Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Glocken vereinen sich zum Sonntagskonzert

v.num : 6

Enthält : 1415 wird die Glocke der Überwasserkirche von einem unbekannten Meister erschaffen.
1493 gießt Geert van Wous Glocken für die damalige Aegidii- und zumindest zwei für die Lambertikirche, welche heute noch erhaltn sind.
1497 ergänzt der Wous- Schüler Westerhues das Lambertigeläut um die heute noch erhaltene "Kleine Katharinenglocke"
1507 Westerhues gießt die heute noch erhaltenen drei Glocken in St. Lidgeri.
1534/35 Der Zerstörungswut der Wiedertäufer fielen auch Münsters Kirchenglocken z.T. zum Opfer. Westerhues erhielt den Auftrag, die so entstandenen Lücken zu füllen.
1550 Meister Antonius van der Borch gießt die "Mauritiusglocke"
1594 Herrmann van Essen (Herrman Kellersmann) die heute im Geschoss über der glockenstube hängende "Rats- oder Brandglocke".
1606 erhält Heinrich Koeßman (Henricus Caesem) den Auftrag, die damals größte Domglocke ("Paulus") zum fünften Mal neu zu gießen.
1619 Koeßmann gießt die "Große Katharinenglocke"
1675 Petrus Hemoy gießt das kleine Dreiergeläut der Apostelkirche

Darin : Alte Geläute in der Stadt Münster




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Die größte Glocke hängt im Dom

v.num : 14

Enthält : 1945 erste Planungen eines Neugusses des im Krieg zerstörten Domgeläuts
1956, 21. September die größte Glocke des St. Paulus-Domes wird von der Gießerei Feldmann & Marschel gegossen
1956, 29. September Glockenweihe
1957 Auf Grund des schlechten Klanges der Glocke sollten zunächst Korrekturen vorgenommen werden, dies wurde aber durch einen Beratungsausschuss für das deutsche Glockenwesen gebremst.
1969 Durch Schließung der Glockenstube mit Jalousien konnte ma den Klang verbessern.
1972 zusätzlich wurde ine senkrechte Verbretterung vorgenommen, die den Klang weiter verbesserte.
1979 Tonkorrektur durch die Firma Petit & Gebr. Edelbrock
1996 zum 40jährigen Jubiläum der Domglocken ist ein CD erschienen, worauf diese alle einzeln, in Teilkombinationen und im Volgeläut zu hören sind.

Darin : Mächtiges Geläut wurde 1956 gegossen und eingeweiht




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Traditionsreiche Kirche direkt am Ufer der Aa

v.num : 18

Enthält : 1588 nach längeren Verhandlungen kommen die Jesuiten nach Münster und übernehmen das Paulinum.
1590, Juli Grundsteinlegung beim Bau von Schule und Schulkirche
1593, 7.10. Aufnahme des Unterrichtes in dem neuen Schulgebäude
1595 (bis) Arbeiten an der Kurche ruhen
1598, 6.9. feierliche Einweihung der Kirche
1604 Fertigstelung der zehn Apostelfiguren in den Nischen der Mittelschiffpfeiler
1622 Umbau des Tabernakel
1676 der alte Tabernakel wird durch einen neuen ersetzt.
1782 Die zwei schlanken zwischen Chor und Ostwand der Seitenschiffe eingeklemmten Türmchen mussten bis zur Traufe des Kirchendachs abgetragen werden, da sie beim Läuten zu sehr schwankten.
1773 Durch die Bulle "Dominus et Redemptor" hebt Papst Clemens XIV. den Jesuitenorden auf
1796 der von Johann Engelbert Boner errichtete Dachreiter übernimmt die Funktion des Glockenturms
1802 gemäß dem Pariser Vertrag fallen die Schule und die Petrikirche unter staatlich-preußische Verwaltung
1805 Benutzung der Kirche als Kriegsmagazin
1806 Auslagerung des Silberschatzes
1809 Rückgabe der Petrikirche an das Paulinum als Gymnasialkirche
1943, 10.10. Zerstörung der Schulkirche durch einen Fliegerangriff
1949 bis 1957 Wiederaufbau der Kirche
1957, 9.11. Übergabe der Petrikirche an das Paulinum

Darin : Petrikirche symbolisiert den Einfluß der Jesuiten in Münster




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St. Mariä Himmelfahrt in Füchtorf

v.num : 98

Enthält : Drei Seiten bitte blättern!!
Hauptartikel

weiterer Artikel zu:
- Strom für Westfalen

Darin : Erste neugotische Kirche des Regierungsbezirks / Fünf Jahre Bauzeit




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Die Pfarrkirche St. Urban in Rhade

v.num : 107

Enthält : drei Seiten - bitte blättern!!

