Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Zu Recht oder zu Unrecht: Grabbe ist vergessen

v.num : 22

Darin : Westfälischer Dichter im Hintergrund




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Leitbild "Salon" als Mittelpunkt eines geistig geselligen Lebens

v.num : 30

Darin : Literarisches Schaffen der Autorin Elise Rüdiger ist in der Versenkung verschwunden




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Wibbelt träumte sich aus einer kargen Welt

v.num : 31

Darin : Autobiographische Schriften verklären die Wirklichkeit




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"Jesus Maria, ich stehe auf beyden Füßen"

v.num : 42

Darin : Annette von Droste zu Hülshoff berichtet über eine Heilung in Trier




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Bibliothek als Zeugnis des Jahrhunderts

v.num : 47

Darin : Levin Schücking und seine Briefe




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Gedanken über ein Bild der Droste

v.num : 91




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Lyrischer Gruß aus China

v.num : 100

Enthält : Drei Seiten bitte blättern!!


Darin : Münster in einfühlsamen Versen des chinesischen Dichters Lü Yuan




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Thomas Mann sang Münster Lob

v.num : 106

Enthält : Drei Seiten bitte blättern!!
Hauptartikel

weiterer Artikel zu:
- Künstlerisch gestaltete Karten - Kupferstecher und Feldmesser Reinhold (Artikel von Ilsetraud Lindemann)

Darin : Beziehungen des Dichters zu Persönlichkeiten und Städten Westfalens




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Karl Leberecht Immermann in Münster

v.num : 122

Darin : Der Jurist und Dichter setzte Meilensteine westfälischer Literatur




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Münsterländer Kindheit

v.num : 138

Enthält : Zwei Seiten - bitte blättern!!!

5. April 1869: Karl Wagenfeld wird als Sohn eines Eisenbahnbeamten in Lüdinghausen geboren. (Foto: Kirchgasse mit Synagoge in Drensteinfurt)
Noch im selben Jahr zogen die Eltern nach Drensteinfurt.
In Drensteinfurt besuchte er die Volksschule.
Als Zwanzigjähriger verließ er das Elternhaus um seine erste Lehrstelle in Göttingen anzutreten.
Von einem seiner Lehrer hatte Karl Wagenfeld die zurückgelassene Geige geerbt.

Darin : Karl Wagenfelds Jugend in Alt-Drensteinfurt




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"Entsetzlich gelehrtes Frauenzimmer"

v.num : 156

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Das germanische Nationalmuseum in Nürnberg bewahrt unter dem Siegel ZR 7063/1952 ein bisher unbekanntes Schreiben Joseph von Laßbergs an die Droste vom 5. - 22. Januar 1837 auf.
Die Droste war sei 1834 Laßbergs Schwägerin.
Die persönliche Bekanntschaft der Droste mit Laßberg fiel in den September 1834, als Laßberg eine Heirat mit Jenny Droste erbat.
18. Oktober 1834: Anlässlich der Trauung versprach Laßberg der Droste, sich um einen Verleger für das Epos "Das Hospiz auf dem großen St. Bernhard" zu bemühen.
Das Verhältnis zwischen der Droste und ihrem Schwager war jedoch nicht nur unbefangen. Beide störten sich an charakterlichen Eigenschaften des anderen.

Weiterer Artikel zu:
- August Wibbelt als Pfarrer von Mehr

Darin : Ein unbekannter Brief des Freiherrn Joseph von Laßberg an die Droste




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Tod in der Stadt der Wiedertäufer

v.num : 189

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Die französische Schriftstellerin Marguerite Yourcenar hat auch Münster in ihr Werk mit einbezogen;
Ein Kapitel mit dem Titel "Der Tod in Münster" findet sich im ersten Teil ihres Romans "Die schwarze Flamme";
1968: Das Werk wird mit dem Literaturpreis Prix Femina ausgezeichnet;
Der Roman beschreibt facettenreich die Geschichte eines jungen Mannes im 16. Jahrhundert;
Das Kapitel über Münster umfasst 25 Seiten des 386 Seiten langen Romans;
Es behandelt die Zeit der Täufer in Münster;
Der Vater des Helden wird im Roman sogar in Münster bestattet.

