Stadtarchiv Münster
A1C Antoniushospital

3. August 1350
Errichtung der Antoniuskapelle auf dem Friedhof zwischen dem Mauritztor und dem Hörstertor


Propst Conrad, Dechant Hermann, Scholaster Ecbert und das ganze Kapitel von St. Mauritz bekunden die Errichtung einer Kapelle auf dem Friedhof am Graben zwischen dem Mauritz- und dem Hörstertor durch Bischof Ludwig. Bürgermeister und Schöffen der Stadt Münster verpflichten sich zu einer jährlichen Zahlung von 8 Mark. Ihnen werden das Patronats- und das Präsentationsrecht, dem Dechanten von St. Mauritz das Investiturrecht für den Rektor der Kapelle zugesprochen. Wenn der Rektor nicht binnen eines Jahres Priester wird, sollen Dechant und Kapitel von St. Mauritz einen anderen einsetzen. Der Rektor soll die empfangenen Opfergaben alle zwei Wochen dem Dechant von St. Mauritz aushändigen und, wenn immer möglich, besonders aber an den hohen Festtagen, am Chor von St. Mauritz teilnehmen.Angehängte Siegel: Bischof Ludwig, Kapitel von St. Mauritz, Propst Conrad, Dechant Hermann, Scholaster Ecbert und Stadt Münster.
[Rückvermerk:] ffundatio capelle sti. anthonij extra muroß.[Rückvermerk:] Locul. 203. Vicarien im Hospital ad S. Antonium, N. 7.[Rückvermerk:] XIII, No. 296.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängten Siegeln, Lateinisch.
Verweise :
MUB, Nr. 142, Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 296, S. 280-281



1. Oktober 1363
Rentverschreibung an den Rektor der Antoniuskapelle


Die Eheleute Albert und Elyzabeth von der Wieck, Bürger, verkaufen dem Franco, Rektor der Kapelle des neuen Hospitals am Graben vor dem Mauritztor, für 18 Mark eine jährlich je halb zu Ostern und zu Michaelis fällige Rente von 9 Schillingen aus dem Haus des verstorbenen Johannes de Ghyuenbeke auf dem Spykerhof bei dem Spyker.Zeugen: Lambert de Bocholte, Engelbert van der Wieck und Johannes Hoyng.
[Rückvermerk:] Rd. ix ß by Aelbert van der Wiek. Ex domo quondam d. meschehoue (?) vpn Spikerhoue IX ß.[Rückvermerk:] Locul. 203. Vicarien im Hospital ad S. Antonium, N. 8.[Rückvermerk:] XIII, No. 297.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel, Lateinisch
Verweise :
MUB, Nr. 174, Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 297, S. 281



28. Juli 1368
Übertragung der Einnahmen des Antoniushospitals an den Rektor und die Provisoren


Propst Engelbert Fransoys, Dechant Wescel Droste, Scholaster Ecbert Byscopinck und das Kapitel von St. Mauritz heben die Bestimmung der Gründungsurkunde der Kapelle des Hospitals am Graben zwischen dem Mauritz- und dem Hörstertor, wonach der Rektor der Kapelle die Einnahmen dem Dechant von St. Mauritz überweisen muß, auf, und sprechen die Einnahmen dem Rektor und den Provisoren des Hospitals zu. Dafür sollen diese jährlich zu Ostern 1 Mark an den Dechant zahlen.Angehängte Siegel: Propst, Dechant, Scholaster und Kapitel von St. Mauritz, Rektor Vranco und Stadt Münster.
[Rückvermerk:] De oblationibus.[Rückvermerk:] Locul. 203. Vicarien im Hosp. ad S. Antonium, N. 9.[Rückvermerk:] XIII, No. 298.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängten Siegeln, Lateinisch
Verweise :
MUB, Nr. 190, Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 298, S. 281



14. August 1368
Rentverschreibung


Jordanus Ghelekyngh und Johannes Zickeman, Bürger in Münster und Provisoren des Hospitals vor dem Mauritztor, bezeugen, daß der Presbyter Johannes (übergeschrieben) Rutyngh dem Rektor und den Armen des Hospitals 24 Mark geschenkt hat, für die sie eine Rente von 1 Mark erwerben und je zur Hälfte dem Rektor und den Armen zukommen lassen sollen. Der Rektor soll verpflichtet sein, eine Memorie für den Stifter Hermann (!) und dessen Eltern zu halten. Da das Geld für die Armen verwandt worden ist, überweisen die Provisoren dem Rektor Franko die halbe jährlich auf Michaelis fällige Rente in Höhe von sechs Schillingen aus einem dem Hospital gehörigen Kotten, genannt Mageromes Kote, gelegen am Weg von St. Mauritz nach Münster.Zeugen: Hermann Sloere, Hinrich Holschere und Hinseke Aurifaber.
[Rückvermerk:] Redditus sex solidorum ex casa dicta Mageromes kotte, unum quorum percepi.[Rückvermerk:] Rd. j marc.[Rückvermerk:] Locul. 203. Vicarien im Hosp. ad S. Antonium, N. 10.[Rückvermerk:] XIII, No. 299.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel des Hospitals, Lateinisch
Verweise :
MUB, Nr. 191, Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 299, S. 281-282



4. Dezember 1368
Schenkungsurkunde über 100 Mark für das Antoniushospital


Bischof Florencius, Propst Engelbert Fransoys, Dechant Wessel Drozete, Scholaster Ecbert Byscopinch, das Kapitel von St. Mauritz, Franco, Rektor des Hospitals vor den Mauern, und Bürgermeister und Rat der Stadt Münster bekunden, daß Bürgermeister Bernhard Steueninch und die Bürger Godefrid Trauelman, Johannes Voes und Bernhard van der Tynnen, Sohn des verstorbenen Wessel van der Tynnen als Testamentsvollstrecker der verstorbenen Elyzabeth Herinch alias Synkinch der Kapelle des Hospitals vor den Mauern 100 Mark überwiesen haben. Dafür soll der jeweilige Inhaber der Kapelle in den Vigilien und Messen der Elyzabeth, ihres Bruder Thidericus Herinch und ihrer Eltern gedenken und täglich eine Messe lesen. Falls er der Verpflichtung nicht nachkommt oder sich nicht rechtzeitig zum Priester weihen läßt, verliert er die Pfründe. Bestätigt werden die Gründungsurkunde der Kapelle vom 3. August 1350 und die Änderung vom 28. Juli 1368. Die aus städtischen Renten zu zahlende Pfründe von 8 Mark, halb zu Ostern und halb zu Michaelis fällig, bleibt bestehen. Von der Teilnahme am Chordienst wird der Rektor der Kapelle befreit.Angehängte Siegel: Propst, Dechant, Scholaster und Kapitel von St. Mauritz, Rektor Franko und Stadt Münster. Das angehängte Siegel des Bischofs Florencius ist ab.
[Rückvermerk:] ffundatio capelle sti. Anthonij extra muros prope portam sti. Mauricij mon. secunda, In qua prima fundatio Inserta est.[Rückvermerk:] Locul. 203. Vicarien im Hospt. ad S. Antonium, N. 11.[Rückvermerk:] XIII, No. 300.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängten Siegeln, Lateinisch
Verweise :
MUB, Nr. 193, Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 300, S. 282-283



2. Oktober 1375
Rentverschreibung


Hermann Voghel, Rektor des Bartholomäus-Altars der Johanniskirche in Osnabrück, verfügt testamentarisch, daß eine Rente von 12 Schillingen aus dem Haus des verstorbenen Johannes Barsceres, jetzt des Schneiders Johannes Cleye, gelegen im Lambertikirchspiel der Stadt Münster bei der Michaelskapelle, jährlich zu Ostern und zu Michaelis mit je 2 Pfennigen an den Dechant von Überwasser, den Pfarrer von Lamberti, 19 Altaristen im Dom, vier Altaristen im Alten Dom, an die Rektoren der Kapellen Nicolai, Michaelis, Jacobi, Margarethe und an den Rektor der Kapelle des neuen Hospitals vor dem Mauritztor gezahlt werden soll mit der Auflage, eine Memorie zu halten. Von den verbleibenden 2 Schillingen sollen die Priester in St. Aegidii 12 Pfennige erhalten, um an den hohen Festtagen für die Seele des Stifters und seiner Eltern Seelen zu beten. Ebenfalls zwölf Pfennige soll der Rektor der Kapelle des neuen Hospitals vor dem Mauritztor für die Arbeit erhalten, die er mit der Verteilung der Gelder haben wird. Weiterhin vermacht Hermann Voghel eine Rente von 12 Schillingen den Söhnen der Mechildis de Beysten, Johannes (Voghel), Gerhard und Wilhelm, die jährlich zu Michaelis und zu Ostern fällig wird und nach deren Tod zu gleichen Teilen an das Hospital beim Berg am Bach, an das neue Hospital vor dem Mauritztor und an die Armen tor Wyck uppen Honecampe fallen soll. 12 Pfennige soll der Rektor des neuen Hospitals vor dem Mauritztor für sich behalten und dafür am 24. Dezember und am Samstag vor Ostern die Gelder den genannten Armen übergeben. Die genannten Johann Voghel, Gerhard und Wilhelm sollen darüber hinaus eine Rente von 6 Schillingen aus dem Haus des Bertold Yteben, gelegen im Kirchspiel Martini zwischen den Häusern des Lubbert Berghman und des verstorbenen Conrad Platenmekere, und das Haus des Hermann Voghel, gelegen uppen Honecampe hinter dem Haus des Everhard Scilderinch am Graben, erhalten. Das Haus soll aber an die Heilig-Geist-Stiftung Überwasser fallen, wenn die Erben das Alter von 26 Jahren nicht erreichen. Schließlich sollen der genannte Johann Voghel sowie Hermann, Everhard und Gertrud, Kinder der Gertrud Herdesseschen, der ehemaligen Magd des Hermann Voghel, durch die Brüder Bernhard und Thidericus de Stella, Bürger in Münster und Onkel des Hermann Voghel, 20 Mark erhalten. Geschrieben von Hermann Kerl, Kleriker in Osnabrück.
[Rückvermerk:] (Text: MUB, Nr. 230)[Rückvermerk:] Vltima voluntas, N. 4.[Rückvermerk:] Locul. 203. Vicarien im Hos. ad S. Antonium, N. 13.[Rückvermerk:] XIII, No. 302.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel, Lateinisch
Verweise :
MUB, Nr. 230, Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 302, S. 282



25. Juni 1426
Rentverschreibung


Vor Johan van Esten, Richter des Hinrick van Moirze, Bischof von Münster, verkaufen Godeke Volenspit de Vette und seine Ehefrau Grete in Alen dem Hermann de Halfwassene, Inhaber der Kapelle vor dem Mauritztor zu Münster für 18 Mark eine jährlich auf Jacobi fällige Rente aus ihrem Erbe ton Bredenlo, Bauerschaft Leen, im Neuen Kirchspiel Alen. Es verbürgen sich die Bürgermeister von Alen, Johan van Alen und Hinrich Mues. Das Erbe, auf dem Mycheel zur Zeit wohnt, ist mit 1 Mark zugunsten des Klosters Ouerwater belastet.Zeugen: Hinrich Kunscap und Arnd van Kamen.Angehängte Siegel: Johan van Esten, Godeke Volenspit de Vette, Johan van Alen und Hinrich Mues.
[Rückvermerk:] de vna marca de wiris ton Bredenloe in parochio Alen, Nunc validus rotgerus toick, N. 6.[Rückvermerk:] Locul. 203. Vicarien in der Capelle ad S. Antonium, N. 14.[Rückvermerk:] XIII, No. 303.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängten Siegeln
Verweise :
MUB, Nr. 539, Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 303, S. 283



20. Dezember 1443
Amtsversprechen des Priesters der Antoniuskapelle


Der Priester Hinrich Hesselman, Inhaber der Kapelle des Hospitals vor dem Mauritztor, verspricht den Bürgermeistern und dem Rat der Stadt Münster, sein Amt zum Wohle des Hospitals und der Stadt auszuüben. Sein Nachfolger soll Herman, Sohn seines Bruders Johan Hesselman werden. Es verbürgen sich Goderd Lynen und Johan Strobuck, beide Bürger in Münster.
[Rückvermerk:] XIII, No. 304.
Bemerkung :
Original, Pergament
Verweise :
Regesten-Prinz, Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 304, S. 283-284, Zettelsammlung Utsch