Darin : Aus der geplanten Erweiterung wurde ein Neubau / Nur der Turm blieb




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Pfarrkirche St. Ludger Altschermbeck

v.num : 113

Enthält : Drei Seiten bitte blättern!!
Hauptartikel

weiterer Artikel zu:
- Ahnentafel des Johann von Ostfriesland
- Zinnforschung
- Hoher Besuch im Hause Drerup (Artikel von Karl Stening)

Darin : Ein preußischer Schlichtbau von Bauinspektor Johann Christoph Teuto




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Kirche St. Lambertus in Lippramsdorf

v.num : 116

Enthält : Zwei Seiten bitte blättern!!

Darin : Die Pfarrkirche von 1835/38 wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört




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Pfarrkirche St. Johannes in Milte

v.num : 126

Enthält : Drei Seiten bitte blättern!!
Hauptartikel:
Im südlichen Teil des Dorfes Milte liegt die katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer.
Vor Errichtung der vermutlich aus dem Ende des 14. Jahrhunderts stammenden früheren Kirche wurde die Anhöhe abgetragen.
4. März 1823: Ein Sturm deckte das Dach der mittelalterlichen Kirche ab.
Das baufällige und räumlich zu kleine Gebäude wurde abgerissen.
Von Bauinspektor Müser wurde ein Neubau vorgeschlagen.
2. Mai 1825: Müser legte dem Gemeinderat einen Bauvorschlag vor. Der Plan wurde erst 1827 genehmigt.
6. Oktober 1830: Das neue Gotteshaus wurde geweiht.



weitere Artikel zu:
- Lehrer Bernhard Beckmann, Heimatforscher
- Christoph Bernhard von Galens Außenpolitik
- Volkskunde - Geschichte und Gegenwart

Darin : Erst nach 30 Jahren waren die Baukosten der Kirche abgetragen




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Dechant Verhorst von St. Mauritz

v.num : 128

Enthält : Hauptartikel
Die Mauritzkirche in Münster besitzt ein prächtiges, barockes Expositorium.
1729: Dechant Gerhard Verhorst stiftete das Expositorium.
Die Familie Verhorst stammte aus Köln.
19. Septemebr 1704: Gerhard wird zum Priester geweiht.
8. Oktober 1725: Wahl zum Dechanten
Sein Vermögen vermachte er den Armen seiner Gemeinde.
6. August 1749: Dechant Verhorst stirbt.

Darin : 1729 stiftete er ein kostbares Expositorium




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Um 1820 von Münster nach Zwolle verkauft

v.num : 141

Enthält : 1812: Aufhebung des Observantenklosters in Münster
1697: Der Orgelbauer Nikolaus Brunswick erbaut die Orgel für das Kloster.
1790: Renovierung der Orgel
1797/98: Umbau der Orgel durch Caspar Melchior Vornweg
1820: Das Instrument wird nach Zwolle verkauft
Das Orgelwerk wurde in Holland zunächst vergrößert und 1886 durch einen Neubau im alten Gehäuse ersetzt.

Darin : Die Orgeln der einstigen Observantenkirche




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St. Mariä Himmelfahrt Appelhülsen

v.num : 169

Enthält : Zwei Seiten - bitte blättern !!!

Bis zum Ausbruch der industriellen Revolution in Deutschland, spielte sich das Leben meist in den Dörfern ab.
Ca. 97% der Bevölkerung lebte und arbeitete in Dörfern unter 5000 Einwohnern.
In Appelhülsen raffte am 2. Juni 1814 eine Feuersbrunst annähernd alle siebzig Häuser des Dorfes hinweg.
Nur die Kirche und drei Gebäude überstanden das Unglück.
1818: Baurat schildert den bedauerlichen Zustand der Kirche
1822: Abriss der Kirche
1823: Neubau der Kirche

weiterer Artikel:
Treuer Wegbegleiter Prof. Erich Nörrenberg. Freund von Augustin Wibbelt