Weiterer Artikel zu:
- Münsters Send

Darin : Münster im Werk der französischen Schriftstellerin Marguerite Yourcenar




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Schriftsteller Joseph Annegarn

v.num : 202

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22. Oktober 1794: Joseph Annegarn wird in Ostbevern geboren
1813-1818: Studium der Theologie und Philosophie in Münster
22.Dezember 1818: Priesterweihe;
Er wird Vikar an der St.-Lamberti-Kirche;
Er macht sich auch schriftstellerisch verdient. Von ihm stammen zahlreiche Schul-, Erbauungs- und Gebetbücher;
1830: Annegarn übernimmt die Pfarrstelle an der Kirche St. Fabian und Sebastian in Selm;
6. April 1836: Annegarn wird Professor für Kirchengeschichte an der Akademie in Braunsberg;
8. Juli 1843: Annegarn stirbt mit erst 49 Jahren

Weiterer Artikel zu:
- Pater Christoph Bernsmeyer aus Telgte

Darin : Wirken in Münster, Selm und Bruansberg/ Seine Publikationen




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Die Dichterin des "Christelflein"

v.num : 203

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17. Februar 1879: Ilse von Stach wird geboren
1900 (um ): Sie geht nach Berlin und wohnt bei der Familie eines Onkels
Dort findet sie Zugang zu den literarischen Kreisen der Stadt
Abschluss der Studien am Königlichen Lehrerinnenseminar
Sie heiratet, bekommt drei Kinder und wird kurz darauf geschieden
Sie betreibt erste literarische Arbeiten, z.B. das "Christelflein"
1911: Hochzeit mit dem Leipziger Kunsthistoriker Martin Wackernagel
1920: Martin Wackernagel wird nach Münster berufen. Das Ehepaar und die sechs Kinder werden in Münster schnell heimisch. Hier betreibt Ilse von Stach weitere dichterische Arbeiten.
25. August 1941: Ilse von Stach stirbt nach langer, schwerer Krankheit.

Weitere Artikel zu:
- Der Musiker Otto Dunkelberg
- Moffen, Westfelinger und Pfeffersäcke
- Dortmund hütet den Nachlass von Margarete Windthorst

Darin : Vor 100 Jahren wurde Ilse von Stach, Gattin des Kunsthistorikers Martin Wackernagel, geboren




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,Bilder aus der Krim' in westfälischer Poesie

v.num : 225

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1830/31: Die Französische Revolution löst auch in Polen einen Befreiungskampf aus; Der polnische Dichter Mickiewicz geht nach Paris um Unterstützung für diesen Kampf zu suchen
1833: Der Dichter geht nach Dresden, als der russische Zar Warschau plündern lässt
1834: Mickiewicz gibt das Werk "Pan Thaddäus" heraus, ein klassisches Heldenepos der polnischen Literatur in zwölf Bänden; es behandelt eine vergangene Epoche der polnischen Geschichte.

Weiterer Artikel zu:
- Msgr. Friedrich G. Lilie
- Unter dem Bogen jünger. Erster Beleg vom Jahr 1376 (Straßenname Bogenstraße)

Darin : Der polnische Freiheitsdichter Adam Mickiewicz (1798 bis 1855) im Kreis der Droste




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Westfälische Eigenart bei Otto zur Linde

v.num : 255

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26. April 1873: Otto zur Linde wird in Essen geboren
Kindheit und Schulzeit verbringt er in Gelsenkirchen
Studium der Germanistik und Philosophie in Halle, Berlin und Freiburg
1898: Dissertation über "Heinrich Heine und die deutsche Romantik"
Er schreibt Romane und Gedichte
Einige seine zahlreichen Werke sind: "Carlshafen, "Unser Tilli" oder "Hans Bernhardt"
Otto zur Linde fühlt sich sein gesamtes Leben als Westfale
Seine Werke sind gekennzeichnet durch objektive Schwere, durch große Ernsthaftigkeit und rücksichtslose Ehrlichkeit
1972: Der Nachlaß des Dichters wird vom "Rheinischen Dichterarchiv" im Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf erworben.

