Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Die Stadt Münster im Franzosen-Jahr 1806

v.num : 244

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

1806: Truppendurchzüge der französisch-holländischen Armee, die der preußischen Herrschaft in Münster ein Ende machte
1806: Die münsteraner Bevölkerung brachte den Franzosen zu Beginn große Sympathie entgegen
Die Franzosen wurden zumeist in den Klostern einquartiert
1. November- 29. Dezember 1806: In Münster herrschte ein reges Kommen und Gehen der Besatzer
Kranke wurden in den Kirchen gepflegt
2. Dezember 1806: Es wurde eine Kriegssteuer eingezogen
Februar 1807: Das gesamte Regiment zog nach Magdeburg ab.

Weitere Artikel zu:
- Die mißdeutete "Väterliche Ermahnung". [Bild von Gerard ter Borch]
- Westfälische Kommunalwappen

Darin : Tagebuchnotizen aus dem Clemens-Hospital: Sympathie für die einrückenden "Befreier"




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Napoleon und das Königreich Westfalen

v.num : 296

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Napoleon hat nach dem Tilsiter Frieden ein Königreich Westfalen gegründet. Münster hat dabei nie zum Königreich Westfalen gehört, da nicht alles westfälische Land dem Königreich zugeschlagen wurde. Die meisten westfälischen Territorien gehörten nicht dazu. Napoleon hat Westfalen rücksichtslos zerteilt: Münster, Osnabrück und Minden wurden so z.B. vom Königreich Westfalen getrennt und mit dem Kaiserreich Frankreich vereinigt. Die zum Königreich Westfalen gehörigen Länder lagen im Raum zwischen Weser und Elbe, ab 1810 kam noch das Kurfürstentum Hannover hinzu. Hauptstadt des Königreiches wurde Kassel und sein König Napoleons jüngerer Bruder Jérome. Das Königreich Westfalen war als verhältnismäßig großer Staat in Mitteldeutschland gegen das sehr geschwächte Königreich Preußen gerichtet. Napoleon ist wohl auf den Namen "Westfalen" für das Königreich verfallen, weil es in seinem Geburtsland Korsika im 18. Jahrhundert einen westfälischen Baron, Theodor von Neuhoff, gegeben hatte, der von den Korsen zum König gewählt wurde. Er konnte sich allerdings nur wenige Monate halten und starb als verarmter Mann in London.

Weitere Artikel zu:
- Eine Frau im geistigen Leben Münsters [Briefwechsel Julia Hüffers mit ihrem Bruder Alexander Kaufmann]
- Siegte Arminus über Varus bei Barenau?
- Niederdeutsche Fachwerk-Baukunst

Darin : Theodor Neuhoffs korsisches Königstum und Napoleons französisches Kaisertum




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Der Strafvollzug in Detmold nach 1800

v.num : 309

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Paulina zu Lippe war nach dem Tod ihres Gatten von 1802 bis 1820 Regentin. In dieser Aufgabe beschäftigte sie sich auch mit den Criminal-Acten und hat damit vielen Verurteilten Hilfe gebracht. So trug sie z.B. Sorge für die Aufschiebung der Strafe bei Krankheit des Verurteilten oder kümmerte sich um die geistliche Betreuung jugendlicher Straftäter. So wirkt es geradezu modern, wenn sie bei einem Jugendlichen, der wegen Diebstahl verurteilt wurde wegen seines Alters auf Strafverzicht plädierte. Doch nicht immer intervenierte sie wegen einer Strafminderung. Bei besonders verabscheuungswürdigen Taten, behielt sie sich auch eine Verschärfung der Strafe vor. So z.B. bei einer Witwe, die jahrelang Unmündige verführte und zu Dieben ausbildete. Zeitgenossen rühmten die Gerechtigkeitsliebe der Fürstin. Jeder konnte sich bei ihr beschweren, wenn er glaubte nicht nach dem Gesetz behandelt worden zu sein. Paulina, eine geborene Prinzessin zu Anhalt-Zerbst, war eine Verwandte der großen Katharina von Russland.

