Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Der Hof Schulze Relau in Nienberge

v.num : 183

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1468 bis: Eigentümer der bäuerlichen Liegenschaft war das "Hochadelige Gotteshauß St. Egidii Münster"
1468 ab: Das Kloster wurde reformiert und den Benediktinerregeln unterworfen
18 Jahrhundert: Das Kloster hatte allein in Nienberge 13 Eigenhörige
1652: Johann Relau schließt mit Carls Nollmann, Müller in Coerde einen zehn Jahre dauernden Heuerlingsvertrag
1675: Der Hof wird für zwei Jahre an Kommissar Schürking aus Münster vergeben, danach wurde der Hof für ein Jahr an Heinrich Isfording verpachtet
1794: Joan Bernard Relau war der erste freie Bauer der Familie, der Hof wurde ihm dadurch jedoch genommen.
Der Name Schulze Relau blieb aber beim Hof.

Weiterer Artikel zu:
- Maler der Drostezeit. Rudolf Zumfelde

Darin : Entwicklung vom Klosterbesitz von St. Aegidii zum freien Eigentum




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Der Nienberger Hof Hüntrup-Farwick

v.num : 191

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1498/99: Der Hof ist im Schatzungsregister mit "Varwerk to Ulenbrock" verzeichnet;
Der Hof zählte zu dieser Zeit acht schatzungspflichtige Personen;
1550: Das älteste Gebaude wird erbaut, ein steinerner Wehrspeicher;
1614-1625: Der Gutsbesitzer Jobst Farwick muss wegen der hohen Belastung häufig um ein Darlehen bei seinem Gutsherrn bitten;
1790: Christoph Twendt aus Nienberge heiratet die Erbin des Hofes;
Nach dem frühen Tod seiner Frau heiratet er erneut. Die Blutslinie Farwick auf dem Hof war somit abgerissen;
Der Hof ging auf Bernhard Twendt über;
10. Juli 1850: Ablöse der jährlichen Geldrente

Weitere Artikel zu:
- Ein altes münsterisches Volksfest. Lambertusfeiern
- Förderer des Niederdeutschen. Rottendorff-Preis an G. van Dam und F. Kuhne

Darin : Geschichte des münsterländischen Hofes bis zum modernen Betrieb




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Das Fachwerkwasserschloss Oedingberge

v.num : 228

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1000: Die Gebiete zwischen Ostbevern und Glandorf werden besiedelt; Oedingberge war der erste Hof, der dort entstand
13. Jahrhundert: Oedingberge unterstellt sich dem Domkapitel zu Münster
1269: Der Bischof verpfändet den Hof an den Grafen von Rietberg
Mittelater: Der Hof war mit Eigenbehörigen besetzt; die Domherren zu Münster nutzten das Gebiet zur Jagd; Oedingberge war ein beliebter Konferenzort zwischen Vertretern des Fürtsbistums Münster und Osnabrück
26. April 1614: Konferenz in Oedingberge, da der Erzbischof von Münster Osnabrück die geistige Oberhoheite über das Emsland bestritt
1700 (nach): Johann Wilhelm Baer bewirtschaftet Odeingberge
1740: Oedingberge fällt an Domkapitel zurück
1753: Das Gut geht an den Gerichtsschreiber Henseler, die Tochter Luise Westendorf ließ Oedingberge neu erbauen
1767: Die Familie lässt eine Kapelle auf Oedingberge erbauen
1803: Die Tochter, Franziska Engelen löste das Erbpachtverhältnis, womit die eigenbehörige Zeit des Gutes endet
1830: Ferdinand Engelen übernimmt das Gut
Heute bewohnen noch immer Nachfahren der Familie Engelen Oedingberge

Weiterer Artikel zu:
- In memoriam Hermann Wätjen
- Familie Verkrüzen

Darin : Ein fast unbekanntes Rittergut im Grenzland zwischen Münster und Osnabrück




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300 Jahre Colonat Dirkmann in Hansell

v.num : 237

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1498/99: Colonat Dirkmann in Oldenberge wird erstmals genannt
Das Colonat Dirkmann wurde stets vom Vater auf den Sohn übertragen
1801: Frieden von Luneville; seit dieser Zeit war das Colonat Dirkmann dem Herzog von Looz-Corswarem abgabepflichtig
Die Abgabepflicht an den Herzog dauert bis 1839
1845: Caspar Heinrich Dirkmann schließt einen Teilablösevertrag seiner Zehntabgabe-Verpflichtung
1852: Auch die restlichen Verpflichtungen werden abgelöst.

