Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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P. Servatius Altmicks aus Warendorf

v.num : 124

Darin : Der "Pfadfinder" der nordamerikanischen Mission der Franziskaner




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Corveyer Missionare in der Tschechei

v.num : 299

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Kaiser Heinrich I. (Regierungszeit 919-936) hatte in die inneren Wirren Böhmens eingegriffen und sich den böhmischen Herzog Wenzel unterworfen. Um den Frieden zu festigen, schenkte Heinrich dem Herzog den rechten Arm der Reliquien des hl. Vitus. Damit schaffte er den Anschluss Böhmens und Mährens an das christliche Abendland. Für die Vitusreliquie ließ Herzog Wenzel 926 eine steinernde Rundkirche auf der Prager Burg bauen, die 930 vom Bischof Michael von Regensburg geweiht wurde. Parallel zu diesem Baubeginn setzte die christliche Missionierung Böhmens ein. So begann eine organisierte Missionstätigkeit von Corvey aus. Um 972 wurde das Prager Bistum gegründet. Der erste Bischof von Prag wurde der Corveyer Mönch Deothmar (Regierungszeit 972 bis 982). Der Bischof wurde wurde von Patres und Brüdern aus Corvey unterstützt, es kam jedoch zu keiner Klostergründung. Erst der hl. Adelbert (Bischof von 982-997) gründete eine Benediktinerkloster in Prag. Auch der dritte Bischof Prags, Thiadagus war wieder ein Corveyer Mönch.

Weitere Artikel zu:
- 50 Jahre Niederdeutsche Bühne Münster
- 1000jährige Höfe um Münster

Darin : Der westfälische Mönch Deothmar war der erste Bischof der Diözese Prag




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"Angst wir nur überwunden durch die Liebe"

v.num : 354

Enthält : Edith Stein kam zum Sommersemster 1932 als Dozentin für Philosophie und Pädagogik an das Deutsche Institut für wissenschaftliche Päödagogik nach Münster. Im ersten Semester behandelte sie Themen zur Mädchenbildung. Ebenso ist sie als Rednerin gefragt. So spricht sie in Münster z.B. zu Goethes 100. Todestag über "Natur und Übernatur in Goethes Faust". Anfang des Jahres 1933 warnt sie eindringlich vor einer Überbetonung des eigenen Volkes. Edith Stein fürchtet von Anfang an das verheerende Unheil, welches der Nationalsozialismus über das deutsche und jüdische Volk bringen werde. Sie schreibt einen Brief an Papst Pius XI. und bittet darin um eine Enzyklika. Im April 1933 wird ihr nahe gelegt, keine Vorlesungen mehr abzuhalten. Schon im März habe ein SA-Mann wegen der jüdischen Dozentin Druck ausgeübt. Darufhin bewirbt sie sich um eine Aufnahme im Karmel "Maria vom Frieden" in Köln. Im Juli wird sie feierlich im Marianum in Münster verabschiedet. Nach den Ausschreitungen des 9. Novembers 1938 verlässt sie Deutschland und findet Aufnahme im Karmel zu Echt in Holland. Sie wird in Auschwitz ermordet.

Darin : Auf den Spuren Edith Steins in Münster




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Krankenpflege in den schweren Kriegsjahren

v.num : 426

Enthält : Im Zweiten Weltkrieg: Pflegerische Tätigkeiten im Clemenshospital, der Raphaelsklinik, der othopädischen Klinik im Hüfferstift und in der Provinzialheilanstalt Marienthal sowie Versorgung der Armen an verschiedenen Stellen in der Stadt und Betreuung einiger Kranker zu Hause.
Orden konnte nicht einfach enteignet werden, da die Clemensschwestern für das Regime unentbehrlich waren:
- Preiswerte Krankenpflege
- Nachwuchsmangel auf dem Gebiet der Schwesternpflege
Schikanierung der Schwestern durch die Nationalsozialisten, unteranderem durch regelmäßige Teilnahme an politischen Schulungskursen.
1935 Beginn der Ordensdevisenprozesse
1935 Verdächtigung der Clemensschwestern, illegale Devisengeschäfte über die Niederlande abzuwickeln und Durchsuchung des Mutterhauses durch die Gestapo
1935/1936 Verurteilung von mehr als hundert Ordensleuten zu bis zu 12 Jahren Zuchthaus und immensen Geldstrafen.
1939 (bis) Ständige Kontrollen, Denunzierungen und Spionage durch das weltliche Krankenhauspersonal, um den Schwestern ein Eingreifen in die Krankenhausstrukturen nachweisen zu können, nachdem der Verdacht des Devisenhandels sich als unbegründbar herausstellte.
01.09.1939: 250 Clemensschwestern wurden bereits am ersten Kriegstag in den Lazarettdienst berufen
03.09.1939: Hissung der Rot-Kreuz Fahne auf dem Turm der Raphaelsklinik
und Anbringung roter Backsteine auf den flachen Dächern der übrigen Kliniken und Gebäude in der Form roter Kreuze.
Doppelschichten während der Angriffe.
Juli 1941: Trotz stärker werdender Angriffe und dem Verlassen der Stadt durch die Bürger blieben die Clemensschwestern und versorgten weiter Verletzte, räumten Trümmer und bauten das zerbomte Waschhaus eigenhändig wieder auf.
10. Oktober 1943: Gezielte Bombadierung von Clemenshospital, Raphaelsklinik und Hedwigsklinik bei einem der größten Bombenangriffe auf die Stadt Münster bei der über 50 Clemensschwestern starben.

Darin : Über die aufopferungsvolle Arbeit der Clemensschwestern



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