14. September 1453
Rentverschreibungen


Domvikar Hinrich Korte erklärt, daß durch Bürgermeister und Rat der Stadt Münster im Jahr 1445 auf Verlangen des Ritters Ludolph de Ludinckhusen zwei Offizien begründet und mit Renten aus dessen Gütern dotiert worden seien, nämlich eine in der Marien- und Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, die andere im Hospital tor Wyck vppen Honekampe. Nachdem die eine durch Resignation des Johan Bisschopinch vakant geworden sei, hätten Bürgermeister und Rat zu Ehren der Heiligen Johannes des Evangelisten, Jakobus des Älteren und der drei Könige einen neuen Altar errichtet, an dem der Stelleninhaber wöchentlich drei Messen zelebrieren soll. Darüber hinaus soll der Stelleninhaber dem Rektor der Kapelle in den Gottesdiensten helfen. Stelleninhaber soll der jetzt zwölfjährige Kleriker Conrad Polman der Jüngere werden. Das Präsentationsrecht erhalten Bürgermeister und Rat, das Investiturrecht der Dechant von St. Mauritz. Die Rente setzt sich zusammen aus 5 Rheinischen Gulden aus den Gütern des verstorbenen Stephan van der Marke, 6 Gulden aus den Gütern des Herman van Visbeke, 5 und 4 und 3 Gulden ex domo fermenti dicto Bruthus und aus städtischen Einnahmen, 3 Gulden aus den Gütern des Bernard Kerkerinck, Sohn des verstorbenen Cristian Kerkerinck, und 2 Gulden aus den Gütern des Johannes Droste des Jüngeren. Es siegeln das Domkapitel, Dechant und Kaplan von St. Mauritz, Henricus Hesselman als Rektor der Antonius-Kapelle und die Stadt Münster.Kopie, Pergament, Lateinisch: Johannes Kluuer, Notar und Kleriker in Osnabrück.Beglaubigung: Domherr Hinrich Romer, Vikar des Konfirmierten Johannes, Pfalzgraf und Herzog von Baiern.
[Rückvermerk:] fundatio vicarie in Capella sti. Anthonij, N. 1.[Rückvermerk:] XIII, No. 348.
Bemerkung :
Kopie, Pergament, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 348, S. 291-292



30. April 1459
Bestätigung der Einsetzung des Conrad Polman in die Vikarie der Antoniuskapelle


Generalvikar Hinrich Romer bestätigt die Institution des Conrad Polman in die Vikarie des Altars des Evangelisten Johannes und Jakobus des Älteren in der Kapelle vor dem Mauritztor durch das Kapitel von St. Mauritz, die auf Vorschlag des Herman Polman und nach Präsentation durch Rat und Bürgermeister der Stadt Münster erfolgt ist.
[Rückvermerk:] approbacio ordinac[ionis].[Rückvermerk:] Antonii H[ospital]. General Vicar Römer approbirt die Praesentation u. Institution des Hermann (!) Polmann zu der Vicarie S.S. Johannis et Jacobi in der Antonii Kapelle, 1459 den 30. April.[Rückvermerk:] XIII, No. 349.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 349, S. 292



10. September 1467
Rentverschreibung


Der Offizial gibt bekannt, daß der Klage des Priesters Hermann Hesselman, Rektor der Antonius-Kapelle vor dem Mauritztor, gegen Margareta Tegeders wegen Zahlung einer jährlichen Rente von zwei Mark zu Michaelis und Ostern aus dem Haus des verstorbenen Schusters Menne, gelegen am Markt bei der Michaelskapelle, stattgegeben wird. Margareta Tegeders muß die rückständigen Renten und 5 3/4 Rheinische Gulden an angefallenen Kosten binnen 15 Tagen bezahlen.Zeugen: Lubbert Watersteper (?), Notar, und Hinrich Plumper, Prokurator.Notar: Jo. Somernaet.
[Rückvermerk:] Menne, de domo petri werninck ij marck, Modo Jo[ann]is werninck.[Rückvermerk:] Locul. 203. Capelle ad S. Antonium, N. 16.[Rückvermerk:] XIII, No. 305.
Bemerkung :
Original, Pergament mit zwei angehängten Siegeln, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 305, S. 284, Zettelsammlung Utsch



1. Februar 1468
Rentverschreibung


Johan Dusaes, Sohn des verstorbenen Godeke, verkauft dem Priester Hermann Hesselman, Verwahrer der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, für 27 Mark eine jährlich zu Lichtmeß fällige Rente von 18 Schillingen aus seinem Haus auf der Zoltstrate, gelegen zwischen den Häusern des Egbert Trauelman und des Bernd Swartehenneke. Es verbürgen sich Hinrich Rensinck und Machorius Vegesack.Zeugen: Godeke Brockman und Johan Bolant.
[Rückvermerk:] Dusaes xviii ß. purificationis Rectori Capelle sti. Anthonij, Nunc herman ratsman in Bosenzel, N. 3.[Rückvermerk:] Locul. 203. Kapelle ad S. Antonium, N. 15.[Rückvermerk:] XIII, No. 306.
Bemerkung :
Original, Pergament mit zwei angehängten Siegeln
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 306, S. 284



14. August 1472
Rentverschreibung


Otte Peeck und Hinrich Herte, Verwahrer der Armen zur Kapelle vor dem Mauritztor, überlassen dem Hinrich Bryseil und seiner Ehefrau Grete, Bürger in Münster, nach Ablösung einer Rente von 1/2 Mark ein Stück Land von sechs Scheffel Einsaat, gelegen vor dem Aegidiitor zwischen Land des Johan tor Heghe feldwärts und des Herman Holtorp stadtwärts, schießend auf den Kuhkamp (?) des Aegidiiklosters.Zeugen: Die Bürgermeister Dijrick Hughe und Herman Dor(bor?), Godeke Trippeluoet, Johannes Kakesbeck und Hinrich Mey.Angehängtes Siegel des Otte Peeck ab.
[Rückvermerk:] Kauffbrieff uff die 6 schep saet Landt am Kreienock.[Rückvermerk:] Eyn quitantien (?) brieff v. d. einen halven [...] (radiert) geldes [...] Landt vor sunten yliens [...].[Rückvermerk:] 1472 in vigilias assumt. Mariae.
Bemerkung :
Original, Pergament
Verweise :
Ketteler S. 53



5. Oktober 1475
Rentverschreibung


Johan Hanenkamp und seine Ehefrau Else verpflichten sich zur jährlichen Zahlung einer Rente von 6 Schillingen aus ihrem Haus bei der Martinikirche und von 3 Schillingen aus dem Haus des Gert Luterman in Warendorf und zahlen 4 1/2 Mark an die Priester Herman Hesselman, Johan Dreyer, Bernt Redegelt und Rotger Harnsmeker und deren Nachfolger mit der Auflage, jährlich 4 Memorien, nämlich am Abend nach Allerseelen die Vigilia und am nächstfolgenden Tag die Seelenmessen zu halten.Zeugen: Otto Peck und Hermann de Amptman.
[Rückvermerk:] hic Rectoris [...] cap. sancti Anthony, No. 1.[Rückvermerk:] Haec de quibus hic sit mentio sunt redempte, Sed ut videat modus [...].[Rückvermerk:] Locul. 203. Kapelle ad S. Antonium, N. 17.[Rückvermerk:] XIII, No. 357.
Bemerkung :
Original, Pergament
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 357, S. 293



16. August 1475
Übertragung eines Hauses am Aegidiikirchhof an eine Domvikarie, Verkauf und Rentverschreibung


Vor dem Stadtrichter Hinrick Cleyhorst, Sohn des verstorbenen Bernd, übergeben Johan Lubbeke, Hinrick Budelmecker und Hinrick Molkenbur als Testamentsvollstrecker der verstorbenen Elzeke Vijsscher deren Haus am Aegidiikirchhof bei den Häusern des Hinrick Budelmecker und des Godeke Dreger dem Inhaber der Vikarie des Dorotheen- und Cecilienaltars in der Gerwekamer des Doms. Hinrick Budelmecker erwirbt das Haus unter der testamentarisch verfügten Bedingung, aus dem Haus eine jährliche Rente von 11 Schillingen an den Inhaber der genannten Vikarie zu zahlen.Zeugen: Bernd Hemesinck und Johan Wullener alias Soddema.
[Rückvermerk:] L[itte]re noue domus domini Johannis houeman.[Rückvermerk:] ad XIII, No. 323.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
s. Urk. Nr. 31



6. Juni 1478
Rentverschreibung


Vor dem Offizial verpflichtet sich Bernd thon Dychues, Knecht der Armen der Kapelle vor dem Mauritztor, eine Rente von 18 Schillingen, die er für 18 Rheinische Gulden von Johann Kracht in Telgte erworben hat und aus dem Hof Reghewordinck in der Bauerschaft Rastorp bezieht, nach seinem Tod dem Rektor der Kapelle zu überlassen, damit die Priester für ihn, seinen Bruder Ludger thon Dichues und für Wabele thon Hulsbroke und deren Familie am Tag der zwölf Apostel eine Memorie, am nächsten Abend die Vigilien und am darauffolgenden Tag die Seelenmesse halten. Von den 18 Schillingen soll der Rektor 3 Schillinge für die Memorie bekommen, für die Messe sollen alle Priester je 9 Pfennige erhalten, den Dienstleuten in der Küche soll man 9 Quarteber geben, jedem der Armen 1 Müter. Für den Rest des Geldes soll Pothast und Stockfisch für die Armen gekauft werden. Zeugen: Boldewin Brockman, Johan Dreyer und Bernt Redegelt.
[Rückvermerk:] Krecht [..] Regewordinck xviij ß, N. 2.[Rückvermerk:] Item de [...] (stark verblaßt, übergeschrieben) dar se mede mysse doen vmme erer ewyer ghebreckes willen [...] richeman.[Rückvermerk:] Locul. 203. Capelle ad S. Antonium, N. 18.[Rückvermerk:] XIII, No. 358.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 358, S. 294



10. Juli 1478
Stiftung einer Vikarie an der Antoniuskapelle


Generalvikar Johannes Romer, Vertreter des Bischofs Hinrich de Swartzeburgh, gibt bekannt, daß die Priester Johannes Dreyer und Johannes Wulffhagen ein Benefizium zu Ehren der Heiligen Maria, Katharina und Barbara am Altar des Heiligen Georg in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor gestiftet haben. Inhaber der Vikarie soll Johannes Wulffhagen sein. Als Nachfolger wird der Kleriker Theodor Hoyer, Sohn der Schwester des Johannes Dreyer, vorgesehen. Das Patronatsrecht für sechs weitere Besetzungen wird dem Johannes Dreyer und seinen Erben vorbehalten. Anschließend soll das Patronatsrecht an Bürgermeister und Rat der Stadt Münster, das Institutionsrecht an das Kapitel von St. Mauritz fallen. Es wird bestimmt, daß der Stelleninhaber wöchentlich drei Messen feiern soll. Hermann Hesselman, Rektor der Kapelle, stimmt zu. An Renten werden dem Benefizium durch Johannes Dreyer eine von Johannes Hanenkamp erworbene Rente von 2 Rheinischen Gulden, aus dem Haus des verstorbenen Johannes tor Houe am Fischmarkt 1 Gulden, aus den Gütern des Johannes van Camen 1 Gulden, aus den Gütern des Johannes Droste 2 Mark und aus den Gütern des Odelrich Hoyer 5 Gulden zugewiesen. Nach dem Tod des Johannes Dreyer und dessen Eltern soll deren Haus am Aegidiikirchhof dem Benefizium zufallen. Durch Johannes Wulffhagen wird dem Benefizium eine Rente von 3 Rheinischen Gulden, erworben von Johannes Messeman alias Dychtlinck, zugewiesen, die Provisoren an St. Lamberti zahlen 18 Schillinge, aus dem Haus des Gotfrid Gordelmeker kommen 20 Schillinge und von Johannes Droste 18 Scheffel Mehl und 1 Mark. Schließlich soll auch das Haus des Johannes Wulffhagen in der Loerstrate dem Benefizium zufallen. Das Kapitel von St. Mauritz bestätigt die Stiftung.

Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 344, S. 289-290, Zettelsammlung Utsch, s. Abschrift Urk. Nr. 22



18. Oktober 1491
Vereinbarung über das Patronatsrecht der Vikarie an der Antoniuskapelle


Vor Johannes Romer, Dechant des Alten Doms, treffen Johannes Volqwyn, Dechant von St. Mauritz, Bernhard Gruter alias Wysse und dessen Ehefrau Alheid, Schwester des Johannes Volqwyn, und Johannes Dreyer, Vikar am Alten Dom, eine Vereinbarung über das Patronatsrecht der Vikarie am Altar des Heiligen Georg in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, die von Johannes Wulffhagen, einem Verwandten des Johannes Volqwyn und seiner Schwester Adelheid, und Johannes Dreyer gestiftet worden ist. Im Anschluß an das Vikariat des Theodor Hoyer soll das Besetzungsrecht sechsmal zwischen Johannes Volqwyn, Bernhard Gruter alias Wysse und dessen Ehefrau Alheid und deren Nachfahren einerseits und Johannes Dreyer und dessen Nachfahren andererseits wechseln. Das Kapitel von St. Mauritz bestätigt die Vereinbarung.Zeugen: Die Kleriker Conrad Ketteler und Ludolph Swollis.Notar: Jacobus Romer, Kleriker in Köln.
[Rückvermerk:] XIII, No. 344.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängten Siegeln, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 344, S. 290, Zettelsammlung Utsch, s. Abschrift in Urk. Nr. 22



5. Oktober 1481
Einigung der Rektoren der Vikarie an der Antoniuskapelle über Nutzung des Meßbuches und des Zierrates


Vor dem Notar Johannes Kerckhoff einigen sich Hermann Engelhardt, erster Rektor des Altars der Heiligen Dreieinigkeit (= Trium Regum), Maria, Georg, Hieronymus, Katharina und Barbara in der Antoniuskapelle außerhalb der Stadt, und Johannes Wulffhagen, zweiter Rektor des genannten Altars, daß Johannes Wulffhagen auch den Hermann Engelhardt sein neues Meßbuch und daß Hermann Engelhardt auch den Johannes Wulffhagen den gesamten Zierrat des Altars benutzen läßt.Zeugen: Euerhard Starcken, Kanoniker, Herman Degenhardt, Vikar an der Martinikirche, Bernhard Redegelt und Johannes Dreyer, Vikare an der Antoniuskapelle, und Herman Swerte, Prior der Vikarie an der Antoniuskapelle.Signet des Notars.
[Rückvermerk:] Instrumenta concordie inter hermannum Engelhardt et dominum Johannem vulfhagen.[Rückvermerk:] Antonii kapelle. Schlichtung einer Differenz zwischen den beiden Vicarien am Altare der h. Maria, Catharina u. Barbara, 1481 den 5. Octbr.[Rückvermerk:] XIII, No. 345.1.
Bemerkung :
Original, Pergament, Lateinisch.
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 345, S. 290, Zettelsammlung Utsch



5. Oktober 1481
Einigung der Rektoren der Vikarie an der Antoniuskapelle über Nutzung des Meßbuches und des Zierrates


Vor dem Notar Johannes Kerckhoff einigen sich Hermann Engelhardt, erster Rektor des Altars der Heiligen Dreieinigkeit (= Trium Regum), Maria, Georg, Hieronymus, Katharina und Barbara in der Antoniuskapelle außerhalb der Stadt, und Johannes Wulffhagen, zweiter Rektor des genannten Altars, daß Johannes Wulffhagen auch den Hermann Engelhardt sein neues Meßbuch und daß Hermann Engelhardt auch den Johannes Wulffhagen den gesamten Zierrat des Altars benutzen läßt.Zeugen: Euerhard Starcken, Kanoniker, Herman Degenhardt, Vikar an der Martinikirche, Bernhard Redegelt und Johannes Dreyer, Vikare an der Antoniuskapelle, und Herman Swerte, Prior der Vikarie an der Antoniuskapelle.Signet des Notars.
[Rückvermerk:] Antonii kapelle. Hermannus Engelhardo primus Rector altaris S. Hyeronimi et Johannes Wulffshagen secundus Rector ejusdem Altaris in Capella b. Antonii vereinigen sich über den Gebrauch des Meßbuchs u. die beschaffung der zur h. Messe erforderlichten Lichten u. des Weins, 1481 den 5. October.[Rückvermerk:] XIII, No. 345.2.
Bemerkung :
Zweite Ausfertigung desselben!



3. Juli 1483
Herstellung und Verwendung von Kerzen der Antoniuskapelle


Wynandus Wrede, Amtmann der Armen zur Kapelle vor dem Mauritztor, bestätigt, von Vikar Johannes Dreyer 8 Pfund Wachs für die Herstellung von vier Standlichtern erhalten zu haben, die für die Memorien der Armen gebraucht werden sollen. Für jede Verwendung der Kerzen sollen aus dem Nachlaß des Verstorbenen zwölf Pfennige gezahlt werden.Zeugen: Bernt Redegelt, Johan Munsterman, Gerwyn Buck, Godeke Brockman und Henderyck van der Wyck.
[Rückvermerk:] N. 3.[Rückvermerk:] Locul. 203. Capelle ad S. Antonium, No. 19.[Rückvermerk:] XIII, No. 359.(Weiterer Rückvermerk unleserlich)
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 359, S. 294



2. April 1487
Vermächtnis eines Hauses an der Aegidiikirche an die Vikarie an der Antoniuskapelle


Johannes Romer, Dechant des Alten Doms und Generalvikar des Bischofs Hinrich de Swartzenburch, gibt bekannt, daß Johannes Dreyer, Vikar am Alten Dom, bekräftigt hat, daß er und Johannes Wulffhagen am Altar der Heiligen Dreieinigkeit etc. in der Antoniuskapelle außerhalb der Stadt Münster ein Benefizium gestiftet haben. Nunmehr bestimmt Johannes Dreyer des näheren, daß sein Haus bei der Aegidiikirche nach seinem und seiner Bediensteten Margareta Tod an das Benefizium fallen soll. Das Haus mit seinen Büchern und allem Zubehör soll vom jeweiligen Rektor der Vikarie genutzt werden. Den jeweils neuen Rektor soll der Propst der Aegidiikirche in das Haus einführen, wofür ihm 1 Gulden zukommt. Wenn der Stelleninhaber den ihm zur Nutzung überlassenen Besitz entfremdet, soll er seines Amtes enthoben und durch den Subdiakon des Alten Doms ersetzt werden. Der Propst von Aegidii kann die genannten Aufsichtspflichten zwei Ratsherren übertragen, von denen jeder für seine Arbeit von dem jeweiligen Stelleninhaber einen Sextarius Wein erhalten soll. Wenn der Bruder oder die Schwestern oder andere Erben des Johannes Dreyer mit den Bestimmungen nicht einverstanden sind, sollen sie für das für mehr als 130 Mark erbaute Haus dem Rektor der Vikarie 80 Rheinische Gulden und 36 Mark auszahlen, damit er sich ein Haus bauen lassen kann.Zeugen: Hinrich Koerde, Subdiakon der Kirche in Münster, und Hermann Plettenberch, Kleriker in Köln.Es folgt eine Aufstellung von Möbeln und Hausrat, die zu dem Haus des Johannes Dreyer gehören (Betten, Schrank, Kisten, Sessel, Tische, Stühle, Gewänder, Schüsseln, Kannen, Vorräte und Bücher).Notar: Hermann Witte.
[Vermerk:] Hec omnia supradicta et scripta domus utensilia et clenodia ablata et destructa sunt per anabaptistas anno domini xvc xxxv.[Rückvermerk:] melioracio vicarie per dominum Johannem Dreger et spensicacio clenodiorum eiusdem (?).[Rückvermerk:] Antonii Capelle.[Rückvermerk:] XIII, No. 346.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 346, S. 290-291, Zettelsammlung Utsch



23. März 1487
Rentverschreibung


Vor Telman Scroder, auf Befehl des Hinrick van Swartzeborch, des Bischofs von Münster, Richter in Alen, verkaufen Herman Lange und seine Ehefrau Else dem Herman Hecker, Rektor des Altars der Heiligen Drei Könige in der Kapelle vor dem Mauritztor, für 20 Rheinische Gulden eine jährlich zu Michaelis fällige Rente von 1 Gulden aus ihrem Haus in Alen, gelegen an der Wesstrate zwischen den Häusern der Veltmanschen und des Euert Scryuer, und aus dem fünf Morgen großen sogenannten Dammeskamp vor dem Osttor der Stadt Alen. Es verbürgen sich Johan Lange und Hinrick Noerman.Zeugen: Mauricius Poleman, Vikar in der Alten Kirche zu Alen, und Egbert Synsyken, Bürger in Alen.
[Rückvermerk:] rd. 1 g. vth herman langen hus to Alen.[Rückvermerk:] Antonii kapelle, die Eheleute Lange in Alen verschreiben aus ihrem daselbst an der Weststraße belegenem Hause an die Vicarie Trium Regum in der Antonii Kapelle eine trno. Michaelis fällige Rente von 1 Goldgulden, N. 12.[Rückvermerk:] XIII, No. 350.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 350, S. 292



5. November 1491
Beglaubigung der Stiftung einer Vikarie an der Antoniuskapelle


Hermann Vagt, Prokurator des Domdechanten, beglaubigt die untereinander geschriebenen Urkunden vom 10. Juli 1478 und vom 18. Oktober 1491 über die Stiftung einer Vikarie am Altar Trium Regum in der Antoniuskapelle.Zeugen: Die Prokuratoren Hinrich Seneker und Johann Wyntman.Notar: Hinrich Witte de Coesfeld.
[Rückvermerk:] Transsumpta fundacionis beneficij in capella Sancti Antonii.[Rückvermerk:] Dyt ys de gyffte vp h. Johan dreyers leyn.[Rückvermerk:] Stiftung einer Vicarie in der Antonii Capelle.[Rückvermerk:] ad XIII, No. 344.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel, Lateinisch
Verweise :
Zettelsammlung Utsch, s. Urk. Nr. 17



16. November 1494
Zahlungsaufforderung und Strafandrohung


Der Offizial gibt durch den Prokurator Hermann Venth bekannt und wendet sich besonders an den Pfarrer in Alen (Ahlen), daß die Güter des Hofes Bredelo im Kirchspiel Alen (Ahlen), im Besitz des Johannes Torck und dessen Ehefrau, zugunsten des Herbord Menershagen, Pastor der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, mit Arrest belegt sind. Er verweist auf zwei frühere Mandate in derselben Sache. Alle Schuldner des genannten Hofes werden zur sofortigen Zahlung aufgefordert. Bei Zuwiderhandlung drohen die Exkommunikation und eine Strafe von 50 Rheinischen Gulden.Notar: Bernard Auerdinck.
(Randvermerk, Lateinisch)[Rückvermerk:] antiquus processus mandatorius erga Hyndericum torch [...] predio bredeloe in Alen parochio.[Rückvermerk:] Arrestlage auf das Kolonat Bredelo im K. Ahlen zu Gunsten des Rectors Herbord Meinershagen in S. Antonii Kapelle, 1494 den 16. Novbr.[Rückvermerk:] Locul. 203. Vicarien in der Kapelle ad S. Antonium, N. (14 gestrichen) 20.[Rückvermerk:] XIII, No. 307.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 307, S. 284, (Regest, fehlerhaft:) Zettelsammlung Utsch



