Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

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Landschaftliche Kulturpflege

v.num : 320

Enthält : Vier Seiten - bitte blättern!

1915 wurde der Westfälische Heimatbund gegründet, um die heimatlichen Werte der Landschaft in die Zukunft herüber zu retten. Die kulturpflegerischen Aufgaben des Landschaftsverbandes führen diese Arbeit fort. Alle Bereiche des landschaftlichen Kulturlebens nehmen daran Anteil. So werden z.B. Stipendien für wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs vergeben oder es wird Freilichtbühnen geholfen, wachsende finazielle Lasten zu tragen. Es muss dabei allerding eine Konzentration auf große Schwerpunktaufgaben stattfinden. Der Grund dafür liegt in den nur knappen finaziellen Mitteln. Lange Zeit sah sich der Landschaftsverband vor die Aufgabe gestellt, die im Krieg zerstörten Denkmäler wieder aufzubauen. Immer wichtiger wird auch Denkmäler zu konservieren und zu rekonstruieren. Eine große Aufgabe ist ebenso der Neubau des westfälischen Landesmuseums für Kunst- und Kulturgeschichte.

Darin : Arbeitsgebiete des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, IV. Teil




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Öffentliche Erziehungshilfe in Westfalen

v.num : 322

Enthält : Das Strafgesetzbuch des Deutschen Reiches von 1871, ermöglichte die Zwangserziehung straffälliger Minderjähriger. Zur gleichen Zeit begann auch der damalige preußische Provinzialverband Westfalen seine Tätigkeit auf diesem Gebiet. Ab 1900 bot das Bürgerliche Gesetzbuch erstmals auch eine Handhabe, Minderjährige gegen den Mißbrauch elterlicher Gewalt zu schützen. Die Anforderungen der Erziehungsarbeiten steigen in der modernen Zeit, die es den jungen Menschen schwerer denn je macht, ihr gewachsen zu sein. Aussicht auf Erziehungserfolg besteht aber nur dort, wo alle Beteiligten (Eltern, Behörden , Jugendliche etc.) vertrauensvoll zusammenarbeiten. Häufig kommt es jedoch zu Widerständen der Eltern, auch fehlt es an genügend geschultem Fachpersonal. In Westfalen gab es bereits jahrzehntelang die beim Provinzialverband eingerichtete "Fürsorgeerziehungsbehörde", die seit 1924 mit dem Landesjugendamt vereinigt ist. In Westfalen existieren heute fast 40 Erziehungsheime, in denen 4200 westfälische Kinder und Jugendliche betreut werden.

Weitere Artikel zu:
- Der Nachlaß Friedrich Carl von Savigny
- Die Vorläufer des Herforder Münsters
- Westfälische Kommunalwappen - Kreis Brilon

Darin : Die Arbeitsgebiete des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, dritter Teil




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Planung und Bau des Straßennetzes

v.num : 323

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

In Westfalen erhöhte sich der Bestand an Kratfahrzeugen von 248 000 im Jahre 1950 auf 1,4 Millionen gegen Ende 1965. Mit der Entwicklung der Motorisierung haben Ausbauzustand und Umfang des Straßennetzes nicht mithalten können. Nahezu 1 Millarde DM wird der Landschaftsverband 1966 für Straßenbau ausgeben. Träger der "Straßenbaulast" sind Bund, Länder und Gemeinden, wobei 36 Prozent des Gesamtaufwandes auf die Kommunen fällt. Wichtig ist, dass der Landschaftsverband erhebliche Bundes- und Landeszuschüsse an die kommunalen Baulastträger weitergibt. Der Landschaftsverband verwaltet insgesamt 11 1000 km klassifizierter Straßen, doch nur für 6900 km Landstraße ist er gleichzeitig Träger der Baulast und der Verwaltung.

Weitere Artikel zu:
- Aus dem Nachlaß der Annette von Droste Hülshoff
- Westfälische Kommunalwappen - Kreis Altena und Kreis Arnsberg

Darin : Die Arbeitsgebiete des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, zweiter Teil




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Landschaftsverband Westfalen-Lippe

v.num : 325

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Es gilt der Grundsatz, dass der Raum, der zur Selbstverwaltung gehört gegenüber dem des Staates abgesteckt sein muss. Nur hier kann auch der Hebel angesetzt werden, wenn das allgemeine staatspolitische Interesse des Bürgers gemeint ist. Seine Aktivierung beginnt dort, wo seine Interessen liegen. Hier benötigt man Gliederungsprinzipien des Kommunalverfassungsrechts. Die Selbstverwaltung setzt sich aus größeren und kleineren Elementen zusammen. Ausgangspunkt ist, in der kleinsten Gemeinde diejenigen Aufgaben zu belassen, die dort tatsächlich bewältigt werden können. Die Spannweite der Gemeinden reicht dabei von einem kleinen Dorf bis zur Millionenstadt, was zu einem verbandsmäßigen Zusammenschluss zwingt. Damit wird auch die Stellung des Landschaftsverbandes deutlich: als Gemeindeverband, dem alle Landkreise und kreisfreie Städte Westfalens als Mitglieder angehören, repräsentiert er die Stufe der Landschaft. Der Landschaftsverband besteht aus drei Organe: der Landschaftsversammlung, des Landschaftsausschusses, des Direktors des Landschaftsverbandes.

Weitere Artikel zu:
- Westfälische Kommunalwappen - Kreis Steinfurt
- Über Frauenkloster und Abteil Liesborn
- Pavenroien, der Meister von Liesborn

Darin : Eine Darstellung seiner Aufgaben, seiner Gliederung und seiner Arbeitsweise




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Westfalen - Entstehung und Sinn der LVO

v.num : 344

Enthält : Drei Seiten - bitte blättern!

Dr. Helmut Naunin war seit 1946 als Dezernent für kommunalpolitische Angelegenheiten des Provinzialverbandes Westfalen an dem Kampf um die neue Landesverbandsordnung (LVO) beteiligt. Ebenso waren Dr. Bernhard Salzmann und Prof. Dr. Zuhorn daran beteiligt. Zuhorn war der geistig führende Kopf. Sieben Jahre hat der Kampf um die LVO gedauert. 1946/47 wollten die Minister den Provinzialverband auflösen und Westfalen in die neuen Ministerien eingliedern. In letzter Minute gelang es, die Entscheidung aufzuschieben, da ein "zusammengesetztes Land" eine Selbstverwaltungskörperschaft benötige. Bereits 1947 gründete Salzmann einen Ausschuss, der sich mit allen Zuständigkeiten des früheren Provinzialausschusses befassen sollte, der jedoch keine echte Legitimation besaß. Am 15. Februar 1953 wurde die Kabinettsvorlage über eine Landschaftsverbandsordnung beschlossen.

Weiterer Artikel zu:
- Zu einem Brief Caspar Geisbergs an Pertz

Darin : Zu einem Aufsatz von Helmut Naunin über die Landschaftsverbandsordnung



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