Weiterer Artikel zu:
- Die Fossilien unseres Industriezeitalters [Freilichtmuseum Hagen]

Darin : Zum 100. Geburtstag des aus Essen stammenden Dichters / Nachlaß im Heinrich-Heine-Institut




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Anmerkungen zu "Ungastlich oder nicht"

v.num : 263

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Am 18. April 1947 besuchte der Autor des Artikels Augustin Wibbelt in Vorhelm und trug Balladen der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff vor
Wibbelt verwies auf einige schwierige Stellen in dem Gedicht "Ungastlich oder nicht"
Es handelte sich um Vers 4 der 3. Strophe des Gedichts
Wibbelt verfasste noch am gleichen Tag ein Diktat über das Werk
Es existieren Handschriftliche Fassungen über das Werk, die Wibbelt nicht kannte
Das Landesmuseum besitzt eine Reinschrift und die Staatsbibliothek Berlin ein Konzept
In den Handschriften fehlen nach heutiger Interpunktion drei Kommata, was für die Interpretation Wibbelt spricht
Wibbelt stellte fest, dass sich eine Unebenheit im Gedicht befinde.

Weitere Artikel zu:
- Ignaz Olfers und seine Frau Hedwig
- Gutachten über Auswanderungschancen

Darin : Detail-Interpretation Augustin Wibbelts zu einem Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff




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"Das literarische Gewissen der Droste"

v.num : 271

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Annette von Droste-Hülshoff verband eine Freundschaft mit Adele Schopenhauer, der Schwester des Philosophen Arthur Schopenhauer. Adele Schopenhauer war vielleicht die einzige die schon zu Lebzeiten erkannte, welch ein Phänomen die Droste darstellte. Adele war geschult durch "Vater Goethe" und wirkte so kritisch, warnend und fördernd. 1840 war sie im Rüschhaus und fühlte sich sehr wohl dort. Annette und Adele waren die fünf Jahre 1837 bis 1842 sehr intensiv miteinander befreundet. Bis auf den Frühsommer 1840 im Rüschhaus war es aber eine reine Brieffreundschaft, der wir klare und tüchtige Urteile über Annettes Gedichte verdanken. Unermüdlich bemühte sich Adele auch um Verleger für die Droste. Zugleich vermittelte sie der Freundin Weimarer Luft und Goethesche Ansichten.

Weitere Artikel zu:
- Annette und die Roxeler Schützenbrüder
- Fähnlein von Dortmund, Soest, Münster
- Hier irrte Max Geisberg
- Sicherheit für alte Dokumente

Darin : Adele Schopenhauer als Freundin und Kritikerin der westfälischen Dichterin von 1837 bis 1842




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Eine Rehabilitierung für Franz Giese

v.num : 273

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Der Münsteraner Franz Giese nimmt in der Reihe der in niederdeutscher Sprache schreibenden Schriftsteller einen nicht unbedeutenden Rang ein. Franz Giese wurde am 21. Dezember 1845 in Münster geboren. Der Vater, Johann Rudolf Giese war Bankangestellter. Seine Jugend verbrachte Franz Giese in einer Wohnung des Bankhauses am Prinzipalmarkt. Er war Schüler des Gymnasiums Paulinum in Münster. Nach dem Abitur 1864 studierte er Philologie und Germanistik und dissertierte in Philosophie. Am 17. Juni 1869 legte Franz Giese das Staatsexamen ab, das ihm die Lehrbefähigung in Griechisch, Latein und im Deutschen einbrachte. Er übernahm zuerst die Stellung eines Rektors an der Stadtschule zu Rüthen und wurde dann nach Posen versetzt. 1880 kehrte er nach Westfalen zurück und unterrichtete in Paderborn. Schon vor seinem Weggang nach Posen war er mit dem Werk "Frans Essink" als plattdeutscher Dichter hervorgetreten. Es erschien im Jahre 1874. Streit gab es, als Professor Hermann Landois versuchte "Essink" als sein geistiges Eigentum zu okkupieren.

