Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Chronogramm: Kunst der kleinen Form

v.num : 312

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Chronogrammkunst ist Kleinkunst. Entsprungen ist sie einer Gesellschaftsform und Gesellschaftsklasse, der das Lateinische ebenso geläufig war, wie die Muttersprache. Dies wurde verbunden mit der Liebe zur durchgefeilten, prägnanten, aber auch oft verspielten Form des Epigramms. Ihren Höhepunkt erlebte die Chronogrammkunst in Renaissance und Barock. Münster besitzt hierzu eine mehr als 800 Jahre umfassende Tradition. Chronogrammkunst umfasst die pompösen Inschriften des 17. und 18. Jahrhunderts an Kirchen und Schlössern bis hin zu zynischen Glossen verärgerter Bürger an Stadtmauern und Zunfthäusern. Das Chronogramm fußt auf der Gleichheit von bestimmten lateinischen Buchstaben und römischen Zahlzeichen (I, V, X, L, C, D, M). Diese Doppelfunktion der Zeichen ermöglicht die sinnvolle Inschrift mit gleichzeitiger Angabe des Verfasserjahres. Die Qualität eines Chronogramms ist abhängig von der Prägnanz der Mitteilung, der Wortökonomie und den fachlichen Bedingungen. Das älteste Chronogramm des Bistums Münster stammt aus dem Jahre 1121.

Weitere Artikel zu:
- Die Apsis der Stiftskirche in Vreden
- Der Obermarsberger Schandpfahl
- Westfälische Kommunalwappen - Kreis Höxter I

Darin : Beispiele aus alter und jüngster Zeit für eine 800jährige Tradition in Münster




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Der hl. Amandus, der Patron der Bäcker

v.num : 317

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Der hl. Amandus, den die Bäckergilden in Münster und Beckum seit alters her als ihren Schutzheiligen führen, ist kaum noch bekannt. Sankt Amandus gilt als Apostel der Belgier. Er wurde 646 Bischof von Maastricht. Er starb 684 in einem Kloster bei Tournay. Der hl. Amandus ist Kirchenpatron in Datteln und Aschendorf. Ebenso findet sich der Heilige auf dem Deckel des Humpens der münsterischen Bäckergesellen. Ein anderes Bild des Heiligen findet sich auf einem kleinen Eisenschild, das im Besitz des Beckumer Bäckeramtes ist. Es trägt die Jahreszahl 1742. Der hl. Amandus, der Schutzheilige der Bäcker von Münster und Beckum, dessen Verehrung in der früheren Zeit unseres Bistums verbreitet gewesen sein muss, ist heute kaum noch bekannt.

Weitere Artikel zu:
Rezitation in Westfalens Hauptstadt (Literarische Gesellschaft)
- Westfälische Kommunalwappen - Kreis Meschede

Darin : Zwei alte Darstellungen des Bischofs von Maastricht aus dem Münsterland




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Westfälische Plattnerkunst

v.num : 335

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Die Arbeiten der frühneuzeitlichen Plattner sind nur bruchstückweise erhalten. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts stellten sie die sog. Plattenharnische her. Archivalisch sind Plattner im niederdeutschen Gebiet erfasst. Die wirtschaftsgeographischen Verhältnisse begünstigten das Aufblühen eines eigenständigen Plattnergewerbes. Die Eigenproduktion an Stahl und Eisen war so groß, dass sogar nach England und Skandinavien exportiert wurde. Innerhalb der mittelalterlichen Bürgergemeinde kam den Platternern und ihren Erzeugnisen eine große Bedeutung zu, da alle Bewerber um das Bürgerrecht innerhalb einer Stadt ein Harnisch besitzen mussten. Sehr zum Nachteil für die heutige Forschung haben die Plattner im niederdeutschen Raum ihre Erzeugnisse nicht mit einer Meistermarke versehen. Die Identifizierung westfälischer Plattnerarbeiten muss also mit Hilfe des Stilvergleichs erfolgen. So machen sich beispielsweise bestimmte Formtendenzen in der Arbeit der Plattner bemerkbar.

Weitere Artikel zu:
- Der juristische Nachlass von Anton Matthias Sprickmann
- Haus Backhaus und seine Bewohner




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Wir sehen Kunst

v.num : 337

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Es stellte sich schon lange die Frage, wie man Kunstwerke im Rundfunk zur Wirkung bringen kann. Die Lösung ist, den Zuhörern das Bild selbst in die Hand zu geben. Das Bild erhält man bei der Beziehung eines Abonnements. Das Programm umfasst Werke verschiedenster Epochen und Kulturkreise. Das Einzelkunstwerk steht dabei im Vordergund, nicht die Gruppe, die Epoche, der Stil oder der Künstler. Das Gelingen ist natürlich von der Persönlichkeit des Interpreten abhängig. Ein Werk wird in zehn Minuten behandelt. Auch der gesprochene Text wird den Abonnenten nach der Sendung zugänglich gemacht. Besprochen werden ausschließlich Kunstwerke, die im Besitz von Museen und Galerien Nordrhein-Westfalens sind.

Weitere Artikel zu:
- Schöne Zeugnisse alter westfälischer Gießerkunst
- Die Schlacht im Lohner Bruch (Entscheidung zwischen Tilly und Christian Herzog von Braunschweig
- Die Verkündung des spanisch-niederländischen Friedens

Darin : Zu einer neuen Folge des Westdeutschen Rundfunks




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Münster wuchs ihm richtig ans Herz

v.num : 361

Enthält : Der Maler und Grafiker Ernst Bahn kam 1922 nach Münster und stellte dort im Kunsthandel der Elisabeth Krause in der Frauenstraße 14 aus. Der Erfolg der Ausstellung brachte ihn dazu, in Münster zu bleiben. Noch im gleichen Jahr wurde er Mitglied der münsterschen Künstlergemeinschaft "Schanze" und fand dort bis zu seinem Lebensende seine künstlerische Heimat. Ernst Bahn ließ sich von unterschiedlichen Sujets inspirieren. So entwarf er z. B. eindrucksvolle Stadtansichten, expressive Alpenansichten, Porträts oder auch Altarbildnisse. Auch brachte Bahn in seinem künstlerischen Werk die Verbundenheit mit der Stadt Münster zum Ausdruck. So schuf er zahlreiche Gemälde mit Motiven der Stadt. Der Künstler starb im Jahre 1973 in Münster.

Darin : Erinnrung an den Maler und Grafiker Ernst Bahn



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