Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Über das Leben im Lager

v.num : 15

Enthält : 1914, 13. September: Die ersten französischen Kriegsgefangenen treffen in Münster ein. Da man offenbar völlig unvorbereitet war, brachte man die Gefangenen nicht in einem Lager, sondern auf einer umzäunten Wiese unter. Die Gefangenen richten sich selbst ein Lager ein.

1914 bis 1918:
Bereits wenige Wochen nach Kriegsbeginn entstehen in den Lagern verschiedene Lagerzeitschriften es bilden sich Theatergruppen und sogar Einrichtungen zur (Selbst-)Hilfe. Die mit Abstand bedeutendste Einrichtung ist die Post, die die wichtigste Verbindung zur Heimat darstellte

1915 Gründung einer Lagerschule

1916 Gründung der Scholastic Society", die den Gefangenen die Möglichkeit zur Weiterführung ihrer durch den Krieg unterbrochenen Ausbildung fortzuführen.

1916 bis 1918 mit einer Auflage von 7500 bis 7800 gehört die Zeitschrift "L¿Echo du Camp de Rennbahn" zu den langlebigsten und auflagenstärksten Lagerzeitschriften.

1916 Karikaturenausstellung der Vereinigung "Amis des Arts"

1917 (Frühjahr) der englischsprachige Teil wird eingestellt, wohl weil die Zahl der englischen Gefangenen stark gesunken ist.

1917 im Sommer wird die Erscheinung der Zeitschrift "L¿Echo du Camp de Rennbahn" zunächst eingestellt, schließlich erscheint sie aber wieder regelmäßig.

1918, 24. August letzte Ausgabe des "Echo"

Darin : Die Kriegsgefangenen-Zeitschrift "L¿Echo du Camp de Rennbahn"




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Vergebliche Hoffnung auf Friedensschluß

v.num : 83




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August 1914: Ausbruch des Ersten Weltkrieges

v.num : 403

Enthält : Bericht über den nicht vorhandenen Freudentaumel anlässlich des Ersten Weltkrieges in der ländlich geprägten Gemeinde Greven.
Beschrieben werden im Einzelnen:
Der eher ruhige als lautfröhliche Abschied von den eigenen Soldaten.
Die "Spionitis", welche auch die Landgemeinden befiel und zu regelrechten Massenjagden auf imaginäre Spione führte. Bei diesem Phänomen seien laut dem Artikel ganze Dörfer mit Flinten und Knüppeln auf den Beinen gewesen um nach Fremden in der Region zu suchen. Zudem hätte eine übertriebene Angst vor Sabotage eingesetzt, welche zur Bewachung aller Brücken und Bahnlinien führte.
Die Hortung von Kapital wird erläutert.
Es wird ebenfalls der Eingriff in die Landwirtschaft erläutert.
Zum Schluß geht der Autor auf den Ausfall aller Lustbarkeiten ein, was keine Hurra-Stimmung vermuten lässt.
Im Text beschäftigt der Autor aber auch mit den positiven Nebeneffekten des Krieges und der Kriegsindustrie. So spricht er von gut gefüllten Auftragsbüchern und anfänglich noch großzügigen Entschädigungen für das Konfiszieren von beispielsweise Pferden.

Darin : Keine enthusiastischen Reaktionen in Greven



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