Weitere Artikel zu:
- Münsters Theaterehe von 1849
- Der Ortsname von Wettringen

Darin : Dem niederdeutschen Dichter und Schriftsteller zum 70. Todestage am 9. November 71




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Bienenmystik in Gedichten der Droste

v.num : 276

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Annette von Droste-Hüshoff konfrontiert bewußt den Ausdruck "fromme Biene" mit "wilde Biene" und "kühne Biene". So handelt es sich bei dem Ausdruck "fromme Biene" um eine religiöse Vorstellung, während die Eigenschaften "wild" und "kühn" Charakteristika des Naturphänomens "Biene" realistisch beschreiben. Die religiösen Vorstellungen von der Biene greifen dabei auf den Mythos und die christliche Liturgie zurück, die der Droste beide bekannt waren. So spielt hier die Vorstellung von der Biene als jungfräulich fruchtbare Kreatur und als Bereiterin des Wachses der Kerzen mit. So wurde die Biene bei den Kirchenvätern besonders bei der "Osterkerzenweihe" verehrt. Diese Doppeldeutigkeit der Aussagen ist ein Beispiel für die Vielschichtigkeit der dichterischen Gestaltung Annette von Droste-Hülshoffs.

Weitere Artikel zu:
- Die Straße der Lohgerber in Münster
- Der Angriff vom 10.10.1943
- C. A. [Karl Arnold] Kortum als medizinischer Autor
- Publizist A. Mallinckrodt

Darin : Ein Beitrag zur Vielgeschichtigkeit der literarsichen Aussage der westfälischen Dichterin




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Das Naturgedicht bei der Droste

v.num : 308

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Die Entdeckung der literarischen Aufklärung war die Befreiung der Literatur aus den Fesseln der Rethorik und der Tradition. Dieser Prozess bestimmte auch das Werk der Annette von Droste-Hülshoff. Es wurde auf jeden Effekt verzichtet, die beliebte Manier abgelehnt und es fand eine Hinwendung zur Natur statt, als einzigem Maßstab für das Schaffen. So schrieb sie beispielsweise, dass ihr als Schriftstellerein das Naturwüchsige interessanter sei als ein Anstrich von Bildung ohne eigentlichen Fond. Auch ist die Tatsache, dass die Droste gerade in den Naturgedichten ihren höchsten künstlerischen Ausdruck gefunden hat, ein letzter Beweis, dass ihre Hinwendung zur Natur die Vollendung des literarischen Programms darstellte. In den Naturgedichten ist die Dichterin zu einer künstlerischen Selbstvergessenheit gelangt.

Weitere Artikel zu:
- Westfalens Volkskundliche Kommission [Vorgeschichte der Gründung vom 18. Mai 1928]
- Vikar Georg Koene in Borghorst um 1575
- Westfälische Kommunalwappen - Kreis Paderborn

Darin : Zum Gedächtnis des 120. Todestages der westfälischen Dichterin am 24. Mai




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Lob der westfälischen Friedensstadt

v.num : 313

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Das unbekannte Gedicht auf die Stadt Münster entstammt der Sammlung "Lyricorum libri tres..." von Christoph Caldenbach, die zu Braunsberg 1651 gedruckt wurde. Entstanden ist es aus Anlass des Westfälischen Friedens. Dem Gedicht kommt eine große Bedeuring zu, da es zeigt, wie ein Fernstehender die Stadt Münster sieht und sie idealisiert. Christoph Caldenbach wurde 1613 in Niederschlesien geboren. Er studierte in Königsberg und schrieb viele deutsche und lateinische Gedichte. Seit 1656 war er Professor für Klasische Sprachen und Poesie an der Universität Tübingen, wo er 1698 starb. Seine deutschen Dichtungen sind unbekannt geblieben, durch seine lateinischen Dichtungen erlangte er im 17. Jahrhundert aber großen Ruhm. Caldenbach hatte Münster nie gesehn. Seine Dichtung ist also auf kein Erlebnis zurückzuführen, sondern Bildungsdichtung: Caldenbach wusste von der bedeutenden Geschichte dieser Stadt und verwendete sie in seinem Gedicht.