20. Oktober 1496
Rentverschreibung


Vor Tylman Scroder, des Hinrich van Swartzborch, Bischof von Münster, Richter in Alen (Ahlen), verkaufen Herman Roleff, Bürger in Alen, und seine Ehefrau Beleke dem Herman Hecker, Priester in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor von Münster, für 18 Rheinische Gulden eine jährlich in termino Elftausend Jungfrauen fällige Rente von 1 Gulden aus ihrem Haus und Hof in Alen, gelegen an der Oeststrate zwischen dem Haus des Hinrick Roleff, ihres Vaters, und einem Gedeme von Liebfrauen im Neuen Kirchspiel, sowie aus einem vier Mudden großen Stück Land von sechs Scheffel Einsaat, gelegen vor dem Nordtor über dem Olphendreysche zwischen Land des Hinrick Roleff und des Ludike Geisthouel, genannt in den Wynestride, an der Landwehr. Es verbürgen sich Hinrick Roleff und Gerdt Vreyse, beide Bürger in Alen.Zeugen: Johan Kreteboem und Johannes Oesterman, beide Bürger in Alen.
[Rückvermerk:] Ad altare Trium Regum in Capella S. Anthony Herman Roleff k alen 1 g. xi milium vg., N. 7.[Rückvermerk:] Antonii kapelle, die Eheleute Roleff zu Ahlen verschreiben aus ihrem an der Oststraße belegenem Hause an Hermann Hecker, Vicarius in der Antonii kapelle zu Münster eine trno. undecim millium virginum fällige Rente von 1 Goldg. 1496 in profesto undecim millium virg.[Rückvermerk:] XIII, No. 351.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 351, S. 292



22. März 1505
Rentverschreibung


Vor dem Offizial verkaufen Eylert Kremer und seine Ehefrau Else dem Herbert Meynershagen, Kirchherr, und dem Hinrich Krone, Amtmann der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor zugunsten des Kirchherrn und der Armen für 10 Rheinische Gulden eine jährlich zu Ostern fällige Rente von 1/2 Gulden aus ihrem Haus und Hof in Telget, gelegen bei Hinrick Ruberge zwischen der Monsterstrate und der Steynstraet. Es verbürgen sich Gograf Gosschalck van Schonebecke und Arndt Lamberdz, Bürger in Telget.Zeugen: Ludolph Wysseman, Domvikar, und Johannes Adelynck, Gerichtsdiener.Zwei angehängte Siegel (des Offizial und des Gografen).
[Rückvermerk:] Eyn breff van eynen haluen gulden geldes uyt Eylart kremer to telget, des sal de papen hebben den derden deyl unde de amptman de twe anderen deile to der armen behoff ofte der seluen armen ynde hande to geuen, Nunc hermannus westerman.[Rückvermerk:] Eylert Kremer verschreibt aus seinem Hause in Telgte an den Rector u. den Amptmann in der Antonii Kapelle eine trno. Ostern fällige Rente von 1/2 Goldg., 1505 in Vigilia Paschae.[Rückvermerk:] XIII, No. 308.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 308, S. 284, Zettelsammlung Utsch



31. März 1509
Messfeiern der Vikarie an der Antoniuskapelle


Generalvikar Hinrich Verinck, Vertreter des Konfirmierten Erich, ermäßigt dem Johannes Houeman, Inhaber der zweiten Vikarie am Altar des Heiligen Georg in der Antoniuskapelle vor der Stadt, die Zahl der wöchentlich zu feiernden Messen von drei auf zwei.Zeugen: Boldwin de Knehem, Domkanoniker, und Johann Brass, Notar.Notar: Jacob Borchgreuinck.
[Rückvermerk:] Moderatio missarum vic[arie].[Rückvermerk:] Antonii k. Generalvikar Heinrich Verinck ermäßigt für Johann Hovemann, besitzer der zweiten Vicarie S. Georgii in der Antonii kapelle die wochentlich zu lesenden H. Messen von 3 auf 2, 1509 den 31. März.[Rückvermerk:] XIII, No. 321.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 321, S. 286, Regest: Ketteler S. 54



11. März 1510
Rentverschreibung


Vor Dirick Holscher, Gograf im Amt Dülmen, verkaufen Berndt Schulte to Hinrekinck und seine Ehefrau Grete dem Gerdt Johanninck, Bürger in Münster, und seiner Ehefrau Gerdrud für 20 Rheinische Gulden eine jährlich zu Palmsonntag fällige Rente von 1 Gulden aus dem Hof Hinrekinck außerhalb der Stadt Dülmen. Diderich van der Recke, Drost zu Dülmen, gibt namens des Bischofs seine Zustimmung.Zeugen: Johan Kordes, Bürgermeister, und Joannes van Hellen, Schulmeister.
[Rückvermerk:] bernt schullt van hynrekynck j g. to pallmen.[Rückvermerk:] Anno domini XVc LVII (=1557) vp Corporis Christi hefft Sternenberch, Borger bijnnen Warendorp, afgelost Einen gulden geldes spreckende vp de Vicarie Georgij et Barbarae In der Capellen sunt. Anthonij C., darmit is dusse breff wedder gekoft.[Rückvermerk:] Antonii k., Schuldverschreibung des Schulten Hinderkinck zu Dülmen an Gerd Joanning zu Münster über eine trno. Palmarum fällige Rente von 1 Goldg., 1510 feria secunda post Laetare. 1557 ist diese Rente für die Vicarie S. Georgii in der Antonii Kapelle gekauft.[Rückvermerk:] XIII, No. 322.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängten Siegeln
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 322, S. 286, Regest: Ketteler S. 55



12. April 1510
Rentverschreibung


Vor dem Offizial verkaufen Johan van Heyden und seine Ehefrau Alleke dem Herbert Meynershaghen, Rektor der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, für 20 Rheinische Gulden eine jährlich am Sonntag Cantate fällige Rente von 1 Gulden aus dem Erbe Dethmarynck im Kirchspiel Oesterwyck.Zeugen: Die Gerichtsdiener Jacob Borchgreuinck und Johannes Adelynck.
[Rückvermerk:] [...] flor. ren. Johan van heyden Cantate.[Rückvermerk:] Redditus [...] Capelle sancti Anthonij [...] habebit [...] vt in registro [...] (stark verblaßt).[Rückvermerk:] ad causam d[omini] pastoris Busch c[ontra] colonam deittmaringh.[Rückvermerk:] praes. [...] 21. octobris 1711 [...] 10. May 1715.[Rückvermerk:] 1510, die Eheleuthe v. Heyden verschreiben dem Rector der S. Antonii Kapelle u. seinen Nachfolgern eine jährlich trno. Cantate fällige Rente von 1 Goldgulden aus dem Erbe Detmarynck im k. Osterwick, d. feria sexta post dominicano quasimodo geniti.[Rückvermerk:] Locul. 203. Kapelen ad S. Antonium, N. 21.[Rückvermerk:] XIII, No. 309.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 309, S. 284, Zettelsammlung Utsch



24. August 1510
Rentverschreibung


Vor Johan Bisschopinck, Stadtrichter des Konfirmierten Erich, übertragen Johan Bolandt, Johannes Themmynck und Diderick Kippenmecker als Testamentsvollstrecker der verstorbenen Grete tor Bedemhoue genannt van Alen dem Johannes Gosebrinck, Rektor der Vikarie der Heiligen Drei Könige in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, eine jährliche Rente von 4 Gulden aus dem Haus des Johan Rewech und dessen Ehefrau Else, gelegen auf der Rodenborch, damit der Inhaber der Vikarie in allen Messen für die Verstorbene bete. Eine Urkunde über die Rentverschreibung wird mit übergeben.Zeugen: Wylbrandt Plonyes, Bürgermeister, und Diderich Hoyer, Sekretär.
[Vermerk:] Anno domini Millesimo quingentesimo decimo tercio (= 1513) des donderdages na Letare Hierusalem worden dusse iiij gulden afgelost van Johan Rewech, borger to Munster. Vnd synt weder belacht in den soluen iaer vnd dach vorg. by dirick van langen to Rene, Dat ick Johann gosebrinck prester myt dusser myner hantschrift betuge.[Rückvermerk:] De wilbreff vp iiij g. geldes myt Johan Rewech van wegen selgen Greten van alen, Welker synt afgelost vnd weder belacht by dirick van langen, Item se synt weder afgelost vnd weder belacht by Merfelde ter Wolbecke myt ij anderen gulden geldes, N. 16.[Rückvermerk:] Joan Boland, Johann Themyn und Diderick Kippen-mecker, Handgetreue seel. Greten von Alen, geben dem Johann Gosebrink, d. j. besetzer der Vicarie S. Trium Regum in der Anthonij Kapelle an Mauritz Thor und dessen Nachfolgern zur Verbesserung dieser Vicarie und daß dafür auf ewige Zeiten für Greten seel. in den Messen gebetet werde, vier Gulden Geldes jahrlicher Rente auf Joh. Velbechs (!) Haus, belegen auf der Rothenburg in Münster, Anno 1510 feria tertia post Barthol. apost. 1513 am Donnerstage nach Laetare wurde diese Rente von Joh. Velbech abgelöst und selbigen Tages wiederbelegt bei Dirk von Langen zu Venne (!). Auch von diesem abgelöst sind die 4 Gulden und noch 2 Gulden bei Merfeld zu Wolbeck angelegt, Ohne Datum.[Rückvermerk:] XIII, No. 352.
Bemerkung :
Original, Pergament
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 352, S. 292-293



14. August 1511
Rentverschreibung


Die Ratsherren Diderick van Grolle und Jasper Merkanck, Provisoren der Armen der Liebfrauen- und Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, geben bekannt, daß sie und Hinrich Krone, Amtmann der genannten Kapelle, von Domvikar Gerd Wysseman, genannt Trippemeker, eine Rentverschreibung des Arnd Belholt über jährlich 2 Rheinische Gulden auf eine Hauptsumme von 40 Gulden und eine Rentverschreibung des Alhard Pladis über jährlich 9 Scheffel Roggen zugunsten der genannten Armen der genannten Kapelle erhalten haben. Die Urkunden soll der Amtmann verwahren. Von der Rente soll er dem Pastor jeden Tag in der Fastenzeit und jeden Samstag in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten 4 Pfennige und den 4 Priestern je 2 Pfennige geben, dafür daß sie an den genannten Tagen nachmittags zwischen fünf und sechs Uhr zusammenkommen, um die Kollekten zu lesen und in der Fastenzeit die Marienantifon Salve Regina und zwischen Ostern und Pfingsten Regina Coeli zu singen. Der Amtmann soll des weiteren für Glocken und Kerzen sorgen und die Jungen verköstigen, die die Tropen und Avemaria singen, wofür er jährlich 2 Schillinge erhält. Den Rest der Rente soll er den Armen aushändigen. Falls die Rente abgelöst wird, soll sie neu angelegt werden.Zeugen: Die Vikare Ludike Wysseman und Johannes Hoinse.Angehängtes Siegel des Diderick van Grolle.
[Rückvermerk:] Ad cantandum Salve Regina 2 flor., N. 4.[Rückvermerk:] Locul. 203. Kapelle ad S. Antonium, N. 22.[Rückvermerk:] XIII, No. 360.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 360, S. 294-295



23. Dezember 1512
Tausch eines Hauses an der Aegidiikirche und eines an der Rosendaels Steghe


Vor Domdechant und Domkapitel tauschen Berndt Houeman, Rektor und Inhaber der Vikarie in der Gerwekamer des Doms, und Johannes Houemann, Kanonikus in Dülmen, das Haus mit der darauf lastenden Rente, gelegen bei der Aegidiikirche gegenüber der Küsterei bei des verstorbenen Hinrick Budelmeckers und hinter des verstorbenen Johannes Dreyers Haus, das im Jahr 1475 von den Testamentsvollstreckern der verstorbenen Elzeke Visscher der genannten Vikarie übergeben worden ist, gegen das Haus mit der darauf lastenden Rente, gelegen in der Rosendaels Steghe zwischen des verstorbenen Berndt Kopperslegers und Meister Johannes Staels des Stickers Haus, das im Jahr 1512 durch Templerer und Kirchenrat der Liebfrauenkirche aus dem Erbe der verstorbenen Anna Bucke, genannt Dyckhus, dem Johann Houemann verkauft worden ist. Auch die Urkunden über den Erwerb der Häuser werden ausgetauscht.
[Rückvermerk:] L[itte]re consensuß de permutatione domorum que facta est per dominum bernardum houeman, vicarium maiorum ecclesiae, et dominum Johannem houeman, vicarium in sacello Diui Anthonij.[Rückvermerk:] Antonii H., Bernd Hovemann, Vicarius in der Antonii Kapelle (!), tauscht mit Johann Hoveman ein Haus aus, 1512 feria quinta post festum S. Thomae, die Erwerbungs Urkunde des Hauses des Johann Hovemann, welche nun an genannte Vicarie kommt, de 1475, liegt bei.[Rückvermerk:] XIII, No. 323.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 323, S. 286, Zettelsammlung Utsch, s. Urk. Nr. 15



