Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Geschichte in Chronogrammen

v.num : 306

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Im 18. Jahrhundert mehrten sich Stimmen, die sich gegen eine übertriebene Verwendung des Chronogramms wandten. Der Grund dafür war, dass sich Chronogramme mit geschmacklosem Inhalt mehrten. Z.B. ließ Bischof Clemens August am Münsterschen Zuchthaus eine Inschrift anbringen, die besagte, das Zuchthaus sei aus zusammengebettelten Landessteuern erbaut worden. 1765 veröffentlichte der Abt Ludwig Grona zwei Bände über seine Chronogrammkunst. Dieser Abr besaß die Kunstfertigkeit, mit spielerischer Leichtigkeit Chronogramme von trivialem bis literarischem Inhalt zu verfassen. Im 19. Jahrhundert wurden die Chronogramme selten. Es mutet an wie eine totale Absage an die oft überhitzte Produktion des 18. Jahrhunderts. Im 20. Jahrhundert traten sie vereinzelt wieder auf. Der Heimatschriftsteller Peter Werland machte sich in diesem Jahrhundert mit seinen Chronogrammen einen Namen.

Weitere Artikel zu:
- Münster und die alte friesische Straße
- Die Wasserburg Nordkirchen
- Westfälische Kommunalwappen

Darin : Westfälische Belge für die Kunst der poetisch verschlüsselten Jahreszahlen (Schluß)




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Geschichte in Chronogrammen

v.num : 307

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Kleriker, Notare, Bürgermeister, Bürger und Bauern bedienten sich den Chronogrammen ebenso, wie Maler und Bildhauer. Mitunter ergeben sich lokale Häufungen, wie z.B. in den Kirchen zu Rinkerode oder Paderborn. Auch in Münster, als Bischofsstadt existieren sehr viele Chronogramme. Von großem Reiz sind Chronogramme mit historischem Charakter. Eine im 17. Jahrhundert beliebte Tradition war es, in historischen Werken die dargestellten Ereignisse durch Chronogramme zusammenzufassen. Der Brauch kam aus den Niederlanden. Viele geschichtliche Ereignisse der Stadt Münster sind in Chronogrammen aufgezeichnet worden, so z. B. Friedenshoffnungen während des 30jährigen Krieges oder die Hoffnung auf Intervention Kaiser Leopold I. gegen den Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen. Auch zeigen Chronogramme den Hass der Bevölkerung gegen eben diesen Bischof, den "Soldaten in Soutane".

Weitere Artikel zu:
- Verkehrsproblem anno 1815
- Zwischen den Generationen [Hermann Löns]
- Ein westfälischer Drucker in Amerika
- Westfälische Kommunalwappen

Darin : VARIA ET INCOGNITA CHRONOGRAPHICA GUESTPHALICA ANNO DOMINI NOSTRI




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Sedisvacanz-Medaille des Jahres 1719

v.num : 321

Enthält : Vier Seiten - bitte blättern!

1718 starb der Fürstbischof von Münster. In der Sedisvacanz bis zum Amtsantritt des neuen Bischoffs übernahm das Domkapitel die Landesregierung. Diesem stand das Recht, Münzen zu prägen nicht zu. In der Sedisvacanz übte es dieses Recht aber aus und prägte die sogenannten Sedisvacanzmünzen. Sie erfolgten zur eigenen Repräsentation des Domkapitels. Die erste Prägung dieser Art erfolgte in Münster im Jahre 1650. Die ersten Münzen zeigen den Patron des Domkapitels und den Kaiser. Doch schon bei der nächste Sedisvacanz im Jahre 1706 erkennt man statt des Bildnisses des Kaisers den Dom. Neben den Münzen ließ das Domkapitel auch Medaillen stechen mit dem Wappen des damaligen Domherrn. Da die Mitglieder des Domkapitels zum größten Teil dem westfälischen Adel entstammten, zeigten die Prägungen die Wappen adliger Familien. Die Medaille von 1719 ist aus Silber. Auf der Vorderseite steht St. Paulus in ganzer Figur. Die Umschrift lässt das Domkapitel als Münzherrn erkennen. Am Rande befindet sich ein Kranz von 19 Wappenschildern in der Reihenfolge der Domkapitulare. Auf der Rückseite ist eine Prägung Karl des Großen zu sehen.

Darin : Westfälische Adelswappen auf einer Münzprägung des münsterschen Domkapitels



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