Darin : Baugeschichte der Kirche vor dem Dorfbrand 1814 bis zum Neubau 1823




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Unser leven Frouwen kerck Overwater

v.num : 232

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

1040: Feierliche Einweihung der Überwasserkirche, eingeladen war König Heinrich III.;
Auch aus dem Stift Herford reiste die Äbtissin an, zusätzlich zu der gesamten Geistlichkeit der Umgebung;
Es wurden ca. 1500 "Reichsgäste" in Münster beherbergt und bewirtschaftet;
Sogar ein Papstkandidat war Gast in Münster: Suitger von Bamberg. Er wurde 1046 zum Papst Clemens II. gewählt;
König Heinrich schenkte der Überwasserkirche einen Bauernhof mit seinen Erträgen zum Gedenken an seine verstorbene Gemahlin Gunhild;
Es ist auch anzunehmen, dass an der Feier in Münster die Altkaiserin Gisela teilnahm.

Weitere Artikel zu:
- Bauernkost wird zu Delikatesse. Pfannekuchenbuchweizen...
- Der jugendliche Möser floh nach Münster

Darin : Weihetag der münsterschen Marien-Kirche im Jahre 1040/ Besuch König Heinrich III.




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Kirche St. Johannes in Recklinghausen

v.num : 242

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

1626: Die Kirche St. Johannes wird erbaut
1818: Die Kirche ist baufällig geworden und muss abgetragen werden
1819: Ein erster Bauplan liegt vor und wird angenommen
1820: Die Abbrucharbeiten der alten Kirche beginnen
1. Mai 1820: Es erfolgt die Grundsteinlegung der neuen Kirche
1822: Die Kirche wird fertiggestellt. Sie ist die Tochterkirche der St. Petri-Kirche in Recklinghausen
1907/1908: Die Kirche wird wieder abgetragen, da sie zu klein geworden ist

Darin : Einst Wahrzeichen von Suderwich/ Preußisch-sparsame Kirchenbaukunst im 19. Jahrhundert




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Hoheitsvolles Bauwerk der Frühromanik

v.num : 250

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Die Kirche in Laer ist umgeben von einer Anlage, wie es sie seit dem 12. Jahrhundert in Dörfern gibt
1869: Das alte Kirchhaus wird abgebrochen, doch der Turm bleibt erhalten; er ist zu zwei Dritteln vom Dach des Neubaus überdeckt
Der Turm besteht aus einem Treppengiebel
1885: Es wird eine größere Kirche errichtet, doch der Turm bleibt weiterhin bestehen
10. Oktober 1943: Die Kirche wird bei einem Luftangriff zerstört
1944/45: Die Kuppel stürzt ein
1963: Entschluss zum Wiederaufbau der Kirche; man entscheidet sich zugunsten einer möglichst genauen Rekonstruktion

Weitere Artikel zu:
- Schlaun - Erbe von barocker Universalität
- Niels Stensen in Florenz

Darin : Der achtstufige Treppengiebel des Kirchtums in Laer/ Erinnerung an den Templer-Orden?




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Die Pfarrkirche St. Calixtus in Riesenbeck

v.num : 258

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In der Mitte des Ortes Riesenbeck liegt die katholische Pfarrkirche St. Calixtus
1807: die alte katholische Kirche feiert ihr 500jähriges Bestehen; sie muss aber wegen Baufälligkeit abgebrochen werden
19. Mai 1807: Grundsteinlegung zum Bau des neuen Gotteshauses
Der Auftrag für den Neubau geht an den Bauunternehmer Thiele
26. November 1809: Weihbischof Caspar Maximilian weiht die neue Kirche und stellt sie unter den Schutz des Märtyrers Calixtus
1846: der Kirchturm soll aufgestockt werden, da die Glocke nicht überall zu hören ist
1850: Baubeginn am Turm
Juli 1851: Fertigstellung des Turmes

Weitere Artikel zu:
- Der Dovenacker bei Telgte / Raestrup
- Martha. Kötterstochter aus dem Münsterland

Darin : Geschichte, Ausstattung und Änderungen der 1809 geweihten katholischen Kirche




