Stadtarchiv Werl
Archivgut eigener Herkunft, im eigenen Archiv
Stadt Werl
Inventar des Archivs der Stadt Werl

1916 - 1920
Permalink der Verzeichnungseinheit

Acker- und Landbestellung, Ernteflächenerhebung, Düngemittel, Pachtpreise (Spez.) (Vgl. F 65 - 26)

v.num : 4170




1917 - 1918
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bereitstellung von Arbeitskräften für die Landwirtschaft (Gen.)

v.num : 4171




1916 - 1919
Permalink der Verzeichnungseinheit

Saatgut und Sämereien (Verkehr und Höchstpreise) (Spez.)

v.num : 4172

Enthält : Bereitstellung von Arbeitskräften für die Landwirtschaft 1917-1918 (G-I-2a)
Zeitungsbekanntmachung der Kriegswirtschaftsstelle (20.8.1917), daß
nach Angebot des Kriegsernährungsamtes zu Münster Jungmannen als Aushilfen
bei der Kartoffel- und Rübenernte zur Verfügung stehen.
Der Landrat in Soest wies im Dezember 1917 die Bürgermeister an, dass „mit
der größten Beschleunigung ausgedroschen“ werden muss. Falls es erforderlich
sei, könnten Militärpersonen angefordert werden. Zuvor schrieb der
kommandierende General Freiherr v. Gayl vom VII. Armekorps aus Münster: „Die
Notwendigkeit, die Brotversorgung der Bevölkerung einwandfrei sicher zu stellen
sowie eine Besserung in der augenblicklich mangelhaften Versorgung der
Heerespferde mit Hafer herbeizuführen, erfordert, daß mit allen Mitteln auf einen
beschleunigten Ausdrusch der Ernte und eine sofortige Ablieferung des
Ergebnisses bis auf den des Landwirt zu belassenen Teil hingearbeitet werden
muß. In Würdigung des großen Ernstes der Lage habe ich die Truppenteile und
Wirtschaftoffiziere angewiesen, soweit es die militärischen Verhältnisse irgend
zulassen, in weitesgehenden Maße militärische Kommandos für den Drusch zur
Verfügung zu stellen…“.
Druck „Unsere Feinde haben eingesehen, daß sie uns nicht auszuhungern
imstande sind…“
Aufstellung: Landwirtschaftlich Betriebsleiter 1.7.1914 = 76, 10.1.1917 = 44,
landw. Arbeiter 1914 = 43 männl. 60 weibl., 1917 = 10 männl. 60 weibl., 1917
= 4 Ausländer, Kriegsgefangene in der Landwirtschaft 10.1.1917 = 19.
Januar 1917 bietet die Kriegsamtsstelle beim VII. Armeekorps an, 60
evangelische und 40 katholische weibliche Fürsorgezöglinge für Arbeiten in der
Landwirtschaft zu stellen. Bürgermeister Müller schreibt: „Hier werden
Fürsorgezöglinge von den Landwirten nicht gewünscht, da man damit keine
guten erfahrungen gemacht hat“. Auch Schüler waren nicht erwünscht.
Rosa Plakat „Fahnenflucht“
Noch am 15. August 1918 gibt die Kriegswirtschaftsstelle in Soest bekannt, dass
Militärpersonen zur Arbeit in der Landwirtschaft abkommandiert werden können.
Werl nahm nichts an!



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