Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe
1.2. Regierungsbezirk Minden (1816-1947), Regierungsbezirk Detmold (seit 1947)
1.2.2. Justiz
1.2.2.1. Oberlandesgericht bzw. Appellationsgericht Paderborn
Oberlandesgericht bzw. Appellationsgericht Paderborn
M 9 Bielefeld Land- und Stadtgericht bzw. Kreisgericht Bielefeld
Permalink des Findbuchs


Signatur : M 9 Bielefeld

Name : Land- und Stadtgericht bzw. Kreisgericht Bielefeld

Beschreibung :
Einleitung

Das Land- und Stadtgericht Bielefeld nahm am 10. Juni 1815 seine Arbeit auf. Der Gerichtsbezirk umfasste die Stadt Bielefeld, das Amt Brackwede (Isselhorst jedoch erst ab 1817), das Amt Heepen (die Bauerschaften Altenhagen und Schelpmise jedoch erst ab 1817), das Amt Dornberg, die Gemeinden Gellershagen, Theesen, Babenhausen und Sudbrak, Dorf und Bauerschaft Schildesche, ab1817 auch die Ortschaften Brake links der Aa, Gräfinghagen, Lämershagen, Lippe, Ubbedissen und die Heeper Senne, die vorher zum Bezirk des Land- und Stadtgericht Herford gehörten.

Die Verordnung über die Neuorganisation des Gerichtswesens vom 2. Januar 1849 schuf Kreisgerichte, die wie die Land- und Stadtgerichte kollegial organisiert waren. Dem Kreisgericht Bielefeld, dessen Gerichtsbezirk unverändert blieb, wurden die Gerichtsdeputation Rietberg sowie je eine Kommission in Rheda und Wiedenbrück unterstellt. 1852 wurden die Gerichtskommission Gütersloh und 1861 die Gerichtskommission Halle angegliedert. Friedrichsdorf, das zur Kommission Rietberg gehörte, wurde 1876 dem Kreisgericht Bielefeld direkt unterstellt, fiel aber bei der Neuschaffung der Amtsgerichte 1879 an das Amtsgericht Gütersloh.

Erhalten sind nur Akten der freiwilligen Gerichtsbarkeit.
Zu zitieren ist: M 9 Bielefeld Nr. ...

Literatur: Festschrift zur Einweihung des neuen Dienstgebäudes des Landgerichts Bielefeld 1917

gez. Wolf

Im Zuge der Digitalisierung der Findmittel wurde das maschinenschriftliche Findbuch in V.E.R.A. abgeschrieben.
Detmold, im Dezember 2007

gez. Wolfgang Seemund