Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Söldnerführer mit kurzer Lebensspanne

v.num : 8

Enthält : 1595 (um) Bernhard Hackfort wird als zweiter Sohn geboren
1620 Verehelichung mit Sophia von Westerholt
1630 Westerholt erwirbt die verschuldete Herrlichkeit Lembeck
1632 Westerholt führt ein Infanterieregimant
1632 Stadtkommandant in Dortmund
1633 Westerholt verliert seine Herrschaft Lembeck an den mit Schweden verbündeten Landgrafen Wilhelm V. von Hessen
1633, 20. Juli Kaiser Ferdinand II. erhebt den Obristen Westerholt in den Reichsherrnstand
1633, 8. Juli In der Schlacht bei Hessisch-Oldendorf wird Westerholt gefangen
1633, Oktober Westerholt wird gegen ein Lösegeld freigelassen und stellt sofort ein neues kaiserliches Söldnerregiment auf
1635 Kurfürst Ferdinand von Köln ernnent Westerholt zum Kämmerer und "Rat von Haus aus" und betraute ihn mit diplomatischen Sendungen.
1637, 1. Juli Kaiser Ferdinand II. befördert Westerholt mit Patent zum Generalwachtmeister (Generalmajor)
1637 Bei einem Duell verletzt Westerholt den Rittmeister Dietrich Klencke tötlich.
1638, 1. Januar das in Dortmund eingesetzte Kriegsgericht spricht Westerholt von jedem Vorwurf frei
1638, 18. November bei der Belagerung Vechtas wird Westerholt von zwei Schüssen tötlich getroffen.

Darin : Bernhard Hackfort Freiherr von Westerholt




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Er konnte sich nicht für eine Seite entscheiden

v.num : 11

Enthält : 1597 Johann von Morrien wird als zweiter Sohn des Gerd von Morrien, Erbmarschall des Hochstifts Münster, und der Adolpha von Kettelerauf der väterlichen Burg zu Nordkirchen geboren
1697 Der Vater stirbt beim Duell mit Dietrich von Galen auf dem Domplatz
1614 der ältere Bruder stirbt und Johann wird Erbe der umfangreichen väterlichen Güter
1618 Mit seiner Volljährigkeit tritt Johann das Erbe an und übernahm damit zugleich das Amt des Erbmarschalls, des Vorstehers der Ritterschaft im Hochstift Münster
1623 Johann von Morrien nimmt Beziehungen zu gefangenen, hohen Offizieren auf
1627, Frühjahr Treffen mit dem dänischen König Christian IV., bei dem Johann anbot, für den militärisch angeschlagen König Truppen anzuwerben. Daraufhin wurde Johann von Christian IV. zum Obristen befördert.
1627, Herbst Fürstbischof Ferdinand lässt nach Johann von Morrien fahnden und schließlich in Osnabrück festnehmen. Kurze Zeit später wird er wieder freigelassen.
1628, März Johann von Morrien stirbt nach einem unglücklichen Sturz vom Pferd. Andere Quellen sagen, er sei in der Gräfte der Burg Nordkirchen ertrunken.

Darin : Das kurze Leben des Johann von Morrien




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Tödliches Duell auf dem Domplatz

v.num : 28

Enthält : Hintergründe des Duells zwischen Gerhard von Morrien und Dietrich von Galen

Darin : Zwischen Adelsfamilien herrschte jahrelang Streit




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Schmeichelhaftes Bild der Stadt

v.num : 45

Darin : Wie Benediktinerprior Adam Adami im Jahre 1652 Münster beschrieb




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Gewalttaten des Alexander von Velen

v.num : 89

Darin : Auch ein biederer münsterischer Handwerker wurde Opfer des Jähzorns




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Friedenssaal im Rathaus Osnabrück

v.num : 140

Enthält : Zwei Seiten - bitte blättern!!!

1735: Älteste bekannte Darstellung des Friedenssaals im Osnabrücker Rathaus.Der Saal war gerade rechtzeitig zum Beginn der Friedensverhandlungen fertig geworden.
Zwischen 1554 und 1574 wurden die Sitzbänke bezahlt.
1550: Der Leuchter wird gefertigt. Er weist große Ähnlichkeiten mit den Leuchter im Friedenssal zu Münster auf.
An den Wänden sind Porträts von 38 Gesandten und sechs Fürtslichkeiten aufgehängt.