Weitere Artikel zu:
- Fürstliche Gärten (Nordkirchen, Anholt, Burgsteinfurt)
- Gesellschaftskritisches auf Plattdeutsch

Darin : Teilweise Ablösung der alten Natural- und Zehntabgaben auf dem Hof bei Altenberge




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Auf dem Schüttelhöverschen Kolonat

v.num : 243

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Eine Leibeigenenfamilie bewirtschaftete mehr als 110 Jahre einen Hof und musste ihn schließlich aufgeben
Das als "Schüttelhöversche Kolonat" bezeichnete Bauerngut, um dass es geht lag im Kirchspiel Hoetmar
Eigentümer des Hofes war die Familie des Graf von Galen
1756: die Hofbewohner waren bis dahin Leibeigene, hatte aber erbliches Besitzrecht
18.2.1744: Inhaber des Hofes waren Henrich und Elisabeth Schüttelhöver
1756: Die Eheleute starben und hinterließen vier minderjährige Kinder
29.3.1756: Der Gutsherr verpachtete den Hof für 20 Jahre an Franz Sielke
5.2.1798: Seinem Sohn wurde die Pacht auf Lebenszeit übertragen. Er starb aber schon 1809
23. 6. 1809: Der zweite Ehemann der Witwe Sielke übernahm den Hof. Ihm wurde wegen widerrechtlicher Baumfällung 1854 gekündigt. Es begann ein Rechtsstreit.

Weitere Artikel zu:
- Steinkohlenzeche im Teutoburger Wald
- Westfälische Kommunalwappen
- Nienberger Platt in USA

Darin : Leibeigene und Pächter auf dem Hof in Hoetmar/Enniger 1744 bis zur Aufhebung 1858




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Die Besitzer des Tafelgutes Rüschhaus

v.num : 253

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1499: Im Rüschhaus lebt der "Meier auf dem Rüschhaus", es gehört der Familie von Wieck
1560: Das Rüschhaus wird an die Familie von Plettenberg verkauft
1743: Die Familie von Schlaun erwirbt das Rüschhaus
1809: Martin Conrad von Schlaun vertstarb im Rüschhaus
Wenige Monate zuvor verkaufte er es an Leutnant Martin von Schonebeck, sein Patenkind.
Von Schonebeck musste eine Abfindungssumme an den eigentlichen Erben Generalfeldzeugmeister Freiherr von Schlaun zu Grätz zahlen. Diese konnte er nicht aufbringen, weshalb er Hypotheken aufnehmen musste
1825: Haus Rüschahus geht auf die Famile von Droste-Hülshoff über

Weitere Artikel zu:
- Gemeindelieder vor 100 Jahren. Ein Angriff gegen das münstersche Diözesangesangbuch
- Die Kirchenpolitik Christoph Bernhards [von Galen]

Darin : Familie Schlaun/ Major, Hauptmann und Leutnant von Schonebeck/ Zum Schlaun-Gedenkjahr




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Der Bund ,Werkleute von Haus Nyland'

v.num : 278

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Es hat einen Dichterbund gegeben, der sich "Werkleute von Haus Nyland" nannte. Initiator und Hauptakteur des Bundes war Josef Winckler. Kurz nach der Jahrhundertwende hatten sich in Bonn einige Studenten zusammengefunden, die auch suchende Dichter waren. Der Zahnmediziner Josef Winckler trug ihnen einige Gedichte vor, die sie in eine stürmisch drängende Wer-Welt versetzten. Die Gedichte waren eine donnernde Ouvertüre des neuen Maschinenzeitalters. Die Dichter schlossen sich zu dem Bund der Werkleute auf Haus Nyland zusammen. Der Name war gebildet nach dem Stammsitz der Familie Winckelr-Nieland in Hopsten. Nyland stand für Neuland, Werkleute für Dichter. Den Werkleuten kam es nur auf das Werk an, nicht auf die Dichterpersönlichkeit. Deshalb veröffentlichten sie ihre ersten Werke ohne Angaben von Namen. Josef Winckler, der Gründer des Bunds, wurde 1881 in Rheine geboren und wuchs im großväterlichen Hause in Hopsten auf. Seine Werke beschäftigen sich mit dem Bewusstsein, am Beginn einer neuen Epoche zu stehen, die die Maschinenwelt ins Übermenschliche steigerte. Er beschäftigte sich mit Industriedichtunmg, die dem sieghaften Lebensrhythmus des technischen Zeitalters gesteigerten Ausdruck gab. Als sich der Mensch dann moralisch seinem erfinderischen Genie nicht gewachsen zeigte und die Kräfte der Vernichtung obsiegten, blieb dem Dichter nur noch Ernüchterung. Josef Winckler war ein großer Erzähler Westfalens.

Weitere Artikel zu:
- Neue Chronogramme aus Westfalen
- Die Droste [Annette von Droste Hülshoff] in der 'Gartenlaube'
- Wasserschlösser gestern und heute

Darin : Die Geschichte eines alten großen Töddenhauses lebt in der Nyland-Stiftung weiter




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Die Herren auf "Burg" Hopen

v.num : 301

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In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts kamen die Familiennamen auf, wobei der einmal aufgegriffene Name für die gesamte Sippschaft bestehen blieb. Schon 1246 kam der Name Dinklage auf. Da Lehen schon frühzeitig erblich waren, verschafften sich die Herren von Dinklage bald eine nicht geringe Machtposition. Nach dem Verkauf der Grafschaft Vechta 1252 an Münster, waren die Herren angesehene Burgmänner in der Umgebung der Bischöfe. Die Grafen boten stetigen Anlass zu neuen Reibereien, einig war man sich nur im Kampf gegen die Tecklenburger. 1543 erhielt Johann von Dinklage das Drostenamt zu Vechta. Sein Wohnsitz "Hopen" ging nach seinem Tod an Herbord von Haren über. In den folgenden Generationen wurde der Besitz verschönert und vergrößert. 1703 umfassten die jährlichen Einnahmen des Gutes 2188 Reichsthaler. 1793 wurde das Gut für 30 000 Reichsthaler an Friedrich Christian von Oeynhausen zu Merrelsheim verkauft. 1805 ging es in den Besitz der Freiherrn von Galen über. Heute ist das Gut eine Jugendherberge.

