Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Mit Gewölbe oder mit Holzdecke?

v.num : 173

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4. Juni 1979: Die katholische Kirchengemeinde Freckenhorts bringt unter dem Titel "Kirche und Stift Freckenhorst" ein Jubiläumsbuch heraus.
Mit vorausgegangener Forschung deckt sich die Erkenntnis, dass das Westwerk aus ottonischer Zeit stammt und dass die Eingangshallle nicht gewölbt, sondern mit einer Holzdecke versehen war.
Erhebliche Mängel weist jedoch die Rekonstruktionszeichnung des ottonischen Westwerkes auf.
Die eingezeichneten Fenster sind zu klein und es sind zu wenige eingezeichnet.
Auch beruhe die schematische Kopierung der östlichen Kryptasäule auf den Westteil der Krypta auf einem Irrtum.

Weiterer Artikel zu
- Westfälische Kommunalwappen

Darin : Zur Baugeschichte des ottonischen Westwerks der Stiftskirche Freckenhorst




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Pfarrkirche St. Mauritius in Ibbenbüren

v.num : 175

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Im nördlichen Teil des Stadtkerns von Ibbenbüren steht die katholische Kirche St. Mauritius.
Ihr hoher Turm überragt noch heute die meisten Gebäude des Ortes
1823: Die Kirche wird zu klein; der königliche Bauinspektor Friedrich Wilhelm Müser beginnt mit der Untersuchung des baulichen Zustandes der Kirche
1827: Müser legt den ersten Bauplan zum Neubau des Gotteshauses vor.
1828: Der Kirchenrat billigt den ersten, korrigierten Entwurf, die Regierung in Münster versagte jedoch ihre Zustimmung
1829: Müsers zweiter Entwurf wird genehmigt
22. September 1831: Der Bau wird vollendet

Weiterer Artikel zu:
- Dienst am Kunden vor achtzig Jahren. Postagentur in einem Dorf im Münsterland
- Entdecker des Morphiums. Fr. W. A. Sertürner
- Hochmodernes Museum. Heimathaus Münsterland in Telgte

Darin : Ein Sparentwurf von Bauinspektor Friedr. Wilhelm Müser




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Pfarrkirche St. Matthäus in Wulfen

v.num : 181

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Das gotische Schiff der St. Matthäus-Kirche musste 1822/23 wegen Baufälligkeit niedergelgt werden; Die Bauleitung des Projektes führte der königliche Bauinspektor Teuto
1783: Der Land- und Wasserbauinspektor Johann Christoph Teuto wird in Hannover geboren
1823: Er entwirft die St. Matthäus-Kirche. Die Entwürfe sind noch erhalten
1823/25: Das Schiff wird von wandernden Maurern aus Tirol gefertigt
1847: Vergrößerung der Sakristei
1853: Ein Brand zerstört den Turm, es wird ein neuer Turm erbaut
Die Kirche wird im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Weiterer Artikel zu:
- Teilung der Marken. Die Allemenden in Nienberge
- Ortsbilder für später. Vor 100 Jahren wurde Heinrich Everz geboren

Darin : Ein Kirchbau des 19. Jahrhunderts von Johann Christoph Teuto




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Die Pfarrkirche St. Helena in Barlo

v.num : 192

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9. April 1823: Die ehemalige "Pfarre zur Kreuzkapelle" wird nach Barlo verlegt;
Pfingsten 1823: Offizielle Eröffnung der neuen Pfarre;
3. Oktober 1823: Grundsteinlegung für die neue Kirche;
21. Oktober 1824: Weihe der neuen Kirche;
Es war kein Sakristeibau vorgesehen, dieser wurde erst 1933 angebaut;
1861: Kirchturmbau

Weiterer Artikel zu:
- Zwolle und der Handel in der Ostsee. Geschichte der Hanse
- Mozart-Stilist aus Siegen. Dirigent Fritz Busch

