930 und 1931 Graf Zeppelin
- 1910 Gründung des Luftvereins Münster durch Anton Knubel (1915 tödlicher Absturz)
- 1911 erster Start eines Militärflugzeuges
- 1918 Gründung der Luftverkehrsgesellschaft Münster,
- 1920er Jahre Gründung einer Flugschule, zahlreiche Flugtage
- ab 1920-1930 mit Aero-Loyd und Junkers Luftverkehrs AG Luftverbindungen nach Hamburg, Frankfurt, Köln, Norderney und Osnabrück
- ab 1934 vergrößerte die Reichswehr den Flughafen Loddenheide auf eine Gesamtgröße von 161 Hektar
- bis 1939 Bau von sechs Wartungshallen, einer Flugzeugwerft, technischen Einrichtungen, Exerzierhalle, Heizwerke, Bahnanschluss, Schutzeinrichtung und ein großes Kameradschaftshaus
- ab April 1935 Stationierung u.a. Staffeln der Nahaufklärungs-Gruppe 214
1936 Einrichtung Sanitätsschule, Flugzeugführerschule, ein Stabsmusikkorps, eine Wetterwarte
- bis 1941 Verlegung aller Staffeln, Platz wurde Stützpunkt der Luftwaffe für Umbau, Ausrüstung und Grundüberholungaller Junkers Ju 52 in deren version als Sanitätsflugzeuge
- 1941 Gründung Segelfluggruppe Loddenheide
- von der zugehörigen Kaserne sind noch Unterkunftgebäude an der Nieberdingstraße sowie ehemalige Offizierswohnungen bei Haus Lütkenbeck erhalten

Flugplatz Handorf (militärisch und zivil):
- 1935-1938 Neubau Flugplatz Handorf. Im Westen lag der weitaus größte militärische Teil des Flugplatzes, südöstlich und Telgte zugewandt gab es einen zivilen Anteil mit Abfluggebäude, Restaurant, Flugzeughalle
- 1937, 4. April: Aufnahme des zivilen Flugverkehrs
- ab 1941 wurden die zivilen Einrichtungen nicht mehr gebraucht und bis 1942 abgerissen
- ab 1937 Stationierung eines Fliegerausbildungs-Regimentes mit Schulflugzeugen und Teilen der Staffeln des Platzes Loddenheide
- ab 1940 zwei Betonpisten, Nutzung durch zahlreiche wechselnden Einheiten. Von Handorf aus führte das Deutsche Reich 1940 Luftkrieg gegen Holland und 1940/41 und erneut 1944 Luftkrieg gegen England
- ab 1942 war der Flugplatz Ausweichplatz und Notlandeplatz ohne feste Belegung für Tag- und Nachtjäger der Reichsverteidigung
- ab Sommer 1945 bewohnten Ostflüchtlinge die Kaserne
- 1948 Beginn der Zerstörung der Pisten und technischen Einrichtungen
- Stadt Münster plante ohne Erfolg neuen Zivilflughafen
- 1956 partielle Überbauung des Areals mit der Lützow-Kaserne des Heeres
- Rest-Gebäude des Flugplatzes wie das Stabsgebäude und die Kommandanten-Dienstwohnung sind erhalten

- am Schifffahrter Damm an der Brücke für den Dortmund-Ems-Kanal ist ein Flakturm erhalten

Luftwaffentransportkommando, Manfred-von-Richthofen-Straße:
- 1957 Luftwaffe richtet erste Kommandobehörde im früheren Luftgaukommando ein: Luftwaffenkommando Nord
- 1971-1994 Luftwaffenunterstützungs-Gruppenkommando
- Aufgaben werden am 30.06.2010 verlagert

Darin : Vor über 100 Jahren begann in Münster die Geschichte der Luftfahrt / Zwei Flughäfen und ein Luftwaffentransportkommando




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Ein gelehrter Domherr aus Münster

v.num : 485

Enthält : - Münster war wichtiges kulturelles Zentrum im Spätmittelalter, hatte aber nur wenig bedeutende Gelehrte