21. April 1513
Kassation eines Urteils das Haus am Aegidiikirchhoff betreffend


Der Offizial kassiert ein Urteil des weltlichen Richters Jo-hannes Bysscopinck in der Rechtsstreitsache zwischen Johannes Kakesbecke und Luduig Gotthen, Kanoniker und Vikar am Alten Dom, einerseits, und Johannes Houeman, Kanoniker in Dülmen und Vikar am Altar des Heiligen Georg in der Antoniuskapelle andererseits, in dem das von Johannes Dreger der Vikarie des Heiligen Georg in der Antoniuskapelle vermachte Haus am Aegidiikirchhof auf Be-treiben des Theodor Hoyer, ehemals Kleriker und jetzt Sekretär der Stadt Münster, mit Arrest belegt worden ist, und fordert den Richter bei Strafe von Exkommunikation und 1000 Gulden auf, das Urteil binnen drei Tagen aufzuheben.Notar: Johannes Daruelt.
(Vermerk des Jodocus de Messchede über die Zustellung einer Kopie an den Richter Johannes Bisschopinck, feria tertia post dominica Cantate 1513)[Rückvermerk:] Cassatio super Domo vicariae.[Rückvermerk:] der Official kassiert ein vom weltlichen Richter wegen eines zur Vicarie S. Georgii in der Antonii Kapelle erlassenes Urtheil, 1513 den 21. April.[Rückvermerk:] XIII, No. 324.
Bemerkung :
Original, Pergament, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 324, S. 286-287, Zettelsammlung Utsch



29. Juli 1514
Rentverschreibung


Vor Joest van den Houe, des Bischofs Erich von Münster Richter in Dülmen, verkaufen Ffenne Rensinck, Witwe des verstorbenen Gerdt Rensinck und Bürgersche in Dülmen, ihre Söhne Hinrick und Gerd und ihre Tochter Katrina dem Johann Houemann, Kanoniker in Dülmen und Rektor der zweiten Vikarie am Altar der Heiligen Katharina und Barbara in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor in Münster, für 20 Rheinische Gulden eine jährlich in termino Jakobi fällige Rente von 1 Gulden aus einem drei Scheffel Roggensaat großen Stück Land, gelegen außerhalb der Stadt Dülmen vor dem Münstertor zwischen Land des Gerd Dobbenberg und des Heiligen Geistes, sowie aus ihrem Haus und Hof in Dülmen, gelegen auf der Münsterstraße gegenüber dem Bagynen Huess zwischen dem Haus des verstorbenen Hinrick Wegener und dem Haus des Herman Wenneker. Es verbürgt sich Hinrick Rensinck de Oelde, Bürger in Münster, wohnhaft Vnder den Bagen.Zeugen: Clauwess Dickhenneke und Hinrick Bruens, beide Bürgermeister in Dülmen.
[Rückvermerk:] L[itte]ra 1 f. ren. erga Gerhardum rensinck Jacobi ab executoribus domini Johannis Dreyer per vnj [...] (Lücke im Text) uikar. capella sancti anthonij.[Rückvermerk:] Frau Rensinck Witwe Bardes (!), bürgersche zu Dülmen, u. Henrick u. Gerdt als Söhne u. Catharina als Tochter verkaufen gegen 20 rinsche Ggulden dem Johann Housman (!), Canonicus zu Dülmen u. d. z. Vicarius der anderen Vicarie S.S. Catharinae et Barb. in der Antoni Kapelle an Mauritz Thor zu Münster eine jährliche Rente von Einen rinschen Ggulden Trno. Jacobi apost., zur Sicherheit stellen sie ein Stück Landes 3 Scheffel groß vor Dülmen aus dem Münster Thor belegen und ihr Haus auf der Münster Straße daselbst, Anno 1514 am Sonntag nach St. Jacobi apost.[Rückvermerk:] XIII, No. 347.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 347, S. 291, Zettelsammlung Utsch



7. Januar 1520
Rentverschreibung


Vor dem Offizial übertragen Johan Kakesbecke, Dechant des Alten Doms, und Johan Steuerman, genannt van Heruorde, als Testaments-vollstrecker der verstorbenen Ffyeke Netteman in Vertretung des verstorbenen Testamentsvollstreckers Gerd Velthus dem Johann Gosebrynck, Vikar des Altars der Heiligen Drei Könige in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, eine jährlich zu Pfingsten fällige Rente von 2 1/2 Gulden von Heydenrich Kerckerinck, des verstorbenen Kerstyen Sohn, und seiner Ehefrau Kathrina aus dem Erbe Kamphus im Kirchspiel Nyenberge und eine jährlich zu Lichtmeß fällige Rente von 2 1/2 Gulden von Grete Bruse, Witwe des verstorbenen Dirich Bruse, aus ihrem Haus im Lamberti-Kirchspiel, gelegen An den Baghen zwischen der Michaelskapelle und dem Haus des Johan Lyderman, damit der genannte Vikar und seine Nachfolger wöchentlich eine Messe für die Verstorbene und ihre Familie halte. Zwei Urkunden über Rentverschreibungen werden übergeben.Zeugen: Johan Adelinck und Johannes Holtkamp.
[Rückvermerk:] Wilbreff vp vyff gulden geldes, iij (= 2 1/2) myt heidenrick kerkerinck vnd iij (= 2 1/2) mit Greten brusen, L[itte]re consensus fie Nettemans vnius Misse, N. 15.[Rückvermerk:] XIII, No. 353.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 353, S. 293



1. Juli 1523
Rentverschreibung


Vor Bürgermeister, Rat und Schöffen der Stadt Telget verkaufen Herman Oisterman, Bürger in Telget und Stadtdiener, und seine Ehefrau Katherina dem Johann Houeman, Inhaber der zweiten Vikarie des Altars der Heiligen Georg und Katherina in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor vor Münster für 10 Rheinische Gulden eine jährlich zu Lichtmeß fällige Rente von 1/2 Gulden, wie es ihnen durch den verstorbenen Domherrn Euert van Velmede aufgetragen worden ist, aus ihrem Haus und Hof in Telget auf der Emesstrate zwischen den Häusern des Euert Narendorp und des verstorbenen Johann Dunne, aus ihrem 3-Scheffel-Saatland in Telget, gelegen zwischen Land des Herrn Terminarius und des Herman Houestat, aus ihrem 6-Scheffel-Saatland außerhalb Telget, gelegen hinter der Grauen Wysch zwischen Land des Albert Coster, genannt Klocke, und des Eylart Kremer und aus ihrem 6-Scheffel-Saatland In den Wellen zwischen Land der Smytjohansche und des Jurgen Boze. Es verbürgen sich Ludeke Houelinck de Hotfylter, Berndt Beerman und Berndt tor Wyck, alle Bürger in Telget.
[Rückvermerk:] j (= 1/2) f. ren. hermanne oisterman in Telget.[Rückvermerk:] Hermann Oistermann und Catharina Eheleute, bürger zu Telgte, verschreiben dem Priester Johann Hovemann, d. Z. besitzer der 2. Vicarie St. Georgii u. St. Catharinae in der Antonii Kapelle an Mauritz Thor zu Münster zum behuf selbiger Vicarie eine jährliche Rente von 1/2 rinsch. Goldgulden Trno. Visit. B. M. V., anno 1523 in profesto B. M. V.[Rückvermerk:] XIII, No. 325.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 325, S. 287, Zettelsammlung Utsch



28. Juni 1526
Rentverschreibung


Vor Johann Schroder, des Konfirmierten Ffrederich Richter in der Stadt Coisfelde, verkaufen Herman Tusschuess de Olde und seine Ehefrau Fybbe, Bürger in Coisfelt (Coesfeld), dem Herbord Meynershagen, Rektor der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor in Münster, für 110 Rheinische Gulden eine jährlich in termino Petri et Pauli fällige Rente von 5 1/2 Gulden aus ihrem Haus und Hof in Coisfelde auf der Swerinckstrathe zwischen den Häusern des Johann Hudeman und des verstorbenen Claesz Bloetgud und aus ihrem Gut Landwerdinck im Kirchspiel Gesscher in der Bauerschaft Tungerloe. Es verbürgen sich Hinrich Hardenacke, Richter in Dülmen, und Gerdt Wydouw, beide Bürger in Coisfelde.Zeugen: Johann Twendt und Johan Syuert, beide Bürger in Coisfelde.Zwei angehängte Siegel (der beiden Richter).
[Rückvermerk:] Hermann Tusschuis to Coesfelde, Modo hermannus hardenacke eius filius, Nunc Gose van fforden (?).[Rückvermerk:] No. 2 zum Pastorat S. Antonij Capellen [...] (stark verblaßt).[Rückvermerk:] Locul. 203. Kapelle ad S. Antonium, No. 23. [Rückvermerk:] XIII, No. 310.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängten Siegeln
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 310, S. 285, Zettelsammlung Utsch



9. September 1528
Übertragung eines bebauten Grundstücks hinter dem Haus am Aegidiikirchhof an die Vikarie an der Antoniuskapelle


Vor dem Offizial übertragen Johan Daruelt, Siegeler des Hofs, und Tymann Kemmener, Pastor der Lambertikirche, als Testamentsvollstrecker des verstorbenen Johan Houeman, zu seinen Lebzeiten Rektor des Georgaltars in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, und auf Befehl des Konfirmierten Ffrederick der genannten Vikarie eine auf einem von dem Verstorbenen angekauften Grund-stück erbaute Kammer, hinter dem am Aegidiikirchhof neben dem Haus des Berndt Bartscher gelegenen Haus des Verstorbenen. Dafür soll der Stelleninhaber wieder wöchentlich drei statt zwei Messen feiern. Die Testamentsvollstrecker übertragen alle Rechte an der genannten Kammer an Johan Gruter, Dechant der Martini-kirche, Berndt Gruter und Dirick Hoyer, Stadtsekretär, als Kollatoren und Patronen und an Theodor Wyn als Rektor der genannten Vikarie. Dieser soll der Geseke tor Haney, wie es in einem für sie ausgestellten Leibzuchtbrief bestimmt ist, jährlich am Tag vor Michaelis einen Philippusgulden geben, solange sie lebt.Zeugen: Die Gerichtsdiener Christoforus Bobbencamp und Gerardus Baeck.
[Rückvermerk:] he littere date sunt per consecutoreß Johanis houemanß de noua domo.[Rückvermerk:] Antonii kapelle. Meister Johann Darvelt, Siegeler des Hofes zu Münster und Meister, u. Meister Tymannus Kemmener, Pastor zu S. Lambert, Executoren seligen Johanns Hovemann, Vicarius ad S. Georgium in d. Antonii Kapelle, überweisen einen von diesem angekauften und eingerichteten Gadem dieser Vicarie mit der bedingung, daß fortan der besitzer derselben wochentlich wieder 3 Messen, die für Hovemann durch den Ordinarius auf 2 reduzirt waren, lesen soll, 1528 cra[s]tino nativitatis B. M. V.[Rückvermerk:] XIII, No. 326.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 326, S. 287, Zettelsammlung Utsch