Darin : Sparbau des 19. Jahrhunderts von Bauinspektor Johann Teuto




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Sprechendes Denkmal der Glaubenswirren

v.num : 196

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16. Jahrhundert: Die Reformation hält in Münster den Einzug unter Bernhard Rothmann;
1532: sechs Pfarrkirchen gehen auf die Reformierten über;
1533 (ab): die Täufer erstarkten und es kommt zu Auseinandersetzungen mit den Evangelischen;
23. Februar 1534: Neuwahl des Rates, die Stadt gerät in die Hände der Täufer;
Juni 1535: Münster wird mit Hilfe der Reichsstände gestürmt und eingenommen;
November 1535: Die Stadt fällt an die Katholiken, die evangelische Religionsausübung wird untersagt;
Die Kirche St. Ludgeri bekommt an der südlichen Langhausseite einen neuen Eingang;
Bemerkenswert sind daran zwei antithetisch angebrachte männliche Konsolbüsten, die den Türsturtz tragen;
Sie stellen einen Narren und einen Weisen dar;
Der Narr bezieht sich auf das Täufertum.

Darin : Kopfkonsolen und Inschrift des Südportals der St.-Ludgeri-Kirche in Münster




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Kirchenbaurichtlinien im 19. Jahrhundert

v.num : 197

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Die Fassaden der münsterländischen Kirchen wurden in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts von dem Prinzip äußerster Sparsamkeit bestimmmt;
Die barocken Einflüsse sind besonders zum Beginn des 19. Jahrhunderts spürbar;
1800-1850: Im Münsterland existieren hauptsächlich halbkreisüberwölbte, bleiverglaste Kirchenfenster;
Bei den neugotischen Kirchen dominieren bündig liegende spitzbogige Fenstergewände;
Alle Kirchendächer tragen Pfannen- oder Schieferdeckung und sind zum Turm hin giebelförmig ausgebildet.

Weiterer Artikel zu:
- Entwicklungsphasen einer Hansestadt. Brakel im Mittelalter, Paderborn

Darin : Gestaltungselemente und Detailausbildungen an Gotteshäusern im Münsterland




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Die Kirche St. Pankratius in Dingden

v.num : 211

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Von der romanischen Pfarrkirche ist heute nur noch der alte Turm aus dem 12. Jahrhundert erhalten;
Beginn des 19. Jahrhunderts: Die alte Pfarrkirche wird zu klein und es werden Erweiterungen geplant;
1823: Der Bocholter Baumeister Stomp erstellt einen Bauplan, der die Grundlage für die Erweiterung der Kirche bildet;
3. Juli 1823: Erweiterungsbeginn der Kirche;
Noch vor dem Weihnachtsfeste des gleichen Jahres konnte die Kirche wieder benutzt werden;
1945 wurde sie bei einem Bombenangriff zerstört.

Weitere Artikel zu:
- Freiherr Vincke in Marsberg
- Rekonstruktion in Haus Geist geplant - Geschichte von Haus Geist

Darin : Geschichte der Ergänzungen und Veränderungen des Gotteshauses im 19. Jahrhundert




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Kirchenbau 1800 bis 1850 im Münsterland

v.num : 236

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1. Hälfte des 19. Jahrhunderts: Im Kirchenbau existiert der neugotische- und der neuromanische Stil;
Der Kirchenbau in Westfalen ist gekennzeichnet durch Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit und zeichnet sich aus durch Dauerhaftigkeit und Sparsamkeit;
1800-1850: Die meisten Sakralbauten des Münsterlandes aus dieser Zeit besitzen spiegelbildlich gleiche Gestaltungen;
Die Grundformen ergeben sich aus dem Quadrat, Rechteck, Vieleck oder Zirkelschlag;
Man erkennt eine starke bauliche Orientierung nach Berlin;
Auffallend sind die ausgewogenen Proportionen, die klare rationelle Fassadengliederung und die gleichmäßige Fensterreihung.