weiterer Artikel:
- Familie Schulte Everding. Ein neues Wappenbild

Darin : Der Kongreßsaal wurde unmittelbar vor den Verhandlungen fertig




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Die Schlacht im Lohner Brook

v.num : 252

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

1618: der böhmische Adel revoltiert gegen den Habsburger König und stürzt den kaiserlichen Statthalter in Prag zum Fenster des Hradschins heraus. Es beginnt der 30jährige Krieg
1620: General Tilly schlägt die böhmische Revolution nieder. Der gegen die Habsburger gewählte König Friedrich V. flieht ins Exil. Der junge Herzog Christian von Braunschweig bietet ihm jedoch seine Hilfe an. Er ist erst 19 Jahre alt
1621/22: Christian von Braunschweig stellt seine Armee auf
1622: Er raubt Paderborn den Liborius-Schrein und lässt das Gold zu Münzen schlagen
1622: Christian wird in Fulda von Tilly geschlagen
1623: Christian stellt in Niedersachesen die neue Armee auf, doch Tilly rückte nach und die Stände unterwerfen sich bei seine Ankunft dem Kaiser; Christian flieht, doch Tilly holte ihn kurz vor Stadtlohn ein; er schlägt ihn in der Schlacht im Lohner Brook.
9.-11. August: In der Stadt Münster wird ein Gefangenenlager errichtet

Weitere Artikel zu:
- Ein engagierter Seelenhirte. Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen
- Die ältesten Bauernhöfe in der Davert
- Der Held des Schweigens [Nepomuk Verehrung in Westfalen]
- Westfälische Städteforschung [Referat von Kirchhoff]

Darin : Tillys Sieg über den "Tollen Christian" vor 350 Jahren blieb ohne langwährenden politischen Gewinn




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Fränkische Friedenspolitik in Münster

v.num : 298

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Cornelius Göbel wurde 1645 vom Bischof von Bamberg zu den Friedensgesprächen nach Westfalen geschickt. Cornelius Göbel wurde 1611 in Trier geboren. Er studierte die Rechte, bildete sich aber auch in Theologie und Geschichte. 1638 wurde er nach Bamberg berufen. Dort war er Propsteiverwalter des Domkapitels. Zu dieser Zeit erwarb er auch erste Verdienste auf diplomatischem Parkett. Auf dem Westfälischen Friedenskongress vertrat er Bamberg von 1645 bis 1649, wo er den Ruf eines unbeugsamen Friedenseiferers erlangte. Er machte sich besonders zum Anwalt einer Versöhnung zwischen den Konfessionen und einer inneren Festigung des deutschen Reiches. Das Ende des dreißigjährigen Krieges hatte Deutschland nicht zuletzt diesem lauteren Gesandten aus Bamberg zu verdanken. Göbel vertrat seinen Bischof anschließend noch in der letzten Session der Nürnberger Exekutionsverhandlungen, denen die Durchführung der Friedensverträge oblag und noch einmal auf dem Reichstag von 1653/54. Er starb am 27. Juli 1654. Göbel war eine für seine Zeit ungewöhnlich tolerante Persönlichkeit.

Weitere Artikel zu:
- Das Hospital des Hl. Geistes zu Münster [Honekamp Hospital]
- Ein Stuckbildnis der Fürstin Amalie von Gallitzin
- Der Kötterbrink vor Bielefelds Toren

Darin : Cornelius Göbel, der bambergische Gesandte bei den westfälischen Verhandlungen




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Das Friedensbankett im Krameramtshaus

v.num : 336

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Mit der Ratifikation des spanisch-niederländischen Friedensvertrages begann in Münster eine Reihe von Festlichkeiten. Am 26. Mai gaben die Holländer im Krameramtshaus ein Festbankett: Um 12 Uhr fuhren die spanischen Gesandten vor. Die Prinzipalgesandten waren Graf Penaranda und Antoine Brun. Es erschienen ebenso Herr von Ripperda (Vertreter von Overijssel) und der kaiserliche Gesandte Graf von Nassaw. Zu dem folgenden Festmahl erschienen noch die niederländischen Bevollmächtigten: Bartolt van Gent, Herr von Meinerswyck, Jan von Metenesse etc. Die verschiedenen Gänge des Mahls wurden unterbrochen durch musikalische Einlagen und gegenseitige gute Wünsche. Dabei speisten nur die Gesandten, ihre Kavaliere und deren Damen sahen stehend zu. Das Gastmahl dauerte "nur" vier Stunden lang. Während sich die Gesandten dann wieder in ihre Quartiere begaben, ging das Gelage ihres Gefolges weiter.