4. Dezember 1529
Rentverschreibungen


Vor Herman Schenckinck, des Konfirmierten Ffrederich Richter in der Stadt Münster, schenkt Johan Becker, Pastor in Handorf, der Vikarie des St.-Jurgen-Altars in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, die er selbst zur Zeit innehat, 4 Renten von zusammen 6 Rheinischen Gulden jährlich, nämlich 3 Gulden aus dem Haus der Catherina Becker und 1 Gulden aus dem Haus des verstorbenen Hermen tor Helle in Münster, 1 1/1 Gulden aus Gütern des Johann van Meruelde, diese 5 1/2 Gulden am Sonntag Laetare, und 1/2 Gulden in termino Lucien Erscheinung aus dem Haus des Eylert Hengelbecke, genannt Kremer, Bürger in Telget. Junfer Anna Sedelers to Hoerde, Ordens der Heiligen Clara, wohnhaft bei Dorpmunde, Tochter des verstorbenen Johan Szedelers und der jetzt mit dem Stadtsekretär Dirick Hoyer verheirateten Lyse, soll davon zu ihren Lebzeiten Leibzucht erhalten. Falls eine der Renten abgelöst wird, soll das Geld wieder angelegt werden. Die Urkunden und dazu gehörige Konsensbriefe werden der Anna Sedelers für die Zeit ihres Lebens übertragen und fallen danach an die genannte Vikarie.Zeugen: Die Gerichtsboten Jacob Wynter und Johan Schenkell.
[Rückvermerk:] Schenckinck.[Rückvermerk:] Donatio nonnullorum reddituum ad meliorationem vicariae vi f. [...].[Rückvermerk:] Joh. Becker, Pastor zu Handorf, giebt zu seiner und seiner verst. Eltern Seelen Seeligkeit zur Vermehrung des Gottesdienstes und zur Verbesserung der Vicarie St. Georgii in der Antoni kapelle ein jahrliche Rente von 6 Gulden Geldes, 3 Gulden hievon aus dem Hause Cath. Becker, 1 Gulden aus dem Hause seel. Herm. tor Helle binnen Munster, 1 1/2 Gulden aus den Gütern Joh. von Merfeldt, diese 5 1/2 G. Ter[mi]no Letare, 1/2 Gulden aus dem Hause Eylert Hengelbecke gt. Cremer Trno. S. Lucien, zu Telgte, Anno 1529 am Tage der h. Barbara.[Rückvermerk:] XIII, No. 327.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 327, S. 287, Zettelsammlung Utsch



30. August 1531
Rentverschreibung


Vor dem Offizial übertragen Johan Daruelt, Siegeler, und Thyman Kemener, Pastor der Lambertikirche, als Testamentsvollstrecker des Verstorbenen Johan Houeman, zu seinen Lebzeiten Rektor des Georgaltars in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, dem Herbort Meynershagen, Pastor, und dem Johann Gosebrinck, Vikar der genannten Kapelle, eine jährlich in termino Cathedra Petri fällige Rente von 1/2 Mark zugunsten des von Johan Becker, Rektor der zweiten Vikarie des genannten Altars, verwalteten Weins, zu zahlen für eine Hauptsumme von 6 Rheinischen Gulden von Johan vpen Orde, Bürger in Haltern, und dessen Ehefrau Else aus ihrem Haus in Haltern auf der Marckgreuer Strate zwischen den Häusern des Hinrick van Attendorn und des Antonius Konen und aus einem Stück Land auf dem Loenkamp laut einer von Jurgen van Schecke, Richter in Haltern, im Jahr 1524 ausgestellten Urkunde, die sie übergeben.Zeugen: Die Gerichtsdiener Christophorus Bobbencamp und Johannes Hasslage.
[Rückvermerk:] Copia l[itte]raria admissionis vinj.[Rückvermerk:] Antonii k., der Siegler Johann Darvelt u. Thymann Kemner, Pastor ad S. Lambertum, Testaments Executoren Johanns Hovemann überweisen zur Verbesserung der Renten an Wein u. brod in der Antonii Kapelle, damit der Rector Vicariae S. Georgii hieran Theil habe, eine Rente von 1/2 Mark, welche Johann opn Orde zu Haltern an Johann Hovemann verschrieben, 1531 altera die Decollationis Johannis.[Rückvermerk:] XIII, No. 328.
Bemerkung :
Kopie, Pergament: Notar Herman Schurman
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 328, S. 287, Zettelsammlung Utsch



1. Februar 1544
Rentverschreibung


Vor Johan Schiltmecker, des Bischofs Ffrantz von Münster Richter in der Stadt Warendorp, verkaufen Arndt Ruggenbecker, Bürger in Warendorp und seine Ehefrau Kunnhe (Khunna) dem Jodocus then ten Brincke, Rektor des Altars der Heiligen Drei Könige in der Antoniuskapelle zwischen den Mauritztoren für 40 Rheinische Gulden eine jährlich zu Lichtmeß fällige Rente von 2 Gulden, zu bezahlen mit 2 Talern, aus ihrem Kamp außerhalb Warendorp vor dem Freckenhorster Tor, auf der Hogede zwischen Kempen des Berndt Dalmeyer und des Johan Pluggen gelegen. Es verbürgen sich Berndt van Beckem und Thonies Ruggenbecker, beide Bürger in Warendorp.Zeugen: Johan Hersßebroick und Jurien Buesschinck, Stantgenothen des Gerichts.
[Rückvermerk:] Eyn breff van twen dalleren myt Arendt ruggen-becbecker (!) tho warendorpe, N. 13.[Rückvermerk:] Arndt Ruggenbecker und Kumecke (!), bürger zu Warendorf, verschreiben der Vicarie Trium Regum in der Antonii Kapelle eine Rente von zwei Goldgulden, anno 1544 am Abende Purificat. B. M. V.[Rückvermerk:] XIII, No. 354.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
(Kurzregest, fehlerhaft:) Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 354, S. 293, Ketteler S. 57



14. Mai 1547
Rentverschreibung


Vor Bürgermeister und Rat der Stadt Alen verkaufen Ryckquin Ruplo und seine Ehefrau Margareta, Bürger in Alen, dem Johan Herckendorp, Pastor der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor vor Münster, für 20 Rheinische Gulden eine jährlich am Sonntag Cantate, am vierten Sonntag nach Ostern fällige Rente von 1 Gulden aus ihrem Haus und Hof in Alen auf der Helstraete zwischen den Häusern des Johan Wylleken im Westen und der Costerszchen to Doelberge im Osten. Es verbürgen sich Berndt Berenckuelt, Kerstyen Ruplo und Johannes thor Horst, alle Bürger in Alen. Berndt Berenckuelt verpfändet seinen Kamp außerhalb von Alen vor dem Nordtor am Fullen Wegge zwischen Euert Ossenbecke im Norden und Bürgermeister Wolter im Süden.
[Rückvermerk:] Ricqwiny.[Rückvermerk:] haec vnius floren. renen. erga Ricqwinn Ruplo in Alen, Nunc Johan rosendal in alen rosendal.[Rückvermerk:] Ad s Antonium, N. 7.[Rückvermerk:] Locul. 203. Kapelle ad S. Antonium, N. 24.[Rückvermerk:] XIII, No. 311.
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 311, S. 285, Ketteler S. 58



14. Juni 1547
Rentverschreibung


Vor Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Alen verkaufen Gerdruith, Witwe des verstorbenen Johan Herbrandes, Bürger in Alen (Ahlen), und deren Söhne Johan und Christoffer dem Johan Becker, Inhaber der Vikarie des Heiligen Georg in der Antoniuskapelle am Mauritztor in Münster für 30 Rheinische Gulden eine jährlich in termino Viti et Modesti fällige Rente von 1 1/2 Gulden aus ihrem Haus und Hof in Alen am Markt zwischen den Häusern des Johan Auenhouel im Osten und des Johan Freeßen im Westen und aus einem Kamp außerhalb von Alen vor dem Osttor, Galgenkamp genannt, zwischen Kempen des Pastors in der Alten Kirche im Westen und des Gerdt Nippers im Norden. Es verbürgen sich Tonnyß Herbrandtz und Johan Auenhouel, beide Bürger in Alen.
[Vermerk:] (auf dem Siegelband) Joan. Herbrant ij (= 1 1/2) gg.[Rückvermerk:] Relicta Johann herbrantz in alen, Viti ij (= 1 1/2) g. Johan auenhouel warborge, Jo. filius Johannis auenhouel est possessor deß galgenkampeß.[Rückvermerk:] Litterae Sigillatae In Causam Domini Hegeman c[ontra] Studens (?).[Rückvermerk:] für diesen brieff hat eine neuwe verschreibung geben gerhard kerckman.[Rückvermerk:] Gerdruith Wwe. Joh. Herbrands seel. zu Ahlen verschreibt dem Joh. Becker, d. z. besitzer der Vicarie St. Georgii in der Anthoni Kapelle an Mauritz Thor, eine jahrliche Rente von 1 1/2 reinsche Goldgulden, Anno 1547 am Abende St. Viti und Modestae (!).[Rückvermerk:] XIII, No. 329.(Weiterer Rückvermerk, verblaßt)
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 329, S. 287-288



7. September 1549
Rentverschreibung


Vor dem Offizial verkaufen Nicolaus Pollye und seine Ehefrau Anna, Bürger in Wolbecke, dem Johan Herckendorp, Pastor der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, und den Vikaren Johan Becker, Hinrich Lystigen und Joest ton Brincke für 10 Goldgulden eine jährlich in termino Nativitatis Mariae fällige Rente von 1/2 Gulden für Wein und Brot aus ihrem Haus und Hof in Wolbeck an der Hofstrate zwischen dem Haus des Diderich Kocke und dem Armenhaus und aus ihrem Greynkulenkamp außerhalb Wolbeck vor dem Münstertor. Es verbürgen sich Symon Huysbrandt und Reynoldt Hauestadt, beide Bürger in Wolbeck.Zeugen: Die Gerichtsdiener Berndt Rupe und Hine[r]icus Bunge.
[Rückvermerk:] Nicolay polle in wolbecke j (= 1/2) daler, N. 4.[Rückvermerk:] Locul. 203. Kapelle ad S. Antonium, N. 25.[Rückvermerk:] XIII, No. 361.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 361, S. 294



31. Mai 1553
Rentverschreibung


Bischof Franciscus, Domdechant und Kapitel, Erbmarschall Gerdt Morrien als Vertreter der Ritterschaft sowie Bürgermeister und Rat der Stadt Münster verkaufen dem Johan Herckendorpp, Pastor der Antoniuskapelle, und den Vikaren Johann Becker, Johan Joist tom Brincke, Hinrick Listige und Joachim Roekeloeße für 11 Joachimstaler, die sie für das Stift erwerben, eine jährlich in termino Corporis Christi fällige Rente von 1/2 Joachimstaler aus dem Hof Doirneboickholt (Dernebockholt) im Kirchspiel Albresloe (Albersloh), die der Amtmann von Wolbeck auszahlen soll.
[Vermerk:] Rentverschreibung der münster. Landschaft über 1/2 Joachims Thaler, in termino corporis Christi fällig an den Pastor und die 4 Vicarien in der Antonii Capelle, d. 1553 am Abende corporis Christi, N. 6.[Vermerk:] Locul. 203. Kapelle ad S. Antonium, N. 26.[Vermerk:] XIII, No. 362.
Bemerkung :
Kopie, Papier: Notar Hinrick Burmann
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 362, S. 294



28. Mai 1558
Rentverschreibung


Frantz van Bodelßwynge thor Sandtfordt und seine Ehefrau Joist verkaufen dem Henrich Buirman, Besitzer der Vikarie des Georgsaltars in der Antoniuskapelle vor Münster, für 100 Rheinische Gulden eine jährlich zu Pfingsten fällige Rente von 5 Gulden aus ihrem Erbe Tongen im Kirchspiel Sendenhorst in der Bauerschaft Jodenshouell (Jonsthövel). Es verbürgt sich Berndt van Oer tho Kakeßbecke (Kakesbeck) und verpfändet sein Erbe Berndt thor Dauenth (Davert) im Kirchspiel Senden in der Bauerschaft Lauen.Zwei angehängte Siegel, das zweite ist ab und liegt bei.
[Rückvermerk:] L[itte]ra v fl. aur. Renen. in termino penthecost. cum valido Francisco de Bodelswynge thor Sandtforth, hort vp die Vicarie Georgij vnd Barbare der Capellen sunt Anthonij.[Rückvermerk:] Deße Renthe wert Jairlix botalt durch Frantz van Lohes Renthemester zum Palßerkamp.[Rückvermerk:] Johann Plonnies tho Ossenbecke Im kerspell dreyn-stenforde heft geloest 4 golt gulden vnd 3 ort goldes Jairlicher Renthe mit 95 golt gulden heubtsummen, vnd de overige v golt gulden hort by den Rentebreff van 30 daleren heubtsummen mit sander droste tho Senden hyr by gebunden (s. Urk. 50).[Rückvermerk:] Franz von Bodelschwing zu Sandfort und deßen Hausfrau verschreiben der Vicarie St. Georgii in der Antoni Kapelle fünf Goldgulden, anno 1558 am Pfingstabende.[Rückvermerk:] XIII, No. 330.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängten Siegeln
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 330, S. 288



