Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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"Der stolze Nachbar des Rathauses"

v.num : 214

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Das Haus Nr. 11 ist seit über 500 Jahren quellenmäßig nachweisbar
1360/80: Das bisher einstöckige Haus wird durch einen vorgesetzten Bogengang nach vorne erweitert und kann dadurch aufgestockt werden; der Besitzer lässt dabei auch ein Wappen mit Löwenbildnis anbringen
1449: Das Haus wird als "Hus to dem Lewen" erwähnt, vielleicht gehört es jetzt der Familie Kerckerinck, die einen Löwen im Wappen führen
1482: Hausbesitzer ist Johann Kerckerinck
1500: Der Giebel mit den heute noch stehenden Säulen wird errichtet
1536: Das Haus wird als Täuferhaus beschalgnahmt
1550: Neuer Besitzer ist Johann Langemann
1597: Das Haus geht auf Ahasver Arnd über, seine Witwe heiratet 1637 den Kaufmann Heinrich Hense
1873: Nach einigen anderen Besitzern bezieht der Westfälische Bankverein das Haus. Es erhält die Hausnummer 11
1891: Die Alphonsus-Buchhandlung wird hier eingerichtet.

Weitere Artikel zu:
- Kaffee- und Zichorienland Westfalen
- Neue Zweckbestimmung für die alte Kolvenburg
- Vom richtigen Gebrauch der Mistjauche (Landwirtschaft)

Darin : Ein Halbjahrtausend Geschichte des wiederaufgebauten Hauses Prinzipalmarkt Nr. 11




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Chronogramme an Schlaun-Bauwerken

v.num : 247

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

18. Jahrhundert: Es git aus dieser Zeit sehr viele chronogrammatische Inschriften
Johann Conrad Schlaun nutzte dieses Mittel in seinen Bauwerken
1736: Chronogramme finden sich auf der Liborius-Medaille, deren Symbolik auf Schlaunsche Entwüfe zurückzugehen scheint
Bischof Clemens August akzeptierte als Auftraggeber Chronogramme als Stilmittel bei Bauwerken, wenn diese Öffentlichkeitsfunktion besaßen
Auch seine Baumeister waren Chronogrammen gegnüber nicht abgeneigt
1713: Schlaun hatte persönlichen Kontakt zu Friedrich von Corfey, der ihn über chronogramme informierte
Seit dieser Zeit finden sich Chronogramme in den Bauwerken Schlauns

Weitere Artikel zu:
- Dechant Bernhard Köster
- Eine Fahrt nach Warendorf [Reisen und Verkehr im Jahr 1712)

Darin : Inschriften als architektonische Gestaltung und individuelle Mitteilung an die Nachwelt




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Blick vom Giebel des Rathauses vermittelte Trost und Hoffnung

v.num : 370

Enthält : ca. 1400 Gestaltung des Giebels des Münsteraner Rathauses, im obersten spätgotischen Giebel ist eine Christus-Maria Gruppe zu sehen, bei der beide auf einer Thronbank sitzen und Kronen tragen
12 Jhd. mehren sich die Zeugnisse einer königlichen Verehrung von Maria
19 Jhd. Erneuerung der Skulpturen, da die alten verwittert waren
1944 Zerstörung der Skulpturen im Bombenhagel (die heute zu sehenden Skulpturen sind also Nachbildungen)

Interpretation:
die Darstellung entwickelte sich aus zwei unterschiedlichen Typen:
1. Darstellung des Hohenliedes: Christus thront als Bräutigam neben der Braut, dies soll die Zwiesprache zwischen Gott und dem Volk Israel, bzw. zwischen Christus und der Kirche symbolisieren
2. die weibliche Figur stellt die Ecclesia (die Kirche) dar
ab dem 12. Jhd. wird eine Darstellung in dieser Form als Symbol für die Krönung Marias benutzt, dieser Akt sollte den Menschen Hoffnung auf Erlösung durch Christus geben

Besonderheiten der Skulpturen auf dem Rathaus in Münster:
einzige erhaltene Darstellung dieser Art an einem weltlichen Gebäude
keine Engel als Assitenzfiguren anwesend

Darin : Deutung der Christus-Maria-Gruppe



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