Stadtarchiv Werl
Archivgut eigener Herkunft, im eigenen Archiv
Stadt Werl
Inventar des Archivs der Stadt Werl

1917 - 1919
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vieh, Verkehr, Einfuhr, Ausfuhr, Höchstpreise (Spez.)

v.num : 4211




1917 - 1923
Permalink der Verzeichnungseinheit

Viehhandel und Viehhandelsverband (Spez.)

v.num : 4212

Enthält : Am 1.3. 1918 schreibt der Bürgermeister an den Hannoverschen
Viehhandelsverband und bittet um eine Ausfuhrgenehmigung von Ferkeln. Diese
Genehmigung soll der Viehhändler Louis Zacharias bekommen, da die Werler
Einwohner nicht in der Lage sind Ferkel aufzuziehen. Wohl um der Genehmigung
Nachdruck zu verleihen, lautet der letzte Satz in dem Brief „Zacharias ist 2 ¿
Jahre Soldat gewesen und jetzt Kriegsinvalide“.
Wie dramatisch die Fleischversorgung 1918 war zeigt folgende Begebenheit. In
der Zeit vom 1. Februar bis 30. April sollten der Stadt von der Fleischstelle in
Münster 7 Rinder und 3 Kälber zugewiesen werden. Geliefert wurden nur die 7
Rinder, die zusammen ein Lebendgewicht von 3371 Pfund hatten. Weil das Vieh
minderwertig war, konnten daraus lediglich 1135 Pfund Schlachtgewicht erzielt
werden, das einen Verlust von 66 Prozent bedeutete. In der Woche konnten
deshalb nur 75 Gramm schlechtes Fleisch mit vielen Knochen pro Kopf verteilt
werden.
Klagen gab es häufig, auch das die guten Schlachttiere weiter nach Essen zur
Heeresverwaltung transportiert worden und die schlechten in Werl ausgeladen
wurden.



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