Stadtarchiv Werl
Archivgut eigener Herkunft, im eigenen Archiv
Stadt Werl
Inventar des Archivs der Stadt Werl

(1545)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verzeichnis der Urkunden im Schützenschrein.

v.num : 1798

Enthält : (Kopie vom Mikrofilms, als Ersatz des zwischen 1967 und 1972 gestohlenen Originals!), darin früheste Archivalienausleihe (Archivgeschichte)

Darin : a Eheleute Peter Schöler und Mette
B + BM Tyman Hulßberg
C Albert Rydder
D Herman Steinvorten und Katharine seine Frau
E Dirich Brandis
F Hinrich Dieckman
G Johan Molner und Deieken (?) seine Frau
H Johan Boker
I Reunolt Schroders
K Rotger Fosse und Gretten Gerreken seine Frau
L Rotger Becker und Rotger Raschen
M Joergen Brandis und die Risscheschen und Herr Johan Elies
N Rotger Schmalen
O Herr Deitleff Roste
P Deitleff Schmetz
Q Steffen Wyncken (?)
R Jorgen Goltschmedde
S Johann Spollen (?)
X Johan Scholer
Z Jorgen Brandis
aa Johan Scheper
bb Herman Koche
cc Albert Ridder, Renolt Schoeler (gelöscht)
dd Rotger Raschen
ee Herman Bruwer
ff Schnidewinde
kk Jurgen Haver
ll Henrich Werdt
mm Dietrich Lobben
nn Herman Schult
oo Wilhelm Benedict(e)




1548
Permalink der Verzeichnungseinheit

BM und Rat von Dortmund schicken den Abgebrannten zu Werl 12 Malter Roggen, 12 Malter Malz, 1 Fass Butter und 300 Pfund Käse.

v.num : 1799




1588
Permalink der Verzeichnungseinheit

Medicus Johann Gelzer aus Unna dediziert den Werler Ratsherren seinen Almanach auf 1589.

v.num : 1800




1590
Permalink der Verzeichnungseinheit

Schreiben des Soester Propstes Godefridt Gropper an BM und Rat zu Werl wegen Verabschiedung der Soldaten des Hauptmanns Hesse und der Verstärkung der Stadtwache.

v.num : 1801




1590 - 1732
Permalink der Verzeichnungseinheit

Akten über den Besitz des Klosters Clarenberg.

v.num : 1802




wohl Mitte 17. Jhd.
Permalink der Verzeichnungseinheit

Liste von Pflichtigen des Klosters Clarenberg aus Unna und den Dörfern Altendorf, Aplerbeck, Asseln und Sölde im Amt Unna.

v.num : 1803




1593 - 1703
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verschiedene Aufstellungen über Kornpreise in Werl.

v.num : 1804

Enthält : ungeordnet.

Darin : 1603-1654: Wahrer Auszug auß dero Statt Kemmerey befinndtlichen Mühlenbuche vonn Ao. Dni. 1593 sub Dnis. Consulibus Gosman Beneditte et Peter Ewaldts sodan Kemerern Michael Royckeßlo undt Eman Crispen waß daß Müllen kohrn alß Roggen undt Maltz jedeß Scheffel in der Stats wasser undt Windtmühlen gegolten (...) für bahr geldt verkauff undt vereußeret worden". Jahre 1593-1602 weggelassen.




1598
Permalink der Verzeichnungseinheit

BM und Rat von Köln an BM und Rat von Werl wegen Beredung eines Städtebündnisses.

v.num : 1805




Ende 16. Jhd. - Anf. 17. Jhd.
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bitte um eine Geldspende des Adeligen Jacob Siebenberge von Schottenhoff wegen Freikauf seiner beiden in türkischer Gefangenschaft befindlichen Brüder (3000 Tlr. Lösegeld)

v.num : 1806

Enthält : (1593-1606 war ein Türkenkrieg).




1609
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bitte des Münzmeisters Engelhard Hußmann an den Werler Rat um Empfehlung beim Kurfürsten.

v.num : 1807




1615
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johannes Wintzler an BM Everhard Kleinsorgen wegen Prozeßhonorars (gegen Herrn Steinfurt).

v.num : 1808

Enthält : Köln.




1615
Permalink der Verzeichnungseinheit

Landdrost Caspar v. Fürstenberg an BM und Rat zu Werl wegen Pfändung des Georg v. Neuenhofe gen. Ley zu Uffeln.

v.num : 1809




1623 - 1694
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verzeichnis der Kornpreise in Soest.

v.num : 1810




1623
Permalink der Verzeichnungseinheit

Schatzungskontingent des Hohen Hospitals zu Soest wegen seiner im Stift Köln liegenden Güter.

v.num : 1811




1633 - 1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

Aufstellung der abgebrannten und durch Kriegseinwirkungen zerstörten bzw. abgebrannten Häuser, 1633, 1637, 1645.

v.num : 1812

Enthält : Aufgestellt um 1657 und 1674.

Darin : StA Werl 1633 - 1674
B 45 Nr. 12, Bl. 50-53

Aufstellung der abgebrannten und durch Kriegseinwirkung zerstörten bzw. abgerissenen Häuser.

Niedergerissene Häuser in der Melsterhofe:
Johann Wiegman
Eman Koelß
Johan Voßes Haus ruiniert
Gert Päaschedags Haus ruiniert
Christian Precker
Tonnis von Echthausen
Diederich Schultzen Haus ruiniert
Jurgen Northoff
Diederich Gülicher
Johan Ridder
Johan Stademan
Junffern Johan Papen
Der Grönoverschen
(rechts am Rand nachgetragen:)
Wilm Klingenberg
Henrich Ketteler
Diedericj Saaerman
Franz Rassche
Henrich Strohschneider
Schehle Gort
(Summa:) 19

Verbrante Häuser im 2ten Brant anno 1633
Peter von Kirchlinne
Johan Varenhagen
Hans Teickhausen, Scheune
Johan Wilmeß
Tonneß Droste
Teveß des Steinkuhlers Haus
Evert Forsthovel
Peter Düßer
Johan Deimel
Caspar Rump
Tonneß Kamptman
Herman Senger
Peter Schnäpeß
Niclauß Bogge
Jurgen Philips
Wittib Korbmacher
Evert Koller
Jurgen Reineke
Herman Hollerman
Johan Holthoff
Jurgen Mense
Philipß Reineke
Franß Fickerman
Christoph Eckhoff
Tonneß Löer
Steffen Steven
Tonneß Herrings
Deitleff Nagell, Himmelreich gnant dem Hn. Landtdrosten (von Fürstenberg) zugehörig
Jürgen Muhle
Herman Droge
Herman Schmidt
Balß Koster
Johan Oesthauß
Johan Honerß
Peter Volle
Johan Helke
Michel Hesse
Herman Otto
Melchior Voß
Wilhelm Klopperiß
Babtista Brauneß
Tonneß Saurlender
Jobst Brinckman
Hartman Hesse
Tonneß Foschepöet
Wilm Zur Heyde
Wigant Hesse
Jurgen Schmidt
Die Kneppersche
Diderich Stoldtman
Rolant Schöler
Thomaß Standtvaß
(Summa:) 52

ruinierte Häuser in der Steinerhofe

Franz Scholers Scheure
Jurgen Wegmanß
Johan Kamm
Simon Reuteke
Johan Sorrieß
Johan Schulte
Franß Breers Scheure
Henrici Quinckenii Scheure
Wittib Ludolpff Frohnen Haus und Scheure
Hanß Bielstein oder die Oelinghaußische Vogedey, neben zwei Gademen
Steffen Orgelmacher
Thomaß in der Goßen
Lammert Viet
Caspar Benedicten drey Gademhäuser
Johan Ferber
Jurgen Leyendecker
Jacob Hultzenkramer
Herman Honerß
(Summa:) 23