- Heinrich Keppel um 1400 auf Burg Verwolde geboren, Unterricht in St. Lebuin/Deventer, Stellung im Domkapitel Münster

- 1423-26 Studium in Köln und Bologna; Abschluss als Magister artium und Doktor des Kirchenrechts; Ernennung zum Offizial und Teilnahme am Konzil von Basel 1432; 1437 Domscholaster

- 1451 Exkommunikation während der Stiftsfehden; 1457 Einführung des neuen Bischofs in den Dom

- 1459 Rückzug aus dem öffentlichen Leben in die Schriftstellerei; Tod 1476

- 1446 Gleichnis "De rege et tyranno" über das Verhältnis Gottes zum sündigen Menschen

- 1451 "Tractatulus dans modum teutonisandi casus et tempora" über pädagogische Methoden des Grammatikunterrichts; 1448 gedruckt

- 1462 "Tractatus de alio mundo"

- 1463 "Opusculum de reliquiis Bachi" über die Gefahren der bacchantischen Ausschweifung

- 1463 "De bucolis Vergilii" über die Unvereinbarkeit von Vergils Hirtengedichten mit der christlichen Lehre

- hervorragende Qualitäten Keppels als Gelehrter und Religionspädagoge; intensive Beschäftigung mit Aspekten des christlichen Alltags und den "letzten Dingen"

- Gebrauch sowohl der lateinischen als auch der deutschen Sprache (je nach Adressat); jede Bildung beginne bei der korrekten Benutzung der Sprache

- typischer Gelehrter des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit, dessen Bildung sich aus verschiedenen Einflüssen speist

Darin : Heinrich von Keppel gehörte im 15. Jahrhundert zu den klügsten Köpfen des Bistums / Humanismus und "Devotio moderna"




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Wo Münsters Bürger in Frieden ruhen

v.num : 486

Enthält : - 787 Anlegung des ersten Münsteraner Friedhofs (für getaufte Sachsen) am Dom Liudgers auf Befehl Karls des Großen

- Stetiges Wachstum der Stadt; 1180 Anlegung vier neuer Friedhöfe für die Pfarreien St. Aegidii, St. Ludgeri, St. Martini, St. Servatii durch Hermann II. von Katzenelnbogen

- Aufgrund von ständiger Überbelegung kaum "Ruhezeiten"; hygienisch bedenkliche Nähe der Friedhöfe zur Wasserversorgung; 1728 vergeblicher Versuch des Fürstbischofs zur Verlagerung der Friedhöfe vor die Stadtwälle (durch Johann Conrad Schlaun)

- Im Zuge von Fürstenbergs Reformen Schließung der Einzelfriedhöfe und Anlegung drei neuer Friedhöfe auf dem Gelände der geschleiften Stadtmauern; 1780 endgültiges Verbot der Weiternutzung der alten Friedhöfe

- Neue Friedhöfe klein und überbelegt; 1806 Neuanlegung von Überwasserfriedhof und Hörsterfriedhof durch die französische Regierung

- 1876-87 Überlegungen und Verhandlungen zur Einrichtung des heutigen Zentralfriedhofes; Einrichtung einer Friedhofskommission aus beiden Konfessionen

- 1905 Überlegungen zur Anlegung eines weiteren Friedhofes; 1929 Ankauf des Geländes in Verth, nach weiteren Schwierigkeiten (Wirtschaftskrise; politische Unsicherheit) endgültige Eröffnung des Waldfriedhofes 1942; dortige Bestattung vieler Soldaten und Bombenopfer

- Nach 1945 Besetzung des Waldfriedhofes durch die US-Streitkräfte; erst 1947 Nutzung beider großer Friedhöfe wieder möglich

- Trotz langer Planung für Gievenbeck neuer Friedhof nicht notwendig

Darin : Die Geschichte der christlichen Friedhöfe begann mit der Frankenmission / Von Kirchhofgräbern zur zentralen Beerdigungsstätte