Weitere Artikel zu:
- Quellen zur westfälischen Wirtschaftsgeschichte
- Der Schandpfahl von Rürup
- Ein Münzfund aus dem 17. Jahrhundert

Darin : Bericht vom 26. Mai 1648 in Münster




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"Kalte Speisen und saures Bier"

v.num : 364

Enthält : Johann Rudolf Wettstein (1594-1666) war als Bevollmächtigter seiner Heimatstadt Basel, die ihn 1645 zum Bürgermeister gewählt hatte, zum Jahresende 1646 in Münster eingetroffen, um hier am Tagungsort des gesamteuropäischen Friedenskongresses die Interessen Basels wahrzunehmen. Er blieb bis November 1647 in Westfalen und führte ein Tagebuch, das "Münsterisch Diarium".

Darin : Schweizer Gesandter urteilt über Münster




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Kalte Speisen und saures Bier

v.num : 375

Enthält : Gesandter Johann Rudolf Wettstein (1594-1666)

Darin : Schweizer Gesandter urteilt über Münster




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Was der Graf Lamberg in Münster so alles beobachtete

v.num : 377

Enthält : Bericht über die täglichen Aufzeichnungen des Grafen Johann Maximilian Lemberg (1608-1682), der als kaiserlicher Prinzipalgesandter von September 1644 an in Osnabrück und von Oktober 1648 bis April 1649 in Münster weilte.

Darin : Aufzeichnungen eines Friedensgesandten




1647
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Die Kriegsfackel lodert ein letztes Mal auf

v.num : 436

Enthält : 1600 Hans Christoph von Königsmarck wird in Prignitz, Brandenburg, geboren
Festungskomandant in Minden und Osnabrück
Kornett unter Wallenstein
1631 Königsmarck läuft nach der Schlacht von Breitenfeld zur schwedischen Armee über und steigt bis zum General auf
Königin Christine ernennt ihn zum Gouverneur von Verden und Bremen
April 1647: Angriff auf Vechta mit acht zusammengezogenen Regimentern
1647, 05.26.: Kommandant Graf Prosper Arco erklärt Vechtas Kapitulation
Westfalen bislang bis auf die Schlacht bei Stadtlohn gegen den "Tollen Christian" (1623) nur Nebenschauplatz und Rückzugsbasis für kaiserliche Truppen.
Hessische Truppen hingegen hielten nur wenige Städte und Gebiete, welche sie als Kriegsbeute ansahen.
1647 Schwedische Truppen unter Königsmarck fallen in das Münsterland ein
Juni 1647: Schwedische Truppen brennen die Kirche von Saerbeck nieder
Königsmarck beschließt gegen die Stadt Wiedenbrück und deren Landesherrn, den Osnabrücker Bischof zu ziehen
Wiedenbrück hält der schwedischen Belagerung vier Wochen stand und muss dann die Kapitulation erklären, womit der Bischof von Osnabrück den letzten Stützpunkt im Nordwestern verlor
In der Folge verheeren schwedische Truppen ganze Landstriche und versetzen die Bevölkerung in Panik
Proteste der Friedensgesandten über einen in unmittelbarer Nähe operierenden Kriegsverband der Schweden
September 1647: Königsmarck bezieht nahe Paderborn Quartier
Unter Missachtung der Befehle Wrangels beginnt Königsmarck eine Belagerung Paderborns mit der Dauer von 10 Tagen, nach denen er Richtung Rheine zog, um dort den kaiserlichen Feldmarschall Lamboy zu stellen
1647, 10.30.: Nach anhaltender Belagerung zieht Königsmarck ins Braunschweiger Land um sich dort mit der Hauptarmee Wrangels zu vereinigen
1648, 07.26.: In Böhmen erobert Königsmarck den Hradschin und damit die Prager Kunstschätze, welche im April 1649 Stockholm erreichen
1648, 10.24.: Friedensschluss
1663 Tod Königsmarcks

Darin : Der Schwedeneinfall des Jahres 1647 in Westfalen




ohne Datum
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Ein Stück Stoff von historischer Einzigartigkeit

v.num : 447

Enthält : 1898 schenkt Egbert von zur Mühlen die Fahne dem Altertumsverein und wird 1912 in Dessau für eine Ausstellung restauriert
1948 zum Jubiläum des Westfälischen Friedens wird die Fahne durch die Stadt getragen.
1984 übergibt die Stadt dem Landesmuseum die Friedensfahne, die allerdings nicht mehr zu restaurieren war.
Ausstellung zum Westfälischen Frieden 1998 ohne Friedensfahne.
Symbolik der Schaumünzen und der Friedensfahne von 1648 wird erläutert

Darin : Die Friedensfahne von 1648 im Westfälischen Landesmuseum



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