Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Verstehen setzt exaktes Lernen voraus

v.num : 21

Darin : Amalia von Gallitzin und die Frauenbildung in Münster / Autorin pädagogischer Schriften




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Paradefall ständischer Streitigkeiten

v.num : 139

Enthält : Bei den Erbmännern handelt es sich um das münsterische Stadtpatriziat , welches über mehrere Jahrhunderte die Geschicke der Stadt bestimmte.
In der Rüstkammer des Rathauses sind sind in den bleiverglasten Fenstern die Wappen vieler Erbmännerfamilien zu sehen.
Es lassen sich auch etliche Erbmannhöfe in der näheren Umgebung der Stadt nachweisen.
Die Patrizier in Münster wurden Erbmänner genannt, weil sie ein ererbten Anspruch auf die Bildung des Rates in Münster und die Besetzung aller anderen einflußreicher Ämter in der Stadt hatten.
So stellten sie von 1350 bis 1450 die Bürgermeister, die Ratsherren, Richter und Schöffen.
1300: Die Erbmänner bilden einen geschlossenen Kreis, der nur aus ritterbürtigen, nicht aber aus bürgerlichen Kreisen Zuwachs finden konnte.
1475 ab: Ihr Einfluss wurde immer geringer, gegen Ende des Mittelalters gibt es nur noch ein Dutzend erbmännischer Familien.
1557: Der münstersche Erbmann Johanne4s Schenking bewirbt sich um eine freigewordene Dompräbede.
Dieser wurde ihm streitig gemacht und es begann ein 158 jähriger Prozess um die Frage, ob Erbmänner zum ritterbürtigen Adel gehören und damit ein Recht auf Kapitel haben. 30. Oktober 1685: Kaiser Joseph I. greift persönich in den langwährenden Prozess ein und erklärt die Erbmänner für ritterbürtig.

Darin : Das Reichskammergerichtsurteil vom 30. Oktober 1685 im Erbmännerprozeß




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Hoffnung auf einen "weisen" Herrn

v.num : 153

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern !!!

13. November 1679: Einzug des Fürstbischofs Ferdinand von Fürstenberg in Münster.
Hohe Erwartungen und Hoffnungen knüpften Rat und Bürgerschaft an die Inthronisation des neuen Landesherrn.
Sein Vorgänger Christoph Bernhard von Galen hatte die Ratswahl aufgehoben und die Bürger durch einen Eid zu Gehorsam verpflichtet.
Dagegen war Fürstenberg, der besonders Kunst und Wissenschaft förderte, eine friedliebende und gelehrte Persönlichkeit.
14. November: Die beiden Bürgermeister der Stadt werden nach einer Messe im Dom in Eid genommen.
Die Erwartungen der Stadt in Fürstenbergs weise und aufgeklärte Staatsführung erfüllten sich.
1861: Ratswahl wird wieder eingeführt.

Weiterer Artikel zu:
- Ein Narr voll Weisheit. Zum Gedenken an den Dichter Peter Paul Althaus aus Münster
- Die Neueröffnung der Universität in Münster
- Vergeblich verbotenes Schützenfest (Sendenhorst)

Darin : Münsters Huldigung an den Paderborner Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg




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Das Schicksal des Schulte Westerath

v.num : 199

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

4. Oktober 1711: Jörg Dirk Levin Schulte Westerath wird in der Pfarrkirche zu Nottuln getauft;
Sein Vater war als Eigenhöriger des Deutschen Ritterordens Bauer auf dem gleichnahmigen Schulzenhof in der Bauernschaft Steverquelle;
6. Mai 1730: Jörg Dirk übernimmt den hoch verschuldeten Hof;
Auch Jörg Dirk wirtschaftete schlecht;
28. Mai 1755: Jörg Dirk erschießt seine Frau versehentlich, als er versucht auf Spatzen zu schießen;
Juli/August 1755: Der Grundherr verfügt, dass der älteste Sohn den Hof übernehmen soll, doch Jörg Dirk will sich nicht fügen und entwickelt sich zum Haustyrann;
8. Januar 1756: Zum Schuldenbegleich soll Jörg Dirk bei den münsterschen Miliz dienen, er wird eingezogen;
Er fällt im Siebenjährigen Krieg.

Weitere Artikel zu:
- Verkündung des Westfälischen Friedens. (Osnabrücker Wandbild von Leonhard Gey)
- Vom Sinn des Denkmalschutzes

Darin : Ein Blick auf das Rechts- und Wirtschaftssystem im Absolutismus am konkreten Fall




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Dr. Ignaz Olfers gegen den Fähnrich Moras

v.num : 330

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Am 9. Februar 1786 fand zu Münster im Rathaus der traditionelle Bürgerball statt. Etwa um zwei Uhr früh glaubte der anwesende Dr. Ignaz Olfers bei den Musikern deutliche Zeichen von Ermüdung zu erkennen. Er sagte zum Dirigenten, dieser solle doch statt der Walzer einen langsamen "Englischen" spielen. Das nahm ihm der wachhabende Offizier, der junge Fähnrich Joseph Moras übel und stieß Olfers mit dem Offiziersstock vor die Brust, so dass dieser taumelte. Bereits am folgenden Tag reichte Olfers eine Injurienklage ein. Domprobst Clemens August von Ketteler ließ den Fall durch ein Militärgericht untersuchen. Am 12. Februar 1786 kam das Gericht zu der Erkenntnis, der Fähnrich habe pflichwidrig gehandelt. Er wurde zu 12 Tagen Arrest verurteilt. Olfers forderte noch eine offizielle Entschuldigung, was jedoch vom Kurfürsten Max Franz abgelehnt wurde.

Weitere Artikel zu:
- 700 Jahre bischöfliches Offizialatsgericht Münster
- Das Friedensballett [Ballett de la Paix] im Rathaus zu Münster 1645
- Neue Wappen in Westfalen




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Französische Emigranten in Münster

v.num : 396

Darin : Flucht vor der Revolution



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