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Die Kirche St. Margaretha in Wadersloh

v.num : 265

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In der Ortsmitte von Wadersloh steht die neugotische Kirche St. Margaretha
11.11.1803: Die alte Dorfkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wird durch ein Großfeuer zerstört
15.12.1803: Besprechungen zum Wiederaufbau des Gotteshauses mit dem Landrat und den Gutsherren von Wadersloh
1804: Erster Entwurf des Neubaus durch Bauingenieur Oberstleutnant Johann Engelbert Boner
1805: Zweiter Entwurf durch Bauinspektor Carl Friedrich Meyer
August 1805: Baubeginn der neuen Kirche
1806 Fertigstellung von Kirche und Sakristei, so dass erste Gottesdienste abgehalten werden konnten
1812: Neubau des Turmes scheitert an finaziellen Schwiegrigkeiten; die ausgebrannte Ruine des Turmes bleibt bis 1822 stehen
1823: Grundsteinlegung für den neuen Turm, der noch im gleichen Jahr fertiggestellt wird
1856: Anlegung eines Baufonds für ein neues Gotteshaus, da das alte zu klein geworden war
1891: Abbruch der Kirche, um dem Neubau von Rincklake Platz zu machen

Weiterer Artikel zu:
- Handwerksbursch auf der Walz um 1860

Darin : Der Wiederaufbau einer Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert unter preußischer Verwaltung




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Die "Heilige Woche" in Hohenholte

v.num : 269

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1859 erhielt Hohenholte das ersehnte Pfarrrecht. Doch die lokale Kirchenhistorie zeugt von einer 700jährigen Geschichte: 1142 wurde der Ort als Mönchskloster der Benediktiner besiedelt, kurz darauf von einem Nonnenkonvent abgelöst und um 1555 in ein freiweltlich-adeligen Damenstift umgewandelt, der im Jahre 1811 unter Napoleon aufgelöst wurde. Mit der Aufhebung des Stifts fiel auch der stiftische Gottedienst fort. Der Pfarrer musste jetzt manche neuen Aufgaben übernehmen. Dabei war die Unterhaltung des Chorgesanges besonders wichtig, der jetzt von den Hohenholtener Gemeindemitgliedern gestaltet werden musste. Kladden, die für die liturgischen Tagesbedürfnisse niedergeschrieben wurden, beschreiben besonders ausführlich die Feierlichkeiten zur heiligen Osterwoche.

Weitere Artikel zu:
- Wie der Name Hottentotten entstand
- [Hermann] Löns' Bückeburger Zeit
- Westfälische Kommunalwappen

Darin : Gottesdienst nach der Aufhebung des Stiftes Anno 1811 / Aus alten Agenden / Chor 170 Jahre alt




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Gustav-Adolf-Kirche in Recklinghausen

v.num : 270

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Die Gustav-Adolf-Kirche war die erste evangelische Gemeinde Recklinghausens und gehört zu den ältesten Diasporagemeinden des Münsterlandes. 1815 versuchten die wenigen Evangelischen in Recklinghausen sich zu einer Gemeinde zusammenzuschließen. Erst 1842 gaben vier evangelische Pfarrer aus der Umgegend die Zusage, allmonatlich abwechselnd in Recklinghausen den evangelischen Gottesdienst zu übernehmen. 1844 wurde der erste evangelische Gottesdienst abgehalten. Im Sitzungssaal des Recklinghausener Land- und Stadtgerichtes fanden regelmäßig monatliche Andachten statt. Das starke religiöse Bedürfnis konnte damit aber nicht abgedeckt werden. Der Bau der Kirche ist vornehmlich dem Premier-Lieutnant a. D. von der Schulenburg zu verdanken. Der erste Kirchenentwurf von 1845 wurde als zu teuer abgelehnt. Man schlug deshalb den Neubau nur eines Kirchenraumes vor und wollte eine Pfarrwohnung in der Stadt ankaufen. Doch auch dieser Entwurf fand keine allgemeine Zustimmung. 1845 wurde ein Grundstück gekauft. 1846 wurde mit dem Bau begonnen. Es existierte noch kein vollständiger Bauplan. 1848 wurde die Kirche fertig gestellt.