Weiterer Artikel zu:
- Augenklappen... Polizeiverordnung von 1887

Darin : Eigenarten der Architektur und Außenwandgestaltung/ Einflüsse der preußischen Regierung




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Kirchbau im Münsterland unter Preußen

v.num : 274

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Bei der Bestimmung der konstruktiven Merkmale der Gotteshäuser im Münsterland aus dem 19. Jahrhundert ist zu unterscheiden zwischen denen, deren tragende Teile aus Massivmauern bestehen und solchen, bei denen zwischen tragenden und flächenfüllenden Wandelementen gegliedert werden kann. Am deutlichsten verkörpern die neugotischen, mit Ziegelgewölben überspannten Hallenkirchen das Prinzip der schon in der mittelalterlichen Gotik als wesentliches Merkmal auftretenden Wandgliederung in lastentragende und flächenfüllende Teile. Vorwiegend wurden die Dachverbände aus Eichenholz errichtet. Zur Überbrückung größerer Spannweiten dienten Hängewerke mit einer oder zwei Hängesäulen. Als eine Sonderform der Dachverbände können die Konstruktionen der dreischiffigen Stufenhallen angeführt werden, bei denen halbkreisförmige Holzgewölbe die Raumdecke über dem Mittelschiff bilden. Im allgemeinen bleiben die Deckenausbildungen aus Holz dem konservativen Münsterland aber fremd. Man bevorzugte Massivgewölbe, die zum Teil finaziell jedoch nicht zu bewältigen waren.

Weitere Artikel zu:
- Autoritätskrise anno 1853
- Hans-Georg von Hammerstein Eqord

Darin : Konstruktive Merkmale des 19. Jahrhunderts unter der Berliner Reichsbaudeputation




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Kirchenbau im Münsterland nach 1800

v.num : 281

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Nach der Niederwerfung Napoleons kamen für das bäuerliche Münsterland Zeiten schwerster Not. So konnte das Land in dieser Zeit nicht die erforderlichen Mittel für die Errichtung monumentaler Gotteshäuser aufbringen. Der Kirchenbau war reiner Zweckbau und nur auf das Bedürfnis der Menschen ausgerichtet. Noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts überschattete die Armut der Bevölkerung den Sakralbau dieses Raumes. In der Zeit von 1800 bis 1850 sind in der Baukunst die aus der Romantik geborenen historisierenden Tendenzen erkennbar. In den beiden ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurde im Münsterland allerdings kaum eine namhafte Kirche errichtet. Man beschränkte sich weitgehend auf An- und Ergänzungsbauten. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahhrunderts normalisierte sich das Verhältniss und es entstand eine stärkerer Impuls zur Neugotik. Bei den münsterländischen Dorfkirchen dieser Epoche können drei Gruppen voneinader unterschieden werden: Die Saalkirchen, die Hallenkirchen und die Stufenhallen. Der größte Teil der Kirchen dieser Zeit sind die einfachen Saalbauten.

Weitere Artikel zu:
- Lag Herzog Wikukinds Grab in Enger?
- Ein Rheina-Wolbeckischer Kalender
- Entdecker des Morphins [Friedrich Wilhelm Sertürner]
- Posthaltersorgen um 1646

Darin : Äußere Einflüsse und innere Lage / Wünsche der Reichbaudeputation Berlin




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Sakralbau im Münsterland vor 150 Jahren