28. September 1560
Rentverschreibung


Wilbrandt Plonnies und Johann Heerde übertragen als Erben des verstorbenen Bürgermeisters Wilbrand Plonnies und des verstorbenen Bürgers Borchardt Heerde und als Testamentsvollstrecker des verstorbenen Ehemanns der verstorbenen Catherina Glandorp dem Johann Herckendorp und seinen vier Vikaren der Antonius-kapelle vor dem Mauritztor eine jährlich zu Lichtmeß fällige Rente von 1 Mark, die Coißman Vrijsche und dessen Ehefrau Elße im Jahr 1515 vor Hinrick Lodewech, genannt Duuell, dem verstorbenen Hinrich Glandorpp aus ihrem Haus in Warendorf und aus vier Gärten vor dem Münstertor für 12 Rheinische Gulden verkauft hatten. Sie verkaufen den Empfängern die eine Hälfte und schenken ihnen die andere Hälfte der Rente mit der Auflage, in ihren Messen für die genannten Verstorbenen zu beten.Angehängtes Siegel des Wilbrandt Plonnies, Unterschrift des Johan Herd.
[Rückvermerk:] N. 3.[Rückvermerk:] XIII, 311 a.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 311 a, S. 285, Nachtrag



10. November 1560
Rentverschreibung


Vor dem Offizial verkaufen Clauwes Bertelinck und seine Ehefrau Aleke, Bürger in Dülmen, dem Hinrick Burman, Inhaber des Jurgenaltars, für 20 Rheinische Gulden und 20 Brabandische Stüver eine jährlich zu Martini fällige Rente von 1 Rheinischem Andreasgulden aus ihrem Haus und Hof in Dülmen auf der Coestfelder Straithen zwischen den Häusern des Rotger Borchgreue und des Berndt Putteman, beide Wuluer, und aus der hinter ihrem Haus gelegenen Ölmühle. Es verbürgen sich Gerdt Thyr und Berndt Busch, beide Bürgermeister in Dülmen, und Herman Thyr, Schuhmacher, Bruder des Gerdt Thyr.Zeugen: Die Gerichtsdiener Henrich Wolterman und Henrich Ruipe.
[Rückvermerk:] Vastardt Rodtge to Reine hefft affgelost dussen Andreas gulden Jairlichr Renthe, vnnd is wedder bolacht an Clauweß Bertelingk to Dulmen, wie dusse brieff vermeldet.[Rückvermerk:] Antonii kapelle, die Eheleuthe Bertelinck zu Dülmen verschreiben aus ihrem Hause auf der Coesfelder Straße daselbst an die Vicarie S. Georgii ? (!) in Münster eine trno. Martini fällige Rente von 1 Goldg. 1560 am Abend Martini E[iscopi].[Rückvermerk:] XIII, No. 331.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 331, S. 288



1. Juli 1560
Teilhabe an Renten für Wein und Brot an der Antoniuskapelle


Vor dem Offizial gestatten Johann Herckendorpp, Pastor der Kapelle vor dem Mauritztor, und die Vikare Hinrich Listige, Joist ton Brincke und Joachim Roekeloeze dem Vikar Hinrich Buirman den gleichberechtigten Zugang zu den Renten für Wein und Brot an der genannten Kapelle. Hinrich Buirman hat dafür einen Betrag gezahlt, der zur Verbesserung der genannten Rente angelegt worden ist.Zeugen: Henrich Wolterman und Henrich Ruipe van Melde (?).
[Rückvermerk:] [...] admissionis panis et vinj [...] (überge-schrieben).[Rückvermerk:] Antonii k., Rector u. Vicarien der Antonii Kapelle bekennen, daß an den Renten in Wein u. brod, die sie haben, der Vicar Heinrich Buirman bisher keinen Antheil gehabt, sich u. seinen Nachfolger aber durch eine Summe, die zur Verbesserung dieser Renten angelegt sei, eingekauft habe, 1560 in vigilia visitationis B. M. V.[Rückvermerk:] XIII, No. 363.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 363, S. 294-295



20. September 1562
Rentverschreibung


Johann von Beueruoerde und seine Ehefrau Agnese verkaufen dem Johann Herckendorpp, Pastor der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, und den Vikaren Henrich Lystige, Jodocus tom Brincke, Joachim Roekeloße und Henrich Buerman für 40 Rheinische Gulden eine jährlich in termino Mathei fällige Rente von 2 Gulden aus ihrem Erbe Lyndemans und aus ihrem Erbe Ziuertz, beide im Kirchspiel Heesen in der Bauerschaft Ffrilewyck gelegen. Es verbürgt sich Diderich von dem Borghe aus dem Kirchspiel Enniger.
[Rückvermerk:] Johan von Beuerfoerde den semptlichen Vicarien Jn S. Antonij Capellen ij gg. Vff Matthej apostoli, fideiussor Dirich von dem Borg.[Rückvermerk:] Locul. 203. Kapelle ad S. Antonium, N. 27.[Rückvermerk:] XIII, No. 364.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 364, S. 295



15. März 1572
Rentverschreibung


Die Eheleute Sander Droiste tho Senden und Agnes von Buehr verkaufen dem Hinrich Buirman, Vikar am Georgaltar in der Antoniuskapelle, für 30 Silbertaler eine jährlich zu Mittfasten, dem Sonntag Laetare, fällige Rente von 1 1/2 Silbertalern und 1 Ort (= 1 3/4 Silbertaler) aus ihrem Erbe Hastes in der Bauerschaft Gerkendorp und aus ihrem Erbe Vornholtz in der Bauerschaft Holtendorp, beide im Kirchspiel Senden. Sie verpfänden ihr Erbe, den Schultenhoiff to Westorpp, gelegen im Kirchspiel Ludinckhusen (Lüdinghausen) in der Bauerschaft Westorp, und ihr Erbe Spöden, gelegen im Kirchspiel Senden in der Bauerschaft Gettendorp.Angehängtes Siegel, beschädigt, und Unterschrift der Agenes van Bour.
[Rückvermerk:] Sander Droste to Senden yairlix vp Letare tho Mytfasten j daler vnd 3 ort dalers, van 30 dalers heubtsummen, des byn Jck myner Vicarien Anthonij noch schuldich 20 golt gulden, de geloest van wegen der Stadt Sendenhorst, Vnd noch xx golt g. mit Joist peuck, darmit 20 ß Jairlicher Rente geloest sint, sint tsamen 40 golt gulden, hyranne tho korten dussen breff van 30 daleren heubtsummen, Vnd noch de vyff enckede Golt g. mit Johan plonnies, de an Frantz von Boldeswyngen mede belacht sinth, blyfft hyruan myne schult viij enckede golt gulden myn 9 ß (vgl. Urk. 45).[Rückvermerk:] Sander Droste zu Senden und Agnes Eheleute verschreiben der Vicarie St. Georgii in der Antoni kapelle eine Rente von 1 3/4 silberne Thler (!), anno 1572 auf Samstag nach Oculi in der Fasten.[Rückvermerk:] XIII, No. 332.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 332, S. 288



17. Dezember 1576
Präsentationsrecht für die Vikarie an der Antoniuskapelle


Vor dem Notar Henrich Greuingh benennt Hieronimus Hoyer, Sohn des verstorbenen Sekretärs Theodor Hoyer, als Erbe des Joannes Dreyer den Kleriker Henrich Hoyell als Nachfolger des Henrich Buirman, des verstorbenen Vikars des Georgaltars in der Antoniuskapelle, und übt damit zum dritten und letzten Mal das Präsentationsrecht der Erben des Joannes Dreyer aus, nachdem die Erben des Joannes Wulffhagen dasselbe bereits dreimal ausgeübt haben. Damit geht das Präsentationsrecht für die genannte Vikarie an Bürgermeister und Rat über. Institution und Investitur des Henrich Hoyell soll Bernhard Schenckingk, Dechant von St. Mauritz vornehmen. Gegeben zu St. Mauritz.Zeugen: Eberard Wischer und Martin Ropens (?).Signet des Notars.
[Rückvermerk:] Instrumentum zelligen heren hinrichs burmans Vicarien In Sunt Antonies Capellen, welcher Jn bositt hefft henricus h[...] vnd na affsteruent desseluigen Einen E. Raede to consenteren geboren wil.[Rückvermerk:] Antonii k., Praesentation des Heinrich Hoyell zur Vicarie S. Georgii in der Antonii kapelle, 1576 den 17. December.[Rückvermerk:] XIII, No. 333.
Bemerkung :
Original, Pergament, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 333, S. 288



27. Dezember 1579
Rentverschreibung


Die Eheleute Albert Cleuorn tho Daruelde und Gerdruitt von der Tinnen verkaufen dem Johann Herckendorp, Pastor der Antoniuskapelle im Mauritztor, und den Vikaren Joachim Rokeloze, Jodocus thom Brincke und Christopherus Kemmener für 10 Rheinische Gulden eine jährlich in termino Simonis et Judae fällige Rente von 1/2 Gulden für Brot und Wein der genannten Kapelle aus dem Erbe Stamkotten und aus dem Erbe Wehrkotten, beide in Wolbeck.
[Vermerk:] (auf dem Siegelband) Albert Cleuorn.[Rückvermerk:] j (= 1/2) goltg. vp Si. et Judas Jn broiit (!) vnd wyn.[Rückvermerk:] Antonii k., Albert Clevorn zu Darveld verschreibt dem Rector und den Vicarien der Antonii kapelle in Münster aus zweien Erben in Wolbeck eine Rente von 1/2 Goldgulden trno. Simonis et Judae fällig, 1579 am Abende Simonis et Judae.[Rückvermerk:] XIII, No. 312.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 312, S. 285



29. April 1589
Einsetzung des Rektors der Antoniuskapelle


Bernhard Schenckinck, Dechant von St. Mauritz und Archidiakon der Antoniuskapelle im Mauritztor, setzt den von Bürgermeistern und Rat benannten Kleriker Bernhard thom Schlade als Rektor der Antoniuskapelle und Nachfolger des verstorbenen Joannes Herckendorff ein.Notar: Henrich Greuingh.
[Rückvermerk:] XIII, No. 313.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs Nr. XIII, 313, S. 285



10. Mai 1589
Bestätigung des Rektors der Antoniuskapelle


Notar Henrich Greuingh bestätigt dem Bernhard zum Schlaede, dem neuen Rektor der Antoniuskapelle, nach Vorlage der entsprechenden Dokumente, die Präsentation durch Bürgermeister und Rat der Stadt Münster sowie die Institution und Investitur durch den Dechant von St. Mauritz.Zeugen: Johannes Beerhorst und Bernhard Bucker.Signet des Notars.
[Rückvermerk:] Instrumentum Possessionis Bernhardi zum Schlade super Capella diuj Anthonij intra portas Mauritianas Monasterien.[Rückvermerk:] XIII, No. 314.
Bemerkung :
Original, Pergament, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 314, S. 285



12. November 1593
Präsentation des Rektors der Antoniuskapelle


Bürgermeister und Rat der Stadt Münster präsentieren dem Bernhard Schenckingk, Dechant von St. Mauritz und Archidiakon, den Kleriker Henrich Wermelingh als Nachfolger des von der Vikarie der Antoniuskapelle zurückgetretenen Bernhard thom Schlade.
[Rückvermerk:] Praesentatio Henricum Wermeling et nunc priuatum b.[Rückvermerk:] XIII, No. 315.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel, Lateinisch
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 315, S. 285