Verbrante Häuser im ersten Brant 1633

Rotger Hacke
Herman Kam
Ennecke Pelsters
Mr. Jobst Kleine
Caspar Voß
Johan Mellien Haus und Scheur
Johan Brandiß
Peter Bosenhagen

ruinierte Häuser in der Bahrshofen
Herman von Bonn
Eberhart Brandiß
Caspar Scholer
Wilm Balß
Trine Brahme
Baptista Knepper
Tonneß Fueß
Henrich Senger
Johan Eickel
Evert Böese
Philip Reineke
Othmar Muete
Herman Goßelen
Capitain Ervens Hauß und Scheur
Rotger Wigger
Volmar Balcke
Ursul Werts
Ein Burger Hauß die Siegelerey gnant mit 3 Gademen
Jacob Goldters
Wilhelm Köhning
Johan Scholer
Johan Geisthövel
Henrich Holscher
Christoph von Schwerte
Johan Groffe
Diederich Vogelman
Simon Nagelschmidt
Henrich Bachmann
Henrich Köel
Herman Pelßer
Herman Koster
Herman Loppe
Henrich Erdtworm
Jurgen Engel
Juncker Torckeß Hauß
Jobst Conerß
Wilm Roekeß(-loh?)
(Summa:) 40

Verbrante Häußer im ersten Brandt Ao 1633 in der Buddikerhofen
Caspar Röetbergh
Johan Duvenheuwer Hauß und Scheure
Herman Vogelman
Johan Bonnekuh
Der Wintmuhler
Herman Steinheuwer
Wilm Nieschmidt
Johan Könningk
Herman Groffe
Goßman Weffer
Tonneß Rockholl
Jurgen Stoltevoet
Blesien Droste
Diderich Habbe
Schotte Koster
Herman Muhle
Jurgen Stolle
Herman Kuggel
Herman Overstat
Lentze Sprincke
Godden Gadem
Johan Schlunder
Johan Fochman
Wilm Kittelfuhrer
Die Koppernägelsche
Diderich Brackelman
Degenhart Hesse
Blesien Rinsche
Arnt Kolterß Hauß und Gadem
Schmallenbergs Hauß
Henrich Suer Hauß und Scheuren
Hospital
Daß Neuwhauß
Wilhelm Rive
Niclauß Konerß
Deß Buchbenders Hauß
Bernt Freckman
Diederich Wilcke
Johan Kannengießer
Jurgen Altstedde
Schmeltekopff
Caspar Suer
Jurgen uff der Becke
Jurgen Reineke
Die Hoetmachersche
Arnt Wilcke
Hauptmann Damm
Tonneß Drogen 3 Häußer und 1 Scheur
Else von Eil(?)
Johan Wittgerbers
Johan Kepman
Herman Wegman Hauß und Scheur
Wilm von Bering Hauß und Scheur
Blasien Menne
Diderich von Berning Hauß und Scheur
Nieschmiddeß Hauß und Scheur
Gert Brandiß Senior Hauß und Scheur
Jurgen von Berning Hauß und Scheur
Evert Sieten Hauß und Scheur
(Summa:) 67

(Aufstellung der Brände 1637 und 1645 siehe dort)


Summa Summarum - 280 ahn ruinirt und verbranten Häußern
Summa deren im 1. Brant ao 1633 verzehreter Häußer - 82
Summa deren im 2. Brant ao 1633 verzehreter Häußer - 52
Summa deren im 3. Brant ao 1637 verzehreter Häußer - 22
Summa deren im 4. Brant ao 1645 verzehreter Häußer - 41
Summa Summarum - 197 Häußer verbrant
Summa ruinierter Häußer - 280
Summa deren im 5. Brant ao 1657 verzehreter Häußer - 125
Item ufm Saltzplatze 21 Saltzhäuser und 20 Leckhäuser
Summa deren im 6ten Brandt Ao. 1674 verzehrter Häuser - 143
Item an Scheuren 22
Item ufm Saltzplatz 26 Salzhäuser und 26 Leckhäuser.


StA Werl 1637
B 45 Nr. 12, Bl. 51

Verbrante Häußer und Scheuren im 3. Brant Ao 1637
Der Wittiben Herman Brandiß Scheure
Franz Langenscheit Hauß und Scheure
Philipß Veltin
Trine Hilßman
Peter Riepegerste
Conrat Valentin Hauß und Scheure
Johan Langescheit Hauß und Scheure
Peter Kontze
Wittib Krevetz Hauß und Scheure
Herman Engel
Gert Sterthoff
Rotger Tacke
Johan von Neheimb
Johan Roße
Gort Kamptman
Johan Pelser
Evert Kohtenbreuwer
Henrich Seethe
________________ 22
Trine Brameß (=unterstrichen=Tilgung?)


StA Werl 1645
B 45 Nr. 12, Bl. 51v

Verbrante Häußer im Jahr 1645 im (4ten) Brant
Tigges Fuest
Gerhart Eickeln Hauß und Scheuren neben 3 K(ämmerer) Johan Eickel (=unterstrichen=Tilgung?)
Jurgen von Bellinghaußen (=unterstrichen=Tilgung?, dahinter gesetzt:) Herman Jolebier
Johan Riße
Tonnes Fuest
Michael Schnäep
Engelbert Köep
Peter Reuter
Jurgen uffem Bergh
Martin Öelie
Michel Hoppe
Thomaß Hilliger
Christopff Krampe
Steffen Bußman
Engelbert Rhombergh
Herman Forst(-hövel?)
Wilhelm Karthauß Hauß und Scheure
Herman Seßenschmidt
Johan Sommer
Wittib Caspar Brandiß Hauß und Scheure
Johan Bußman
Franß Hilßman
Tigges Hunnieß
Deitleff Roße
Gort Klöet
Hans von Herlinghaußen
Johan Roße
Jurgen Schrieck
Henrich Streuwel
Henrich Brusies
Jurgen von Bellinghaußen
Herman Kahle
Herman Guethoff
K(ämmerer) Roxloß Scheure
Christian Brandis
(Summa:) 41