Weitere Artikel zu:
- Weihbischof Johann von Bischopinck
- Die romanische Stiftskirche in Vreden
- Westfälische Kommunalwappen - Kreise Halle und Herford

Darin : Ein unbekanntes Gedicht Christoph Caldenbachs auf die Stadt Münster




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Maximilian Friedrich von Droste-Hülshoff und Annette

v.num : 334

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Maximilian Friedrich von Droste-Hülshoff, der Onkel der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, war Komponist, der im musikalischen Leben Münsters eine große Rolle spielte. Das von ihm hinterlassene musikalische Werk umfasst alle Bereiche der Musik: Kammermusik, Orchesterstücke, Symphonien, Opern, Kirchenmusik etc.
Ursprünglich war Maximilian Friedrich für den geistlichen Beruf bestimmt. 1782 wurde er Domherr beim münsterischen Domkapitel, worauf er jedoch 1788 zugunsten seines jüngeren Bruders Heinrich Johann verzichtete. Im Folgenden heiratete er die Bürgerstochter Bernardine Engelen. Die Eheschließung brachte gesellschaftliche Schwierigkeiten, so dass das Paar die folgenden Jahre außerhalb Münsters verbrachte. Dennoch war Maximilian Friedrich häufig bei seinem Bruder in Hülshoff zu Gast, wo sich eine besonders gute Beziehung zu seiner Nichte Annette entwickelte. Max-Friedrich starb am 8. März 1840 auf Haus Alst. Das gute Verhältniss welches Annette zu ihrem Onkel gehabt hatte, übertrug sie nach dessen Tod auf seinen Sohn Clemens.

Weitere Artikel zu:
- Das politische Schicksal der Grafschaft Mark
- Erfolge der Bodendenkmalpflege in Westfalen




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Westfalen und Flandern / Die Literatur

v.num : 345

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Westfalen und Flandern sind in vielen Bereichen des geistigen Lebens stark miteinander verbunden. Diese Beziehung gilt besonders für die Literatur. Hendrik Conscience (1812-1883), mit dem die neue flämische Dichtung begann, wurde von drei Westfalen bekannt gemacht: Melchior von Diepenbrock, seinem Bruder Josef und Eduard Hüffer. Der Aschendorffsche Verlag in Münster gab seit 1846 die gesammelten Werke Consciences in deutscher Übersetzung heraus. Zu den Freunden flämischer Dichtkunst gehörte Ferdinand Wippermann, der sich einen Namen als plattdeutscher Dichter und Schriftsteller gemacht hat. Schon in der Schulzeit entdeckte er seine Vorliebe für flämische Dichter. Während des 1. Weltkrieges übersetze er viele niederländische, besonders flämische Dichtungen, Prosastücke und Volkslieder. Im 2. Weltkrieg musste er den Verlust seiner umfangreichen niederdeutscehn und niederländischen Bibliothek hinnehmen. Dennoch nahm er nach Beendigung des Krieges die Beschäftigung mit dem Volkstum Flanderns wieder auf.

Weitere Artikel zu:
- Erinnerungen an den Freiherrn [Karl] vom Stein
- Der Geschichte in Vergangenheit und Gegenwart verpflichtet
- Geisbergs Brief an G.H. Pertz
- Die olde Apotheke. Über Münsters erste Apotheke

Darin : Zu Ferdinand Wippermanns 85. Geburtstag




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Wunder um den Magus im Norden

v.num : 350

Enthält : Fünf Seiten - bitte blättern!

Das Buch von Josef Nadler "J.G. Hamann. Der Zeuge des corpus mysticum" erzählt das Leben des Schriftstellers Hamann mit großer Sachkenntnis. Der Schriftsteller lebte in Königsberg und starb am Ende in Münster in seinem katholischen Freundeskreis. In Königsberg wurde er zum immer schärferen Gegener Friedrich des Großen. Hamannn wollte vor seinem Tod sein Werk herausgeben, starb aber und überließ dies seinem Freunde Jacobi, der dies auch nicht beenden konnte. Dessen Mitarbeiter Roth brachte schließlich eine Ausgabe zustande, die aber unvollständig ist. Als man schließlich eine vollständige Gesamtausgabe drucken wollte, kam der Zweite Weltkrieg dazwischen. Anschließend war das Material verschwunden. Jedoch existierten Photokopien, die jetzt gedruckt werden.