Weitere Artikel zu:
- Der Kanzler entkam nach Ostfriesland [Ende der Wiedertäufer am Beispeil von Heinrich Krechting]
- Rezepte in einem alten Kirchenbuch [Pfarrer Johannes Philippus Wernekinck 1759]
- Westfälische Kommunalwappen - Kreis Minden III

Darin : Aus Notizen der Fürstin Paulina zur Lippe zu den ihr vorgelegten "Criminalacten"




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Interregnum der Hessen in Westfalen

v.num : 314

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Am 11.7.1816 wurde Westfalen von der Darmstädter Regierung dem Preussischen Gouvernement übergeben. Damit endete das kurze Interregnum der hessischen Verwaltung im Herzogtum Westfalen (1802-1816). In der Kurkölnischen Zeit gehörten Verwaltung und Polizei zu den Privilegien der Oberstadt Marsberg. Die Trennung dieser beiden Zweige und die Errichtung einer örtlichen, von der der Landesregierung abhängigen Polizeideputation war ein damals unerhörter Vorgang. Der landgräflich-, später großherzoglich-hessische, ortsfremde Polizeihauptmann als Leiter der Deputation hatte eine Fülle neuer Aufgaben zu erledigen. Verwaltungsfachleute in Arnsberg wiesen ihm Instruktionen für die Bevölkerung zu. So wurden z.B. regelmäßige Feuervisitationen, Nachtwachen und die Räumung und der Abbruch feuergefährdeter Hauser verlangt. Ebenso wurde das Betteln bekämpft.

Weitere Artikel zu:
- Eine Hopstener Bibliothek im 18. Jahrhundert
- Augustin Wibbelts letztes Gedicht
- Westfälische Kommunalwappen - Kreis Büren III

Darin : Aus den Protokollen der Marsberger Polizeideputation von 1802 bis 1816




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Belebung des Gemeingeistes

v.num : 326

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Der Reichsfreiherr Karl von Stein regte 1798 die Bildung einer starken und geschlossenen Provinz Westfalen an. Bis zum genannten Vorschlag von Steins wurde von Preußen keine zielbewusste Erweiterungspolitik im Westen betrieben. Von Stein wollte Deutschlands Widerstandskräfte gegen das übermächtige Frankreich stärken, was ihm nur durch eine Stärkung Preußens möglich erschien. Er wollte aber keine konstruierte, sondern eine natürliche Einheit. Die georaphische und militärische Lage Westfalens, eine einheitliche Agrarstruktur und eine gemeinsame ständische Verfassung boten die notwendigen Voraussetzungen für einen innerlich starken und politisch gesunden Verwaltungsraum. Durch den Frieden von Luneville konnte Preußen seinen westfälischen Besitz erweitern. Münster wurde Preußen zugeschlagen. Ab 1815 wurden alle westfälischen Gebiete Preußens zu einem Verwaltungsgebiet vereinigt.

Weitere Artikel zu:
- Vitales Leben, aus Stein gehauen [Bildhauer Eugen Senne-Platten]
- Ein Konfessionsstreit um 1840
- Aus westfälischer Literaturgeschichte [G. Koeppers Literaturgeschichte Westfalens]

Darin : Die Gedanken des Freiherrn vom Stein sind heute so aktuell wie eh und je




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Von Papst und Kaiser verlassen

v.num : 373

Enthält : 23.5.1802 erhält Preußen die Bistümer Paderborn und Hildesheim, das östliche Münsterland mit der Hauptstadt Münster, Erfurt, das Eichsfeld, sowie mehrere Reichsstädte, durch einen Vertrag mit Frankreich
3.8.1802 preußische Truppen besetzen das Fürstbistum und die Stadtmünster

25.2.1803 "Reichsdeputationshauptschluss" ermöglicht Herrschafts- und Vermögenssäkularisation:
an die Stelle der bürgerschaftlichen Selbstverwaltung trat die Stadtverwaltung, durch vom Preußenkönig ernannte Beamte,
viele reiche Klöster, darunter Cappenberg, Liesborn, Bentlage und Dalheim, wurden aufgelöst
für die Integration der westfälischen Lande in das preußische Reich war der Freiherr vom Stein zuständig

die Münsteraner Bürger sahen darin eine Unrechtmäßigkeit seitens des preußischen Staates, so machten sie z.B in Bildern ihren Unmut gegenüber dem preußischen Staat deutlich

Darin : Der Reichsdeputationshauptschluss 1803



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