1644
Permalink der Verzeichnungseinheit

Schreiben von BM und Rat (zu Soest?) an BM und Rat zu Werl wegen einer Zahlung, die wegen erlittenen Brandschadens noch nicht erfolgt ist.

v.num : 1813




1645
Permalink der Verzeichnungseinheit

Rüge des Landdrosten Friedrich v. Fürstenberg an den kurfürstl. Kämmerer, Rat Drosten Caspar Dietrich v. Schorlemer zu Overhagen zu Werl und Erwitte wegen Gewalttat der Schloßsoldaten an dem Barbier Albert Cappius.

v.num : 1814

Enthält : Abschrift. Eine erwähnte Beilage fehlt.




ca. 1650
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verzeichnis der Kornpächte aus der Werler Feldmark, die jährlich erhoben werden.

v.num : 1815




um 1650
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verzeichnis von Werler Bürgern Mitte 17. Jhd., aus unbekannter Ursache angelegt.

v.num : 1816




1656
Permalink der Verzeichnungseinheit

Geburtsbrief der Stadt Geldern für Maria Bocholt.

v.num : 1817

Enthält : Zeugen: M. Mathis Vihlers, M. Jan Mans, Eltern der Maria Bocholt, Leutnant Hermann B. und Elisabeth oppen Kay.




1657, 1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verzeichnis der verbrannten Wohnhäuser und Anzhal der jeweiligen Einwohner

v.num : 1818

Enthält : Dabei: Vermerk vom BM Hermann Brandis, welche Häuser am 9.5.1674 erneut "in Brand gewesen" sind.




1637, 1657
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verzeichnis der zu Werl am 4. März 1657(!) abgebrannten Häuser, auf Bl. 67v folgt: "hirzu in Ao. 1637 am 27. 8bris alhie binnen Werll 26 Häuser verbrant als nemblich daß Hospitaäl die Kirche (=Hospitalkirche), K(ämmerer) Frans Schotte, Gort Kamptman, Jürgen Finne(?), Johan Roße, Dreß Stattsknecht, Die Krevetsche, Goßmann Otto, Rotger Tacke, Johan von Neihemb, Tonniß Fuest, 2 Arme taglohner Gademe (=gestrichen), Herman Brandiß Scheur (=gestrichen), S(eeligen) Francisci Langenscheid Hauß, Lips Veltin Hauß, Peter Schimmel Hauß, Claß Konertz Hauß, Noch 1 Gadam Philips Papen, Herman Schmallenbergs Hauß, Claß Binholdts Hauß, Claß Deimergs Hauß, Johan Reineckes Hauß, noch 2 Gademe (=gestrichen), Daß neuwe Hauß."
Konzept.


v.num : 1819




1657
Permalink der Verzeichnungseinheit

Ratsprotokoll über die Ursache des Stadtbrandes und Schadensliste.

v.num : 1820

Enthält : Dabei: Liste, wie die aus Arnsberg und Brilon sowie von den Landständen aufgebrachten Gelder an die Brandgeschädigten verteilt wurden.




1657
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verhörfragen für die Ww. Kuelmanns wegen Feuersgefährdung.

v.num : 1821




1657
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zeugenverhör wegen des Brandes.

v.num : 1822




1657, 1659
Permalink der Verzeichnungseinheit

Aufteilung von Geldern der westf. Landschaft unter die Abgebrannten von Werl, sowie von den Zollgeldern am 26.4.1659

v.num : 1823




1659
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zeugenvernehmung wegen Brandursache vom 7.2.1659 im Hause des Schwartzen von der Hoppen, wodurch drei Häuser eingeäschert wurden

v.num : 1824




1660
Permalink der Verzeichnungseinheit

Henrich Praell zu Schwerte an seinen Bruder Albertus Praell zu Werl über den Tod ihres Schwagers Caspar Starcke und wegen der von Campman bestellten Ruhrfische.

v.num : 1825




1660 - 1692
Permalink der Verzeichnungseinheit

Aufstellung der Kämmerei zu Werl, was in den Jahren 1660-1692 der Scheffel Roggen und Malz in der Stadtmühle gegolten habe.

v.num : 1826




1662
Permalink der Verzeichnungseinheit

Eintreibung von Gerichtskosten für Zeugenvernehmung.

v.num : 1827




1662
Permalink der Verzeichnungseinheit

Geplante Benutzung des Werler Galgens am Soester Hellweg zur Aburteilung des im Amt Werl straffällig gewordenen Pferdediebes Johann Moller aus dem Stift Paderborn.

v.num : 1828

Enthält : Dieser städt. Galgen war eigentlich nur für innerhalb der städt. Ringmauern begangene Straftaten zuständig. Für im Amt Werl verübte Delikte war der Galgen am Birkenbaum in Holtum zuständig, der aber z. Zt. baufällig war. Das Ratsprotokoll enthält weitere Einzelheiten zu dieser Thematik!




vor 1667
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verzeichnis außerhalb und außer Landes arbeitender Werler(innen).

v.num : 1829




1665 - 1698
Permalink der Verzeichnungseinheit

Aufstellung was in den Kämmereiempfangs- und Mühlenbüchern der Scheffel Roggen und Malz gegolten hat.

v.num : 1830




1668
Permalink der Verzeichnungseinheit

Johann Engel, Wirt "In den 3 Königen" zu Bonn an BM Hermann Brandis bzgl. Aufstellung seiner Kosten betr. Prozeß gegen den Richter zu Werl.

v.num : 1831

Enthält : Bruder des Briefschreibers ist Prior zu Arnsberg. Der Briefschreiber erwartet von Brandis die Übersendung westfälischer Schinken und verspricht sie (wohl als Mittel zur Bestechung) an den gebührenden Ort zu liefern.




(1334) 1668 - 1699
Permalink der Verzeichnungseinheit

Akten Kloster Wedinghausen gegen Stadt Werl wegen Schatzung der dem Kloster gehörenden Ländereien in der Werler Feldmark bzw. wegen eines Hauses in der Stadt.

v.num : 1832




1670 - 1671
Permalink der Verzeichnungseinheit

Reskript des Kurfürsten Maximilian Henrich wegen des freien Posten des Salzzehntschreibers (Peter Rham (Rahm)).

v.num : 1833

Enthält : Begleitbrief des Oberkellners Dietrich Gaudenz v. Dücker dazu.