Weitere Artikel zu:
- Johann Christoph Schlüter
- Karl Heinrich Brüggemann als Demagoge
- Neues über Friedrich Wihelm Weber und Peter Hille




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Sie [Clara Ratzka] setzte Münster ein Denkmal

v.num : 353

Enthält : Clara Ratzka veröffentlichte zu Beginn des 20 Jahrhunderts allein 17 Romane. Zwei davon, nämlich "Familie Brake" und "Im Zeichen der Jungfrauen" haben das alte Münster zum Schauplatz. Ihre Romane thematisieren häufig die Rolle der Frau in der Gesellschaft.
Clara Ratzka wurde 1872 in Hamm geboren. 1879 zog die Familie nach Münster. Clara besuchte zuerst die Domschule und danach die Schöningsche Töchternschule. Im Alter von 16 Jahren wurde sie auf ein Internat nach Holland geschickt. Hier erhielt sie auch eine Lehrerinnenausbildung. Am liebsten wäre sie jedoch Malerin geworden. 1894 heiratete sie den Großindustriellen Clemens Linzen. Clara war von der Ehe schnell enttäuscht, da ihr Mann an ihren geistigen Interessen keinen Anteil nahm. 1895 kam die Tochter Vera zur Welt. Clara verließ ihren Mann, ließ sich mit Rücksicht auf die Eltern jedoch erst 1910, nach deren Tod, scheiden. Sie studierte jetzt in Berlin Nationalökonomie und promovierte 1912. 1911 heiratete sie den ungarischen Maler Ludwig Ratzka. In dieser Zeit begann sie mit dem Schreiben. Ihr Mann regte sie dazu an und kümmerte sich um die Veröffentlichungen der Bücher. 1922 heiratete sie in dritter Ehe ihren ehemaligen Studienfreund Dr. Ernst Wendler. Clara Ratzka starb am 3. November 1928 in Berlin als anerkannte Romanschriftstellerin.

Darin : Literarische Gesellschaft erinnert an die Schriftstellerin Clara Ratzka




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Alles Menschliche war ihr immer wichtiger als die Wissenschaft

v.num : 355

Enthält : Schon zu Lebzeiten Clara Ratzkas (1872-1928) erschienen Texte aus ihren Romanen in mehreren Zeitschriften. 1922 stellte Wilhelm Uhlmann-Bixterheide die Dichterin in seinem Buch "Westfälische Dichtung der Gegenwart" vor. Als die Dichterin im Alter von 57 Jahren starb , wurde sie als vielbeachtete deutsche Romanschriftstellerin dargestellt. Professorin Dr. Elisabeth Altmann-Gottheiner veröffentlichte 1929 "Erinnerungen an Clara Ratzka". In New York erschien 1942 die Dissertation "Clara Ratzka als Romanschriftstellerin" von Reintraut Eickmann-Jonson.1950 gab der Münsterland-Verlag ihr Buch "Famile Brake" als überarbeitete Lizensausgabe neu heraus. Hier wird eine Stadtidylle beschrieben, die nach der Zerstörung Münsters im Krieg verloren war. Auch 1960, 1972, 1985, 1989, 1990 und 1997 wird in Festschriften und Artikeln an Clara Ratzka erinnert. Zu Lebzeiten jedoch war die Dichterin in Münster nicht sehr beliebt, was daran gelegen haben mag, dass die konservativen Münsteraner ihre Lebensführung (Ehescheidung) kritisierten.

Darin : Das Werk der Schriftstellerin Clara Ratzka




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Ein vergessener westfälischer Dichter

v.num : 386

Enthält : Der Religionsdichter Franz von Sonneberg wurde am 5. September 1779 in Münster geboren. Früh zeigte er sich von Klopstock beeinflusst. 1801 veröffentlichte er "Das Weltende", 1805 die 4 Bände umfassende "Donatoa". Er hatte wage Kontakte zu Goethe und Herder. Am 22. November 1805 - im Alter von nur 26 Jahren - stürzte er vom Fieber befallen aus sein Fenster und in den Tod. 1907 erschien H.J. Brühls "Eine Studie über Franz von Sonnenberg nebst einer Auswahl aus seinen Werken", 1927 eine Biographie von S. Wukadinovics. Auch H. Draws-Tychsen setzte sich mit dem Dichter in verschiedenen Publikationen auseinander. - Die Ausgabe enthält auch einen Artikel über den münsterischen Bildhauer Hendrick Ansum.

Darin : Erinnerung an Franz von Sonnenberg



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