Weitere Artikel zu:
- Küchenzettel auf Schloss [Burg] Hülshoff
- Zwei Urkunden für Julius Otto Grimm

Darin : Das Haus der Ministerialen von Vechta im oldenburgischen Münsterland




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Clemens-August und sein Jagdschloß

v.num : 311

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Die Geschichte des Jagdschlosses Clemenswerth ist nicht zu trennen von der vielschichtigen Person seines Schöpfers, Fürstbischof Clemens-August. Clemens-August wurde schon mit 19 Jahren zum Fürstbischof gewählt. Er war damals noch kein Priester. Er wird sehr widersprüchlich beschrieben, teilweise als wohltätig und gütig, teilweise als Lebemann, der morgens eine Messe zelebrierte und abens ausgelassen feierte. 1735 fiel sein Entschluss auf dem Hümmling ein Jagdschloss zu bauen. Mit dem Bau wurde Johann Conrad Schlaun beauftragt. Die Anlage wurde so harmonisch in die Landschaft eingebettet, dass es hieß, es gebe nur wenige Bauwerke in der Welt, die sich mit Clemenswerth vergleichen ließen. Das Schloss war für die Parforcejagd, die Hetzjagd mit Pferden und Hunden, gedacht. Der Bau wird 1740 beendet, er kostete 190 000 Reichstakler. Clemens-August nahm mit dem Bau des Schlosses gleichzeitig auch eine Klostergründung vor. Die Klosterkapelle ist der barocke Glanzpunkt der Anlage. 1803 ging das Schloss in den Besitz des Herzog von Arenberg über.

Weitere Artikel zu:
- Laudatio för Prof. Dr. Dr. Anton Hilckman
- Westfälische Kommunalwappen - Kreis Höxter II

Darin : Clemenswerth, der barocke Jagdsitz des Fürstbischofs im Hümmling steht zum Verkauf




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Horstmar, das westfälische Rothenburg

v.num : 327

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In Horstmar wurden unterhalb der Burg acht Burglehen geründet. Aufgabe der belehnten Burgmannen war es, dem Landesfürsten Geleit zu geben. Der Blick durch das spitzwinkelige Burgtor brachte Horstmar die Bezeichnung eines westfälischen Rothenburg ein. Herren der Lehen waren Albert von Senden, von Merveldt, von Raesfeld und von Ackenschock. Im Südwesten der Stadt trifft man auf den Borchorster-Hof. Im Garten hat sich ein Teil des alten Stadtwalles erhalten. Der geschichtlich interessanteste Hof ist der Münster-Hof. Er ist allein als Rittersitz anerkannt. Der Hof war ab 1657 im Besitz der Familie von Neuhoff. Baron Theodor von Neuhoff wurde 1686 in Metz geboren. Nach dem Tod des Vaters wurde er Page am Französischen Hof. Er reiste durch Europa bis er am 13. März 1736 nach Korsika kam und sich dort zum König Theodor I. krönen ließ. Die Kosen litten unter der Besatzung durch Genua und hatte den Baron, der Geschenke an das Volk verteilte, willig empfangen. Doch dauerte der Königstraum nur 8 Monate, da Neuhoff militärisch nicht gegen die genuesischen Gegner ankam.

Weitere Artikel zu:
- Gerichtsbarkeit in Bergsachen
- Gedenkblatt für August Stramm
- Westfälische Kommunalwappen - Stadt und Landkreis Münster
- Ein Rechtsfall aus dem jahre 1579 [Hofgericht Münster]

Darin : Seine Burgmannshöfe und Baron Neuhoff, der "König" von Korsika




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Der Graf und seine "Boniburg"

v.num : 438

Enthält : 1874: Erwerb einer Villa in St.Mauritz, Werse 68, durch Bonifatius von Hatzfeldt-Trachenberg (geb. 1854)
Umbau der Villa, Niederlegung, Neubau eines schlossähnlichen Gebäudes im Stil der Neorenaissance (siehe Gemälde im Lesesaal des Stadtarchivs)
Schaffung eines eigenen Jagdreviers "Boniburger Wald"
1914 Anbau einer Grabkapelle
1921, 31.10.: Tod Graf Bonifatius
1924,03.18.: Kauf der Boniburg durch die Stadt Münster
1970 Abriss

Darin : Das kurze Glück der Hatzfeldt-Trachenbergs



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