Weitere Artikel zu:
- Vieldeutige Inschrift am Schloß in Münster
- Westfälische Kommunalwappen

Darin : Vor 125 Jahren Grundsteinlegung der ersten vom Gustav-Adolf-Verein errichteten Kirche




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Kirchdornbergs alte Kirchengründung

v.num : 280

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Die Peters-Kirche in Kirchdornberg bei Bielefeld, eine der vier ältesten Kirchen Westfalens, wurde vor kurzem renoviert. Dadurch wirkt die Kirche heute heller. Die Grundmauern der Kirche sind aber schon sehr alt. Grabungen in letzter Zeit bewiesen sogar die Existenz einer noch älteren Kirche. Man fand heraus, dass die Peters-Kirche aus dem 8. Jahrhundert stammte. Es ist die Gründung einer iroschottischen Mission, die Christianisierung durch Karl den Großen erfolgte erst viel später. Diese neuen Erkenntnisse rücken Waltger von Dornberg, oft auch Wolderus genannt, in den Vordergrund. Er war der Enkel des Adolph von Dornberg, der 741 starb und sich taufen ließ. Waltger war von der neuen Lehre begeistert. Er fuhr nach England um von den iroschottischen Mönchen Reliquien für eine neue Kirchengründung zu erbitten. Er soll das Haupt des Märtyrers Oswalt von Northumbrien erhalten haben. Nach der Rückkehr aus England gründete Waltger dann eine Kirche und das Frauenstift Herford.

Weitere Artikel zu:
- Graf [Helmuth von] Moltke 1857 in Münster
- Westfälische Kommunalwappen
- Die Schließung des Reichspostamtes

Darin : Restaurierung und Suche nach Reliquien führte zu Grundmauern aus dem 8. Jahrhundert




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Urpfarrkirche oder ein alter Königshof?

v.num : 283

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In der Wiedenbrücker Aegidii-Hallen-Kirche wurde ein Meter unter dem Kirchboden die Fundamente einer dreischiffigen Kirche gefunden, die entweder der karolingischen Epoche oder der frühen Ottonik zuzuordenen sind. In nur drei Wochen wurde der Grundriss des 9. Jahrhunderts freigelegt. Erschwert wurden die Arbeiten durch das ständig nachdringende Grundwasser und durch die Übersäung der Kirche mit Grabstätten. Dadurch wurden einige alte Befunde zerstört. Der Grundriss der Kirche besaß einen abgeschnürten Chor und einen Drei-Apsiden-Schluß. Die für das 9. Jahrhundert erstaunlich große Kirche war wahrscheinlich die Gottesdienststätte eines Königshofes, der hier am Rande eines großen Marktplatzes gestanden hatte. Im 10. Jahrhundert wurde die dreischiffige Kirche dann abgetragen. Im 12. Jahrhundert verbrannte der Bau. Der Brandhorizont durchzieht noch heute den ganzen Raum.

Weitere Artikel zu:
- Westfälische Weihnachten bis um 1900
- Rechtsrat, Consulent und Schriftsteller. Justus Möser zum 250. Geburtstag...

Darin : Ausgrabungen in der Wiedenbrücker Ägidii-Kirche durch das Landesdenkmalamt




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,St. Mariä Himmelfahrt' in Appelhülsen

v.num : 290

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

In der Dorfmitte von Appelhülsen steht die katholische Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt. Das heutige Gotteshaus wurde auf demselben Platz errichtet, an dem auch die alte Kirche gestanden hat. Von dem alten Gotteshaus ist, außer des mittelaterlichen Turmes nichts mehr erhalten. Ein Brand im Juni 1814 zerstörte das Gotteshaus vollständig. Es wurde damals ein Neubau der Kirche beschlossen, da die alte Kirche für alle Gemeindemitglieder viel zu klein gewesen sei. Der erste Bauplan zum Neubau wurde 1820 von Bauinspektor Müser angefertigt. Der Entwurf wurde jedoch von der Regierung in Münster verworfen, da der Platz für nur fünfhundert Personen zu knapp bemessen sei. Die Regeirung fasste also den Entschluss, von der Oberbaudeputation in Berlin einen Entwurf anfertigen zu lassen. Der im November eingegangene Entwurf wurde von Müser im März 1821 abgelehnt. Die Kirche sei "allzu prachtvoll" und mit 6000 bis 7000 Talern zu teuer. Also lehnte die Regierung auch diesen Entwurf ab und richtete sich jetzt doch nach dem Plan Müsers. Den Auftrag zum Abbruch der alten Kirche übernahm der Bauunternehmer Düpmann aus Senden. Ende 1821 wurde durch Meister Cruse aus Nottuln mit dem Neubau begonnen. Am 26. September 1823 wurden die Bauarbeiten beendet. Erst 1827 war die Kirche aber, nach jahrelangem, mühseligen Sammeln bei den Nachbargemeinden eingerichtet. Bis dahin fehlten Bänke und die Orgel.