1671
Permalink der Verzeichnungseinheit

Die Stadt Werl verkauft dem Stadtschreiber Gregorius Wechmann den ihr gehörenden Anteil an der Höppener Vöhde in Größe von 2 Morgen an der Langen Riegen Wieden.

v.num : 1834




1672 - 1694
Permalink der Verzeichnungseinheit

Aufstellung von Kornpreisen in Werl und Soest.

v.num : 1835




1673
Permalink der Verzeichnungseinheit

Deduktionsschrift des Rates der Stadt Werl (Autor: Hermann Brandis) betr. ihre Entwicklung und Privilegien zwecks Erlangung einer landesherrlichen Beihilfe wegen der erlittenen brandenburgischen Belagerung.

v.num : 1836

Enthält : Zur Geschichte des Dreißigjährigen Krieges in Hermann Brandis¿ "Historie der Stadt Werl".
Der Sälzeroberst, Bürgermeister und Geschichtsschreiber von Werl, Hermann Zelion genannt Brandis (* 5.2.1612, + 21.3.1673, s. Anm. 1) hat als Zeitzeuge des großen Krieges um 1673 ein umfangreiches Manuskript ohne Titel verfaßt, welches der Editor Johann Suibert Seibertz (1788-1871) in seinen "Quellen der Westfälischen Geschichte", Bd. I, Arnsberg 1857, Nr. III, S. 73-95 abdruckte und "Historie der Stadt Werl" betitelte und ganz richtig "Hermann Brandis; Erbsälzer und Bürgermeister daselbst. 1673" zuschrieb. Wie eine Überprüfung ergab, liegt dem Druck das Manuskript im Erbsälzerarchiv Werl (Dep. im Stadtarchiv Werl) zugrunde, wie es Seibertz (S. 45) auch angibt (s. Anm. 2).
Anläßlich einer Recherche wurde im August 1998 im hiesigen Stadtarchiv eine weitere Handschrift gefunden (s. Anm. 3). Rudolf Preising gab ihr 1972 bei der Neuverzeichnung des Stadtarchivs des Titel "Deduktionsschrift des Rates zu Werl betr. ihrer (sic!) Entwicklung und Privilegien zwecks Erlangung einer landesherrlichen Beihilfe wegen der erlittenen brandenburgischen Belagerung 1673". Preising hat die Handschrift wohl nicht näher untersucht und somit ist ihm die Autorenschaft des Hermann Brandis entgangen.
Aus der "Historie der Stadt Werl" des Hermann Brandis wird hier nun ein Auszug abgedruckt, soweit er den Dreißigjährigen Krieg betrifft. Die Druckvorlage aus dem Erbsälzerarchiv wurde von Seibertz inhaltlich unverändert übernommen, lediglich die Schreibung einiger Worte paßte er dem Stil des 19. Jahrhunderts an und veränderte oder ergänzte die Interpunktion des Urhebers. Die jetzt gefundene Handschrift der "Historie der Stadt Werl" ist, wie die Druckvorlage von 1857 von unbekannter Hand geschrieben und von Hermann Brandis selbst korrigiert. Die Druckvorlage von Seibertz hat nur wenige Korrekturen, während die nun gefundene Handschrift z. Teil stark korriegiert bzw. mit zahlreichen Einschüben und Marginalien versehen ist.
Die Abweichungen, Korrekturen und Zusätze der Handschrift des Stadtarchivs werden in unserem auszugsweisen Abdruck der Zeit des Dreißigjährigen Krieges in 46 ermittelten Passagen genau nachgewiesen.
Die Handschrift ist ohne Titel oder Deckblatt mit hellgrünen Seidenfäden gebunden und umfaßt 48 paginierte Blätter = 96 beschriebene Seiten. Da, wie durch den Druck von 1857 erkennbar, der Handschrift des Stadtarchivs ein umfangreicher "Schachtelsatz", nämlich der größte Teil des Schlußsatzes fehlt, der Text auf Bl. 48v jedoch bis zum Schluß der Seite läuft, scheint ein Bogen dieser Handschrift verloren zu sein. Möglicherweise trug er einen Titel und hinten (Bl. 49r) evtl. den jetzt fehlenden Rest des letzten Satzes! (s. Anm. 4).
___
Anm. 1:
Die Lebensdaten des Hermann Brandis und einige weitere Details zur Vita sind jedoch bei Seibertz (S. 43-45) aufgrund einer Verwechselung mit einem gleichnamigen Namensträger falsch angegeben und leider durchgetragen bis zu Leopold Schütte: Überlieferung, Erforschung und Darstellung der Landesgeschichte Westfalens in der Neuzeit, in: Wilhelm Kohl (Hrsg.): Westfälische Geschichte, Bd. I, Düsseldorf 1983, S. 29, obwohl die Lebensdaten des Hermann Brandis seit 1965 unzweifelhaft veröffentlicht sind, vgl.: Friedrich v. Klocke, Das Patriziatsproblem und die Werler Erbsälzer, Münster 1965, S. 62, 65f und 224.

Anm. 2:
StA Werl, Dep. Erbsälzerarchiv Werl, Akten (Handschrift) Sb I 4 (Kasten 1), vor 1974 in Naturleinen neu gebunden, mit Rückenschildchen (rot, Goldprägung: Brandis - Geschichte der Stadt Werl), 63 paginierte Blätter, eingeschobene Blätter: 4a und 63a. Bl. 63a ist der Extrakt des Schreibens des Friedrich v. Stockhausen an den Siegler zu Werl. Auf der Rückseite (Bl. 63 av) hat Hermann Brandis in seiner charaktervollen Handschrift den Vermerk "Gnadengedanken..." angebracht, den Seibertz (S. 44 unten zitiert), jedoch das Datum in der Schreibung "29t(en) 7 br(is) 1672". Die Autorschaft des Hermann Brandis, der sich ja selbst als Verfasser namentlich nicht bezeichnet, ist durch eingehende Recherchen Dr. Friedrich v. Klockes schon vor 1944 hinlänglich erwiesen worden. Letzte Zweifel dürften durch ein eigenhändiges Schreiben Hermann Brandis¿ an seinen Sohn Michael Florenz Brandis (1640-1673) vom 7.7.1670 aus Köln zu zerstreuen sein (Erbsälzerarchiv, Akten Sc IX C 53, Kasten 61, unpaginiert, zum Schluß der Akte). Die Schrift dieses Briefes befindet sich in der Masse der geschichtlichen Mscr. des Hermann Brandis, der sich jedoch auch oftmals eines (Privat-) Schreibers bediente. Zahlreiche Inhaltsvermerke und sonstige Bemerkungen auf Urkunden und Aktenstücken im Erbsälzerarchiv als auch im Stadtarchiv Werl belegen den Grad des Einflusses des langjährigen Bürgermeisters (1657-1674, mit Unterbrechung 1663/64) als auch das gründliche Quellenstudium des Historikers unserer Stadt.

Anm. 3:
StA Werl, Akten B 45 Nr. 33 (Kasten 48a).

Anm. 4:
In der Anm. 3 genannten Handschrift fehlt zum Schluß der folgende, hier nach dem Druck von 1857 gebrachte Halbsatz "..., wodurch derselben umb etwaß wider auffgeholffen werden und sie Mittel erlangen möge, sich künfftig bei etwa dergleichen wieder vorfallenden Occasionen, welche jedoch Gott in Gnaden abwenden wolle, desto daß zu manuteniren und selbige Gnad, womit Ihr. Churfle. Durchl. auß Fürstvatterlicher Zuneigungh, viellbesagte Ihre trewgehorsambste Statt theilß schon versichert, theilß auch noch mehres zu erwahrten, auf die werthe Posteritet zu transferiren."
$ ... $ = Kollationierung mit der Druckvorlage Sb I 4 im Erbsälzerarchiv Werl, Dep. StA Werl.

# ... # = Kollationierung mit der Handschrift im StA Werl, Akten B 45 Nr. 33.


Anno 1612 succedirte am Ertzstifft Churfürst Ferdinandus, auch in Ober- und Nieder-Bayern Hertzog, #ein gütig und gerechtliebender Herr#(FEHLT in der Vorlage), hat aber bey seiner, wiewoll langer Regirung, nit viell friedtlicher Jahren erlebet; dan Anno 1618 erschiene der #erschecklich- und unglücklicher Comet#(GETILGT: greulicher unglücksstern) -Stern, #GETILGT: der erschrecklicher# welcher den gantzen römischen Reich teutscher Nation lauter Schwerdt, Fewer und Flammen, Pestilentz, Hunger und Kummer #GETILGT: drewender Comet# zugezogen hatt. Wie nun derselbe unter andern auch die Statt Werll in denen dreyßigh Jahren, so lange deßen operationes gewehret, mit getroffen, will sich in dieser Enge nit beschreiben lassen. Daß erste aber ware, daß Anno 1622 Hertzogh Christian von Braunschweig, #Bischoff#(VERBESSERT: aus Herzogh) zu Halberstatt, ein sonderlicher Feyendt der Geistlichen und denen zugehöriger Ortter, die Statt Werll durch einen Trumpet und ein zu mehrem Schrecken an den vier Ecken #angezündeteß#(VERÄNDERT aus: angesteckt gewesenes) Schreiben auffordern ließe. #Es wurden aber Mittele gebrauchet#(man brauchte doch mittele), denselben vor daßmahlen abzukehren, wiewoll es die Statt noch #GETILGT: trucket# biß auf heutige Stunde #hart# starck trucket. Darauff kame der kayserle. Entsatz unter dem Veltmarschalken Graffen von Anhalt, wodurch #die Statt gantz mit Volck angefüllet# dan daß Landt, sonderlich aber die Stadt Werlle, mit Volcke gantz angefüllet und den Winter uber, biß es #Dinstages zu Pfinxten#(FEHLT in der Vorlage) zum Feldtzuge gienge, die Einwohnere auf einmal #GETILGT: gantz und# dergestalt außgelehret wurden, daß es mancher biß hiezu noch, nit uberwunden. #überwunden, aber das ärgste folget. (Ab Absonderlich Absonderlich fehlt der ganze Abschnitt zu 1627)# aber truckte eß die Sältzere, daß Anno 1627 zu Beförderunge eines newen Saltzwercks aug ggste. landtsfürstliche Anschaffung der bei Zeiten Ertzbischoffen Sifridi, ungefehr ao. 1288 $(die Vorlage hat fälschlich "1388", wie oben fol. 9, dort jedoch richtig 1288)$, wie oben (S. 53) unter Wasser gesetzter uns ao. 1382 von Ertzbischoff Friderich ihnen Sältzeren ewig versicherter Saltzbrunnen im Stattsgraben, unter Beschuldigung deßen darauß nit erfolgenden Zehntes ergriffen und darauf im Meyloh ein groß neweß, in 16 Spannen bestehendeß Saltzwerck erbawet, auffgesetzt wurde, zwar die Sältzere unterließen nit, mit unterthänigsten Suppliciren ihr Eußerstes zu thun, aber es schiene, daß der Himmel für daßmahlen ein anders uber sie verhenget hatte, sogar auch, daß es zum Speirischen Processu kame, dabei Underthanen nit viell zu gewinnen pflegen, wan sie solche Wege mit ihrem Landtsfürsten und Herrn eingehen müßen, wie gewiß auch die Sältzere, indeme sie denen schwehren Kriegslasten und andern Statts-Unglücken, nit minder auch alß andere unterworffen sein musten, der Zeit ihr Unglück nit weinigh beclagten.
Dan ao. 1633 uff Charfreytage den 25. Martii (als sollte es ein prodromus alleß folgenden Unglücks sein) entstunde #alhier# wiederumb #in Werll#(FEHLT in der Vorlage) eine große Fewersbrunst, indeme einige #von#(Soldaten von dem) dhamalß alda logirenden Haubtman Clots #Soldaten#(GETILGT), in Johan Mellins Hause, negst am Marckte, daß Liecht verwahrloeseten und darüber daßelebe Hauß in Brandt gienge und waß #auch die Burgere zu retten sich bemüheten#(man auch zu retten sich bemühete#, dannoch #eine#(solche) Gluth darauß entstunde, daß in einer unglaublicher Geschwinde, beiderseits der Beckerstraßen, sambt dem Hospital, mit beygehöriger Kirchen, ad 82 mehrentheilß stattliche Häusere, biß an die Büdiker Pfordten, so viell daß Holtzwerck belangte, der Erden gleich wurden.
Diesem nach, wie ferner auch die Kriegsflammen #daß#(dieses) Fürstenthumb #Westvalen#(FEHLT in der Vorlage) ergriffen und der Landtgraff zu Heßen, mit schwedischer Hülffe #die Statt Werl#(diese Stadt) feyendtlich aufforderte und durch die Gewalt der Stücke endtlich auch am 27. Octobris mit Fewer bezwunge, indeme der Orth negst dem Saltzplatze umb das Himmelreich, ad 52 Häusere sambt mehrentheilß dem Saltzplatze in Brandt geriethe, mußte die Statt auß Mangel Succurseß und Forcht weiterer Einascherunge sowoll, alß auch unlengsten daruf daß Churfle. Schloß durch Accordt dem #Gegentheile#(Feynde) sich ergeben. Waruf dan Ellendt uber Ehlendt erfolgte; daß liebe Brodt gienge ab, also auch daß man daßelbe auß dem Bergischen Lande, #wie auch der Wedderaw#(FEHLT in der Vorlage) und weiter herlangen muste. Die Leuthe versturben auß Kummer und verwichen in den Krieg oder andere Lande, die Dorffere umbher wurden oede und wüste, daß nit Katz oder Hundt darinnen zu finden. Der Acker pliebe ungebawet und unbesamet, auch dergestalt (daß wolten die arme noch übrige Leuthe anders Lebens- und Contributionsmittele erzwingen) auß Abgang der Pferde, sich Man und Frawen in Kahrren spannen und daß Holtz, umb Gelt darauß zu machen, naher den Saltzwerkeren ziehen und also im bittern Schweiße utunque sich erhalten musten, #steets#(alles) unter Hoffnung, es #mogte#(über GETILGT: könte) doch endtlich wieder beßer werden. Aber die abschewliche Seuche der Pestilentz schluge hinzu, #von dem Uberrest noch viele jung und alte Leute auch die stärckiste Männer wegnahme und verschlunge#(welche (dazu noch=getilgt) vielle Leuthe, Jung und alte, auch die stärckeste Männer verschlunge).
Anno 1636 alß der bayerischer Generall Graff Götze der Statt Soest, Hamm, Lünen, Dortmundt und mehr Örtern da herumb sich wieder bemechtigte, gewahn er auch #auf St. Michaelis Tage die Statt Werll#(dieße Statt Werll auff S. Michäelis tagh), indeme die Heßen, den Burgern nit trawende, sondern viellmehr dieselbe disarmiret und die Wachten allein hatten, durch Petardirung der #Melxster Pfordten#(Pfordten), daß Schloß aber durch starckeß Canoniren #GETILGT: der stücken#, alleß weilen der heßischer Commendant Kröschel, durch seine Fraw und vieles Gelt kleinmutig gemachet, #under#(GETILGT: binner) Zeit von acht Tagen. Waß nun diese Belägerunge wiederumb zu thun gemachet, steht leichtsamb zu gedencken; aber es pliebe dabey nit.
Dan Anno 1637 entstunde in Dreeß des Stattsknechts Hause am gulden Pote ein Fewer, ohne daß man #wissen und# erkundigen konte, wie und woher? Darüber brandten im Grunde ab 22 Häusere. #worauff leider waß = getilgt, überschrieben: mein Gott seint diß nicht erschreckliche heimbsuchungen, getilgt: Gottes, getilgt: seint dieses. Auch mitten unter den beschwerlichsten Kriegespressuren, getilgt: abermahlen, getilgt: überschrieben: Wie deme. Wobey es noch nit geblieben, sondern es entstunden Anno 1641#. Zwar Creutz über Creutz; aber arg wurde noch ärger; indeme auch der leidiger Sathan, der Stiffter aller Unruhe, selbiger Gelegenheit sich bediente und wiederumb aldah zu Werll Anno 1641 #es folgt eine wesentlich andere Fassung des Abschnittes zu 1641: ... sondern es entstunden Anno 1641 (entstunden=getilgt) widerumb (alhier=getilgt) unvermutete newe irrfallen, (und wer sollte es=getilgt) und zwarn eben diejenige (verändert aus dieselbe), welche Anno 1482 und 1510 per Compromissum schon abgethan waren, die gemuhtere lieffen verbittert gegeneinander, es gabe (verändert aus es gelte) Clagten uber Clagten, und were balt zum eußeristen kommen, biß endtlich der Churfrl. Landtrost Herr Friederich von Fürstenbergh sambt dem H. Drn. Budde, auch Churfrl. Räth (hinhero=getilgt) sich nach Werll erheben, die sachen zu verhör zihen, und (kurtzlich abzubrechen) die Sältzere bey ihren privilegiis des halben rathß, wie auch freyheit der Saltzplatz von Schatzungsposten ernstlich manutenirten, jedoch es folgte, was auff solche prodromus zu folgen pfleget, dan Anno 1645...# unter den Aembtern und Gilden eben die friedstörige Conatus gegen die Sältzere in puncto des halben Stattregiments erwecket und daß auch der Saltzplatz eben so woll Schatz und Last tragen mögte, als andere Gütere, welcheß dabevor sonsten 1482 Ertzbischoff Herman und Ertzbischofh Philipß ao. 1510, wie oben (S. 68 und 70) zu sehen, höchst verpoenet und ewig abgethan hatte. Gleichwoll wurde daß Werck so weit getrieben, daß auch bey damahliger Rahttswahll an Platz der Seltzere, theilß andere von den Ämbteren, nit mit geringem Aufstande der comitirten Burgerey , zum Rahtt würcklich angesetzet und intrudiret wurden. Aber Churflr. Herr Landtroste, Herr Friederich von Fürstenbergh, nahme sich der Sachen ernstlich ahn und begabe sich in Person selbsten, mit Zuziehungh deß Churfln. Rahtts Doctor Budden, nacher Werl in rem praesentem, untersuchten die Sachen und ließen sich vorglte. Churfle. Recessen und Rechtsprüche in originalibus vorspringen, denen dann zufolgh die eingetrungene von den Ämbtern amouiret und die Sältzere sowoll in pto. deß halben Rahtts alß auch deß Saltzplatzes Exemption, bey deren Privilegien manuteniret und die Uhrhebere dieseß Uffstandeß theilß der Gebühr gestraffet theilß auch verbetten wurden. Aber waß folgete daruff?
Anno 1645 #Sontageß#(auff Dominica) Esto mihi, #also just acht Tage für dahmalß bevorstehender Rahttswahll,#(FEHLT in der Vorlage) alß die Leuthe Morgens umb 9 Uhren meistentheilß in der Kirchen wahren, entstunde #abermahlen alda zu Werll#(FEHLT in der Vorlage) in Johan Rißen des Stattkarrentreibers Hause, an der Kemperstraßen, ein geschwindeß Fewer, wodurch von #selbiger#(ÜBER: dießer) Straßen ab, uber den Rungenthall, wie mans nennet, durch die Kisaw langs die Stattsmawr, #GETILGT: und langes)# biß ans Schloß 41 theilß vornehme Häusere, in so geschwinder Flammen stunden, daß man, wie heuffig auch die Leuthe auß der Kirchen trungen und zur Gereidschafft griffen, wenig retten konte, sondern alleß für seinen Augen niederfallen sehen muste, geriehte auch also der Orth der Statt zur Kohlgluth und der Erden gleich.#(Vorlage noch: daß Gott erbarme)#
#(Der ganze folgende Abschnitt als Marginalie eigenhändig von Hermann Brandis)# Eben in diesem 645sten Jahre verordtnete Ertzbischoff und Churfürst Ferdinandt, sub dato den 6. Junij daß zu Beforderung desto mehrer Andacht, zu offtgltm. Werll, die P.P. Capucini einen Convent ihres Ordens daselbsten pflantzen mögten, wie dan auch der umbliggender Ohrter geschehen und ihnen mit der Zeit Kirch und Closter #dahin gesetzet wurde, darüber#(Vorlage: alda erbawet worüber) der churfle. Landtroste, Herr Dietherich Freyherr von Landtsbergh, alß principalis fundator, einen ewigen Nahmen sich mit gemachet.
Endtlich ließe doch der grundtgütiger Gott durch vieller tausendt fromer Seelen Seuffzere, Bitten und #Flehen#(Vorlage: weinen) sich väterlich bewegen, daß vermittelß der Münsterisch- und Osnabrückischer Tractaten anno 1648 zwischen allen kriegenden Theilen der Friedt geschloßen wurde; sed quantae molis erat!
Waß nun dieser dreyßigjähriger Krieg und darunter #(getilgt: verschiedene)# mit außgestandene grundtverderbliche Fewrs-Unglückere: endtlich auch die Erhebung deßen nun so weith geschloßenen Friedens, in Beybringung der schweren Satisfactionsgelder, für die gegentheilige kriegende Partheyen und sonsten es #(getilgt: diesem Orte)# der Statt Werll zu thun gemachet, wird die #dahige#(FEHLT in der Vorlage) Posteritet auß den Statt-prothocollis und registris, so viell es angezeichnet, künfftig mit Verwunderung zu sehen haben.




1673
Permalink der Verzeichnungseinheit

Akten über den Zustand der Stadt Drolshagen.

v.num : 1837

Enthält : vgl. B 11, Bl. 90-92 von 1670




1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

Ratsprotokoll vom 31. Mai 1674 wegen des Brandes am 29. Mai 1674, ausgehend mglws. durch einen Gewehrschuß im Hause des Dietrich Sethe in der Bäckerstraße.

v.num : 1838

Enthält : Zeugenvernehmungen.

Darin : Gehört zu Nr. 37 und 44.




1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

Protokoll einer Untersuchung über den am 3. Juni 1674 in des Richters Kleinsorgen Scheune entstandenen Brandes.

v.num : 1839

Enthält : "Tuback getrunken".




1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

BM und Rat von Werl an den Landdrosten wegen des Brandes vom 29. Mai 1674.

v.num : 1840

Enthält : Hierzu gehört Nr. 47.




1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

BM und Rat an den Landdrosten wegen Brandunglück.

v.num : 1841




1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kurfürst Maximilian Henrich wegen Brand in Werl.

v.num : 1842




1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

Ratsprotokoll über die Brandursache.

v.num : 1843




1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

Landdrost von Westfalen wegen Wiederaufbau der Stadt nach dem Brand.

v.num : 1844




1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

Landpfennigmeisterei an die Stadt Werl. Zuweisung von 300 Rtlr.

v.num : 1845




1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

BM und Rat von Werl an den Kurfürsten wegen der Brandunglücke vom 29. Mai und 3. Juni 1674.

v.num : 1846

Enthält : Gehört zu Nr. 47.




1678
Permalink der Verzeichnungseinheit

BM und Rat von Werl verfügen in Abänderung ihres Erlasses vom Jahre 1642, dass wüst liegende Grundstücke innerhalb von zwei Jahren wieder zu bebauen sind.

v.num : 1847

Enthält : Zum Schluß des Textes steht, das Conclusum Magistratus de An(no) 1642 fände sich im Stadtbuche hinter der Morgensprache beigeschrieben. Es ist jedoch weder im Roten Buch noch im Stadtbuch zu finden! Demnach ist ein Stadtbuch verloren?




1678
Permalink der Verzeichnungseinheit

Quittung des Henrich Hüsberg über von der Stadt Werl gezahlte Gelder für Kloster Marienfeld für das Jahr 1677.

v.num : 1848




1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

Stadt an den Landdrosten wegen Feuersbrünste am 29.5. und 3.6.1674.

v.num : 1849

Enthält : Gehört zu Nr. 47.




1674
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verzeichnis der verbrannten Häuser und Namen der Obdachlosen.

v.num : 1850

Enthält : Gehört zu den Nr. 35-37, 43, 46.




1680
Permalink der Verzeichnungseinheit

Landdrost und Räte von Westfalen an BM und Rat zu Werl wegen in Westfalen gangbarer Münzsorten.

v.num : 1851




1681
Permalink der Verzeichnungseinheit

Kostenrechnung über Ausgaben bei Anwesenheit des kurf. Kommissars Budde.

v.num : 1852




1681
Permalink der Verzeichnungseinheit

Abrechnung über Mehlzeichen.

v.num : 1853




1682
Permalink der Verzeichnungseinheit

Schreiben des Drosten von Schüngel die Publikation der Ratswahl betr.

v.num : 1854




1685
Permalink der Verzeichnungseinheit

Eingabe der Witwe Bodeker an BM und Rat wegen der Stadtwaage.

v.num : 1855




1686 - 1690
Permalink der Verzeichnungseinheit

Wegegeld des Kasseler Postwagens.

v.num : 1856

Enthält : 2 Blatt, 1 Blatt Abschriften.




um 1687 - 1688
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gesuch des Philipp Cappius, Sohn des Stadtschreibers gleichen Namens, um die Nachfolge des + Stadtschreibers Alexander Heuthausen.

v.num : 1857




ca. 1700
Permalink der Verzeichnungseinheit

Dienstbericht der Stadt Werl über verbotene Weineinbringung in die Stadt durch den Kapitän v. Papen.

v.num : 1858




1707
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verzeichnis der Brandgeschädigten.

v.num : 1859




Anf. 18. Jhd.
Permalink der Verzeichnungseinheit

Begleitschreiben zu einer Aktenübergabe.

v.num : 1860




1708
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bittschreiben des Jürgen Schewe.

v.num : 1861




1712
Permalink der Verzeichnungseinheit

Zeugnis von BM und Rat zu Werl für die Einwohner von Blumenthal, dass sie mit ihnen als Mitbürger (concives) leben.

v.num : 1862




1716
Permalink der Verzeichnungseinheit

Reise des Kurfürsten von Arnsberg nach Kevelaer.

v.num : 1863

Enthält : Mit Namen der Reisenden und Funktionen.




1718
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verordnung wegen der überzähligen westfälischen Juden nebst Designation der vergeleideten Juden in den Jahren 1712-1717.

v.num : 1864

Enthält : Mit Namen.




1718 - 1720
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verhandlungsprotokolle in Sachen der Jesuiten zu Münster gegen BM und Rat zu Werl vor dem Offizial Werl wegen einer vom 20.2.1624 rührenden Schuldforderung des BM Joh. Hülsberg und einer zweiten, bis 1629 zurückreichenden Schuldforderung. 1712 wurde das Schuldkapital durch die Jesuiten der Stadt Werl gekündigt.

v.num : 1865

Darin: Beilage A (Bl. 275ff) Abschrift von Urkunde Stadtarchiv Werl 489 vom 11.11.1641 (ein Konzept dieser Urkunde in Akten C II 8 Bd. 1, Bl. 152f) mit Transfixurk. StA Werl 491 vom 17.6.1643.
Beilage B (Bl. 280ff) Abschrift folgender Urkunde: Bürgermeister, alter und sitzender Rat und Richtleute der vier Ämter zu Werl bezeugen, daß die Stadt wegen vielfältiger beschwerlicher Schatzungen und Kontributionen bei der Landpfennigmeisterei in einen großen Rückstand geraten sei, dieser seine Forderungen an die Stadt Werl jedoch dem Kapitän Gregor Wegmann und dessen Soldaten der westfälischen Landschaft übertragen habe und die Stadt diesen jetzt "in höchster Eil" 100 Rtlr. bezahlen muß. Die Stadt leiht sich nun 50 Rthlr. bei Bürgermeister Philip Papen und bezahlt damit Wegmanns Forderung. Papen wird Rückzahlung innerhalb eines Jahres versprochen bei Verpfändung aller Stadteinkünfte, Werl 10.7.1629, Ausfertigung durch Stadtsekretär Barthold Cappius.
Die Papensche Forderung an die Stadt Werl ist jedoch nicht binnen eines Jahres erfüllt worden, denn am 6.10.1648 bezeugen Johann Friedrich Plonies, Johann Boemer, Dr. Hillebrand Plonies und Catharina Papen zu Münster, Erben der +Susanna Papen in Abstimmung mit deren Testamentsexekutoren, daß die Obligation durch den +Philip Papen an das Jesuitencollegium Münster weitergegeben wurde zur Ableistung eines testamentarischen Legats in Höhe von 400 Rthlr. der +Jungfrau Susanna Papen zu Gunsten dieses Collegiums.




1721
Permalink der Verzeichnungseinheit

Strengere Bewachung der Stadtpforten durch die Regierung Arnsberg, angeordnet wegen Zwistigkeiten mit den preußisch Märkischen.

v.num : 1866




1722
Permalink der Verzeichnungseinheit

Akten betr. Besetzung der Ratsdienerstelle, da der Stelleninhaber Werner Bering Richtmann der Bäcker wurde.

v.num : 1867

Enthält : Dabei: 9 Bewerbungsschreiben: Dietrich Teigeler, Caspar Sethe, Matthias Bögge, Johann Regenhard, Johann Eickell, Franz Wiegmann, Michael Hilsmann, Ferdinand Mimberg, Peter Christian Fickermann.




1722
Permalink der Verzeichnungseinheit

Schreiben des Ningelgen aus Köln an den Stadtschreiber Valentin Felte zu Werl wegen fälliger Taxen.

v.num : 1868




1724
Permalink der Verzeichnungseinheit

Reise des Kurfürsten Clemens August durch Werl im Jahre 1724.

v.num : 1869




1726
Permalink der Verzeichnungseinheit

Rückreise des Kurfürsten Clemens August von Neuhaus nach Bonn.

v.num : 1870




1723
Permalink der Verzeichnungseinheit

Bericht an den Landdrosten über:
a) Zahl der Gotteshäuser: 1. Pfarrkirche, 2. Kapuzinerklosterkirche, 3. St. Nikolaikapelle, 4. Armenhospitalskapelle, 5. Muttergotteskapelle an der Goseföhde, 6. Liebe Frauenkapelle vor der Steinerpforte, 7. Haus Uffeln (wohl Hauskapelle).
b) Anzahl der Juden.


v.num : 1871




1726
Permalink der Verzeichnungseinheit

Medizinalrechnung betr. Ausbruch der Roten Ruhr in Werl.

v.num : 1872

Enthält : weitere Originale zu 1726 in Kleiner Bestand 125, Nr. 30




1726
Permalink der Verzeichnungseinheit

Quartierliste des kurfürstl. Hofstaates.

v.num : 1873




1727 - 1728
Permalink der Verzeichnungseinheit

Aufstellung über die Hagelschäden vom 4.7.1727.

v.num : 1874




1723 (1577)
Permalink der Verzeichnungseinheit

Schriftstücke wegen eines Prozesses des Gerhard Franz v. Lilien gegen die Stadt Werl.

v.num : 1875

Enthält : Dabei: Kopie der Verkaufsurkunde, in der Werner v. d. Bongarten, Henrich v. Holdinghausen, Marg. v. Plettenberg, die Witwe des Henning Schungel zu Beringhausen und Cath. v. Plettenberg, die Witwe des Reinold v. Brembt, dem lic.jur. Christian Kleinsorgen 8 Morgen Landes vor der Melsterpforte am Scharendieke verkaufen, 28.9.1577.




1727
Permalink der Verzeichnungseinheit

Spezifikation des Hagelschadens den F. D. v. Papen erlitten hat.

v.num : 1876




1737 - 1738
Permalink der Verzeichnungseinheit

Einigung zwischen der Stadt Werl und den Gebr. v. Papen-Koeningen bzw. Hofrat Bockskopf, als Gutsherren von Blumenthal, wegen Errichtung eines Leibgedinges für Johann Cordt.

v.num : 1877




1746
Permalink der Verzeichnungseinheit

Edikt des Kurfürsten Clemens August über Einziehung von Münzsorten.

v.num : 1878

Enthält : Druck.




1749
Permalink der Verzeichnungseinheit

BM und Rat zu Werl erklären, dass der Beruf des Stadtpförtners ehrlich sei.

v.num : 1879




1762
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verwaltung des Postwesens zu Werl.

v.num : 1880

Enthält : Vom Sicherungsfilm März 1989 zurückkopiert. Das Original ist zwischen 1967 und 1972 entwendet worden.




1780
Permalink der Verzeichnungseinheit

Vergleich zwischen der Stadt Werl und den Geschwistern Habbes zu Warmen.

v.num : 1881




1791
Permalink der Verzeichnungseinheit

Gutachten des Generalwardeins Dietze über verschiedene Münzen.

v.num : 1882




1798
Permalink der Verzeichnungseinheit

An den Kurfürsten, das Ratswahlstatut betr.

v.num : 1883

Enthält : Entwurf.




1803
Permalink der Verzeichnungseinheit

Brandunglück vom 30. Januar 1803.

v.num : 1884




1802
Permalink der Verzeichnungseinheit

Landdrost und Räte wegen Wiederaufbau der durch Brand zerstörten Häuser.

v.num : 1885




1825
Permalink der Verzeichnungseinheit

Regierung in Arnsberg an den Rechner der Melsterhofenkasse Albert Rammelmann, es sei beabsichtigt die Verwaltung der Hofeskassen nicht aber die Kassen selber zusammenzulegen.

v.num : 1886




(1627), 1668
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Zehend Rolle der Bauwerschafft zu Ostünnen (= Ostönnen) Anno 1627 aydlig eingebracht"

v.num : 1900

Enthält : Abschrift von 1668 durch den kaiserl. Notar Johann Sebastian Aussel, geheftet, 15 Blatt (Bl. 3 lose). Alte Signaturen: Nro 228 (gestrichen) "Enckhusen", fasc(icel) C No 98. Enthält auch Personen zu Enkesen und Sieveringen.




1674 - 1676
Permalink der Verzeichnungseinheit

"Special rechnung über außgetheilte von hiesigen Landständen den armen Verbranten 1674 (12. Nov.) ertheilte Beysteuer ad 1325 Rthlr."

v.num : 1901




1706 - 1707
Permalink der Verzeichnungseinheit

Protokoll über den Werler Vieh- und Pferdemarkt

v.num : 1902




1783
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verordnung des Kurfürsten: Bei Pflasterungen von Straßen in Werl sollen die Eingesessenen des Amtes Werl unter Aufsicht des Amtsverwalters Soist, Spanndienste leisten, Clemenswerth 27.8.1783

v.num : 1903

Enthält : Kopie, vgl. E 48 Nr. 14




nach 1811
Permalink der Verzeichnungseinheit

Verzeichnis der städt. Urkunden und sonstigen Litteralien (Stadtarchiv)

v.num : 1904