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Klassiker der westfälischen Mundartliteratur

v.num : 496

Enthält : - am 19.9.1862 wird in der Bauernschaft Schäringerfeld der spätere Priester, Redakteur und Schriftsteller Augustin Wibbelt geboren

- 1888 wird Wibbelt nach Abitur und Studium zum Priester geweiht

- 1890 wird Wibbelt Mitarbeiter der Zeitung ,,Ludgerusblatt'', wo er seine ersten plattdeutschen Erzählstücke veröffentlicht. Die Lyrik Wibbelts umfasst die 4 Themenkreise: Natur, bäuerlicher Mensch, der Dichter, Gott.

- Wibbelt geht schließlich zum Roman über. Zentrale Themen sind der Konflikt zwischen Altbewährtem und der Moderne, die Verbundenheit mit der Heimat, die Verteidigung des katholischen Glaubens gegen alle Anfechtungen sowie der Erhalt der plattdeutschen Sprache. Heimatliebe und Katholizismus waren bei Wibbelt Heilmittel gegen die Krankheiten der Moderne, welcher Wibbelt ablehnend gegenüber stand.

- 1906 erhält Wibbelt die Leitung der kleinen Kirchengemeinde Mehr bei Kleve

- 1908 erscheint der von Wibbelt gegründete ,,De Kiepenkerl. Westfälischer Volkskalender''

- 1935 gibt Wibbelt die Redaktion des Kalenders ab und bereitet die Herausgabe der Kirchenzeitung ,,Die christliche Familie'' vor

- 1935 kehrt Wibbelt als ,,Pfarrer in Ruhe'' auf den elterlichen Hof zurück

- am 14.9.1947 stirbt Wibbelt auf dem elterlichen Hof

Darin : Vor 150 Jahren wurde der spätere Pfarrer, Schriftsteller und niederdeutsche Dichter Augustin Wibbelt in Münster geboren




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'Mimigardia docta - gelehrtes Münsterland'

v.num : 497

Enthält : - am Anfang der lateinischen Literaturtradition in Münster steht der heilige Ludgerus mit der Lebensbeschreibung seines Lehrers, des Abtes von Utrecht

- um 1132 schreibt der konvertierte Jude Hermann, später Mönch im Kloster von Kappenberg, eine Autobiographie, welche viel über das Leben im Münsterland erzählt

- um 1167 schreibt Magister Justinus über die ritterliche Welt am Hof der Edelherren von Lippe

- um 1370 wird das für das Münsterland bedeutenste Geschichtswerk, die ,,Gesta episcoporum Monasteriensium'' begonnen, welches bis ins 18. Jahrhundert fortgeschrieben wird

- zwischen 1450 und 1470 verfasst der gelehrte Domherr Heinrich von Keppel bis zu 12 Werke über Glauben und geistliches Leben

- Ende des 15. Jahrhunderts schreibt der Kartäuser Werner Rolevinck über die große Zurückhaltung der Westfalen bezüglich ihrer großen Leistungen

- in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts schreibt der Geistliche Hermann Hamelmann ein umfassendes Werk, in dem Westfalen als Land der Dichter und Gelehrten dargetellt wird

- ab 1500 wird die Domschule zu einem humanistischen Gymnasium umgestaltet, neben Latein wird hier auch Griechisch gelehrt

- 1799 schreibt der Jurist Friedrich Mathias Driver ein Werk über fast 400 Autoren aus dem Münsterland, die meisten aus der Zeit zwischen 1500 und 1800

Darin : Ein Rückblick auf tausend Jahre lateinische Literatur aus der Region: Von der Heiligenbiographie über Geschichtsbücher bis zu Universalwerken




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Monument mit muskulösen Männern

v.num : 498

Enthält : Künstler Bernhard Frydag (geb. 18.06.1879 in Münster - 1916 gefallen vor Verdun)
Ähnlichkeit des Denkmals mit dem Grabmal des Gotenkönigs Theoderich von 526

