Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

(...)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vom Fürstensitz zur Hochschule für Finanzbeamte

v.num : 1

Enthält : 1694 Der Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg-Lenhausen erwirbt die Nordkirchener Ländereien und die dort vorhandene Burg, die er in den Folgejahren niederlegen und ein Jagdschloss erreichten ließ.
1706 Friedrich Christian stirbt noch bevor die Bauarbeiten beendet waren. Das Erbe geht an seinen Neffen Ferdinand von Plettenberg.
1723 Ferdinand beauftragt den berühmten Baumeister Johann Conrad Schlaun mit der Vollendung des Schlossbaus. Das Schloss sollte noch großartiger und prunkvoller werden als von Friedrich Christian ursprünglich geplant.
1733 Ferdinand, der sich dem österreichischen Lager angeschlossen hatte, verliert die Gunst des Fürstbischofs Clemens August und wird von allen seinen Ämtern enthoben. Ferdinand entschließt sich daraufhin, sich in Rom niederzulassen, und verfrachtet dorthin die Bilder und Kunstgegenstände des Schlosses, die niemals mehr nach Nordkirchen zurückkehren sollten.
1737 Ferdinand stirbt. Erst Ferdinands Urenkel, Maximlian Friedrich lebte bis zu seinem Tod einige Jahre auf Schloss Nordkirchen. Seine Tochter Maria Gräfin von Plettenberg, die mit dem Grafen Nikolaus von Esterhazy Galantha verheiratet war, ließ den Garten in dem der Zeit gemäßen englischen Stil umgestalten und verbrachte dort den Sommer.
1839 Marias Sohn Nikolaus wird geboren. Er lebte ausschließlich auf Schloss Nordkirchen lebte. Nikolaus blieb Junggeselle. Als engagierter Reiter ergänzte er die Schlossanlage durch einen eleganten Pferdestall mit Mahagoniboxen.
1884 Ferdinand setzt bei einem Pferderennen die ganze Herrschaft Nordkirchens auf sein Lieblingspferd Strontian, das schließlich das Rennen auch gewinnt.
1897 Nikolaus stirbt als letzter seines Stammes. Das Schloss Nordkirchen verwaist wieder einmal.
1903 Herzog Engelbert Maria von Arenberg kauft das Schloss und lässt es in alter Pracht wieder herstellen.
1914 sollte im Münsterland ein Manöver stattfinden, bei dem Kaiser Wilhelm II. in Nordkirchen Quartier nehmen wollte. Der Herzog ordnete daraufhin weitere Baumaßnahmen am Schloss an. Doch der Besuch Wilhelms II. wurde auf Grund des Ausbruchs der 1. Weltkrieges verhindert.
1918 Die Gesellschaft hatte sich in den Kriegsjahren und der anschließenden Revolution so gewandelt, dass der Herzog die Freude am Schloss verliert.
1922 Auf dem Schloss wird ein Posterholungsheim eingerichtet.
1933 Auf dem Schloss wird eine politische Führungsschule der NSDAP eingerichtet.
1949 Die Landesregierung entscheidet, das Schloss nach provisorischer Überholung für die Ausbildung der Finanzbeamten zu nutzen.
1958 Nach dem Kauf des Schlosses wird besonderer Wert auf Denkmalpflege gelegt.

Darin : Die Geschichte des Schlosses Nordkirchen




(...)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Europäische Einflüsse in Nordkirchen

v.num : 432

Enthält : Erbaut vom münsterschen Baumeister Gottfried Laurenz Pictorius (1663-1729) als Residenz des neuen Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg.
1694 Friedrich Christian von Plettenberg kaufte für 250.000 Reichstaler die von Morrienschen Besitzungen in Nordkirchen. Das ältere erworbene Schloß stammt aus dem 16. Jahrhundert.
1696 Beginn der Rohstoffsammlungen für den Bau des Schlosses
1698 Der Niederländer Jacob Roman (1640-1716) wurde mit der Anfertigung von Alternativentwürfen beauftragt
Orientierung an französischen und italienischen Vorbildern und Mustern
1702 Erstellung einer Serie gezeichneter Pläne durch Pictorius
1710 Kapellenflügel
1712 Dienerflügel

Darin : Pictorius ließ sich von fremden Stilelementen leiten



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken