Archiv des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
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610 - Ausschuss für Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenfürsorge beim Provinzialverband (1915-1919)
610 - Ausschuss für Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenfürsorge beim Provinzialverband (1915-1919)
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Signatur : 610

Name : Ausschuss für Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenfürsorge beim Provinzialverband (1915-1919)

Beschreibung :
Vorwort:

Ausschuss für Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenfürsorge beim Provinzialverband:

Im Jahr 1915 wurde unter der Schirmherrschaft des Kaisers die "Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Krieg Gefallenen" gegründet, deren Verwaltungsorgane in den Provinzen die "Ausschüsse für Kriegsbeschädigtenfürsorge" waren. Zu den Aufgaben des Ausschusses gehörte die Berufsberatung, Arbeitsvermittlung sowie die Gewährung von Leistung der Heilfürsorge für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene. Durch Verordnung vom 08.02.1919 über die soziale Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterbliebenenfürsorge trat an die Stelle der Nationalstiftung, die auf freiwilliger Basis beruhte, der "Reichsausschuss für Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenfürsorge" als amtliche Einrichtung. Auf der Ebene der Provinzen wurde aufgrund der Reichsfürsorgeverordnung Hauptfürsorgestellen eingerichtet, die dem Reichsausschuss unterstanden.

Der Bestand 610 umfasst die Unterlagen des Ausschusses für Kriegsbeschädigtenfürsorge des westfälischen Provinzialbandes von seiner Gründung am 04.01.1915 bis zu seiner Ablösung durch die Hauptfürsorgestelle des westfälischen Provinzialverbandes im Jahr 1919. Dabei handelt es sich vor allem um Unterlagen zur Kriegsbeschädigtenfürsorge allgemein, wie der Gründung der Kriegsbeschädigtenausschüsse, die Sitzungen des Reichsausschusses und seiner Unterausschüsse, allgemeiner Verwaltungsangelegenheiten und Angelegenheiten des Haushalts- und Rechnungswesens sowie Renten- und Versicherungssachen. Darüber hinaus dokumentiert sich im Bestand der Schriftwechsel mit den Ausschüssen für Kriegsbeschädigtenfürsorge in den westfälischen Kreisen und Städten sowie der Ausschüsse in anderen Provinzen und Ländern. Unterlagen zur Schwerbeschädigtenfürsorge und zu Erholungskuren für Kriegshinterbliebene sind ebenfalls im Bestand vorhanden. Der Bestand hat umfasst mit 335 Einheiten eine Laufzeit von 1906-1931.

Zitierweise: LWL-Archivamt für Westfalen, Archiv LWL, Best. 610/lfd. Nr.

Literatur:

- Richtlinien zu einer organisierten Fürsorge für Kriegsverletzte. Rede des Landeshauptmanns Dr. Hammerschmidt auf einer vom Westfälischen Arbeitsnachweisverbande einberufenen Versammlung im Landeshause zu Münster am 19. Dezember 1914, Münster 1914 (LWL-Archivamt für Westfalen, Bibliothek WG 11)

- Berichterstattung über die Durchführung der Kriegsbeschädigtenfürsorge auf der außerordentlichen Landesdirektorenkonferenz am 25. August 1915 im Landeshause der Provinz Brandenburg, Berlin 1915 (LWL-Archivamt für Westfalen, Bibliothek WG 12)

Verweis: Verwiesen sei an dieser Stelle noch auf den Archivbestand 611, der sich an den Bestand 610 anschließt und die Aufgabenwahrnehmung des westfälischen Provinzialverbandes im Bereich der Kriegsbeschädigten- und Kriegshinterbliebenenfürsorge durch die Hauptfürsorgestelle ab 1919 dokumentiert.


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