Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe
1.2. Regierungsbezirk Minden (1816-1947), Regierungsbezirk Detmold (seit 1947)
1.2.2. Justiz
1.2.2.2. Land- und Stadtgerichte (Kreisgerichte)
Land- und Stadtgericht Lichtenau
M 9 Nieheim Land- und Stadtgericht Nieheim
Permalink des Findbuchs


Signatur : M 9 Nieheim

Name : Land- und Stadtgericht Nieheim

Beschreibung :
Das Land- und Stadtgericht Nieheim wurde im Rahmen der Verwaltungs- und Justizorganisation in der Provinz Westfalen nach 1813/1815 errichtet. Unterstellt war seit 1817 die Gerichtskommission in Lügde.

Neben Lügde umfasste der Gerichtsbezirk 1837 die Städte Nieheim und Steinheim sowie 47 Dorfschaften im Bereich der heutigen Städte Steinheim, Nieheim und Marienmünster (vgl. W.F.C. Starke Beiträge zur Kenntnis der bestehenden Gerichtsverfassung ... in dem preussischen Staate. 2. Teil 1839). Besetzt war das Gericht zu diesem Zeitpunkt mit einem Direktor, 3 Richtern, sieben Subalternen und vier Unterbeamten sowie fünf Hilfsarbeitern. Davon waren in Lügde ein Assessor, ein Subalterner und ein Unterbeamter tätig.

1849 wurde Nieheim als Kreisgerichtsdeputation dem Kreisgericht in Höxter unterstellt und 1851 in eine Kreisgerichtskommission umgewandelt. Als solche bestand das Gericht in Nieheim mit verkleinertem Gerichtssprengel fort, bis am 1. Oktober 1879 das Amtsgericht Nieheim die Nachfolge antrat.

Von der Tätigkeit des preussischen Gerichts in Nieheim geben nur noch geringe Reste Auskunft. Bei der Auflösung des Amtsgerichts Nieheim im Jahre 1932 müssen die evtl. noch vorhandenen älteren Akten vernichtet sein, da sich bei der Nachfolgebehörde, dem Amtsgericht Steinheim, kaum ältere Überlieferung gefunden hat. Die wenigen Unterlagen der Kreisgerichtsdeputation bzw. -kommission befinden sich im Bestand M 9 Höxter.

Zitierweise: "M 9 Nieheim Nr. ..."


Detmold, April 2007

Lüking (unter Verwendung von Teilen des Vorworts von Dr. Sagebiel aus dem Jahr 1974)