Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe
1. Staatsarchiv Detmold
1.3. Organisationen, Güter, Familien, Personen
1.3.5. Nachlässe
Nachlass Gustav Reineke
D 72 Reineke Nachlass Gustav Reineke
Permalink des Findbuchs


Signatur : D 72 Reineke

Name : Nachlass Gustav Reineke

Beschreibung :
Vorbemerkung

Gustav Reineke (1886-1962) war seit seiner Entlassung aus französischer Kriegsgefangenschaft im Februar 1920 Volksschullehrer in Horn, in den letzten beiden Dienstjahren bis zu seiner Pensionierung 1952 fungierte er als Rektor. Als Leiter der Volkshochschule sowie der Berufsschule, als Rechnungsführer im Kirchenvorstand sowie als Vorsitzender des Turnvereins und des Obst- und Gartenbauvereins war er im gesellschaftlichen Leben Horns fest verankert.

Er war es denn auch, dem der in Paderborn am 27.03.1945 ausgebombte Theodor Uhlenhuth sein Manuskript einer Horner Chronik von 1945 bis 1950 anvertraute. Uhlenhuth hatte in Horn, in der Mittelstrasse 38, ein Unterkommen gefunden und engagierte sich fortan vor allem in der reformierten Kirchengemeinde. Er war auch Mitglied im Reichsverband der Bombengeschädigten sowie im Lippischen Heimatbund, dessen Horner Ortsgruppe sich am 27.08.1947 unter dem Vorsitz Reinekes konstituierte, ohne aber irgendwo leitende Funktionen einzunehmen. In seiner neuen Heimatstadt notiert Uhlenhuth tagebuchartig alle öffentlich bekanntgegebenen Veranstaltungen, aber auch Verkehrsunfälle und Abnormitäten des Wetters. In die Abfassungszeit fällt u.a. die großangelegte 700-Jahr-Feier der Stadt Horn im Jahre 1948, über deren Planung und Durchführung Uhlenhuth ausführlich informierte. Sein Interesse an dem langsam erwachenden politischen und kulturellen Leben manifestiert sich an der umfangreichen begleitenden Materialsammlung von Handzetteln, Programmhinweisen, Zeitungsausschnitten und Wahlplakaten.

Die Plakate wurden dem Bestand entnommen und D 81 zugeführt (Signaturen Nr. 3514-3526, 4048-4052).

Es ist nach der Bestell-Nr. zu zitieren: D 72 Reineke Nr. ...


Detmold, im Juni 1993

(Dr. Wehlt)



Das Findbuch aus dem Jahre 1993 (t01-Datei) mit 19 Verzeichnungseinheiten wurde im Juli 2008 von mir nach V.E.R.A. konvertiert.
gez. Leo Schulz


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