- 1909 wird das Denkmal errichtet

- zentrale Motive sind Sieg, Heldentum, aber auch Aufopferung und Trauer

- das Denkmal besteht aus einem runden Sockel mit angeschrägter Oberkante, auf dem ein Zylinder steht. Jener Zylinder verfügt über einen Durchmesser von ungefähr 5 Metern und eine Höhe von ungefähr 6 Metern. An dem Zylinder sind sechs Figurenpaare angebracht. Einige ursprüngliche Elemente des Denkmals wie eine bronzene Deckplatte sind heute nicht mehr vorhanden, da das Denkmal im Krieg beschädigt wurde

- die Nacktheit der Figuren hat dem Denkmal den Spitznamen ,,Schinkendenkmal'' eingebracht

Darin : Von der griechischen Klassik bis zum 'Schinkendenkmal': Das Ehrenmal am Mauritztor in Münster weckt widersprüchliche Gefühle




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Schlaun schlägt Hindenburg

v.num : 499

Enthält : - am 16.9.2012 lehnt der Bürgerentscheid in Münster das Bürgerbegehren ab, die Umbenennung des Hindenburgplatzes in Schlossplatz aufzuheben, dieser Entscheidung ist ein hitziger Wahlkampf vorausgegangen

- die Anhänger des Hindenburgplatzes berufen sich während des Wahlkampfes auf angebliche heimatliche Gefühle der Münsteraner und die ausgebliebene Schädigung der Stadt durch den Namen ,,Hindenburgplatz''

- die Anhänger des Hindenburgplatzes werfen ihren Gegnern vor, die Geschichte auslöschen zu wollen, zugleich ignorieren sie jedoch Hindenburgs Verflechtungen mit den Nazis

- die Anhänger des Schlossplatzes weisen darauf hin, dass Hindenburg maßgeblich am politischen Aufstieg Hitlers beteiligt war, so zeigen sie eine historische Aufnahme, die Hitler mit Hindenburg zeigt, was bei der Gegenseite für Entsetzen sorgt

- in sämtlichen Bezirken der Innenstadt spricht sich eine klare Mehrheit für den Schlossplatz aus

- in den früher selbstständigen Gemeinden Hiltrup, Amelsbüren, Albachten und Roxel, welche stärker für Hindeburg stimmen, regiert die CDU, was eine Erklärung sein könnte für die Distanzierung vom Mitte-Links-Bündnis, welches die Umbenennung vollzogen hatte

- von nun an verweist der neue Name ,,Schlossplatz'' auf die historische Bedeutung des Architekten Johann Conrad Schlaun (1695-1773), der zahlreiche Bauwerke in Münster, darunter das Schloss, errichtete

Darin : Das Jahr 2012 wird auch als ein Jahr des Kampfes um Geschichtsbilder in Münsters Historie eingehen




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Architekt der Neugotik mit regionaler Note

v.num : 500

Enthält : - die Brüder Franz Anton und Joseph Bernhard Nordhoff sind von großer Bedeutung für die westfälische Kunstgeschichte

- die Brüder waren an der Erstinventarisation der Kunst- und Kulturdenkmäler der Provinz Westfalen beteiligt

Darin : Der Baumeister Franz Anton Nordhoff (1842-1907) steht im Schatten großer Kollegen und hat doch Spuren im Münsterland hinterlassen




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Universalgelehrter und Weihbischof

v.num : 501

Darin : Vor 375 Jahren wurde Niels Stensen (1638-1686) geboren: Seine Laufbahn vom Anatom und Mediziner bis zum vorbildlichen Kirchenmann




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Aus Warendorf in die weite Welt

v.num : 502

Darin : Doris Day heißt eigentlich Doris Mary Ann Kappelhoff: Ihr Großvater wandere im 19. Jahrhundert in die Vereinigten Staaten aus




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Ein Denker und Dichter aus Münster

v.num : 503

Darin : Der Domherr und Humanist Rudolf von Langen (1438-1519) hat über Jahrhunderte Spuren in der Region hinterlassen.