Weitere Artikel zu:
- Die Irrfahrten des Franziskus Hoffmann [Siebenjähriger Krieg] - Schluss
- Westfälische Kommunalwappen

Darin : Ein baugeschichtlicher Rückblick in das 19. Jahrhundert/ Kirchbau von 1823




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Geschichte des Niederstiftes Münster

v.num : 294

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Im Jahre 1252 verkaufte Jutta von Ravensberg dem Fürstbischof von Münster ihren Besitz an Ems und Vechte. Das ist die Geburtsstunde des Niederstifts Münster. Die Verbindung dauerte bis 1803, bis sie Napoleon beendete. Der größte Teil des Niederstiftes kam jetzt an den Herzog von Arenberg. Die Emsländer wurden im Jahre 1810 Franzosen. Sie feierten dieses Ereignis enthusiastisch. Dieser Enthusiasmus machte bald einer Ernüchterung Platz, als alle waffenfähigen Männer eingezogen wurden um unter französischer Flagge auf den Schlachtfeldern Europas zu kämpfen. Auch überhöhte Steuern wurden rücksichtslos eingetrieben. Auf dem Wiener Kongress 1814/15 kam das Herzogtum Meppen-Arendberg an Hannover. Die Rechte des Herzogs wurden stark beschnitten. Im Königreich Hannover blieb das abseits gelegene Emsland ein weniger beachtetes Randgebiet. 1866 führte Hannover Krieg gegen Preußen. Es folgte eine rasche Kapitulation. Damit gerieten Hannover und das Emsland in den Preußischen Machtbereich. Erst ab 1870/71 besserte sich das Verhältnis zwischen Preußen und Hannover wieder. Auch nach der Abdankung des Monarchen 1918 blieb Hannover Teil Preußens. Erst Hitler änderte die Zugehörigkeitsverhältnisse. Nach 1945 stand auch das Emsland und britischer Militärverwaltung. Am 23.8.1946 wurde eine eigene hannoversche Regierung unter Hinrich Wilhelm Kopf eingesetzt. Aber schon wenig später entstand das Land Niedersachsen, dass im Jahre 1951 seine eigene Verfassung verabschiedete.

Weitere Artikel zu:
- Die Pfarrkirche St. Johannes in Beelen
- Die Geschichte der Deckenbrocks - Autor: Werner Constantin von Droste Hülshoff
- Westfälische Kommunalwappen

Darin : Entwicklung von der Besetzung durch Napoleon bis zur Bildung des Landes Niedersachsen




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Geschichte des Niederstiftes Münster

v.num : 316

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Die Bedeutung des Niederstiftes ist wichtig für die Geschichte des Fürstbistums. Immerhin gehörte dieses Gebiet 551 Jahre zum Fürstbistum Münster. Der Niederstift Münster entstand durch eine Frau, Gräfin Jutta von Ravensberg, die sich an den Bischof von Münster wendete und damit eine Ausbreitung des Fürtsbistums bewirkte. Im 12. und 13. Jahrhundert herrschte eine Erbfeindschaft zwischen den Häusern Tecklenburg und Ravensberg. Jutta von Ravensberg war die letzte ihres Geschlechts und verkaufte somit ihren Besitz (die Gebiete um Vechta und Meppen) 1252 an den Bischof von Münster. Dies war der Beginn des Niederstifts Münster. Im Emsland wurde die münstersche Verwaltung eingeführt. So befand sich in Meppen und Vechta jeweils ein Drost, der im Auftrag des Bischofs von Münster dort das höchste Amt verwaltete. 1400 wurde der Niederstift um das Amt Cloppenburg erweitert. Bischof Otto von Münster hatte in diesem Jahr die Tecklenburger entscheident geschlagen und der Graf musste auf das Gebiet verzichten. Mit der Auflösung der geistlichen Fürstentümer im Jahre 1803 hörte auch das Bestehen des Niederstiftes Münster auf. Das Amt Meppen wurde dem Herzog von Arenberg als eigenes Territorium zugesprochen.