v.num : 292

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Lehmann war bis 1816 Baudirektor des Baudepartements. Er war der erste Baubeamte dieser staatlichen Behörde. Sein Einfluss war auf das Baugeschehen von großer Bedeutung. Über die im Münsterland tätigen Baumeister kann nur wenig ausgesagt werden. Bei der Kirchenplanung stoßen wir auf den in Münster gebürtigen Artillerieoberst und Bauingenieur J. E. Boner. Die Bauinspektoren C. F. Meyer und F. W. Müser gehörten zu Lehmanns ersten Mitarbeitern im Münsterland. Der Nachfolger Lehmanns beim Regierungspräsidenten war der geheime Regierungs- und Baurat E. von Briesen. Seine Einwirkungen auf die Kirchenplanungen zeigen klare Formen und handwerksgerechte Materialverwendungen. Bei der Errichtung der Regierung in Münster (1816) wurde die Verwaltung und Beaufsichtigung der staatlichen und öffentlichen Gebäude der Abteilung des Inneren übertragen. Ihr gehörte der Regeirungsbaurat an. Bei den meisten im hiesigen Landkirchenbau tätigen Baumeistern sind Nachweise einer Rückführung ihrer Fachkenntnisse auf die Berliner Schule (Schinkel) zu erbringen.

Weitere Artikel zu:
- Ein Gedenkblatt für Karl Wagenfeld [Westfälischer Heimatbund]
- Ein Schalk im Priesterrock. Lügenpfarrer... [Pfarrer Johann
Georg Schmidt]
- Majestätsbeleidigung im Jahre 1844
- Westfälische Kommunalwappen

Darin : Die maßgeblichen preußischen Baubeamten / Vor 80 Jahren starb Hilger Hertel




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Traditionsreiche Heimstatt der Priesterausbildung

v.num : 399

Enthält : Geschichte des Collegium Borromaeum:
1854.10.18.: Gründung durch Bischof Johann Georg Müller
Borromaeum späte Reaktion auf das Konzil von Trient 1563, auf dem eine Neuorganisierte Priesterausbildung gefordert wurde, für die bis 1854 kein Geld bereit stand.
1776: Erster Vorgänger: Priesterseminar des Kurfürsten Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels. Nach Theologiestudium mussten die angehenden Priester zwei Jahre hier leben und eine selbsterdachte Ausbildung durchlaufen. Jene wurde später auf die letzten beiden Studienjahre verlegt, die ersten beiden Jahre blieben aber ohne Betreuung.
1853: Im Herbst zieht der erste Jahrgang Abiturienten ein. Die Lücke ist geschlossen.
1854.10.22: Erster Direktor wird Prof. Dr. Friedrich Michaelis.
1856: Im Herbst werden die ersten Statuten erlassen und reglementieren den Tagesablauf streng. Dieser begann um 05:00 morgens und endete um 22:00 Uhr abends.
1857 - 1860: Wegen des großen Andrangs musste schon füh angebaut werden. U.a. wurde die Hauskapelle hinzugefügt.
1876.05.22: Während des Kulturkampfes wird das Borromaeum und sein gesamter Besitz von der Kirche konfisziert und dem Oberbürgermeister von Münster selbst angeschlossen.
1886: Am Ende des Kulturkampfes Wiederinbesitznahme durch das Borromaeum und Fortführung der Aktivitäten.
1911: Während zweiter Blütezeit chronischer Platzmangel. Neubau wird beschlossen.
1915(bis): Es entsteht das bis heute erhaltene Borromaeum in seiner neobarocken vierflügeligen Form, entworfen von Karl Brocker.
1932: Bis dahin nie dagewesene Rekordzahl von 150 Bewerbern auf 75 Plätze.
1939: Gebäude wird durch NS konfisziert
Nach dem Krieg:
Heimat für Bischof, später Kardinal von Galen, da sein eigenes Palais zerstört.
1945.07.07: Erster Nachkriegsjahrgang zählt 15 Studenten
1952(bis): Wiederaufbau
1959(ab): Kein Talar mehr im Rahmen der Kleiderordnung im Alltag
1965(ab): Hausschlüssel für jeden Borromäer. Keine Ausgangssperre mehr
1991/1992: Umgestaltung Innenraum
1995: Gästehaus für Dt. Bischofskonferenz

Darin : 150 Jahre Collegium Borromaeum in Münster



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