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Schon früher war das Betteln klar geregelt

v.num : 504

Darin : Ein Blick in die vielfältige Sozialgeschichte der Stadt Münster: Es gab Almosenkörbe, Sammelfonds und Armenhäuser




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Ein fast vergessener Gräftenhof

v.num : 505

Darin : Die Schnorrenburg in Münster sah über die Jahrhunderte viele verschiedene Besitzer / Heute ist das Gelände längst überbaut




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Vom Bollwerk bis zur Promenade

v.num : 506

Darin : Die Entwicklung der Stadtbefestigung: Ursprünglich war Münster von einer viereinhalb Kilometer langen Mauer umgeben




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Bedrohungen, Fehden und Urteile

v.num : 507

Darin : Aus mittelalterlichen Chroniken entnehmen wir Berichte aus dem spätermittelalterlichen Münster / Wie eine Stadt den Rechtsfrieden sichert




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Marksteine von Münster bis Rom

v.num : 508

Darin : Erinnerung an einen großen Feuilleton-Redakteur und Kunsthistoriker: Vor 100 Jahren wurde Dr. Anton Henze geboren




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Als das alte Münster unterging

v.num : 509

Darin : Vor 70 Jahren, am 10. Oktober 1943, radierte der schwerste Bombenangriff die Stadt großflächig aus / Bewegende Briefdokumente aus dunkler Zeit




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Zwiespältiges Heldengedenken

v.num : 510

Darin : Vier Kriegerdenkmäler an der Promenade sind zeitbedingter Teil der deutschen Geschichte und erinnern an Regimenter und Soldaten in Münster




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Jesu Geburt in einem Renaissance-Palast

v.num : 511

Darin : Ein genauer Blick auf die Astronomische Uhr im Paulus-Dom in Münster offenbart erstaunliche Malerei-Details




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'Was willst du Fremdling in Westfalen?'

v.num : 512

Darin : Der Beitrag historisch-politischer Lieder beim Niederringen des Fremdherrschers Napoleon / Zwei Dichtungen aus der Region




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Vom Dribbler zum König der Herzen

v.num : 513

Darin : Felix (Fiffi) Gerritzen (1927-2007) ist nicht erst mit der Aufnahme in die Westfälische Ehrengalerie eine münsterische Fußballlegende




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Spuren Karls des Großen in Westfalen

v.num : 514

Darin : Auch die Bistümer Münster und Osnabrück fühlen sich bis heute eng mit dem Frankenherrscher verbunden




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Westfälische Eleganz und Weltläufigkeit

v.num : 515

Darin : Archäologische Funde am Falkenhof in Rheine ermöglichen hervorragende Einblicke in die Lebenswelt des Adels zur Zeit des Barocks




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Mathematiker, Mediziner und Kartograph

v.num : 516

Darin : Johannes Gigas und die frühen Karten des Bistums Münster / Münsterisches Stadtmuseum präsentiert 'Das ganze Land auf einen Blick'




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Landesfürst in unruhiger Zeit

v.num : 517

Darin : Vor 650 Jahren wurde Florenz von Wevelinghoven zum Bischof von Münster ernannt / Konflikte mit den Nachbarn




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Blutiger Bürgerkrieg im Bistum Münster

v.num : 518

Darin : Die Schlacht bei Varlar am 18. Juli 1454 gilt als Höhepunkt der münsterschen Stiftsfehde: Inschrift an der Apostelkirche als letztes Zeugnis




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'Van't Mönsterland in'n Unnerstand'

v.num : 519

Darin : Schwülstiges Kriegspathos und grausige Realität: Was der Olfener Küster, Organist und Erzähler Bernhard Holtmann den Soldaten ins Feld schrieb




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Mit einem Wohltäter fing alles an

v.num : 520

Darin : Vom Provinzkrankenhaus zur modernen Klinik: Vor 125 Jahren wurde das St. Josef-Stift Sendenhorst gegründet / Krisen als Motor der Entwicklung