Weitere Artikel zu:
- Westfälische Auswanderer im 19. Jahrhundert
- Erneuerte Johannis-Kapelle in Münster
- Westfälische Kommunalwappen - Amt Werl, Gemeinden Niederense und Wickede

Darin : Ein halbes Jahrtausend Verbundenheit zwischen Münster und dem Emsland




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Zwillbrock, Gründung Christoph Bernhards

v.num : 342

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Die Kirche in Zwillbrock wurde als Minoritenkloster durch den Fürstbischof Christoph Bernhard v. Galen im Jahre 1651 gegründet. Unverständlich ist die Lage der Kirche, da der Bettelorden der Franziskaner-Minoriten sonst die Städte bevorzugte und in Zwillbrock noch nicht einmal ein Dorf existierte. Es wird angenomen, das Kloster diene der katholischen Bevölkerung der angrenzenden Gebiete als Kirche. Trotzdem boten die wenigen Katholiken der Umgebung keine hinreichende wirtschaftliche Basis. Von Galen gründete das Kloster wahrscheinlich um gegenüber dem Apostolischen Vikar der Niederlande seinen Anspruch auf das Gebiet geltend zu machen. Als katholische Familien das Kloster zum Kirchgang aufsuchten, schien der Schachzug gelungen. 1672/ 74 gelang es dem Vikar jedoch nach zwei Kriegen gegen von Galen, den Preister Heinrich Silvolt einzusetzen. Als er ihn wegen unmoralischer Lebensführung 1694 wieder absetzen musste, unterstellte sich dieser dem Bischof von Münster. Damit brach in Groenlo der offene Kampf aus. Die Minoriten intervenierten beim Bischof und beim Papst gegen den Vikar, so dass dieser 1702 abgesetzt wurde. Die Erbitterung darüber führte zum Zusammenbruch der Seelsorge der Mönche in der Stadt. Das bedeutete den Todesstoß für das Kloster.

Weitere Artikel zu:
- Tag der westfälischen Geschichte in Siegen
- Die Anfänge der Eisenindustrie
- Entstehung des Herzogtums Westfalen
- Vorgeschichtliche und mittelalterliche Eisenverhüttung in Siegen
- Ignatz Wiemeler. Ein großer Buchhändler unserer Zeit aus Westfalen




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Die Deutung des Kuppelfreskos der Clemenskirche

v.num : 369

Darin : Weihe der Kirche vor 250 Jahren




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Inschriften erzählen große Geschichte

v.num : 378

Darin : Die Epitaphe in der Johanneskapelle




4. - 8. September 1930
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Glanzvoller Katholikentag in Münster

