Stadtarchiv Münster
E. STADTGESCHICHTLICHE DOKUMENTATION
ZEITUNGSARTIKEL "AUF ROTER ERDE" ZUR STADTGESCHICHTE
Zeitungsartikel 'Auf roter Erde'

(...)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Denkmal landete im Schmelzofen

v.num : 359

Enthält : Franz Hitze wurde 1851 im sauerländischen Olpe als Sohn eines wohlhabenden Bauern geboren. 1878 wurde er in Paderborn zum Priester geweiht. Schon als Pennäler hatte er sich für die Lösung sozialer Fragen interressiert. 1880 übernahm er als Kaplan die Stelle eines Generalsekretärs in Mönchengladbach. Die Erfahrungen im Industriegebiet prägten Hitze tief. 1884 wurde er zum Mitschöpfer der Katholischen Arbeitervereine, 1890 zum Mitbegründer des Volksvereins für das Katholische Deutschland und 1897 zum Initiator der Neuorganisation der Caritas in einem eigenen Zentralverband. Ab 1884 saß er zusätzlich für die Zentrumspartei im Reichstag. Dort profilierte er sich als Fürsprecher einer staatlichen Sozialpolitik. In den folgenden Jahren war er mitverantwortlich für die Grundlegung der Arbeiterschutz- und Arbeitsversicherungsgesetzgebung, ebenso wie für die Einschränkung der Kinderarbeit. 1893 wurde Hitze als als Inhaber einer Professur für Christliche Gesellschaftslehre an die damalige Theologisch-Philosophische Akademie nach Münster berufen. Hier setzte er sich für den Ausbau der Akademie zur Volluniversität ein. Franz Hitze starb am 20. Juli 1921 in Bad Nauheim. 1931 wurde ihm in Münster ein Denkmal, eine Bronzeplastik, errichtet. Das Denkmal wurde allerdings 1942 abgebrochen, zum Zweck der Metallgewinnung im Kriege.1952 wurde statt dessen die Katholisch-Soziale Akademie des Bistums Münster nach Franz Hitze benannt.

Darin : Erinnerung an Franz Hitze



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