Stadtarchiv Werl
Archivgut eigener Herkunft, im eigenen Archiv
Stadt Werl
Inventar des Archivs der Stadt Werl

1917 - 1918
Permalink der Verzeichnungseinheit

Liebesgabensammlungen und Sendungen, Weihnachtspakete, Kriegsspenden (Spez.)

v.num : 4233

Enthält : Ab 5.9.1914 wurden „Liebesgaben“ für Ostpreußen, das Militär und Werler
Krieger gesammelt und in umfangreiche Spendenlisten eingetragen. Vornehmlich
Kleidungsstücke
In der Schule zu Oberense wurden für die Verwundetenpflege im Vereinslazarett,
das im Mariannenhospital eingerichtet untergebracht folgende Gegenstände
gesammelt und am 22.12.1914 übergeben. Wer jetzt an Verbandpäckchen oder
Bettdecken denkt, liegt falsch. Übergeben wurden u.a.: 1 Schinken, 200
Zigarren, 4 Tafeln Schokolade, 3 Stück Seife, 11 Rollen Kautabak, 27 Bleistifte, 9
Päckchen Tabak sowie 12 paar Strümpfe und 5 Paar Pulswärmer.
Wie im Jahre 1916 sollten auch 1917 die in der Front stehenden oder im
besetzten Gebiete oder in Gefangenschaft befindlichen Kriegsteilnehmer der
Stadt Werl durch eine Weihnachtsgabe aus städtischen Mitteln und zwar einen
Barbetrag von je 5 Mark erfreut werden. Dieser Betrag wurde den Angehörigen
der Kriegsteilnehmer ausgehändigt und diese sollten davon Gegenstände
beschaffen und den Soldaten übersenden. Bevor die Auszahlung erfolgen konnte,
mussten die Namen der Kriegsteilnehmer festgestellt werden. Die Angehörigen
wurden aufgefordert, Namen und genaue militärische Adresse sowie an wen die
Auszahlung erfolgen soll, in eine Liste, die nur am 24. November 1917 ausliegt,
einzutragen. 328 Personen wurden 5 Mark übergeben. 63 Soldaten wurden noch
nachgemeldet, so dass an 391 Kriegsteilnehmer ausbezahlt wurde. Mit
Postanweisungsgebühren wurde die Stadtkasse mit knapp 2000 Mark belastet.
Hauptsächlich kauften die Angehörigen Tabak und Zigaretten.




1915 - 1917
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kriegswahrzeichen-Errichtung und Nagelung (Spez.)

v.num : 4234

Enthält : mit Zeichnungen. Rechnung Orgelbau Stockmann, 1917.

Zeichnung von Stadtbaumeister Meyer vom 21.9.1915 (FOTO27)
Die Zimmerei Vogelsang hat für 300 Mark den Pavillon von 2,50m x 3,50m
errichtet.
Am 24. Januar 1916 lud Bürgermeister Müller 20 Vorsitzende verschiedenster
Werler Vereine ein, um wegen der Nagelung des Kriegswahrzeichens zu reden.
Ende Februar 1916 wurden bei einigen Händlerm Sammelbüchsen aufgestellt.
1.2.1917 Feldheim schickt Rechnung wegen 75 Plakate „Aufruf“.
5.2.1917 Pöpsel schickt Rechnung über 1000 Nagelungskarten.
13.4.1917 Die Halle soll bis etwa August stehen bleiben und bei geeigneter
Gelegenheit soll die Nagelung fortgesetzt werden.
8.8.1917 Anstreicher Josef Blumenroth hat den Pavillon abgewaschen, neu
lackieren war zu teuer




1919 - 1922
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gewährung von Darlehen aus dem Nagelungsfonds an Heinrich Frankenberg

v.num : 4235

Enthält : Briefkopf UNION, 1921.

Direktor Hüttemann vom Gymnasium regte für den 5. Juni 1916 wegen der
Erfolge der deutschen Seemacht schulfrei an. Ebenfalls am 5.12.1916 wegen der
Niederwerfung Rumäniens. Seminardirektor Vollmer schrieb: „zurückgereicht mit
dem Bemerken ergebenst, daß in Zukunft sich derartige Anregungen erübrigen“.




1918 - 1919
Permalink der Verzeichnungseinheit

Hilfe für kriegsgefangene Deutsche (Gefangenenfürsorge, Reichszentralstelle für Kriegs- und
Zivilgefangene) (Spez.)


v.num : 4236




1919
Permalink der Verzeichnungseinheit

Maßnahmen anläßlich der Rückkehr der Kriegsgefangenen und Rückwanderer (Gen.)

v.num : 4237




1914 - 1918
Permalink der Verzeichnungseinheit

Sammlungen und Spenden für Heer und Flotte (Reichswollwoche etc.) (Spez.)

v.num : 4238

Enthält : Ein Plakat aus dieser Akte jetzt in F 30 - 7 Bd. III, Rechnung Salomon Katz, 1915.
19.1.1915 Reichswollwoche: „Wir weisen nochmals darauf hin, dass
morgen Nachmittag mit dem Einsammeln der Woll- und Baumwollsachen für
unsere im Felde stehende Truppen begonnen wird.“
49 Ballen konnten eingesammelt werden.
Am 15. November 1914 abends 8 Uhr fand im Gesellenhaus ein
Wohltätigkeitskonzert zum Besten der verwundeten Krieger statt. „Mindestpreis
für die eintrittskarte 50 Pfennig, der Wohltätigkeit sind jedoch keine Schranken
gesetzt. Der gesamte Erlös aus dem Konzert wird für die Verwundetenpflege in
der Stadt Werl verwendet. Max Liersch, Seminar-Musiklehrer und Musikdirektor;
Fritz Gerwinn Vorsitzender der „Concordia“.“




1919 - 1920
Permalink der Verzeichnungseinheit

Aufnahme von Wiener Kindern, Sammlung für Österreicher (Spez.)

v.num : 4239



Anfang  Erweiterte Suche
Warenkorb  Drucken