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Künstler zwischen Senden und Berlin

v.num : 521

Darin : Erinnerung an den Bildhauer Wilhelm Haverkamp (1864-1929): Vertreter des Historismus hinterließ zahlreiche weltliche und sakrale Kunstwerke




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Wo Generäle und Gelehrte ruhen

v.num : 522

Darin : Einblicke in die Bestattungsgeschichte der Stadt Münster: Auf dem alten Überwasserfriedhof scheint die Zeit still zu stehen




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Münsters Bahnhof im Wandel der Zeiten

v.num : 523

Darin : Erste Station um 1850 / Prachtfassade um 1900 / Moderner Zweckbau zum Katholikentag 1930 / Bombenterror hinterlässt Ruinen




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Münsters großes Geburtstagsgeschenk

v.num : 524

Darin : 'Toleranz durch Dialog' von Eduardo Chillida: 1993 kamen die symbolträchtigen 'Bänke' an - 21 später droht offenbar ihr Verkauf




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Weltall, Himmel und paradiesische Freuden

v.num : 525

Darin : Eine naturwissenschaftlich-theologische Abhandlung des Magisters Heinrich von Keppel aus dem spätmittelalterlichen Münster




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Münsters Stunde Null im März 1945

v.num : 526

Darin : Tagebucheintragungen des Lokaljournalisten und Chronisten Paulheinz Wantzen aus einer fast restlos zerstörten Stadt




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Zwischen Fanatikern und weißen Fahnen

v.num : 527

Darin : Für das Münsterland und Westfalen ist im April 1945 endlich der Weltkrieg vorbei / 300 000 Soldaten gehen im Ruhrkessel in Gefangenenschaft




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Auf den alten Spuren der Jakobspilger

v.num : 528

Darin : Hohlwege und archäologische Funde erhellen die Geschichte des Pilgerns und der Jakobusverehrungen in Westfalen / Ausstellung im 'Religion' in Telgte




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Abgeriegeltes Münster versinkt im Chaos

v.num : 529

Darin : Im Juni 1535 ging das Täuferrreich mit der gewaltsamen Eroberung der Stadt durch den Fürstbischof zu Ende




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Der wortgewaltige 'Asphalt-Theologe'

v.num : 530

Darin : Vor 100 Jahren wurde der Straßenprediger Pater Johannes Leppich geboren / Sein Grab befindet sich auf dem Jesuitenfriedhof in Münster




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Der Dom, der Bischof und dei Bürger

v.num : 531

Darin : Vor 60 Jahren entbrannte in Münster eine erbitterte Diskussion um das Westwerk und die liturgische Neuausrichtung der Kathedralkirche




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Wie der Anbruch einer neuen Zeit

v.num : 532

Darin : Vor 50 Jahren treten die Rolling Stones zum ersten Mail in Deutschland auf - in der Halle Münsterland in Münster




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Geistlicher Autor in turbulenter Zeit

v.num : 533

Darin : Sendenhorster Pfarrer Franz Drarup (1756-1836) erlebte die Jahre von der Französischen Revolution 1789 bis zur Neuordnung Europas nach 1815




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Als die spröden Masten brachen

v.num : 534

Darin : Eine Adventswoche ohne Strom und in winterlicher Kälte: Vor zehn Jahren stürzten Schnee, Eis und Wind das Münsterland ins Chaos




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Als der Pulverschuppen in die Luft flog

v.num : 535

Darin : Die Explosionen am 21. Dezember 1915 verursachten Schäden bis zum Prinzipalmarkt / Technische und bauliche Schlampereien




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Heimat - der Name steht für eine Utopie

v.num : 536

Darin : Wo finden wir eigentlich den Ort unserer Sehnsucht? Ein historisch-literarischer Streifzug durch die Zeitung und ihre Heimatbegriffe




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Mit glühenden Zangen zu Tode gemartert

v.num : 537

Darin : 1536: Vor 480 Jahren endete mit der Tortur und Hinrichtung der führenden Täufer ein grausiges Kapitel der Reformationsgeschichte




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xxx

v.num : 538



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