v.num : 422

Enthält : 1930, 09. (04.-08.) Katholikentag in Münster.
Mit 130.000 Gläubigen zum Festgottesdienst größte Veranstaltung in Münster bis 2006
3. Katholikentag in der Stadt
1852 erster Katholikentag in MS (eher Zusammenkunft katholischer Verbände)
1885 zweiter Katholikentag in MS (32. Katholikentag)
1914 dritter Katholikentag geplant (wegen Ausbruch des Ersten Weltkrieges abgesagt)
Thema des Katholikentages 1930: Katholische Jugend und ihre Erziehung
Teilnehmer u.a.:
Päpstlicher Nuntius Dr. Cesare Orsenigo
Kardinal Michael Faulhaber, Erzbischof von München und Freising
Reichskanzler Heinrich Brüning
Reichskanzler a.D. Wilhelm Marx
Oberpräsident von Westfalen Johannes Gronowski
OBm Dr. Georg Sperlich
Ablauf:
Mittwoch (3. September): Stellvertretertag mit zehn Arbeitskreisen zum Thema katholische Erziehung: Referat Wilhelm Marx: Die Familie im Rahmen der Gesamterziehung
Donnerstag (4. September): Vormittag: Fortsetzung der Arbeitskreise; Nachmittag: "Kinderkundgebung" im Dom geführt durch Bischof Johannes Poggenburg; Abends: Offizielle Eröffnungsveranstaltung in Festhallen I und II, Halle Münsterland mit Reden von Bischof Poggenburg, Oberpräsident Gronowski, OB Dr. Sperlich und Lokalkomiteepräsident Dr. Engels
Freitag (5. September): Füher Morgen: Pontifikalämter im Dom; Vormittags: Geschlossene Veranstalungen der Vereine; Abends ab 17 Uhr: Begrüßung durch päpstlichen Nuntius in Halle I und II, danach 2 Reden: "Augustins Sendung an seine und unsere Zeit" (Prof. Mausbach und Prof. Hans Eibl); "Die fortschreitende Entchristlichung unserer Zeit und die katholische Aufgabe" (Ministerialräting Freiin von Gebsattel aus München, Domprediger P. Dionysius Ortsiefer O.F.M. aus Köln)
Samstag (06. September): Morgens Pontifikalrequiem für verstorbene Mitglieder der Generalversammlung; Nachmittag: Begrüßung von Kardinal Faulhaber, 4 Reden: "Der Sozialistische Geist und die katholische Kirche" (Prof. Brauer, Köln), "Der mammonistische Geist und die katholische Kirche" (Prof. Friedrich Dessauer, Frankfurt/Main), "40 Jahre katholisch-kulturelle Arbeit" (Reichskanzler a.D. Wilhelm Marx, Berlin), "Karitasgesinnung und Karitastat in Jugend und Volk" (Dr. Beeking, Freiburg/Breisgau)
Sonntag (07. September): 10 Uhr: Festgottesdienst. Erzbischof Dr. Orsegnio zelebriert die Festgottesdienst. Festrede: Bischof Poggenburg. Musik: Chor mit 2,400 Stimmen, Orgel Überwasserkirche über Lautsprecher. Teilnehmer: 130,000.; 16 Uhr: Schlussveranstalung mit Ernennung des Bischofs von Münster zum Erzbischof ehrenhalber durch den Papst in Vertretung durch Nuntius Orsegnio. Danach Autofahrt durch Münster im offenen Wagen.
Montag (08. September): Dankeswallfahrt nach Telgte zum Gnadenbild der schmerzhaften Mutter.
Kirchentag förderte zudem die Künste: Musik, Malerei (kirchlichen Ursprungs oder Themas)
Wird als wichtiger Kirchentag gesehen und ist der letzte "große" vor der Kirchenverfolgung durch die Nationalsozialisten gewesen.

Darin : Erinnerungen an das Kirchentreffen im Jahre 1930




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Ein verschwundenes Gotteshaus

v.num : 492

Enthält : - Um 1800: 35 Kirchen und Kapellen in Münster

- Jakobikirche war fünfte in Münster erbaute Kirche (zwischen 1174 und 1203 von Fürstbischof Hermann II. von Katzenelnbogen)

- Erbaut als eigene Kirche der Domgemeinde, die den Dom nicht mehr nutzen durfte; Gemeinde bestand aus Domherrenbediensteten und Domchorsängern

- Kirchenpatron war Jakobus der Ältere (3. Jünger Jesu, "San Jago"), der um 1200 besonders verehrt wurde

- Ursprüngliche Gestalt der Kirche ist nicht bekannt; sie lag zwischen Dom u. heutigem Landesmuseum, hatte 164 qm Grundfläche und jeweils einen Friedhof für Domherrenbedienstete u. Domchorsänger

- Gotischer Neubau aus dem 14. Jahrhundert wurde von den Wiedertäufern 1534 abgerissen, die die Steine neu verbauten und Kanonen auf die Türme stellten

- 1538 Neubau: 26,5 m lang, 14 m breit, gotisches Schiff à 4 Joche, mit Glockenturm (Messungen von 1748)

- Abbildung von 1760 zeigt im Chor Darstellung des Kalvarienberges und 3 Altäre

- Kurator übt das Pfarramt anstelle des zuständigen Domdechanten aus

- Erstes Taufregister von 1697, da bis zum Einzug kirchlicher Beamter in die Gemeinde unter Fürstbischof v. Galen alle Angehörigen der Dompfarrei unverheiratet waren

- 1588-1597 Nutzung durch die Jesuiten als Gymnasialkirche

- 1806 wird die Kirche preußisches Proviantmagazin, 1812 von den Franzosen auf Abbruch versteigert

- Von Schlaun 1748 auf dem Domplatz gepflanzte Linden wurden nachgepflanzt und erst 1939 krankheitshalber gefällt; heute ist nichts mehr von der Jakobikirche übrig

Darin : Vom Ende des 12. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts stand auf Münsters Domplatzdie Jakobikirche / Heimstatt der Domgemeinde



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