20. Januar 1596
Rentverschreibung


Vor dem Offizial verkaufen Paul Baeck und seine Ehefrau Clara, Bürger in Münster, dem Henrich Hoyell, Vikar des Georgaltars in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, eine Rentverschreibung, die sie von ihrem Großvater geerbt haben. Demnach haben Herman Ketteler und seine Ehefrau Lyse, Bürger in Münster, im Jahr 1530 dem Priester Johan Diekenbergh für 30 Rheinische Gulden eine jährlich am Sonntag Cantate fällige Rente von 1 1/2 Gulden aus ihrem Haus im Liebfrauenkirchspiel auf der Liebfrauenstraße zwischen den Häusern des Herman Bennink und des Egbert Bertoldingk verkauft. Diese Rentverschreibung hatte der Koepgeselle Hanß Diekenbergh im Jahr 1560 dem Henrich Hoyer verkauft. die beiden entsprechenden Urkunden werden dem Käufer übergeben.Zeugen: Die Gerichtsdiener Wolter Hane und Frederich Nierman.
[Rückvermerk:] Wilbrieff wegen ij (= 1 1/2) gg von herman ketler verschryben, a[nn]o 1596 gegeben.[Rückvermerk:] Paul Baeck und Clara Eheleute verkaufen der Vikarie St. Georgii in der Antoni Kapelle eine ihnen in Theilung zugefallene Rente von 1 1/2 goldgulden Ter[mi]no Cantate, anno 1596 am 20ten Jan., Hiezu 2 Anlagen.[Rückvermerk:] XIII, No. 334.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 334, S. 288



15. Februar 1560
Rentverschreibung


Vor dem Offizial verkauft der Koepgeselle Hanß Dickenberch dem Hinrich Hoyell, Bürger in Münster, eine jährlich am Sonntag Cantate fällige Rente von 1 1/2 Rheinischen Gulden, die Hermann Ketteler und dessen Ehefrau Lyse, Bürger in Münster, im Jahr 1530 seinem Vater, dem Priester Johann Dickenberch, aus ihrem Haus und Hof im Liebfrauenkirchspiel auf der Liebfrauenstraße zwischen den Häusern des Hermann Bennynck und des Egbert Bertoldinck verkauft hatten. Er übergibt die Urkunde, die er in der Erbteilung zwischen ihm selbst, seinem Bruder und seiner Schwester erhalten hat.Zeugen: Die Gerichtsdiener Hinrick Woltermann und Hinrick Rupe.
[Rückvermerk:] Wilbrieff wegen ij (= 1 1/2) gg Pension von Herman Ketler verkauft.[Rückvermerk:] ad XIII No. 334.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel



31. Mai 1530
Rentverschreibung


Vor dem Offizial verkaufen Herman Ketteler und seine Ehefrau Lyse, Bürger in Münster, dem Priester Johann Dyckenberch für 30 Rheinische Gulden eine jährlich am Sonntag Cantate fällige Rente von 1 1/2 Gulden aus ihrem Haus und Hof im Liebfrauenkirchspiel auf der Liebfrauenstraße zwischen den Häusern des Hermann Bennynck und des Egbert Bertoldynck, das bereits mit einer jährlichen Rente von 12 Mark belastet ist. Es verbürgen sich Kerstien Reckerdinck und Merten Hesze de Pelser, beide Bürger in Münster.Zeugen: Die Gerichtsdiener Christopherus Bobbencamp und Johannes Haesslage.
[Rückvermerk:] L[itte]ra ij (= 1 1/2) flor. cum Hermannus Ketteler transaquas, nunc Micgeel venneman, terminus Cantate.[Rückvermerk:] Jn stedt einer verschribung [...] (stark verblaßt) eru asbecke to haltern von ij (= 1 1/2) gg. pension erkofft a[nno] 1596.[Rückvermerk:] ad XIII, No. 334.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel



3. Mai 1602
Rentverschreibung


Vor Bürgermeister, Schöffen und Rat der Stadt Alen verkaufen Johan Kraß, Bürger in Alen, und seine Ehefrau Else dem Hinrich Hoiell, Vikar des Georgaltars in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor für 10 Rheinische Gulden eine jährlich am Sonntag Cantate fällige Rente von 1/2 Gulden und 1/2 Ort Goldes (= 5/8 Goldgulden) aus ihrem Haus in Alen auf der Oiststrate zwischen den Häusern des verstorbenen Jurgen Nardall und des verstorbenen Hinrich Nisman und aus ihrem Kamp vor dem Südtor über dem Weg nach Mechelen. Es verbürgt sich der Stadtsekretär Joannes ton Becke.
[Vermerk:] (auf dem Siegelband) Joan. Craß j (= 1/2) gg.[Rückvermerk:] Verschreibung vf j (= 1/2) goldg. järlicher pension vnd [...] (stark verblaßt) Vicariam S. Georgij in Sacello D. Anthonij.[Rückvermerk:] ad ca[us]am Dni. Koster c[ontra] Angelkotten.[Rückvermerk:] Dni. Koster c[ontra] Angelkotten [.] 27. Martij 1677, Rökel not. (?).[Rückvermerk:] die Eheleuthe Krath (!) zu Alen verschreiben aus ihrem daselbß auf der Oststraße belegenen Hause an die Vicarie in der Antonii kapelle in Münster eine Cantate fällige Rente von 1/2 Goldgulden und einem halben Ort Goldes, 1602 den 3. Mai.[Rückvermerk:] XIII, No. 335.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 335, S. 288



28. September 1602
Rentverschreibung


Vor Bürgermeister und Rat der Stadt Münster verkaufen Jacob Dilers, genannt, Glosemeier, aus dem Kirchspiel Hauixbeck und seine Ehefrau Greta Dyheberg dem Euerwin Wermeling, Pastor der Antoniuskapelle vor und zwischen dem Mauritztor, für 20 Reichstaler eine jährlich an Michaelis Abend fällige Rente von 1 Reichstaler und 6 Schillingen aus ihren beiden Häusern im Kirchspiel Hauixbeck zwischen den Häusern Weßelert und Herckendorf. Es verbürgen sich die Eheleute Weßel Lüering, Bürger und Schmied in Münster, und Gertrut Schwerts und verpfänden ihr Haus auf der Bergstraß zwischen den Häusern des Joannes Höuing, Küster an Lamberti, und dem Haus der Alten Thumber.Notar: Henrich Hollandt.
[Rückvermerk:] Verschreibung Vff 1 R.thlr. 6 ß Järlicher Rente Vff Michaelis.[Rückvermerk:] Notandum, daß diese 20 R.thlr. hauptgelts Zu besserung der Pastorej in Capella D. Antonij durch sehligen Herman in testamento legirt, vnd alßo durch dessen Executorn bezalt, fürters mit bewilligung eines Erb. Rhats belegt wurden.[Rückvermerk:] XIII, No. 316.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 316, S. 285



15. Juni 1603
Rentverschreibung


Vor dem Offizial verkauft Hinrich Fröen, Bürgermeister in Borch-stenuorde, für sich und seine Ehefrau Catharina, dem Henrich Hoiell, Rektor des Georgaltars in der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, für 60 Rheinische Gulden eine jährlich in termino Viti fällige Rente von 3 1/2 Gulden aus seinem Haus und Hof in Borchstenuorde auf der Kerckstrate zwischen den Häusern des Tockenbrinck und des Hutmachers Amelinck und aus seinen vier Kempen, gelegen am Altairstoill vor dem Steintor. Es verbürgen sich Gerdt Stuuinck und Johann Pottiken, beide Bürger in Borchstenuorde.Zeugen: Die Gerichtsdiener Walter Hane und Friederich Nierman.
[Vermerk:] (auf dem Siegelband) Hinrich fröen consul iiij (= 3 1/2) g.g.[Rückvermerk:] Bürgermeister Heinrich Fröen und Catharina Eheleute zu Burgsteinfurt verschreiben der Vicarie St. Georgii in der Anthoni kapelle bei Mauritz Thor zu Münster eine jahrliche Rente von 3 1/2 rinsch. Goldgulden, anno 1603 am tage St. Viti martyr.[Rückvermerk:] XIII, No. 336.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 336, S. 288



1. Februar 1616
Rentverschreibung


Die Eheleute Henrich Korff zum Harkotten und Gerdruit von Hoerde verkaufen dem Joannes Remars, Vikar am Dreikönigsaltar der Antoniuskapelle, für 100 Goldgulden, gerechnet à 31 Schillinge, eine jährlich zu Lichtmeß fällige Rente von 6 Gulden aus ihrem Erbe Bruggeman im Kirchspiel Greuen (Greven) in der Bauerschaft Westra[dde] und aus ihrem Erbe Weier in Kirchspiel und Dorfbauerschaft Fuehtorpe (Füchtorf).Angehängtes Siegel, und Unterschrift der Gerdrvt van hoerde froge korff thom harkaten.
[Rückvermerk:] Ad Vicariam Trium Regum in S. Antonij Capella Vf Jo. Remeren possessor.[Rückvermerk:] Ad Causam [...] c[ontra] Korff [...] April 1707 (stark verblaßt).[Rückvermerk:] Heinrich Korff und Gertrud von Hörde Eheleuthe verschreiben an die Vicarie Trium regum in der Antonii kapelle eine tro. Lichtmeß fällige Rente von 6 Goldg., 1616 den 1. februar.[Rückvermerk:] XIII, (No. 356 gestrichen) No. 355.
Bemerkung :
Original, Pergament mit angehängtem Siegel
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 355, S. 293



(...)
Rentverschreibung


Vor dem Notar Conrad Hulßbusch nehmen die Eheleute Berndt Köttendorp und Anna Eilers, Einwohner der Stadt Billerbecke, von Henrich Berkenueldt, Domvikar und Pastor der Antoniuskapelle vor dem Mauritztor, ein Darlehen von 20 Reichstalern, die zuvor von Jacob Eilers abgelöst worden sind, gegen eine jährlich zu Michaelis fällige Pension von 1 Reichstaler und 7 Schillingen. Es verbürgt sich Berndt Harinck aus dem Kirchspiel Hauixbecke. Geschehen im Haus des Herman Hoeten an der Becker Stege zu Überwasser.Zeugen: Johan Precking und Herman Höeeten (!).
[Rückvermerk:] Obligatio Bernard Köttendruip et Annae vxoris eiusdem super sorte 20 dal. [...] annue j dal 7 so[..], subleuatur in Termino Michaelis 1617.[Rückvermerk:] Ad pastoratum S. Antonik, L.[Rückvermerk:] [...]hibita [.] 10. May 1721. [Rückvermerk:] Henricus Kottendorff, J. 27. April 1729, Huger N., Baak Nts. [Rückvermerk:] Locul. 203. Kapelle ad S. Antonium, No. 28.[Vermerk:] XIII, No. 317.
Bemerkung :
Original (?), Papier
Verweise :
Repertorium des Archivs, Nr. XIII, 317, S. 285



14. März 1624
Kaufvertrag über drei Gärten


Vor Bürgermeister und Rat der Stadt Münster verkaufen die Ratsherren Wilhelm Johan Steuening zur Willinghegge (Wilkinghege) und Ludolph Burmeister, gewesene Provisoren der Antoniuskapelle, und Philips Bransche, Amtmann der genannten Kapelle, dem Christoffer Keppell, Bürger in Münster, und dessen Frau zugunsten der Armen der Kapelle drei Gärten vor dem Mauritztor zwischen den Gärten des Gerhardt Grönninger und der Witwe des Christoffer Heßen unter der Bedingung, den Mist von der Schluse über den Fhorweg nur mit Schubkarren zu ihren Gärten zu bringen, um den Stadtgraben nicht zu beeinträchtigen.Zeugen: Henrich Vphaus, Notar, und Lambert Grönings.Notar: Henr. Hollandt.
[Rückvermerk:] Pro Christophoro Keppell.[Rückvermerk:] Kauffbrieff des gartens.[Rückvermerk:] III R 1 aa, provisoren S. antoni Capell verk. Christop Keppel 3 stuck Gardland außer Mauritz thor, 1624.
Bemerkung :
Original, Pergament
Verweise :
Regest beiliegend!



12. April 1654
Rentverschreibung


Bürgermeister und Rat der Stadt Münster verkaufen der Catharina Krekenbergs, Witwe des verstorbenen Georg Borgmans, zu seinen Lebzeiten Bürger in Münster, gemäß dessen Testament für 100 Albertiner Reichstaler eine jährlich am Sonntag Quasimodogeniti fällige Rente von 5 Reichstalern aus den Gruethauß-Einkünften. Das Geld hat die Stadt bereits angelegt. Nach dem Tod der Catharina Krekenbergs erben die Armen der Antoniuskapelle die genannte Rente.Notar: Bern. Hollandt.
[Rückvermerk:] pro Vidua Borgman et pauperibus St. Antonij Capellen alhie.[Rückvermerk:] Term. Quasimodo Geniti 5 R.
Bemerkung :
Original, Pergament
Verweise :
Ketteler, S. 67


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